Verletzte Unschuld
«Die Voest-Kinder» von Elisabeth Reichart
Elisabeth Reicharts Roman «Die Voest-Kinder» führt zeitlich zurück in die Zeit der Wiederaufbaujahre. Österreich nennt sich «frei». Dass die alliierten Besatzungsmächte ursprünglich als Befreier gekommen waren, scheint 10 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Vergessenheit geraten zu sein. In dieser Atmosphäre des Schweigens wächst die namenlose Protagonistin des Romans auf:
Unterwegs zur Göttin des Vergessens
"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

Milena Michiko Flašar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flašars zweiten Buch «Okaasan – Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.
Angst und Lust des Übersetzens
Erhan Altan - ein Vermittler zwischen poetischen Welten
Wie kommt ein studierter Istanbuler Elektrotechniker dazu, österreichische Avantgarde-Poesie ins Türkische zu übersetzen? Wer mit Erhan Altan über seine Leidenschaft für die Wiener Gruppe und die moderne türkische Poesie spricht, erhält einen Eindruck, welch verrückte Produktivität die Begegnung zweier völlig unterschiedlicher Poesie-Traditionen freisetzen kann.
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Die verletzten Zusammenhänge
"Hanna und ich": Andrea Winkler und ihr neues Buch
Arme Närrchen im Selbstgespräch, eine stumme Hauptfigur, Sätze von rätselhafter Klarheit: Das poetische Universum der Schriftstellerin Andrea Winkler verführt und entzieht sich zugleich. Ihr neues Buch „
Hanna und ich“ erzählt von einer immer unwirklicher werdenden Realität.
Hermetische Seelenfinsternis
Phettbergiaden, dritter Teil
Hermes Phettbergs Schreiben ist Literatur, ohne Zweifel. Zugleich finden wir darin eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit, ja, der Wirklichkeit überhaupt, die jene Art der Fiktionalisierung, die Literatur üblicherweise leistet, verunmöglicht. Die unter dem Titel „Hundert Hennen“ versammelten Predigtdienste sind das Dokument eines neuen Existenzialismus, dessen Form der Selbstbeobachtung die Differenz zwischen Realität...
Der Ballredner
Steffen Hofmanns Augustin-Connection
„Den kenn ich – der kommt oft zu uns“, sagt Steffen Hofmann und deutet aufs Coverfoto des Augustin, das die Gewinner des Obdachlosen-Cups in Jubelpose zeigt, genauer: auf Willy Gröschl, den Erzesten aller Erzgrünweißen im schwarzweißen Augustindress.
Highlander auf der Hohen Warte
Ein Violetter im blau-gelben Höhenflug
Mit der Austria hat Thomas Flögel alles gewonnen. Zur Spielerpersönlichkeit hat ihn erst die schottische Härte gemacht. Nun versucht er, die Vienna zu alter Größe zurückzuführen.
Grünweiße Liebhaber
Rapid Amateure auf dem Sprung in die Regionalität
Amateur heißt wörtlich Liebhaber. Bei einem Rapid Amateur ist die Sache klar: Er liebt Rapid. Liebt Rapid ihn dafür nicht mindestens ebenso wie er sie? Fragen wir doch einfach Trainer, Spieler und Amateure-Liebhaber ...
Alte Haudegen
Fußball in Favoriten – Ein Streifzug in Folgen (1)
Kaum ein Bezirk konzentriert die Vielfalt und Lebendigkeit des Wiener Amateurfußballs so wie der zehnte. Zeit und Grund genug, sich auf die Suche nach den Besonderheiten und den Normalitäten gegenwärtigen Favoritner Kugeltreibens zu machen.
Hinter der Siedlung wächst das Gras
Fußball in Favoriten – ein Streifzug in Folgen (2)
Derbytime: Der FavAC zu Gast beim kleinen Bruder IC Favoriten, der große Träume hegt. Und der Augustin trifft einen Döblinger Extrabrennfahrer, der vor 15 Jahren buchstäblich bei null begonnen hat.
Ein Penzinger Familienbetrieb mit tschechischer Vorgeschichte
Der Slovan-Humanismus
Vor hundert Jahren wurden TschechInnen in Wien als ArbeiterInnen gebraucht, aber nicht geliebt. Mit Mut und Ausdauer begannen sie, ihre eigenen Strukturen zu entwickeln. Ein Resultat ihres Eigensinns existiert noch heute: der Slovan HAC.
Land Art Cross Soccer
Über die Dörfer - ein Fußballexperiment
Am 3. Juli 2005 kam es im oberen Mühlviertel zu einem außergewöhnlichen Doppelpass zwischen Sport und Kunst. Zum Abschluss des Festivals der Regionen trafen sich zwei Nachbarorte zu einer fußballerischen Auseinandersetzung unter dem viel versprechenden Titel "Land Art Cross Soccer".