ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Jahr 2000 :: 59 - 08/2000 Seite: 1

Gürtelplanerin Tilner und die

Trauerspiel am Gürtel

Kommunalpolitik und Rathausbürokratie erwarten sich von StadtplanerInnen und ArchitektInnen städtebauliche Lösungen, die der diffusen Angst "der Bürger" vor einer zu großen Präsenz der Verlierer und Verarmten im öffentlichen Raum Rechnung tragen. Sie tun dies ganz offen und ungeniert: Weil die Parias dieser Stadt ohnehin keine Lobby haben, braucht man zynische städtebauliche Vorgaben wie "macht den Platz so, dass sich die Obdachlosen hier...

AUGUSTIN rechnete nach:

Was kostet die Freie Fahrt?

"Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfebezieherInnen? Prima Idee. Da sind wir natürlich auch dafür. Aber leider: Wer soll das bezahlen?" So tönt es uns seit Monaten aus dem Rathaus entgegen. Da helfen wir gerne: den finanziellen Unterschied zur aktuellen Situation nehmen wir auf uns. Gerne sogar. Die Rathausgewaltigen dürfen die ersparte Summe auf unser Konto überweisen.

Verein ZARA

Wenn die Politik Lizenzen vergibt

Stellen Sie sich vor, ihre Hautfarbe ist lila. Sie gehen in den Supermarkt und kaufen ein. An der Kassa verweigert man Ihnen, die Sachen zu bezahlen, Sie werden weggeschickt. Nicht, weil Sie sich vielleicht daneben benommen haben, Sie haben ja ganz normal eingekauft. Nein, Sie werden weggeschickt, weil ihre Hautfarbe lila ist. Hautfarbe lila - wo gibt´s denn sowas, sagen Sie? Vielleicht gibt es keine lila Hautfarbe, aber schwarz gibt es. Diese S...

Schreibt seit 5 Jahren im AUGUSTIN: Hömal

Das Flair des Scheiterns

Laut, stoak, volla Gwoit is des Lebn draußn um mi, in den i wiara Gschpenst umadumschleich zwischn fremde Keapa vo de i maunchmoi wos brauch und wü. Oiso straf i maunchmoi a bissl au sichaheitshoiba aun de eha Hoamlosn loß de mit da Paua bessa auglant. Bini nämlich zu eana frech vaspottns mi, i kriag ane aufs Aug und ziag mi wieda zruck, eingschnoppt. Naujo, de samma Schuachnumman zgroß und zagn...

Die Habenichtse verlieren als Klientel städtischer Politik an Bedeutung

Kein Recht auf die Stadt?

Vor ungefähr einem Jahr wurde der Milleniums-Tower in Wien eröffnet. Der 48-Stockwerk hohe Büroturm mit Einkaufszentrum ragt nun inmitten einer eher traditionellen, vorwiegend von ArbeiterInnen und MigrantInnen bewohnten Gegend im 20. Wiener Gemeindebezirk aus dem Boden. Ist diese Konstellation sinnbildlich für Wiens zukünftige Stadtentwicklung? Einerseits durch etliche Sicherheitsvorkehrungen hermetisch abgeriegelte Büros und Luxuspenthous...
TUN & LASSEN - Vanessa Redak 08/2000 mehr lesen »»

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