ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Thema :: Pflege Seite: 1

Die Pflegelücke

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Pflegende Angehörige stehen unter psychischem und physischem Dauerstress. Sie bekommen rhetorische Anerkennung für ihre «aufopfernde Arbeit», mit der Arbeit selbst aber werden sie alleingelassen. Erst bei massiver Überlastung wird nach Unterstützung gesucht, und nicht schon vorher.

Die Geschichte des Johann

Siebzehn Pharmazeutika – oder eine Portion menschlichen Respekt

Als «austherapiert» und «pflegebedürftig» galt der 55-jährige Johann H, unter schwerer Medikation in einem Pflegeheim untergebracht. Seit Jänner 2011 lebt der Mann wieder in seinem Haus.

Vermögenssteuer auf Arme

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In der Steiermark wird der Regress in der Sozialhilfe und in der Pflege wieder eingeführt. Das wirkt wie eine Vermögenssteuer auf Arme und die Mittelschichten. Während vermögensbezogene Steuern als Beitrag der obersten, reichsten 10 Prozent nicht eingeführt werden, ist es offenbar kein Problem, die mittleren und unteren Haushalte mittels Regress voll zu belasten.

Die Mündel der Henriette

Kein Besuchsrecht, kein Gastrecht, kein Sexrecht, kein Recht, sich zu separieren

article_1600_hausordnung_120.jpg Erich Mühsam, der klügste deutsche Anarchist des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts, gelangte zu einer Erkenntnis, mit der er seiner Zeit auf geniale Weise voraus war: die Humanität einer Gesellschaft (sinngemäß zitiert) erkenne man daran, wie in den Gefängnissen mit den sexuellen Bedürfnissen der Gefangenen umgegangen wird. Fast hundert Jahre später ist dieses wichtige Kriterium der Lebensqualität selbst in jenen Institutionen tabu, i...

Wohin aber mit dem Wahnsinn?

Mit dem 500-Schilling-Schein hätte auch gleich die Psychiatrie verschwinden müssen

article_1564_jauregg©oenb_120.jpg Dass eine öffentliche Ader in Wien, und sei es auch nur ein unbedeutender Weg im 14. Bezirk, nach dem Rassenhygieniker Wagner-Jauregg benannt ist, kann als Signal verstanden werden: Auch in dieser Stadt wird, wie fast überall sonst, die alte Psychiatrie betrieben. Zwar in liberalisierter, modernisierter Form, aber im Grunde als Fortsetzung der Technik des Ausschlusses «ökonomie-unverträglicher» Menschen.

Alt sein nicht leicht gemacht

Der Fonds Soziales Wien sorgt einmal mehr für Verwirrung

Der Fonds Soziales Wien (FSW) gliedert die Sozialarbeit aus den Beratungszentren für Pflege und Betreuung in eigene GmbH aus. Damit wird eine unbürokratische, leicht zugängliche Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, die bisher durch SozialarbeiterInnen und SeniorenberaterInnen nicht nur Beratung, sondern auch Unterstützung geboten hat, zerstört. Intern machen sich Unzufriedenheit und Ohnmachtsgefühle breit. Die ungenann...

Erwünschte Tabubrüche

"Gewalt gegen ältere Frauen in der Familie"- Resultate eines 2-Jahres-Projekts

Eine 83-jährige Frau wird ins Spital eingeliefert. Sie sei gestürzt, sagt ihr Sohn. Der Arm ist blau verfärbt, auf der Stirn hat sie eine Platzwunde. Ein alltäglicher Vorfall. Alte Menschen stürzen oft, niemand fragt weiter nach, und das Insistieren wäre vielleicht sowieso sinnlos, leidet die Frau doch an Demenz und kann sich nicht erinnern. Dass der Sohn oder der Mann oder die Tochter möglicherweise ihrem Frust über den Zustand der Frau...

Leistbare Pflege

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Das Pflegegeld reicht nicht aus, um die notwendige Pflege zu decken. Bei Pflegestufe IV, das bedeutet mehr als 160 Stunden Pflegebedarf im Monat, liegt der Deckungsgrad zwischen 9 und 26 Prozent. Das hat der Rechnungshof gerade veröffentlicht. Weit mehr als zwei Drittel müssen die Betroffenen also selbst aufbringen. Wer kann sich das leisten?

Rund um die Uhr

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (8)

Meiner demenzkranken 92-jährigen Mutter geht es zunehmend schlechter. Sie wohnt mit mir und meinem Mann in unserer Wohnung in Wien, nachdem sie von Berlin nach Wien übersiedelt worden ist, weil die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. Wir betreuen sie rund um die Uhr, wie das etwa 80 Prozent der Angehörigen von Pflegefällen, insbesondere die Frauen, tun – ein gesellschaftspolitisches Problem. Jeden Tag die bange Frage: Zeit,...

Der Pflegestufenschätzer fand Stufe 2 angemessen...

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (7)

Meine demenzkranke Mutter wohnt seit fast eineinhalb Jahren mit mir und meinem Mann in unserer Wohnung in Wien, nachdem sie von Berlin nach Wien übersiedelt worden ist, weil die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. Wir betreuen sie rund um die Uhr, wie das etwa 80 Prozent der Angehörigen von Pflegefällen, insbesondere die Frauen, tun – ein gesellschaftspolitisches Problem. Die fremde Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Bes...

Zwischen Angst und Schabernack

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (6)

Meine demenzkranke Mutter wohnt seit fast einem Jahr mit mir und meinem Mann in unserer Wohnung in Wien, nachdem sie von Berlin nach Wien übersiedelt worden ist, weil die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. Wir betreuen sie rund um die Uhr, wie das etwa 80 Prozent der Angehörigen von Pflegefällen, insbesondere die Frauen, tun – ein gesellschaftspolitisches Problem. Die fremde Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Besuchen k...

Mann ist Mann

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (5)

Meine demenzkranke Mutter wohnt mit mir und meinem Mann in unserer Wohnung in Wien. Wir betreuen sie rund um die Uhr. Sie ist von Berlin nach Wien übersiedelt worden, nachdem die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. 80 Prozent der Pflegefälle werden von ihren Angehörigen zu Hause betreut. Zwischen der fremden Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Besuchen kenne, und allen an der Betreuung Beteiligten entsteht eine Beziehung, d...

Manchmal trifft Omsch ins Schwarze

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (4)

Meine Mutter wird seit einem dreiviertel Jahr von mir und meinem Mann in unsrer Wohnung in Wien und im Häuschen im Waldviertel betreut. Wir haben aber nicht gewusst, wie schwer demenzkrank sie ist. Sie ist von Berlin nach Wien übersiedelt worden, nachdem die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. Zwischen der fremden Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Besuchen kenne, und allen an der Betreuung Beteiligten entsteht eine Beziehu...

Mein Vorwurf, mein Nachwurf. Meine Tochter?

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (3)

Meine Mutter wird nun schon seit einem dreiviertel Jahr von mir und meinem Mann betreut. Wir haben nicht wirklich gewusst, worauf wir uns da einlassen. Mutter ist von Berlin nach Wien übersiedelt, und niemand hatte uns gesagt, wie schwer demenzkrank sie ist. Nun lebt die fremde Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Besuchen kenne, in unserer Wohnung in Wien und an den Wochenenden in unserem Häuschen im Waldviertel. Langsam entsteht eine Bezieh...

„Schmeiss mich doch in eine Kiste“

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (2)

Wenn 80 Prozent der zu pflegenden Menschen von ihren meist weiblichen Angehörigen betreut werden, weist das auf einen akuten Pflegenotstand hin. Ich pflege meine demenzkranke Mutter nun schon ein halbes Jahr. Unverhofft bin ich in diese Situation geraten und ich habe nicht wirklich gewusst, worauf ich mich da einlasse. Der Pflegealltag ist belastend. Es wächst aber eine Beziehung zwischen meiner mir fremden Mutter und allen an der Pflege Beteil...

Fremde Mutter

Tagebuch einer pflegenden Annäherung (1)

Unverhofft kam die Journalistin Bärbel Mende-Danneberg in die Situation, ihre demenzkranke Mutter zu pflegen, ohne wirklich zu wissen, worauf sie sich da einlässt. Im Laufe der Zeit wächst eine Beziehung zwischen ihr, der fremden Frau und allen Beteiligten. Den Pflegealltag beschreibt Mende-Danneberg als „belastend, zermürbend, trotzdem aber insgesamt abenteuerlicher und menschlich bereichernder als sämtliche Allinclusiv-Urlaube zusammenâ€...

"Wohin des Weges?"

Das menschliche Antlitz von Lainz: Arbeit mit Demenz-PatientInnen

Ein Kaffeehaus, eine PatientInnenküche, Signaltöne von „"Autofahrer unterwegs"“: Im Geriatriezentrum am Wienerwald bemühen sich Menschen wie Abdulrahman Reda engagiert um die bewegungsfreudigen Demenz-PatientInnen. Gelingt ihnen das Kunststück, trotz „schlechter Presse“ motiviert zu bleiben?

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