ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Jahr 2008 :: 232 - 07/2008 Seite: 1

Würde und Wellblech

Otjivero, Namibia: Erstes Grundeinkommen weltweit

Für den herkömmlichen Journalismus sind Informationen aus Afrika nur dann interessant, wenn sie Katastrophen, Kriege und Machtmissbrauch betreffen. Eine Inflation von Bildern weißer Retter, umringt von schwarzen Geretteten, komplettiert das Afrika-Image, das die Medien erzeugen. Dass die BewohnerInnen von Otjivero, Namibia, seit Jänner 2008 ein Grundeinkommen in der Höhe von monatlich umgerechnet 8 Euro ausbezahlt bekommen, langweilt den Mai...

Pfarrer Hennefeld und die "Fremden"

Besser ein stummes Minarett als der Lärmterror der Christenkirchenglocke?

Faymanns Versprechen, mit FPÖ-Strache keine Koalition einzugehen, hat den Wert von Wahlversprechen. Der selbst ernannte Retter Wiens vor dem Islam kann, wenn überhaupt, nur von unten gebremst werden. Zum Beispiel bräuchte es mehr Kirchenführer vom Schlage Thomas Hennefelds, des Landessuperintendenten der Evangelisch reformierten Kirche. Im Augustin-Gespräch betonte Hennefeld das absolute Recht der Muslime, Moscheen samt Minarette zu bauen. ...

"Ich such die zweite Fremde`"

Erst im anatolischen Wien kam Kamer zu seiner Saz

28 Jahre lebt Kamer in Wien. Viele kennen ihn als Wirt des Lokals „Epos“. Manche kennen seine Liebe zur Saz. Wer ihn singen und spielen hört, muss denken, dass Kamer mit den Saiten der Saz aufgewachsen sei. Weit gefehlt. Erst in der großen anatolischen Stadt namens Wien erwarb Kamer sein erstes Instrument. ...

Von Anders bis Herzl

Alphabet der Aufklärung aus Wien, 1. Teil

Was wäre Wien und die Welt, wenn es Günther Anders, Bruno Bettelheim, Elias Canetti, Valie Export, Auguste Fickert und die Kaffeehäuser nie gegeben hätte? Eine wienlastige Enzyklopädie der Aufklärung hat uns Hubert Cristian Ehalt, der Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, freundlicherweise zum Abdruck überlassen. Wir publizieren sie in Fortsetzungen. ...

Stylingtipps für AugustinverkäuferInnen

Als Verkäuferin im öffentlichen Raum sollten Sie folgende Regeln beachten: Kleiden Sie sich nicht, ziehen Sie sich an. Zu modische Stücke aus dem Caritaslager sind zu vermeiden, hingegen zeugen Reparatur- und Flickstellen von gutem Willen. Als Grundregel gilt: arm, aber sauber. Wie Sie das machen, ist ihr Problem.

Flanieren in Havanna

Jeden Morgen zwischen 7 Uhr und 7.30 Uhr höre ich einen Reisigbesen über den Asphalt kratzen. Es ist der Straßenkehrer, ein junger Mann, der jeden Abfall, jedes Stückchen Papier penibel auf seine große Schaufel aus Pappkarton kippt. Noch habe ich Zeit, im Bett zu bleiben, denn das Frühstück wird mir nicht vor 8.30 Uhr serviert. Ich wohne bei Estrella und Lourdes in einer ehemaligen Kolonialvilla in Havanna. ...

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