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Kategorie: Thema :: Film Seite: 1

Aus der Mülltonne gerettet

Marginalisierte Filme im Brennpunkt – Forschung im Filmmuseum

Das Österreichische Filmmuseum ist mehr als nur ein besonderes Kino: Archiv und Forschungsstätte, Ort von Bildung und Vermittlung. Ein Gespräch mit Dr. Ingo Zechner und Dr. Paolo Caneppele vom ÖFM über die Rettung von Filmen und ein Forschungsprojekt zu filmischen Dokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus.

«Forgotten Space»

Vom Siegeszug der Logistik

article_1886_skw_fs_01_120.jpg Niederlande / Österreich 2010, 112 Minuten
OmU / DF
Regie: Allan Sekula, Noël Burch
Mit: Nina Hagen (Erzählerin)
Produktion: dok.eye Film (Frank van Reemst & Joost Verheij), WildArt Film (Vincent Lucassen & Ebba Sinzinger)

OLIVER STANGL & CHRISTIAN TOD

«Es muss was geben» (DVD)

article_1863_aufglegt-esmusswasgeben_120.jpg Inspiriert von Andreas Kumps (Shy) Linz-Musik-Doku-Buch «Es muss was geben» haben Oliver Stangl und Christian Tod dieses Film-Monster zusammenmontiert: Aus Originalaufnahmen und Interviews mit den Protagonist_innen von damals.

Quer durchs Traum-Land

Ruth Beckermanns filmisches Reisejournal

article_1850_309_artmag_usa©filmladen_120.jpeg Ist vom «Amerikanischen Traum» die Rede, wissen fast alle, auch Nicht-Amerikaner_innen, was gemeint ist. Interessanterweise spricht niemand vom «französischen» oder «deutschen» Traum, merkt eine von Ruth Beckermanns Gesprächspartner_innen an.

Tür ins Hinterland

Iranische Künstler_innen im 5. Bezirk

Bunte kurze Röcke tänzeln auf einem weißen Hintergrund. Keine Frauen, keine nackten Beine – die ideale Modeschau für den Iran. Dachte Thomas Buchsbaum, österreichischer Botschafter in Teheran, und lud die Künstlerin Gudrun Wallenböck 2010 dorthin ein.

Feuerlegen in Venedig

Neo- und Ex-Österreicher_innen im Simbabwe- und Roma-Pavillon

article_1818_theaterabsurd2_120.jpg «Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden», steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation «Navinland» und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto («La creazione degli animali» 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stell...

Filmbild und Stadtbild

Wien wird mittels Filmprojektor analysiert

«Ephemer», sagt der Duden, kommt aus dem Griechisch-Lateinischen (wörtlich «für einen Tag») und bedeutet: «nur kurze Zeit bestehend, flüchtig, rasch vorübergehend (u. daher ohne bleibende Bedeutung)». Vom Verschwinden bedroht ist das Medium Film heute durch die Digitalisierung des Bewegtbildes, misslicher noch steht es um marginale Formen des Films wie Amateur-, Gebrauchs- oder Experimentalfilm.

«Öl schwimmt immer oben»

Filmemacher Severin Fiala über seine Arbeit, die Filmakademie und «Onkel» Ulrich Seidl

article_1746_art-severinfiala2©klausp_120.jpg Severin Fiala dreht seit Kleinkindalter Filme, gründete als Teenager die Ölfim Productions und studiert seit 2005 Drehbuch bei Walter Wippersberg an der Wiener Filmakademie. Der Film «Elefantenhaut», den er zusammen mit Ulrike Putzer drehte, zeigt den drückenden Alltag Österreichs samt Altenpflege, tristen Firmenfeiern und einer dubiosen Elvis-Personifikation. Diese Darstellung regionaler Härte setzte sich auch auf internationalen Filmfest...
ARTISTIN - Clemens Marschall 06/2011 mehr lesen »»

Überall die Finger drinnen

Wie Sabine Marte mit dem «Schnipselautomaten» die Programmierkunst revolutioniert

article_1691_sabine_marte_120.jpg Die Video- und Performancekünstlerin Sabine Marte, auch als Musikerin in den Formationen SV Damenkraft und Pendler unterwegs, gewann letztes Jahr mit ihrem experimentellen Kurzfilm «B-Star, untötbar! Reloaded» den Diagonale-Preis für innovatives Kino. Auch bei der diesjährigen Diagonale Ende März ist Sabine Marte vertreten. Sie hat den Festival-Trailer mit dem Titel «Do we need to have an accident» produziert und gemeinsam mit Bildhauer ...

Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

article_1549_art-diewand©elisabethpla_120.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.

Shopping, als gäbe es kein Morgen

Katharina Weingartner zur abnehmenden Symbolkraft des Markenschuhs

article_1515_weingartner_120.jpg Die südostasiatische Sklavenindustrie erblasst vor Neid, wenn es um die Bedingungen der US-Häfenindustrie geht. Katharina Weingartner zeigt die konkurrenzlos günstige Produktion im Gefängnis auf, dokumentiert die Rache am Logo und verfolgt die zwiespältige Strategie der Sportschuh-Vermarktung. In ihrem aktuellen Filmprojekt geht es um «das Ende der Konsumwelt, wie wir sie kennen».

"Outlaws in der Karibik"

Regisseur Román Chalbaud zu Gast bei den Karibischen Filmtagen

Die karibisch-kontinentalamerikanischen Filmtage (kkF), in deren Mittelpunkt „Outlaws“ stehen, versammeln – abseits von Hollywood-Mainstream – Arbeiten von Filmschaffenden aus der Karibik, Brasilien, Österreich und Deutschland. Spiel-, Dokumentarfilme und ethnografische Kurzfilme behandeln die Situation und den Alltag von Kindern, Frauen und Männern in Jamaika, Kuba, Costa Rica, Kolumbien, Venezuela und Brasilien.

Ich schenk dir das Brautgeld

Der Film "Im Bazar der Geschlechter" macht mit der Institution Zeitehe bekannt

article_1486_bazardergeschlechter_120.jpg Die österreichisch-iranische Filmemacherin Sudabeh Mortezai im Gespräch über ihren neuen Film «Im Bazar der Geschlechter», in dem es um die Zeitehe, Mann-Frau-Beziehungen und Leben in einem repressiven System geht.

Eine Art Orgien-Mysterien-Spiel

Von der Angst (des Toreros) über die Würde (des Stiers) zum Tod (von beiden)

article_1465_filmarena_120.jpg Vor den Recherchen zu seinem Dokumentarfilm «Arena» (seit 5. März im Kino) hatte Günter Schwaiger wie die meisten Menschen ein eher distanziertes Verhältnis zum Stierkampf. Der in Neumarkt/Salzburg geborene Regisseur, der seit 18 Jahren in Madrid lebt, begann sich aus ethnologischen Gründen für die Corrida zu interessieren und stieß dabei auf archaische Instinkte, die vor allem TierschützerInnen sehr schwer zu erklären sind. Ein Augusti...

Herzausreissen oder wie man weglässt

article_1453_karinberger_120.jpg Karin Berger praktiziert eine Form der respektvollen Annäherung an die Frauen, die man in ihren Filmen kennen lernt. Sie eröffnet zugleich auch einen Erfahrungszusammenhang, der über die jeweiligen individuellen Biografien hinausweist. Karin Berger gehört somit zu jener Generation heimischer Dokumentarfilmschaffender, die sich den Film nutzbar machte, im Sinne einer Gegenöffentlichkeit und für eine kritische Auseinandersetzung mit österrei...

Trickfilmleckerbissen

Innovatives Animationsfilmschaffen von Frauen

Das mittlerweile siebte und weltweit einzigartige Animationsfilmfestival, das sich dem Trickfilmschaffen von Frauen widmet, zeigt von 4. bis 8. März, was wir Frauen mit Pixeln, Puppen und Knetfiguren bisweilen Komisches, Bissiges oder Kritisches auf dem (Trick-)Kasten haben. Die Vorauswahl für den internationalen Wettbewerb zu treffen wird mit jedem Jahr schwieriger. Diesmal waren es über 500 Einsendungen, von denen es 39 Arbeiten in den Wettb...

Alltag einer besonderen Flüchtlingshelferin

Filmporträt über Ute Bock

article_1422_utebock_120.jpg Seit 2002 versorgt die ehemalige Erzieherin Ute Bock mit dem gleichnamigen Verein Menschen, um die sich eigentlich die öffentliche Hand kümmern müsste – AsylwerberInnen, traumatisierte Menschen, darunter viele Kinder, die auf der Straße stehen. Die Folgen der Ignoranz der Zivilgesellschaft und der Politik fluten täglich das Vereinslokal im 2. Wiener Gemeindebezirk. Von sieben Uhr früh bis zwei Uhr nachts hat Ute Bock, mit einem großen Te...

Women of Rock

Borgers` Film über Nomadinnen widersteht der Versuchung, mit Mitleid zu punkten

article_1419_frauenkarawane_120.jpg Mit ihrem Film über die “Kronen Zeitung” löste die belgische Regisseurin Nathalie Borgers im Jahr 2002 ein Flut von Diskussionen über die „wichtigste“ Zeitung in diesem Land und ihre Macher aus. In „Die Frauenkarawane“, ihrer aktuellen Dokumentation, zeigt Nathalie Borgers eine Gruppe von Frauen vom Nomadenvolk der Toubou, die einmal im Jahr durch die Sahara zieht, um sich damit ein Stück Freiheit zu erwirtschaften. “Winds of Sa...

Nimm`s Geld und renn weg

Franco Nero: Erinnerungen einer Italowestern-Legende

Franco Nero ist ein Schauspieler von Weltrang. Der 68-jährige Italiener hat mit den größten Stars und Regisseuren zusammengearbeitet. Claudia Cardinale, Anthony Quinn oder Bruce Willis waren seine Filmpartner. Als «Django» ging er in die Filmgeschichte ein. Er prägte das Genre des Italowestern ähnlich stark wie Clint Eastwood. Mit dem Augustin sprach er über Österreich-Bezüge – und über seine Projekte abseits des «Django»-Kultes, ...

"Für mich ist es ein Film übers Leben"

Beruf, Familie, Spital: Bilder vom Alltag mit Brustkrebs

Sabine Derflingers neuer Film zeigt ein Porträt zweier an Brustkrebs erkrankter Frauen: der Schauspielerin Frederike von Stechow und der Straßenbahnfahrerin Marijana Gavric. Ein Gespräch über „Eine von 8“. ...

Bilder der Liebe

Über eine nicht alltägliche Form, Film und Musik gemeinsam zu erleben

„Universalove“ ist eine neue Art von Musikfilm. Erarbeitet von der Band Naked Lunch mit dem Regisseur Thomas Woschitz – der den Film als „große Liebesgeschichte“ verstanden wissen will. ...

Drin is a ned bessa ois wia drausd

"Gangster Girls" - ein Kinofilm hilft, eine versiegte Debatte wiederzubeleben

Filmpräsentation im Kino am Spittelberg. Das „graue“ Haus in der „Schwarz“au ist bunt maskiert, und die Masken tun ihr Werk. Sie verhüllen und enthüllen zugleich, verbergen Gesichter, entlarven unsinnige Zwänge zur angeblichen Besserung, machen Personen unkenntlich und Schicksale sichtbar. Siebzig Minuten lang, Szene auf Szene, spielen die Gefängnisfrauen sich selbst in der Glitzerschminke außerirdischer Feen. Tragik im Prunkkleid ...

Gegen jede Banalisierung

Bogdan Bogdanović und seine Flucht ins Surreale: Interview mit Reinhard Seiß

Dem Belgrader Architekten, Urbanisten, Literaten und Philosophen Bogdan Bogdanović ist derzeit eine Ausstellung im Architekturzentrum Wien gewidmet. Der Wiener Raumplaner, Filmemacher und Fachpublizist Reinhard Seiß hat einen zweistündigen Dokumentarfilm über den nun in Wien lebenden großartigen Nonkonformisten gedreht, Roman Seidl, ebenfalls Raumplaner und Fotograf, sprach für den Augustin mit Seiß über den Film, über Bogdanović und de...
ARTISTIN - Roman Seidl 03/2009 mehr lesen »»

"Wir sind medial verblödet"

Experimenteller Film als Alternativvorschlag zum Mainstreamkino

Das Österreichische Filmmuseum zeigt demnächst Filme von Gustav Deutsch. Warum die Beschäftigung mit Film und generell mit Kunst auch einen gesellschaftspolitischen Anspruch haben sollte, erklärt er im Gespräch.

Geld arbeitet nicht

Banken krachen wie bestellt für Wagenhofers neuen Film

Nach seiner Aufsehen erregenden filmischen Bestandsaufnahme zur Welternährung „We Feed The World“ legt Filmmacher Erwin Wagenhofer mit seiner neuen Dokumentation „Let’s Make MONEY“ den Finger in die nächste Wunde von Weltkonzernen, die anonym und ausbeuterisch agieren. Im Gespräch mit dem Augustin nennt er einiges, was stinkt, beim Namen. ...

Die perfekte Schönheit der Gangster Girls

Tina Leisch zeigt üppige Bilder statt grauer Häfen-Tristesse

Kunst? Für Tina Leisch war die Kunst nie ein Heiligtum ästhetischer Perfektion, sondern viel mehr ein nützliches Werkzeug für Interventionen im sozialen oder politischen Raum. Mit ihrem Film „Gangster Girls“ wird sie bei der diesjährigen Viennale zweifellos Aufsehen erregen (Anm. d. Red.: Die Aufführungen erfolgten knapp nach Redaktionsschluss). Erstens weil sie ein weitgehend tabuisiertes Thema aufgriff: das Leben von weiblichen Straf...

Sturm & Drang und andere Schubladen

Dank Klaus Hundsbichler geht die Weltrevolution von Wien aus

„Weltrevolution“. So bombastisch der Titel seines Films klingt, so angenehm bescheiden wirkt der Filmemacher selbst. Die Premiere des vom Stefan-Weber-Fanclub lang ersehnten Drahdiwaberl-Films ist der zweite große Höhepunkt in Klaus Hundsbichlers beruflicher Laufbahn. Der erste, 30 Jahre vorher, bahnte sich im Keller von Frank Zappa an. ...

Die Film-Offensive der Diagonale

Neben Schreiben, Lesen, Rechnen: Film-sehen-Lernen!

Es gibt ein großes Thema, das die Diskussionen auf der kommenden Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, prägen oder durchwachsen soll. Es geht um die Medienbildung, um Filmvermittlung an österreichischen Schulen. Soll Film ein Hauptfach werden, soll das Medium Film in allen seinen Facetten aufgewertet werden? Sollen die Kids , sollen alle Menschen sehen lernen? Diagonale-Intendantin Birgit Flos argumentiert in folgendem Beitrag ...
ARTISTIN - Birgit Flos 03/2008 mehr lesen »»

Hermetische Seelenfinsternis

Phettbergiaden, dritter Teil

Hermes Phettbergs Schreiben ist Literatur, ohne Zweifel. Zugleich finden wir darin eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit, ja, der Wirklichkeit überhaupt, die jene Art der Fiktionalisierung, die Literatur üblicherweise leistet, verunmöglicht. Die unter dem Titel „Hundert Hennen“ versammelten Predigtdienste sind das Dokument eines neuen Existenzialismus, dessen Form der Selbstbeobachtung die Differenz zwischen Realität...

Das Lachen der Putzfrauen

Veronika Franz und Ulrich Seidl im Familienverband

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Nach dem Erfolg von „Import Export“ bat der Augustin die beiden Hauptverantwortlichen Veronika Franz und Ulrich Seidl zu einem Gespräch über Menschenverachtung und Sozialpornografie, Demütigungen und Machtverhältnisse in der Sexualität sowie über die Liebe zum Osten.


An einem bestimmten Punkt der Grausamkeit ...

Zum Kinostart des Dokumentarfims über die Palmers-Entführung

Vor 30 Jahren wurde Walter Michael Palmers, Seniorchef des traditionellen Wäschekonzerns, vor seiner Wiener Villa entführt. In den Kommentaren zur Aktion häufen sich Begriffe wie „Treppenwitz der Geschichte“ oder „österreichische Operette“. Ein Aspekt des „Treppenwitzes“ blieb unerwähnt: Ausgerechnet die (in der Selbstdefinition) radikalsten Antikapitalisten der Stadt haben das Bild des zynischen, aalglatten, menschenfeindlichen...

Zügelung "krimineller" Energien

Frauenhäfen Schwarzau: Viel Kunst zum Geburtstag (1)

„Zwischen 18 und 30 Jahren ist die kriminelle Energie bei Frauen am höchsten“, sagt der Anstaltsleiter. „Na ja, da ist die Energie wohl überhaupt am größten.“ Im Frauengefängnis Schwarzau wurde den Gefangenen der Kinofilm „Vier Minuten“ vorgeführt. ...

Außerhalb der Zeit

Zur Ausstellung ‚In The Middle Of The Way’ von Anna Konik im Künstlerhaus

Für die mehrteilige Videoarbeit „In The Middle Of The Way“ begleitet die junge polnische Künstlerin Anna Konik (geb. 1974, lebt in Warschau) einzelne Obdachlose verschiedener Städte über mehrere Stunden. So sind bis jetzt folgende Teile entstanden: „Thaddeus“ in Warschau (2001), „Hermann“ in Berlin (2002), „Svetlana“ in Moskau (2005), eine nicht genannte Person in Cleveland (2005), „Gerard“ in Cork (2006), „Hans-Dieter...
ARTISTIN - Andrea Domesle 07/2007 mehr lesen »»

Brücke der Freundschaft

Entdeckt beim AtelierRundgang: Der bulgarische Filmemacher K. Stoyanov

Gegebene Strukturen für neue Zwecke nutzen: Bei freiem Eintritt konnten ein sonniges Wochenende lang vor allem im zweiten Wiener Gemeindebezirk 86 Spielorte zeitgenössischer Kunst besucht werden. Ein Lokalaugenschein.

Lust am Widerstand

Über Schlurfkatzen, Zazous, Swings und Potapki

„Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei, zuerst geht der Hitler, und dann die Partei. Es geht alles vorüber, die HJ wird vergeh´n, doch der Schlurf, der wird immer und ewig besteh ´n!“ Spottlied der Schlurfs Mit dem Film „Schlurf – Im Swing gegen den Gleichschritt“ wird nur einer nachtaktiven – Sendetermin 23 Uhr! – Öffentlichkeit die Gelegenheit geboten, sich zu den Wurzeln der Halbstarken, Hippies oder Punks zu beg...

"Exoten-Status"

Claudia Kogler sitzt im alten Baumgartner Kino

Software statt Cinemascope: Im ehemaligen Baumgartner Kino in der Hütteldorfer Straße Nr. 253 läuft heute der Film „Moderne Arbeitswelt“. Nur der ursprüngliche, von den Holz-Sitzreihen befreite Kinosaal erinnert noch an das vorvirtuelle Zeitalter. Die Hauptdarsteller hingegen sind durch die Bank Protagonisten einer schnelllebigen Welt, in der es schon lange nicht mehr Pragmatisierung und Pensionsvorsorge spielt.

Zwischen Kolportage und Drehtermin

Als erstes spielte Francis Okpata das "arme und hungrige Volk"

Das hier bin ich bei den Dreharbeiten zu "Afrika mon amour" - und hier mit Lilian Klebow vom "SoKo Donau" - und das ist meine Szene in der "Medea" am Burgtheater. Francis präsentiert seine Fotos. Moment, das hier sollte doch das Portrait eines Augustin-Verkäufers werden!?

Europa ist nicht rosig

Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.


Keine Minute Lohnarbeit

Branko Andric (1942–2005)

Branko Andric ist tot. Jener Branko Andric, dessen Augen noch vor neun Monaten von der Titelseite des Augustin schlau herunterlächelten. Als Headline hatten die Redakteure den Titel eines von Brankos Gedichten „"Mamin mali seksualnac“" gewählt, dessen deutsche Übersetzung „"Mamas kleiner Sexueller“" sich etwas holprig ausnahm, aber – –den Gesetzen des Sensationsjornalismus folgend – neugierig machte.

Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" weitete sich aus

Brot für alle, Spiel für alle

Die Aktion „"Hunger auf Kunst und Kultur"“ ist eine Kooperation der österreichischen „Armutskonferenz“ mit diversen VeranstalterInnen im kulturellen Bereich. Sie ermöglicht sozial Schwachen einen Gratiszugang zu Theater, Musik, Film oder Museum. Wenn der Staat seiner Pflicht nachkäme und sich darum kümmern würde, dass nicht immer mehr Menschen „draußen aus dem Spiel“ bleiben, würde sich die Aktion erübrigen ...

Jesus Christus am Mexikoplatz

Als ich geboren wurde, wusste ich noch nicht, dass ich bin. Aber kaum, dass ich ein bissl laufen konnte, lernte ich, dass ich in einer Welt geboren war, die ich nicht ganz begreifen konnte.

Aktuelle Ausgabe

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