Früher war die Ögussa in der Gumpendorfer Straße allein auf weiter Flur. Dann kam die Wirtschaftskrise und rings um die Österreichische Gold- und Silberscheideanstalt sprangen die Goldhändler wie Schwammerl aus dem Boden. Mittendrin in Wiens Goldmeile liegt heute das Café Jersey und nicht selten kommt es vor, dass ein Kunde dort seine soeben verflüssigten Kostbarkeiten gegen Liquides anderer Art umtauscht.
Tschocherl sind fixer Teil der Wiener Lokalkultur. Anders als beim Heurigen, dem Wiener Kaffeehaus und dem Altwiener Beisl sind sie aber weder beim etablierten Bürgertum noch bei Tourist_innen beliebt. Das ist mit ein Grund dafür, warum sich das Idiom des Wienerischen hier so roh und unverfälscht erhalten hat.