ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Jahr 2007 :: 202 - 05/2007 Seite: 1

Das Seidel/Achterl-Prinzip

Der tischnahe Kleiderhaken und andere Kriterien des Wirtshauses

Was ist der historische Unterschied zwischen einem Gast- und einem Wirtshaus? Das Wirtshaus war das Haus, in dem der Wirt des Gasthauses wohnte und wo er einen Raum freimachte, in dem seine Stammgäste auch noch außerhalb der Sperrstunde zu ihren Vierteln kommen konnten. Eine Ausstellung im Wien-Museum lässt beides hoch leben.

Die Heroes der „Tage der freien Fahrt“

Neue Bewegung in Sachen Nulltarif - und die Pioniere der „Gratis-Linie D“:

Für alle, die aus sozialen Gründen „schwarzfahren“, und für deren LobbyistInnen sorgten zwei Meldungen dieses Frühlings zunächst für Euphorie: Der Wiener SPÖ-Landesparteitag hatte den SJ-Antrag nach „Freifahrt für Obdachlose und SozialhifeempfängerInnen“ mit Mehrheit beschlossen; Bürgermeister Häupl reagierte mit der kolportierten Erklärung, der Nulltarif werde „noch heuer umgesetzt“.

Brücke der Freundschaft

Entdeckt beim AtelierRundgang: Der bulgarische Filmemacher K. Stoyanov

Gegebene Strukturen für neue Zwecke nutzen: Bei freiem Eintritt konnten ein sonniges Wochenende lang vor allem im zweiten Wiener Gemeindebezirk 86 Spielorte zeitgenössischer Kunst besucht werden. Ein Lokalaugenschein.

Bala bala für Unvermittelbare

Gestrandete in der Maschinerie des AMS? Tagebuch eines Kursteilnehmers

Wie Recht hatte Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, als er im Parlament Kritik an "vollkommen sinnlosen und geradezu entwürdigenden AMS-Kursen ohne Ausbildungswert" übte, die „zum Teil mehr an Strafvollzug als an aktive Arbeitsmarktpolitik" erinnerten? Das AMS dementiert. Es könne „natürlich unbefriedigende Einzelfälle“ geben, meint AMS-Vorstand Herbert Böhm. Aber 60 Prozent aller SchulungsteilnehmerInnen hätten nach sechs Monat...
DICHTER INNENTEIL - Walter Stummer 05/2007 mehr lesen »»

Versöhnung statt Strafe

Im „Häferl“ steht die Vision der gefängnisfreien Gesellschaft zur Debatte

Die Gefängnisse sind voll. Der Diskurs über die Möglichkeit einer gefängnislosen Gesellschaft scheint vom Zeitgeist erstickt zu sein. Der Augustin scheint mit einer verstockten Beharrlichkeit gegen den Strom zu schwimmen, wenn er den Sinn des staatlichen Strafens grundsätzlich in Frage stelllt und Alternativen dazu in die (fehlende!) Debatte wirft, die weit über die bloß reformerische Forderung nach mehr Menschlichkeit im Strafvollzug hina...

Minister für (Selbst)Inszenierung?

Arbeitslosenanwalt Herbert Pochieser zu Erwin Buchinger

Die Redaktion hat es für sinnvoll gehalten, jemanden um einen Kommentar zum Interview mit dem Sozialminister zu bitten, der von der „Selbstinszenierungssucht“ Erwin Buchingers ausgeht und Interviews mit PolitikerInnen dieses Typs von vornherein problematisch hält, weil sie dem sich Inszenierenden gewollt oder ungewollt entgegen kämen. Die Wahl fiel auf Herbert Pochieser, der als einer der wenigen Rechtsanwälte, der Arbeitslose juristisch ...
TUN & LASSEN - Herbert Pochieser 05/2007 mehr lesen »»

Rund um die Uhr

Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (8)

Meiner demenzkranken 92-jährigen Mutter geht es zunehmend schlechter. Sie wohnt mit mir und meinem Mann in unserer Wohnung in Wien, nachdem sie von Berlin nach Wien übersiedelt worden ist, weil die Verwandten die Betreuung nicht mehr leisten wollten. Wir betreuen sie rund um die Uhr, wie das etwa 80 Prozent der Angehörigen von Pflegefällen, insbesondere die Frauen, tun – ein gesellschaftspolitisches Problem. Jeden Tag die bange Frage: Zeit,...

Wie ein halber Bus - aber brutto!

Ein Interview mit Sozialminister Erwin Buchinger

Der Stellenwert dieses Interviews wurde uns bereits vor Beginn des Gesprächs klar gemacht: Nach zwanzig Minuten vertrösteter Wartezeit wurden wir freundlich empfangen und ins allgemeine Händeschütteln mit der sich verabschiedenden Vizebürgermeisterin Brauner einbezogen. „Sie müssen schon entschuldigen“, meint Buchinger dann zu uns, „aber jede Minute mit der Frau Vizebürgermeisterin ist 10.000 Euro Wert.“ Wir wussten das zu schätze...
TUN & LASSEN - Heide Hammer, Kurto Wendt 05/2007 mehr lesen »»

Karl Kraus und die Eitelkeit

Die vorletzte Anstiftung zum Wiederentdecken von Karl Kraus, Teil 29

„Eitelkeit und Geltungssucht dieses Schriftstellers kannten keine Grenzen, sein Ehrgeiz wurde nur von seiner Selbstgerechtigkeit übertroffen.“ Marcel Reich-Ranicki

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