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Gedichte von Andreas Kleinhansl

Auf einen Berg gehen

Steil geht es nach oben,
wir müssen unsere Muskeln
anstrengen, atmen, gehen.
Aber es kann auch schön sein.
Als Belohnung gibt es die Aussicht,
Sonnenschein oder eine gute Jause.
Wann bist Du zuletzt
auf einen Berg gegangen?



Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

art-diewand©elisabethpla.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs “travailleurs sans papiers“ mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen „sans papiers“ haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.

Hartgeld auf Knopfdruck

Ohne Schmach und Pein und in der Gegend Herum-Knien

tun-bettlerautomat.jpg Einen Bettler-Automaten, nach einem Modell der Stadt Wien von 1927 gebaut, stellte der Künstler Johannes Heuer im Bezirksmuseum Floridsdorf aus – zwischen Schusterkugeln, zivilen Perkussionspistolen und mit Hakenkreuzen bestickten Taschentüchern.

Der Drahtesel als Packesel

Lastenfahrräder und Radanhänger kommen wieder in Mode

lastenräder.jpg Lastenfahrräder waren lange Zeit nur noch bei der Post im großen Stile im Einsatz. Vereinzelt tauchten im Stadtbild noch Eisverkäufer oder Bäcker mit nicht motorisierten Transportvehikeln auf, doch es zeichnet sich eine Wende ab – das Fahrrad wird als Lastentransporter und Lastenschlepper wieder entdeckt.

Angst & Hass, weil Wissen fehlt

Ein Symposion beleuchtete das Betteln in Wien aus verschiedenen Perspektiven

bettelsymposium.jpg Wir alle kennen sie, die medialen Bilder von den «bettelnden Ostbanden», die täglich durch unsere Zeitungen geistern. Über das reale Leben der Menschen, die mit Betteln ein paar Euros zu verdienen versuchen, wissen wir allerdings wenig. Und wo Information fehlt, können Misstrauen, Angst und Hass Fuß fassen, kann eine Menschengruppe zu Sündenböcken stilisiert werden, kann mit Fehlinformation hoher Sensationswert erzielt werden. Die BettelLobbyWien hat es zu ihrer Aufgabe gemacht, den Hetzkampagnen Informationen entgegenzustellen.

Wenn ich Sie ansehe ...

Gott in Weiß

Therapeutische Hilfe erbeten, aber als Demonstrationsobjekt im Hörsaal der Universitätsklinik gelandet. Über den Umgang mit einer «Nervenkranken».

Können Surrealisten regieren?

Island in der Krise: eine zornige Gesellschaft und ein Freund und Feind verblüffendes Wahlresultat

island.jpg «Eines unserer Hauptthemen war: Adoptieren Sie einen Obdachlosen! Die Menschen haben gesagt, das sei ein furchtbarer und unmenschlicher Witz – aber das war es nicht. Warum kümmert sich niemand um die Obdachlosen? Das ist ein Fehler des Systems. Nachdem wir das erklärt haben, haben die Menschen gemerkt, dass wir Ironie und Witz benutzt haben, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Und das war unser Hauptziel.»

Unterwegs zur Göttin des Vergessens

"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

flasar.jpg Milena Michiko Flašar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flašars zweiten Buch «Okaasan – Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.

Gleichheit macht glücklich

"Verblüffend" fand der Epidemiologe R. Wilkinson die Resultate seiner eigenen Studien

wilkinson.jpg Die britische Tageszeitung «The Guardian» bezeichnete das kürzlich auf Deutsch erschienene Buch von Richard Wilkinson und Kate Pickett als das vielleicht wichtigste des Jahres 2009. Der Augustin sprach mit dem Epidemiologen der University of Nottingham, der seit Jahrzehnten zu Ungleichverteilung, Sozialkapital und Gesundheit forscht.

Das Zwischenreich: neue soziale Risken

eingSCHENKt

Frau S. schlägt sich als Ich-AG und Armutsunternehmerin mit Gebrauchsgrafiken durch den Alltag. Ihr dreijähriger Sohn leidet seit seiner Geburt an schwerem Asthma. Er braucht viel Zeit. Der Lohn ihrer Arbeit ist unregelmäßig und gering. Loch auf Loch zu. So muss sie rechnen, einmal die Miete, einmal das Heizen, einmal das Telefon. Immer gibt es eine offene Rechnung. Kaputt werden darf nichts: keine Boiler und keine Waschmaschine. Mit dem Einkommen gibt es kein Auskommen.

Der Frühling der Ungehorsamkeit

Auch in Österreich nehmen viele Menschen die Abschiebung ihnen vertrauter Asylsuchender nicht mehr hin

zivilcourage.jpg Die Tatsache, dass Flüchtlinge ins Ungewisse abgeschoben werden, auch wenn sie längst in die österreichische Gesellschaft integriert sind, scheint die ÖsterreicherInnen nicht aus der Gemütlichkeit zu reißen. Die Tradition des zivilen Ungehorsams gegen die Demontierer des Asylrechts, die etwa in Frankreich der Fremdenpolizei so zu schaffen macht, fehlt hierzulande. Umso größere Aufmerksamkeit verdient der spontane Versuch couragierter BürgerInnen, die überraschende Abschiebung eines Fußballtrainers zu verhindern. Auch anderswo wird die Bevölkerung in jüngster Zeit «französischer» …
TUN & LASSEN - Alexander Stoff - 16.06.2010 mehr lesen »

Massenauflauf

Hitze:
Flirrender Asphalt, und wenn sich irgendwo ein Stückchen Schatten findet, dann ist es auch nicht mehr. Nur Schatten und nur ein Stückchen. Ich beeile mich, eines zu erreichen, versuche meine Füße, die heiß gelaufen sind, darin zu kühlen. Kaum ist man angekommen, ist der Schatten auch schon wieder vorbei und man steht abermals auf der heißen Straße. Mutterseelenallein. Eine Geisterstadt. Nur die heiße Luft traut sich noch, sich zu bewegen.
DICHTER INNENTEIL - Roman K. - 16.06.2010 mehr lesen »

Irgendwas ist immer

BALD werden wir bei Rühm sein..NUN sind wir dort. EBEN waren wir bei ihm

rühm.jpg «Niemand kann immer Avantgarde sein», sagt MUMOK-Direktor Edelbert Köb über das Schicksal mancher KünstlerInnen, die eine Epoche prägen und im Laufe der Jahre Arbeiten produzieren, die vielleicht weniger (politische) Sprengkraft, aber nicht zwingend geringere Qualität aufweisen. Eine Ausstellung ehrt Gerhard Rühms bildnerisches Schaffen von den 1950ern bis heute.

Dem "Hässlichen" nützt auch die Stille nicht

Eine menschenrechtliche Analyse zum Bettelverbot

bettelverbot©.jpg Ein Kolumnist dieser Zeitung ist in diesem Frühling aus der SPÖ ausgetreten und weint ihr nicht einmal eine Träne nach. Auschlaggebend dafür war, dass die SPÖ-Fraktion im Rathaus schneller die Antibettlerverordnung in Richtung generelles Wiener Bettlverbot verschärfte, als Strache in eine Position gewählt wurde, in der er sich in Sachen Armenvertreibung als der bessere Häupl darstellen könnte. Anfang Juli soll das Gesetz in Kraft treten, mit dem – nicht nur wie bisher – aufdringliches und aggressives, sondern darüber hinaus auch gewerbsmäßiges Betteln verboten und bestraft werden soll. Hier eine juridsche Expertise.
TUN & LASSEN - Caroline Kerschbaumer - 16.06.2010 mehr lesen »

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