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Superman im Widerstand

Eine offene Begegnung mit dem Medium Zeichnung im Kunstraum Niederösterreich

Ein «Wachsender Widerstand» mit leider konkretem Ablaufdatum (17. März 2012) hat sich im Palais Niederösterreich formiert. Keine Sorge, Landeshauptmann Pröll sitzt noch fest im Sattel und braucht auch nicht Angst davor zu haben, dass von Wien ausgehend die neuen Empörten eine Revolution in Niederösterreich anzetteln werden – nicht einmal die Künstler_innen, die zur Zeit den Kunstraum im Palais bespielen. Auch wenn somit kein Widerstandscamp im Palais Niederösterreich anzutreffen ist, sei der Besuch der aktuellen Ausstellung im dort eingebetteten Kunstraum empfohlen.

Unangenehmer Sound-Teppich am Karlsplatz

Wenn Künstler_innen in den Alltag eingreifen

Valie Export erlaubte im Rahmen des «Tapp- und Tastkinos» den «öffentlichen» Zugriff auf ihre Brüste für eine halbe Minute pro Person. Sie führte auch Peter Weibel an der Hundeleine spazieren. Aktionistische Kunst wurde somit in die Öffentlichkeit getragen und verursachte Irritationen im alltäglichen urbanen Treiben.

Aber dann in weiter Ferne ...

Julie Haywards Skulpturen und ihre Sehnsucht nach zu Haus

article_1874_311_artmag_hayward©julie_160.jpg Als wäre soeben eine Rakete abgefeuert worden und nur die Startrampe zurückgeblieben, verweist der Titel der Skulptur «I wanna go home» auch auf sein gar nicht erst vorhandenes Gegenstück, die abenteuerlustige Rakete.

Das warme Pulloverhaus

Kindertheater Lilarum oder der Hilferuf eines Hasen

article_1875_311_©lilarum_hp_160.jpg Um Lagerkoller zu vermeiden, sollten sich Leute mit Kindern im Winter rechtzeitig nach Spielplatz-Alternativen umsehen. Eine aufregende Abwechslung bietet das Puppentheater Lilarum.

Verdichtung des Lebens

Eine Sprach-Ton-Performance zu Texten von Christine Lavant

article_1864_310_artmag_lavant_©marku_160.jpg Obwohl sie zu den bedeutendsten Autorinnen der österreichischen Nachkriegsliteratur zählt, ist Christine Lavant wenig bekannt.

OLIVER STANGL & CHRISTIAN TOD

«Es muss was geben» (DVD)

article_1863_aufglegt-esmusswasgeben_160.jpg Inspiriert von Andreas Kumps (Shy) Linz-Musik-Doku-Buch «Es muss was geben» haben Oliver Stangl und Christian Tod dieses Film-Monster zusammenmontiert: Aus Originalaufnahmen und Interviews mit den Protagonist_innen von damals.

Quer durchs Traum-Land

Ruth Beckermanns filmisches Reisejournal

article_1850_309_artmag_usa©filmladen_160.jpeg Ist vom «Amerikanischen Traum» die Rede, wissen fast alle, auch Nicht-Amerikaner_innen, was gemeint ist. Interessanterweise spricht niemand vom «französischen» oder «deutschen» Traum, merkt eine von Ruth Beckermanns Gesprächspartner_innen an.

Tür ins Hinterland

Iranische Künstler_innen im 5. Bezirk

Bunte kurze Röcke tänzeln auf einem weißen Hintergrund. Keine Frauen, keine nackten Beine – die ideale Modeschau für den Iran. Dachte Thomas Buchsbaum, österreichischer Botschafter in Teheran, und lud die Künstlerin Gudrun Wallenböck 2010 dorthin ein.

Mäusebutter und Pferdefleisch

Justizgeschichte: Deutsche Comic-Zeichner_innen kooperieren

article_1843_308_art_serienmoerd_160.jpg Über zwei historische Serienmordfälle – und ihre Verfilzung mit Gesellschaft, Polizei und Justiz. Und über eines der spannendsten deutschsprachigen Comic-Projekte.

Bettler_innen nach der Oper nicht vergessen!

Warum über die Oper «Kátja Kabanová» nachdenken?

Oper ist eine Maschine, die Probleme kulinarisch aufbereitet. Die Armut der Mimi in «Bohème», der Kerker im «Fidelio», die Fahrt zum Schafott in «Andrea Chénier». Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Für manche ist Oper wichtig, weil sie dort Gefühle erleben können, die sie im Leben nicht mehr spüren.

«Männer» im Resselpark

Hansel Sato bricht mit der Darstellungstradition Mutter mit Kind

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Das Sujet ist bekannt, man hat es hunderte Male gesehen: Jemand hält ein Kleinkind im Arm, wiegt es in den Schlaf. Eine klassische Pose, die sich in Kirchen und Frauenzeitschriften findet. Hansel Sato bedient sich der (vor-)christlichen Ikonografie «Gottesmutter mit Kind», um auf festgefahrene Geschlechterkonstruktionen aufmerksam zu machen.


Verletzte Unschuld

«Die Voest-Kinder» von Elisabeth Reichart

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Elisabeth Reicharts Roman «Die Voest-Kinder» führt zeitlich zurück in die Zeit der Wiederaufbaujahre. Österreich nennt sich «frei». Dass die alliierten Besatzungsmächte ursprünglich als Befreier gekommen waren, scheint 10 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Vergessenheit geraten zu sein. In dieser Atmosphäre des Schweigens wächst die namenlose Protagonistin des Romans auf:


Living Rooms oder dein Nachbar und sein Häkeldeckchen …

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Jugendliche aus dem 5erhaus werden zu Expert_innen in Sachen Wohnzimmer und simulieren (Wohn-)Alltag mit Hilfe von projizierten Bildern.


ARTISTIN - - 04.10.2011 mehr lesen »

«urbanize!» – Ein Festival für urbane Erkundungen

Die SMS-Schleuder als Waffe der Meinungsfreiheit

article_1823_306_artmag_urbanize©inst_160.jpg Eine «wissenschaftlich streng unkorrekte, aber ungemein lehrreiche» Schlussveranstaltung verspricht das Programmheft zum Festival «urbanize!», denn das Institut für Alltagsforschung wird rangelassen. Sein Ziel ist nichts weniger als «die Selbstverständlichkeit des Alltags zu beenden».

«Kurt, du kennst dich nicht aus!»

Aufklärung für Fortgeschrittene: die Liebeslieder der Maria Stern

article_1822_306_artmag_stern©magdale_160.jpg Ausnahmslos Liebeslieder kündigt Maria Stern mit ihrer neuen CD an, und das ist wahrlich ein Wandel der Inhalte ihrer Lieder. Ihr bis dato größter Hit, der «Swarovski-Song», verschaffte der Liedermacherin Meldungen im Boulevard, denn die besungene Fiona Swarovski-Grasser drohte mit Klage. Über Swarovski-Grasser hinaus bedachte sie auch Heinz-Christian Strache mit einem Song und widmete Maria Fekter ein Kinderlied.

Feuerlegen in Venedig

Neo- und Ex-Österreicher_innen im Simbabwe- und Roma-Pavillon

article_1818_theaterabsurd2_160.jpg «Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden», steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation «Navinland» und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto («La creazione degli animali» 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stellten zum ersten Mal aus.

Filmbild und Stadtbild

Wien wird mittels Filmprojektor analysiert

«Ephemer», sagt der Duden, kommt aus dem Griechisch-Lateinischen (wörtlich «für einen Tag») und bedeutet: «nur kurze Zeit bestehend, flüchtig, rasch vorübergehend (u. daher ohne bleibende Bedeutung)». Vom Verschwinden bedroht ist das Medium Film heute durch die Digitalisierung des Bewegtbildes, misslicher noch steht es um marginale Formen des Films wie Amateur-, Gebrauchs- oder Experimentalfilm.

In der Luft hängen

Bericht über eine hartnäckige Unterstützungsverweigerung

Die türkische Regisseurin Emel Heinreich bringt seit Jahren Themen wie Zwangsheirat, Migration, Heimat und Identität auf die Bühne. Mit erfolgreichen Tourneen durch ganz Österreich – nur in Wien wird ihre Arbeit von der öffentlichen Hand nicht geschätzt.
ARTISTIN - Werner Hörtner - 08.09.2011 mehr lesen »

Wohnzimmer mit Ätherwellengeigenklängen

Doppelkonzert der Thereminspielerin Dorit Chrysler in der Josefstadt

article_1793_artmag-doritchrysler©mir_160.jpg Nicht zu nahe kommen, lautet die Devise beim Thereminspielen. Das Theremin, auch Ätherwellengeige genannt, gilt als einziges Instrument, dem Klänge entlockt werden, ohne es zu berühren.

Riviera in Kagran

Ein Text von Joseph Roth vom Sommer 1923

Am Ufer der Alten Donau, jenseits der Reichsbrücke, halten die unbemittelten Menschen ihren Rivierasommer ab. Ihr bescheidener Blick ignoriert das andere Ufer des Flusses und ruht auf den nächstplätschernden Wellen. Wenn man das phantasiebegabte Auge ein wenig zusammenkneift und die Geographie vergißt, kann man den ewigen Wogenschlag des Meeres beobachten. Manchmal kommt unserer Illusion ein Dampfer zu Hilfe und den Fluß hinunter, mit rauchendem Schlot und abenteuerlichem Mast und winkenden Insassen. Gewiß fahren sie jetzund hinaus in die See, die Kontinent mit Kontinent verbindet. 



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