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"Outlaws in der Karibik"

Regisseur Román Chalbaud zu Gast bei den Karibischen Filmtagen

Die karibisch-kontinentalamerikanischen Filmtage (kkF), in deren Mittelpunkt „Outlaws“ stehen, versammeln – abseits von Hollywood-Mainstream – Arbeiten von Filmschaffenden aus der Karibik, Brasilien, Österreich und Deutschland. Spiel-, Dokumentarfilme und ethnografische Kurzfilme behandeln die Situation und den Alltag von Kindern, Frauen und Männern in Jamaika, Kuba, Costa Rica, Kolumbien, Venezuela und Brasilien.
Dagmar Haier 22.04.2010
Ein Höhepunkt ist der Eröffnungsfilm, eine Europapremiere: „Zamora. Tierra y Hombres libres“ von Lateinamerikas vielleicht berühmtestem Regisseur Román Chalbaud. Der Film spielt im Venezuela des 19. Jahrhunderts und zeichnet die wichtigsten Phasen im Leben des Bauernführers und Bürgerkrieggenerals Ezequiel Zamora (1817–1860) im so genannten „Guerra Federal“ von 1859 bis 63 nach: Die Ungleichheiten der kolonialen Gesellschaft betreffen vor allem die Bauern und Sklaven, die unter dem Joch der Oligarchie ein tristes und gefährliches Dasein führen. Zamora, ein einflussreicher Viehschmuggler, ist der Anführer eines Kampfes zur Beseitigung der sozialen Ungleichheiten und der gerechten Verteilung des Landbesitzes. Zusammen mit Simón Bolívar und Simón Rodríguez gehört Zamora zu den drei wichtigsten Protagonisten der „Bolivarischen Bewegung“ und wird auch als „General des freien Volkes“ bezeichnet. Der 1931 in Mérida/Venezuela geborene Film- und Theaterregisseur Román Chalbaud, von dem insgesamt fünf Meisterwerke zu sehen sind, wird nicht nur persönlich anwesend sein, sondern darüber hinaus bei der Cine-Werkstatt über das Making-of von „Zamora“ sprechen und für künstlerische und technische Fragen des Filmschaffens zur Verfügung stehen.

Info:
«Outlaws im karibischen Raum»
(Internationaler Kongress und Filmtage)
6.–9. 5. in der Urania
www.konak-wien.org
Dagmar Haier 04/2010

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