F13 ist viel mehr als Lobbying mit ungewöhnlichen Maßnahmen für Unterprivilegierte.
Was den Aktionstag einzigartig macht, ist die Kombination der vier F13-Formeln: Erstens treten – neben solidarischen FürsprecherInnen - die von Ausgrenzung Betroffenen selber aktiv in Erscheinung und besetzen den öffentlichen Raum frech auch dort, wo sie im Alltag unerwünscht sind. Zweitens lösen Künstlerinnen und Künstler, AktivistInnen aus sozialpolitischen Initiativen und aktive Betroffene spielerisch die Grenzen zwischen künstlerischer und sozialer Aktion auf. Drittens kommen, bei aller Kompromisslosigkeit des Anliegens und bei aller Radikalität der Gesellschaftskritik, der Witz, die Leichtigkeit der Präsentation und die Praxis populärer Vermittlungsformen nicht zu kurz: F13 knüpft an die rebellischen Aspekte des historischen Volksfaschings an. Viertens "gehört" das F13-Label niemanden, für jedes Projekt im Rahmen des Aktionstages ist die entsprechende Gruppe eigenverantwortlich. Sie bestimmt auch den Irritationsgehalt der Aktion.
In den vergangenen Jahren unterstrichen F13-Aktivitäten u.a. folgende Anliegen: Freie Fahrt (mit den Öffis) für Obdachlose, SozialhilfeempfängerInnen und AsylwerberInnen; Stopp der Wegweisungen unerwünschter Milieus aus kommerziell hochrangigen Stadtbereichen; Stopp der Reglementierung der Straßenmusik; Streichung aller Anti-Bettelei-Verordnungen; allgemeines bedingungsloses Grundeinkommen; Kritik des staatlichen Strafens und des inhumanen Strafvollzugs; Kritik der Dealer-Paranoia und der damit verbundenen staatlichen und massenmedialen Kampagnen gegen AfrikanerInnen in Wien...
Nächster F13 im Jänner 2012.
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