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25.09.10

Angela Dorrer „HANDSCAPES“

Finissage mit Live-Performance

Angela Dorrer „HANDSCAPES“ Finissage mit Live-Performance Angela Dorrer wird die Handinnenfläche von Ute Bock bemalen! Die in Wien-Brigittenau lebende deutsch-kanadische Künstlerin Angela Dorrer zeigt auch noch im September in der Xi-Bar in Wien-Leopoldstadt eine Auswahl ihrer „Handscapes“ – Landschaften, die sie direkt auf die Handinnenflächen malt, fotografiert und dann auf hochwertigem Büttenpapier drucken lässt. Bei der Finissage am 25. September wird sie die Hand der Flüchtlingshelferin Ute Bock im Rahmen einer Live-Performance bemalen. Das daraus entstandene Werk soll danach dem Verein von Ute Bock zugute kommen. Darüber wird unter den TeilnehmerInnen bei der Finissage einmal Handbemalung verlost. Angela Dorrer entwickelt individuelle Landschaften aus der Topografie in unseren Händen. In der Hand finden sich Erhöhungen, Pfade, Abzweigungen und Muster – Landschaften aus denen sich Lebensgeschichten entfalten. Angela Dorrer assoziiert persönliche Kartografien, indem sie diese performativ direkt in die Handinnenflächen malt: Handscapes entstehen. Für die Gruppenausstellung „politische.farben eine abstraktion in 20+16 bildern“ (ab 1. September in der Osteria Allora und ab 3. September im C.I.) hat Angela Dorrer bereits die Hände von zwei Wiener Bezirksvorstehern bemalt (Hannes Derfler und Franz Prokop, 20. und 16. Bezirk), die ein besonderes Highlight dieser Ausstellung sind. Dem „Handscapes MiniAtlas“, der bereits in einer ersten Version erhältlich ist, sollen im Rahmen eines Langzeit-Projektes weitere Hände prominenter und in der Öffentlichkeit stehender Personen folgen. Elke Krasny (Kulturtheoretikerin und Stadtforscherin) schreibt über Angela Dorrer’s Arbeit: Dorrer spricht "Vom Reisen in fremden Händen." Im Moment der Begegnung begibt man sich in ihre Hand. Die Situation ist von performativer Intensität. Man legt die Hand in ihre Hand. Das ist ein Moment der Übergabe. In dieser Übergabe beginnt das Fremdwerden des Eigenen. Die eigene Hand enthält Territorien, von deren Existenz man nicht wusste. Eine Entdeckung verschiedenster Länder entwickelt sich in der Intensität der Begegnung. Die Täler und Furchen, die Falten und Aufwölbungen, die Berge und Hügel jeder Hand verlangen nach einer anderen Landschaft. (...) Inspiriert vom französischen Informel, unter anderem von dem französischen Maler und Grafiker Jean Fautrier bricht Angela Dorrer in die Handmalerei auf. Sie setzt auf spontane, nichtgeometrische, abstrakte Malerei, auf einen Prozess, der keinen starren Regeln folgt. "Der Körper wird zur Leinwand", sagt Angela Dorrer. (...) Die Bemalung ist ephemer. Sie ist sich ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusst. Sie wird sich wieder auflösen. Die Landschaft zerrinnt unter den Händen. Angela Dorrer wurde 1969 in Fredericton/Kanada geboren. Studium an der Concordia University of Fine Arts in Montreal und Akademie der Bildenden Künste München. Projekte bislang in Deutschland, Österreich, Dänemark, England, Serbien, USA und Kanada. Mehrere Akademiepreise, Projektstipendium der Stadt München, DAAD-Stipendium Los Angeles und Stipendium vom Museumsquartier Wien. MitbegründerIn von lothringer13 / laden, Plattform für experimentelle Medienkunst für die Stadt München (2000-2005). Lebt und arbeitet seit 2008 in Wien. Sie erforscht als Künstlerin und Urban Pilgrim unser mediatisiertes Umfeld in den Formen Fotografie, Zeichnung/Malerei und Performance. Seit 2006 arbeitet sie verstärkt mit Kartografie, Stadterforschungen und lokaler Psychogeografie. Seit 2009 pilgert sie lieber in die Nähe des Körpers als in ferne Länder. 2009 und 2010 präsentierte sie ihre „Handscapes“ im Rahmen von „Lebendige Lerchenfelderstraße“ und im „K7 – Lebendige Wallensteinstraße“ während des Q202 AtelierRundgangs.

Links: www.galeriestudio38.at/handscapes www.andorrer.de/hands

18:30 Xi Cafe & Bar, Pazmanitengasse 15 - 1020 Wien
Preis: Gratis | Ausstellung « zurück zur Übersicht










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