Augustin 265 - 12/2009
Freie Flüsse, freie Plätze, freie Unis

GEGEN VERKEHR nennen wir unsere fünf Seiten umfassende Sammlung von Texten zur völlig irrational gewordenen Verkehrspolitik. Darin wieder einmal ein Interview mit Hermann Knoflacher (Seite 14) – er ist und bleibt der verkörperte Widerspruch zu ÖAMTC und ASFINAG. Daneben eine Hommage an das Einkaufswagerl (Seite 16) und eine Reportage von oekonews.at über den Bahnhof Meidling (Seite 18), in dem die Fahrgäste nicht wie Könige, sondern wie ...
Ein Kinofilm für Nagl
Koalitionspartner der Grünen will Behinderten das Betteln verbieten
Schwarz und Grün regieren die steirische Landeshauptstadt. Wer färbt ab? Der Koalitionspartner der Grünen in Graz, die ÖVP, bleibt jedenfalls in Angelegenheit „Betteln in Graz“ streng auf Rechtskurs. Nun will Bürgermeister Siegfried Nagl sogar ein generelles Bettelverbot für Behinderte durchsetzen. Drehen die Politiker durch?
Geld für die Bettlerin, Äpfel für die Redaktion!
Versuch einer Antwort auf einen Leserbrief
Liebes Augustin-Team!
Ich schreibe Euch, weil ich mir denke dass ich bei Euch vielleicht eine Antwort auf eine Frage finden könnte, die mich seit ein paar Monaten verwirrt (oder zumindest einen Hinweis, wo ich eine Antwort finden könnte):
Ich habe sehr oft kein Bargeld eingesteckt. Wenn ich dann Menschen sehe, die sich ihren Lebensunterhalt erbetteln müssen kam mir daher schon ein paarmal die Idee, beim Nahrungsmittel einkaufen zum Beisp...
Ein paar naive Fragen stellen ...
Die Krise kommt im Mai - IV
Der Künstler, Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel vertrat unlängst im Kulturjournal des ORF die Meinung, dass die Mehrheit der Künstler und Künstlerinnen selbst „Komplizen des Marktes" seien. Zudem hätten die meisten gar keine adäquate Ausbildung, um die komplexen Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems zu verstehen.
Nur Barbaren sperren ein
Das Augustin-Manifest gegen das staatliche Strafen
Manifeste werden üblicherweise von Gruppierungen verfasst, die sich ihrer Sache sicher sind. Das Manifest der 2000 Worte etwa war einer der wichtigsten Texte des Prager Frühlings. Das Hackermanifest, das 1986 in einem Untergrundmagazin in den USA erschien, prägte die internationale Hackerkultur. Das Augustin-Manifest wird diese Geschichtsmächtigkeit nie erreichen, schon alleine deswegen, weil es als Work in Progress und als interaktives Proj...
Bartenstein verdoppelt Arbeitszeit
Ich hab mal in einer Tageszeitung gearbeitet. In der Wiener Lokalredaktion. Die war nicht so hoch bewertet wie die innenpolitische oder außenpolitische Abteilung des Blattes. Deshalb hatte unsere Abteilung einen frühen Redaktionsschluss. Was nach 16 Uhr in Wien geschah, konnte also in der Zeitung des nächsten Tages nicht mehr widergespiegelt werden, es sei denn, die Angelegenheit wurde zur „innenpolitischen“ geadelt. Der frühe Redaktionss...
Wien oder Bratislava, das ist die Frage
Ein Rätsel für unsere Leser/innen
„Typisch Osteuropa“, unzählbar oft ist dieses Urteil zu hören, wenn Wessies sich in Budapest, Jena, Krakau, Belgrad, Bratislava aus den herausgeputzten und nach neoliberalistischer Art nivellierten historischen Zentren hinauswagen – dorthin, wohin keine touristischen Sehenswürdigkeiten bereit stehen, wo die berüchtigten „Arbeiterschließfächer“ (ddr-deutsch für Plattenbauten) von einem gescheiterten Großexperiment künden.
Über die Marketingkompetenz des Augustin
Nachdem in den rund 200 Vorstandssitzungen, die es in der bald zwölfjährigen Geschichte des Augustin gegeben hat, noch nie das Wort Marketing gefallen ist, blieb uns nichts anderes über als zu googeln und zu wikipedeln, denn wir wollten ja wissen, worum es bei Marketing überhaupt geht – wenn wir nun schon einmal zu einem Marketing-Tag eingeladen sind. So begann der Beitrag der Augustin-Sprecherin beim 2. Österreichischen Marketing 2007.
Afrikaner als Informationsquelle "nur eingeschränkt relevant"
Besten Gruß, Peter Rabl
Der einzige mildernde Umstand, der zugunsten des KURIER und seines Chefredakteurs konstruiert werden könnte, ist der Fakt, dass auch andere Medien Null Interesse an dem Überfall auf den schwarzen Menschenrechtsaktivsten Dr. Bukasa zeigten. Als erschwerend muss dagegen der Zynismusgehalt des Schreibens bewertet werden, mit dem Peter Rabl sein Versagen legitimiert und seine Kritiker zu Extremisten erklärt. Aber der Reihe nach: