ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Autor/in: Kerstin Kellermann Seite: 1

Ein See, der "blubb" macht

Gert Jonkes kleine Schwester Bella Ban ist eine große Künstlerin

bellapan.jpg Bella Ban will luftige Textschachteln für Gert Jonke schaffen, arbeitet den Kärntner Nationalsozialismus ab und schafft neue Räume in Wortskizzen, Performances und Bildern. Das politisch-ästhetische Kunstprojekt „Cafe OM“ in Klagenfurt durchlebte sie mit Viktor Rogy, dem letzten Dadaisten Kärntens. Viktor Rogy starb 2004, Gert Jonke vor einem Jahr. Bella Pan im Augustin-Gespräch.

Gefallene mit Flügeln wie Engel

Aus Anlass von "Gender Check": Gespräch mit Tadej Pogacar, Slowenien

chendercheck2.jpg Es sei noch zu früh, um Kunst zum Thema Krieg zu erwarten, meint der slowenische Künstler Tadej Pogacar, der auf verschiedenen Biennalen zum Thema «Sexarbeit» ausstellte und gerade bei der „Gender Check“-Ausstellung im Wiener MUMOK dabei ist. Seine Kunst, in der Prostituierte und Obdachlose den Ton angeben, steht im lebendigen Gegensatz zu den im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien verbreiteten militärischen Helden-Denkmälern der Kirche. ...

Dead in Transition

Rollenbilder und Realitäten für Frauen und Männer im "Gender Check"

chendercheck.jpg In Osteuropa war der Großteil der Frauen berufstätig. Der Preis, den sie in der Phase des Überganges zur Marktwirtschaft für ihre frühere Stärke im Sozialismus zahlen mussten, war dementsprechend hoch. Die Ausstellung „Gender Check“ im MUMOK kann die Fülle an Themen und Kunst nur anreißen. Kerstin Kellermann führte für den Augustin ein Gespräch mit der teilnehmenden Künstlerin Tanja Ostojic.

Kapitalismus schlich sich in die Subjekte

Oskar Negt im Augustin-Gespräch: Warum uns die Gesellschaft depressiv macht

Anlässlich der Selbstmorde bei der Telecom France und des Skandals um die Sammlung von ÖBB-Krankenstandsdaten weist der Soziologe Oskar Negt auf die Überforderung der Abeitnehmer hin, die zunehmend nach innen gedrückt wird. Negt tritt für den Ausbau des „sozialen Gemeinwesens“ ein, um zunehmender Bindungslosigkeit der Menschen im Arbeitsleben entgegenzutreten, denn derzeit profitieren die Rechtsextremen davon.

Flüchtlingskunst für Flüchtlingskinder

"Sich nicht weh tun, wenn es einem schlecht geht"

Für bundesweite Integration der traditionellen österreichischen Eingeborenen mit Flüchtlingen, die in der Politik gerne zur Ablenkung von wirtschaftspolitischen Fragen missbraucht werden: Durch fast alle Bundesländer tourt das Theaterstück „da.Heim.AT.los“. Im Ensemble SchauspielerInnen aus den betroffenen Österreich-Teilen.

Statt zerstören vergolden

Ein Wiener Bahnhof in den letzten Zügen

Warum wurde der Südbahnhof immer so schnell zu einem unbeliebten Ort, dass er in seiner Geschichte dreimal komplett abgerissen wurde? War „der Süden“ früher Ort der Sehnsucht, so wird er heute – ähnlich „dem Osten“ – mit Flüchtlingen, Roma, Wanderarbeitern und Armut verbunden. Was folgt: ein riesiger „Haupt-“ oder „Zentralbahnhof“ mit integrierter Shopping-Meile.

Wo das Schreiben aufhört und das Zeichnen beginnt

Art Brut aus Japan:

Als ihm die Filmkamera zu nahe kommt, klettert Masao Obata in sein Bett mit den dunkelroten Kunstleder-Stützkissen und nimmt sich einen riesigen gelben Teddybären auf den Schoß. „Rot ist die Farbe des Glücks, sie leuchtet lebendig. Sich rot anziehen ist gut, denn dann sehen einen die Leute besser“, tönt es hinter dem Schutzbären hervor. Obata malte heimlich ganze Nächte auf Rillenkartons der Anstaltsküche. Wegen Platzmangels beim Schl...

"Im Gasthaus wird soziales Leben gelebt"

Geselligkeit ist politisch

Das neue Lokal „Lokativ“ im Stuwerviertel entwickelt gerade seine eigene Szene. Und betreibt die Erfindung einer Spirituosenmarke von null weg bis zur Logistik und Verteilung. Ob die MusikerInnen-Partie vom Gaußplatz hinter die Venediger Au übersiedeln wird? Als Ort des Begehrens und Aufbegehrens, als Ort der politischen Meinungsbildung und des Widerstandes, der aber nur für Männer funktioniere, beschreibt Beatrix Beneder in ihrem Buc...

Tod im Museum

Georges Adeagbo aus Benin in einer "selbstherrlichen" Insititution

Kann ein Museum überhaupt gegen Kolonisation auftreten? Oder ist die Ausstellung von Georges Adeagbo im MAK, die den Prozess der Kolonialisierung thematisiert bzw. eine seiner spezifischen Erscheinungen, die Anreicherung der Museen der reichen Länder mit Beutekunst, nicht ein Widerspruch per se? Auf welchem Weg kamen z. B. die wertvollen Teppiche in den Besitz des MAK?

Marias Kampfansage

Faltungen, Quetschungen, Zerrungen, Druckpunkte, Spannungen in Farbe

Dem Tode, in Kärnten als „Sensenmann“ bezeichnet, den angeblich verminderten Vergnügungen im Alter und den „Kinderschändern“ kündet die Künstlerin Maria Lassnig ihren Widerstand an. Mit viel Kraft, Energie und Härte reflektiert sie in knalligen Farben geschlechtliche Themen.

Wie kann eine Frau von ihrem Job leben?

In der "Wirtschaftskrise" ist männliche Existenzsicherung wichtiger

Die gläserne Decke, die Frauen auf der Jobsuche zu durchbrechen haben, liege inzwischen schon so niedrig, dass sie existenzgefährdend ist, meint Barbara Pickl, Unternehmenskontakterin des mittlerweile eingestellten sozialökonomischen Betriebes „abz* office service“, im Augustin-Gespräch. In neun Jahren gelang es Pickl und ihren Kolleginnen, Hunderte existenzsichernde Jobs für langzeitarbeitslose Frauen zu finden.

"Wir spürten beide Irritation"

Vater Bruno Kreisky und Sohn über die Sozialdemokratie...

Das „Doppeldilemma“, das „Dilemma schlechthin“ nennt Peter Kreisky die mangelnde Auseinandersetzung der Sozialdemokratie mit Rechtspopulismus und Neoliberalismus und ihren jeweiligen Verknüpfungen. Er erinnert sich an das große Engagement seines Vaters Bruno Kreisky und dessen Verzweiflung über die „Androschisierung“ seiner Partei. Heute wirke Haiders „rabiater Österreich-Chauvinismus“ tief in SPÖ und ÖVP hinein, sagte er i...

Zur Erfindung des "Asylbetrugs"

Augustin-Gespräch mit Abschiebungs-Kritiker Klaus Ottomeyer

Große Plakate mit der Warnung vor „Asylbetrug“ überall. Doch welche Mechanismen stecken hinter der menschlichen Taktik, Probleme auf eine andere Ebene zu verschieben? Der Psychotherapeut Klaus Ottomeyer spricht über die Verschleppungen und Menschenrechtsverletzungen gegen tschetschenische Flüchtlinge in Kärnten. Und auch über BZÖ und ÖVP.

"Wir haben die Wahlmöglichkeit"

Warum Josef F. für seine Taten verantwortlich ist ...

Erzeugt Gewalt automatisch Gewalt? Ob Überlebende von Gewalt in der Kindheit wieder zu Tätern werden, hängt davon ab, ob sie sich von den Übergriffen distanzieren oder das Modell der Ausbeutung von Schwächeren übernehmen. Die Psychotherapeutin Rotraud A. Perner analysiert die Mythenbildung rund um Josef F.

Schwerkraft auflösen

Meina Schellander besetzt den öffentlichen Raum

Die Verspannungs-Künstlerin Meina Schellander hängte einen steinernen „Findling“ im Krastal zwischen Felsen in die Luft. Sie umnähte, umschlängelte und verspannte Kirchen in Wien und Maria Saal mit gelben und hellgrauen Seilen und Wörtern aus Holz und Metall. Die Installation „Raum Omega: Ruhe sanft du blaues Land“ mit einem riesigen blauen Polyesterei wird im Sommer in Kärnten zu sehen sein. Im Augustin-Gespräch gewährte sie Ein...

Panorama ist auch eine Art zu denken

Palästinenser, Beduinen oder Hirten, ganz klein am Horizont ...

Den Blick von weitem oder von oben auf bestimmte Menschen herab, die als Teil der Landschaft dargestellt werden, liebten europäische Panorama-Fotografen im 19. Jahrhundert in Palästina. Dem israelischen Künstler Tal Adler schauen seine Foto-Subjekte genau ins Auge. Dem Augustin erzählte er über seine Arbeit in den offiziell nicht anerkannten Beduinendörfern in Israel.

Lieber kein Schutz vor dem Todesengel

Kunstprojekte für Ausgeschlossene. Ein Bericht aus Jerusalem

Religiöse Bettler und fromme Obdachlose bevölkern die „heilige Stadt“ Jerusalem. Kinder aus der Westbank und Hebron tragen Einkaufskörbe, packen Gemüse oder verkaufen Feuerzeuge, weil ihre Eltern ihr Gebiet nicht verlassen dürfen. In der Galerie „Barbur“ in Jerusalem wurden Kunstprojekte für arabische Straßenkinder durchgeführt. Eine Reportage von Kerstin Kellermann.

"Es gibt nur ein Wir und Ihr"

Themen wie Feminismus und Islam schreien nach cleverem Journalismus

Es macht einen riesigen Unterschied, ob unter der großen Überschrift „Islam“ zum Thema „Religion & Kultur“ oder über soziale Rechte auf Arbeit und Bildung diskutiert wird. Und ob mit dem Schlagwort „Kulturen“ historische gewachsene, soziale Kulturen oder so genannte „fremde Kulturen“ gemeint sind. Vor allem für Frauen und Mädchen.

Asyl-Heime sind Pulverfässer

Nach dem Fall Maklele: "Ich stelle die derzeitige Flüchtlingsbetreuung in Frage"

Maklele Dennis wollte nicht mehr leben, „weil die Österreicher die Afrikaner hassen“. Eine ehemalige Flüchtlingsbetreuerin des 18-jährigen afrikanischen Asylwerbers, der in Steyr lebt, kritisiert eindringlich, dass die derzeitigen Zustände in den Flüchtlingsheimen für AsylwerberInnen und BetreuerInnen nicht aushaltbar sind. Ihre Wunschvorstellung beinhaltet direkte Kontakte zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung, um Rückhalt zu geben...

"Weil du die Leut so lieb gewinnst"

Über die Schwierigkeiten, im Altenheim eine böse Rolle zu spielen ...

Leidenschaftlich, verletzlich und ausbaufähig, wenn er eine große Rolle kriegt, wie als Glücksspielsüchtiger im Kinofilm „Spiele Leben“. Immer mit einer gewissen Vielfältigkeit, aber gleichzeitig eigenständiger Distanz unterwegs, spielt Georg Friedrich derzeit in „Welcome Home“ einen Kieberer, der sich in Ghana an sein Aufnahmegerät klammert, und in „Import, Export“ einen Pfleger, der fröhlich seine Alten ärgert.

Zügelung "krimineller" Energien

Frauenhäfen Schwarzau: Viel Kunst zum Geburtstag (1)

„Zwischen 18 und 30 Jahren ist die kriminelle Energie bei Frauen am höchsten“, sagt der Anstaltsleiter. „Na ja, da ist die Energie wohl überhaupt am größten.“ Im Frauengefängnis Schwarzau wurde den Gefangenen der Kinofilm „Vier Minuten“ vorgeführt.

Politische Nervenentzündung

Nach vielen Stationen der Flucht erwies sich Österreich nicht gerade als G´mahde Wies´n.

Die Welt des iranischen Theaterregisseurs Bahram Parsa ist voll skurriler Einfälle und philosophischer Ideen. Leider stört die Real-Politik immer wieder. Und die flache Niere – so flach, wie sie dem behandelnde Arzt noch nie bei einem Patienten begegnet waren. Auch der Nierenschaden ist Real-Politik. Er stammt aus Bahrams Haftjahren.

"Was ich mir erträumte, fand statt"

Airan Berg: Auch Theater, das versucht, unpolitisch zu sein, ist Politik

Airan Berg verlässt nach sechs Jahren das Wiener Schauspielhaus, um in Linz als künstlerischer Leiter für darstellende Kunst für die „Kulturhauptstadt 09“ zu arbeiten. Und schweigt nach wie vor über interessante Projekte – denn „Dinge, die man zu früh verrät, kommen dann nicht“, erklärt er im Augustin-Gespräch.

Brücke der Freundschaft

Entdeckt beim AtelierRundgang: Der bulgarische Filmemacher K. Stoyanov

Gegebene Strukturen für neue Zwecke nutzen: Bei freiem Eintritt konnten ein sonniges Wochenende lang vor allem im zweiten Wiener Gemeindebezirk 86 Spielorte zeitgenössischer Kunst besucht werden. Ein Lokalaugenschein.

Kolonialware Mädchen

Es ist keine Lösung, wenn Dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss ...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.

Europa ist nicht rosig

Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.

Irgendeine Identität zu haben ist üblich: als Türke, als Mann...

„Ein Mann hat wie ein Mann zu sein“

Seine „Gastarbeiterji-Fotos“ stellt er in der Türkei aus, die Bilder, die er im Zeitraum von 20 Jahren in seinem türkischen Dorf machte, in Österreich. Der Künstler und Sozialarbeiter Mehmet Emir, der mit einem Kunst-Studium an der Akademie begann, zum Thema Männlichkeit in drei Generationen.

"Ein Mann hat wie ein Mann zu sein"

Irgendeine Identität zu haben ist üblich: als Türke, als Mann ...

Seine "Gastarbajteri-Fotos" stellt er in der Türkei aus, die Bilder, die er im Zeitraum von 20 Jahren in seinem türkischen Dorf machte, in Österreich. Der Künstler und Sozialarbeiter Mehmet Emir, der mit einem Kunststudium an der Akademie begann, zum Thema Männlichkeit in drei Generationen.

Über die Ohnmacht des kritischen Journalismus

„Ich schaue mir an, wo die Festung bröckelt“

Der illegale Arbeitsmarkt wird so tot geschwiegen, als gäbe es diese Millionen in Europa gar nicht... Für ihr Reportagenbuch „Gestürmte Festung Europa“ verfolgte die Journalistin Corinna Milborn die gefährlichen Wege der illegalisierten Migration. Vom Augustin wurde sie zu ihren Arbeitsmethoden befragt.

Aufenthaltsrechte internationaler KünstlerInnen beschnitten

Der Freiheit der Kunst an den Kragen

KünstlerInnenvisa gelten nur noch für ein Jahr. Allein 2006 haben 600 ausländische KünstlerInnen und 1000 WissenschafterInnen, die in Österreich lebten, kein Aufenthaltsrecht mehr erhalten. Der durch die neuen Visabestimmungen verstärkte Druck auf die in Österreich arbeitenden KünstlerInnen aus aller Welt befördert einen Typ von Kultur, die auf Nationen ausgerichtet ist. Auf diesem Gebiet duldet die Politik keine „Globalisierung“. Tr...

"Jetzt höre ich nichts mehr"

Jürgen und Dominik: Einsatzbereit, jobgelaunt und dennoch vom AMS abgeschrieben?

In bestimmten Situationen ist es sicher bedeutend angenehmer, nichts zu hören. Gefährlich wird es nur dann, wenn das Arbeitsmarktservice leibhaftig vor einem steht. Da muss sich dann sogar ein gehörloser Mann gewaltig anstrengen, um die Herrscher über Jobs und finanzielle Möglichkeiten erfolgreich auszublenden.

"Jetzt höre ich nichts mehr"

Jürgen und Dominik: einsatzbereit, jobgelaunt – und dennoch vom AMS abgeschrieben?

In bestimmten Situationen ist es sicher bedeutend angenehmer, nichts zu hören. Gefährlich wird es nur dann, wenn das Arbeitsmarktservice leibhaftig vor einem steht. Da muss sich dann sogar ein gehörloser Mann gewaltig anstrengen, um die Herrscher über Jobs und finanzielle Möglichkeiten erfolgreich auszublenden.

Vom Leben vor dem Tod

"Die Politiker reden sich andauernd auf Sachzwänge aus ...?"

„Bedingungslos, universell, personenbezogen und existenzsichernd“ sollte das Grundeinkommen sein. Darauf können sich verschiedene Gruppen, die am „Runden Tisch Grundeinkommen“ zusammenarbeiten, einigen. Aber bedeutet „universell“: für alle, die hier leben?

Großstadtinseln für "Könige"

Europas jüngste Straßenzeitung:Augustin Besuch im subkulturellen Ljubljana

So schön kann Sommer sein: In Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, tanzen die Punks in der „Metelkova mesto“. KünstlerInnen und antirassistische Aktivisten besetzten eine riesige, alte Fahrradfabrik und die Verkäufer der neuen Straßenzeitung „Kralji ulice“ verfügen über wirklich viel Auslauf, um sich zu amüsieren.

Kiosk under construction

Über Marktfahrer, höfliche Kunden und Hütchenspieler

Indische TextilverkäuferInnen wünschen sich Umkleidekabinen, Parkplätze für die Kunden und überhaupt mehr Geschäft. Der Brunnenmarkt in Wien Ottakring wird gerade großzügig umgebaut. Die Bauphase 1 soll bereits Ende Juni abgeschlossen sein. Ein Report aus Anlass des am 20. Mai startenden Kunstprojekts SOHO IN OTTAKRING, dessen heuriges Thema die Entwicklung des Straßenmarktes ist.

"Ich schicke kein Kind ins Nirwana"

Norbert Ceipek kriegt von der Polizei hundert Mädchen pro Monat

Zehnjährige als Taschendiebinnen verhaftet, Vierzehnjährige um 750 Euro verkauft. Karin Hirschl und Norbert Ceipek vom Krisenzentrum „Drehscheibe“ schlagen sich mit den unmenschlichen Auswüchsen der Verarmung in Bulgarien und Rumänien herum. Doch Österreich bietet nicht viel mehr als Rückführung an.

Mit bulgarischem Bazillus

G. Gospodinov über aufgewertete Machos und den Kampf ums eigene Joghurt

Wie passten in Bulgarien Machotum und Sozialismus zusammen? Und Männlichkeit und Turbo-Kapitalismus heute? Der bulgarische Autor Georgi Gospodinov sinniert im Augustin-Gespräch über Machos und Nationalismus im Schatten der EU - und warum Gott und die EU ein Synonym darstellen.

"Wohin des Weges?"

Das menschliche Antlitz von Lainz: Arbeit mit Demenz-PatientInnen

Ein Kaffeehaus, eine PatientInnenküche, Signaltöne von „"Autofahrer unterwegs"“: Im Geriatriezentrum am Wienerwald bemühen sich Menschen wie Abdulrahman Reda engagiert um die bewegungsfreudigen Demenz-PatientInnen. Gelingt ihnen das Kunststück, trotz „schlechter Presse“ motiviert zu bleiben?

Vor der Wende waren sie "Lumpenproleten" und "Arbeitsscheue"

Die Geächteten von "Fedel nelkül"

In Ungarn gibt es seit der Wende in der Politik neue Gruppen von Obdachlosigkeit Betroffener. In der Budapester Straßenzeitung „Fedel nelkül / Ohne Dach“ schreiben ausnahmslos Obdachlose, deren Texte von einer Jury ausgesucht und mit Preisen bedacht werden.

Kopftuch, pfiffig umgemodelt

Ignoranz bedeutet, den Anderen aus dem Blickfeld zu verdrängen

Die Wirtschaftswissenschafterin und Lehrerin für Religion und Rechnungswesen Gülmihri Aytac übersetzte Friederike Mayröcker ins Türkische und gab das Buch „so gehe ich tag und nacht. 13 texte nach veysel“ heraus. Fragen beantwortet sie kurz und bündig. Z. B. nach der in den Medien sehr beliebten Unterdrückung der Frau im Islam: „Frauenunterdrückung gibt es überall. Es ist nicht einmal so sehr deswegen, weil Männer Frauen unterdrü...

Das Herz des Kapitalismus zur Schau gestellt

Marina Grzinic im Augustin-Interview

Warum die jugoslawischen Feministinnen die nationalistische Kavallerie hinter sich ließen und warum kulturelle Praktiken zur Weltverbesserung noch keine Kunst sind. Die slowenische Videokünstlerin und Philosophin Marina Grzinic, die an der Wiener Akademie der bildenden Künste „Post-Konzeptuelle Kunst“ unterrichtet, über die unerträglichen Leichtigkeit des Systems.

Nicht schlucken und nicht ausspucken

Augustin auf Reisen: Die Drogen der BukaresterInnen

Zu Zeiten des rumänischen Staatskommunismus war die kulturelle Produktion recht groß. Heute werden in Bukarest Telenovelas geschaut und Manele gehört. Trotz auffällig kreativen Bettlern und jungen wilden Schriftstellern gibt es noch keine Straßenzeitung.

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