Esel auf dem Eis
Raiffeisen im Osten verpatzt Rating der Republik
Im großen Geschrei der Medien über die Herabstufung der österreichischen Bonität durch Standard & Poor’s geht ziemlich unter, dass das Ostengagement der heimischen Banken – mit der Raiffeisen Bank International an der Spitze – für diese Entwicklung mit verantwortlich gemacht wird. Das ist das Ergebnis, wenn die von der genossenschaftlichen Basisorganisation über Aktiengesellschaften abgekoppelten Spitzen des Konzerns es vorziehen,...
Fällt der Milchgroschen?
Über Kuhbauernhöfe, die nicht mehr Raiffeisen-Betriebe beliefern
Milchgroschen wird der Produzentenmilchpreis genannt, der von den Molkereien an die Milchbäuerinnen und -bauern bezahlt wird. Von seiner Höhe hängt die Existenz der weiterhin zwar zurückgehenden, aber immer noch zahlreichen kleinen und mittleren Milchbauern und -bäuerinnen ab. Die einschlägigen Genossenschaften wurden ursprünglich gegründet, um den Milchproduzent_innen ein Einkommen zu sichern, mit dem sie auskommen können bzw. der zumin...
«Wir sind die Allerletzten!»*)
Raiffeisen: Der «große Chef» verteilt Schulnoten
«Solidarität gibt Österreich Kraft» war der Titel eines Vortrags, zu dem Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Christian Konrad lud. Wer sich auf Grund des Titels ein Fest an Kampfrhetorik erwartete, wurde enttäuscht. Konrad gab einen Überblick, der ein wenig in das Seelenleben des obersten Raiffeisenmanagers blicken ließ.
Auch Kleinvieh macht Mist
Die attraktive Villa mit Park – und ein mehr als unanständiges Angebot
In der Raiffeisenholding Niederösterreich-Wien ist ein wesentlicher Teil des Immobilienbesitzes des Giebelkreuzkonzerns gebunkert. Beispielsweise gehört das Leopoldstädter Ufer des Franz-Josef-Kai von der Holland- bis zur Jägerstraße bzw. von der Raiffeisenzentrale bis zum Uniqa-Tower zu ihrem Besitzstand. Die Immobiliendivision der Holding interessieren jedoch nicht nur große Fische; vielmehr streitet sie nach dem Motto, wonach auch Kleinv...
Ein Riese, nahezu steuerbefreit …
Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank?
Als wir uns darauf eingelassen haben, diese Serie über den Moloch Raiffeisen zu starten, rechneten wir naiv, wie wir sind, auf Feedback aus der Konzernzentrale in der Hollandstraße. Da sich als wirkungsvollstes Mittel in der Öffentlichkeitsarbeit das Totschweigen erwiesen hat, ist es jedoch weiter kein Wunder, dass die Serie des Augustin über die ganz normale Vorherrschaft des Konzerns mit dem Giebelkreuz über die österreichische Wirtschaft...
Macht haben macht gesund
Raiffeisen: wie der Alleinherrscher zu seinem Nachfolger kommt
Raiffeisen ist der größte Brocken, den Österreich wirtschaftlich zu bieten hat. Der Nummer eins im Bankensektor mit Spitzenstellungen im Versicherungs- und Immobilengeschäft, im Medienbereich und in zahllosen Industriesparten sowie mit einem De-facto-Monopol in der Landwirtschaft und vielen Teilen der Lebensmittelindustrie kann niemand das Wasser reichen. Was früher der Kaiser war, ist heute der Generalanwalt des Raiffeisenverbands: ein mit ...
Maresi, Strabag und Kurier
Raiffeisen-Monopole, wohin man schaut – eine Zwischenbilanz - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 16)
Christian Konrad, als Generalanwalt des Raiffeisenverbands ranghöchster Giebelkreuzler, hat den Job als Obmann von «Unser Stephansdom», ein Lobbyverein für die Wiener Kathedrale, hingeschmissen.
Enten schleudern, Fischer ärgern
Raiffeisen hat überall die Hand drinnen - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 14)
In der Stadt der Kinderverzahrer und Taubenvergifter haben die Entenvertilger ebenfalls ein leichtes Leben. Was das mit Raiffeisen zu tun hat? – Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist gemeinsam mit der Wien Holding als Hälfteigentümer der beiden fünfmal täglich zwischen Wien und Bratislava (zum Normalpreis von 29 bzw. 31 Euro) verkehrenden Twin City Liner letztverantwortlich dafür, dass diese Schnellkatamarane die Fischbrut be...
Es gibt kein sanftes Mochovce
Hans-Dampf in allen (Energie-)Gassen - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 13):

Namenswitze sind verboten, weil keiner etwas dafür kann, wie er heißt. Unabhängig davon lautet der wohl merkwürdigste Reim aus der Feder des Dramatikers Karl Schönherr («Der Weibsteufel») «Konridl-radl mit die dicken Wadl». Mit hundertprozentiger Sicherheit kann man davon ausgehen, dass Raiffeisengeneralanwalt Dr. Christian Konrad damit nicht gemeint war. Da diese Galionsfigur kraft ihrer Stellung für alle Konzernaktivitäten verantwort...
Ein Auto ist kein Maiskolben
Das PKW-Pickerl vom Lagerhaus – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 11)
Zum Erfolg im Geschäftsleben gehört, nichts auszulassen, was Marie einbringt. Nach diesem Grundsatz sind die Lagerhäuser im Rahmen der Raiffeisenorganisation unterwegs. Die Einrichtungen für das Landmaschinen-Service werden etwa genutzt, um auch kommunalen Unternehmen und Privatpersonen Reparaturen anzubieten. Einzelne Standorte verfügen sogar über Handelsverträge und agieren als Vertragswerkstätten einzelner Pkw-Marken.
Raiffeisenbahn Wien-Salzburg
Der lange Arm des Giebelkreuzes – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 10)
Der Raiffeisenkonzern stützt seine ökonomische Macht nicht nur auf eigene Aktivitäten in den Bereichen Finanzwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung von Agrarprodukten, umfassende Belieferung der Bauern mit Produktionsmitteln und der Landbevölkerung mit Bedarfsgütern aller Art. Er verfügt ferner direkt oder über seine Teilorganisationen über mehr als 1000 Beteiligungen, mit deren Hilfe das Giebelkreuz in allen wesentlichen Sektoren präs...
Wie kommt die Milch ins Packerl?
Simulierte Wettbewerbssituation – Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 7)

Der Raiffeisen-Konzern stützt sich neben seinen weit reichenden Beteiligungen in den Bereichen Nahrungsmittelindustrie, Versicherungen und Medien auf die Säulen der Dreifaltigkeit: erstens Geld, zweitens den an Landwirtschaft orientierten Warenhandel und drittens die Verarbeitung von Agrarprodukten. Die stärkste Position auf all diesen Gebieten nimmt das Giebelkreuz im Molkereiwesen ein.
Österreich isst Raiffeisen
Konrad macht den Zucker – Aspekte der Raiffeisen-Dominanz (Teil 6)

Wenn an dem Kalauer etwas dran ist, dass der Mensch ist, was er isst, dann erscheint in jedem Österreicher, in jeder Österreicherin Raiffeisen. Niemand kommt in diesem Land bei der Nahrungsaufnahme um Produkte aus dem Reich des Giebelkreuzes herum. Zu allgegenwärtig ist die Präsenz der Genossenschaft und ihrer Tochterunternehmen in der agrarischen Produktion, im Großhandel und der industriellen Verarbeitung von Nahrungsmitteln, als dass man ...
Der stille Riese
Ein von den Medien kaum wahrgenommener Machtfaktor: die Raiffeisengruppe (Teil 1)

Ein Mangel an Eisen ist schlecht für den Körper. Das ist allgemein bekannt. Ein Mangel von Raiffeisen wäre demgegenüber gut für die Demokratie. Eine zu hohe Raiffeisenkonzentration ist schädlich für den Staat. Das sollte die Gesellschaft langsam begreifen. Eine Serie von Lutz Holzinger und Clemens Staudinger will dazu einen Beitrag leisten.
Die Plage der Normopathie
Über Menschen, die ein Übermass an Anpassung an den Tag legen
Schauplatz: Grätzel um die Geiselbergstraße in Wien-Simmering "Da gehört eine Bombe draufgeschmissen. Mit allen Insassen drin." Das ist die dominierende Meinung unter den Kunden des Würstelstands Ecke Schlechtastraße / Gänsbacherstraße. Es geht um das gegenüberliegende Asylwerberheim "Haus Jupiter" des Roten Kreuzes. Aufgrund der Ausländer dort drinnen leben "die Anrainer in Angst", wie die Kronen Zeitung kampagnemäßig berichtet. Desha...
„Siechtum wird fortgesetzt“
„Steuerinitiative“ für gerechtere Verteilung des Reichtums beobachtet ÖGB von innen:
Die Gründungsmitglieder der überfraktionellen „Steuerinitiative“ im ÖGB sind Funktionäre aus unterschiedlichen Gewerkschaften und Fraktionen des ÖGB. Ihr gemeinsamer Nenner: Sie halten eine Änderung des Steuersystems für das zentrale Mittel, um eine gerechtere Verteilung des gesamtwirtschaftlichen Reichtums in unserer Gesellschaft zu erwirken. Ihrer Website www.steuerini.at entnehmen wir den enttäuschten Kommentar zum vergangenen ÖGB...
Lohnarbeit? Kein Lebenszweck!
Die Gewerkschaftsreform erfordert neues Denken
Bei der Stilisierung der Arbeit als Lebenszweck der Menschheit dürfte die Arbeiterbewegung dem Kapital auf den Leim gegangen sein. Die Unternehmer sind " aus ein und demselben Grund " zwar an der Arbeitsmoral, nicht aber an der Vollbeschäftigung der Lohnabhängigen interessiert. Kann vom bevorstehenden Bundeskongress des ÖGB (22. bis 24. Jänner) eine Wende in dieser Frage erwartet werden?