Das Gespenst der Zensur erobert den virtuellen Raum
Gefilterters Chaos
Heftige Kontroversen löst derzeit die aktuelle Diskussion um Zensurvorschriften für das Internet aus. So werden einerseits die Stimmen nach mehr rechtlicher Ordnung und Überwachung im WWW lauter, andererseits plädieren die Gegner jeglicher Internet-Zensur für das Beibehalten des WWW als ein freies und für alle zugängliches Medium.
Die Digitale Spaltung I
Die Verlierer des Internet-Zeitalters
Wer letztendlich Zugang zu Computern und Internet hat, das wird nach wie vor noch durch die Höhe des Einkommens, des Alters, Geschlechts und der Ausbildung bestimmt. Zwar sind die Internetanschlüsse im eigenen Heim im Steigen (derzeit etwa 27 % der Österreicher), das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es für bestimmte Gruppen der Bevölkerung nach wie vor schwierig bis unmöglich ist, sich mit dem neuen Medium zu befassen.
Armut in Österreich ist zu 70 Prozent weiblich
Männer haben / Frauen sind
Die Frauenbewegung der letzten drei Jahrzehnte hat das Verhältnis der Geschlechter und die Geschlechterrollen zum Tanzen gebracht. So sehr, dass die neue Schimpfwörtergeneration ("Frauennamenannehmer", "Frauenversteher" etc.) nur noch in ironischem Zusammenhang leben kann. Doch ökonomisch hat sich an der unterprivilegierten Stellung des Geschlechts im Prinzip nichts geändert. Frauen verdienen – auch für dieselbe Arbeit – immer noch wenig...
Seito Boei: Frauen-Notwehr in der Praxis
...anstatt Töchter zu behüten
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Es gibt kaum (Lebens-) Räume, wo Frauen tatsächlich geschützt sind. Auch die Familie ist kein sicherer Ort, um Gewaltangriffen zu entgehen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Vor allem Familien und der Verwandtschafts-/Bekanntschaftskreis stärken den Tätern das Rückgrat, da vielerorts in intimen Kreisen das Thema Gewalt tabuisiert wird. "Jede fünfte Frau war schon einmal mit der Gewalttätigkeit des eig...
Gegen den Ausschluss der Gehörlosen aus der Kultur
Die sprechende Bewegung
Österreichweit gibt es 8000 bis 10.000 Gehörlose. Weitere 10.000 bis 15.000 Menschen sind so hochgradig schwerhörig, dass ihnen eine Verständigung mittels Hörhilfen nicht möglich ist. Ihre einzige Chance, mit ihrem Gegenüber zu kommunizieren, liegt in der Anwendung einer optischen Ausdruckform. Doch die Gebärdensprache ist in Österreich noch immer nicht anerkannt. In den letzten Jahren mehren sich Initiativen gegen einen Ausschluss der G...