Im mittlerweile elften Jahr der Sparküche wurde es Zeit, das Konzept der Rubrik zu überdenken. Die wesentlichen – und hübsch einige unwesentliche, aber dennoch interessante – Grundzutaten und -vorgänge sind beschrieben, ein umfangreiches Repertoire an Rezepten angeboten.
Die kommenden Texte werden daher einem veränderten Konzept folgen. In der Augustin-Rubrik Sparküche wird es vermehrt um übergeordnete Themen gehen, die bisher nur in ...
In eigener Sache: Warum die "Sparküche" temporär zur Hexenküche wird
Mit dem Kapitel über die Muskatnuss (Seite 23) verlässt Christa Neubauers traditionelle Augustin-Kolumne „Sparküche“ in den kommenden Ausgaben ihren gewohnten inhaltlichen Rahmen. Die Autorin erläutert ihren „Seitensprung“:
Natürlich können Sie weiterhin Ihren Kräutertee – möglichst biologisch – im Supermarkt und Bio-Laden oder – ziemlich teuer – in der Apotheke kaufen. Aber weil das Frühjahr grad so schön herschaut und alle wichtigen Teekräuter gut im Wachsen sind, möchte ich nicht versäumen, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie Ihren Frühstücks- oder Abendtee auch selber pflücken könnten.
Es ist mir nicht erst einmal passiert, dass ein Gesprächspartner völlig entsetzt war bei dem Gedanken, die Lunge eines Tieres essen zu müssen – während ihm ein Rahmbeuscherl durchaus mundete.
Fünf Jahre habe ich mich an den Früchten der Buche (Fagus sylvatica, ein Buchengewächs) vorbeigeschwindelt, weil die Literatur über die Genießbarkeit der Bucheckern sehr unterschiedlich berichtete. Endlich habe ich für mich das Rätsel lösen können: Die Nusserln enthalten giftige Blausäure, die sich aber durch Erhitzen (Sieden, Darren, Rösten) in ungiftige Abbauprodukte verwandeln oder überhaupt entfernen lässt.