Zuerst fiel er tief, jetzt fällt er auf: Kolporteur Gerhard Hostniker
Packerl für paffe Passanten
Wenn Bankangestellte schrille Gummistiefel und ein Blinklicht tragen müssten, würde Gerhard Hostniker wieder seine Krawatten hervorholen. Wenn er sie noch hätte. Wenn der Augustin ein Kochbuch wäre, würde Gerhard nicht Omas Rezepte unter seiner Stammkundschaft verbreiten. Porträt eines im Alter doch noch zum Hippie gewordenen Augustinkolporteurs.
Rudolf Prikryl, der 3-Tage-Bürgermeister von Wien
Noch als Leich´ gescheitert
Herr Bürgermeister, ich hätte gern das Flotten-Kino. Nichts dagegen. Bitte nehmen Sies! Oder: Ich bevollmächtige Sie, den Betrieb Sowieso aufzusperren. So ähnlich liefen die Amtsgespräche ab in jenen drei Apriltagen des Jahres 1945, die als Wiens kuriosesete Bürgermeisteramtsperiode gelten. Über das patscherte Leben des Installateurs Rudolf Prikryl, der drei Tage lang dem rätselhaften Drang, Verantwortung zu übernehmen, nac...
"Meine Heimstätte"
Walter Znenahlik kam als Sportler viel herum
Sag mir, wo die Blumen sind? In den Amtsstuben des Wiener Rathauses konnte man wieder dazu übergehen, Zeit tot zu schlagen. Eben erst hatte man das Jahr 1964, die Wiener Internationale Gartenbaumesse und den Umbau der Blumenhalle ad acta legen können, als ebendort ein gewisser Walter Znenahlik das Eis betrat.
Harald Krassnitzer als Augustin-Kolporteur
Die Erfahrung des Restlessens
Auch als Eintags-Augustin-Verkäufer hatte der Schauspieler Harald Krassnitzer Erfolg. Der drückte sich nicht in TV-Quoten, sondern in einem überdurchschnittlichen Zeitungsabsatz aus. Das Vorhaben, seine Popularität für eine PR-Aktion zugunsten der Straßenzeitung einzusetzen, geriet nebenbei zu einer soziologischen Feldforschung über die Verbreitung des Nicht-in-die-Augen-schauen-Könnens. Alexandra Reisinger, Hubsi Kramer und Fotograf ...
Standortnationalismus
eingSCHENKt
Wenn sich Nationalstaaten auf Steuerdumping einlassen, verlieren alle. Salzburg wirbt Bayern einen Konzern ab, darauf senkt Bayern die Steuern und Bayern wirbt wieder Salzburg einen Konzern ab, worauf die Slowakei noch weiter runterfährt, um den nächsten abzuwerben.