ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Jahr 2005 :: 166 - 09/2005 Seite: 1

»Die«

eingSCHENKt

Der Sündenbock ist ein wichtiges Vieh im Stall der Mächtigen. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, wenn die sozialen Probleme zunehmen, wenn man das Ganze nicht mehr schönreden und wegreden kann, dann bleibt immer noch eins: man öffnet die Stalltür und reitet den Sündenbock.

neunerHaus Nummer 2: Obdachlose finden in Döbling zur inneren Ruhe

Unkonventionelle Liberalität

Der Verein neunerHaus eröffnete am 5. September feierlich sein zweites Haus. Hausleiter Johannes Lorenz und Geschäftsführer Markus Reiter führten den Augustin durch die billige, aber mitnichten grindige Absteige für Männer in akuter Wohnungslosigkeit.

Schweinerei: Die am meisten haben, zahlen am wenigsten

Eine kleine Verteilungs-Geschichte

Niemand zahlt gerne Steuern. Der Skandal ist aber, dass jene, die am meisten haben, am wenigsten zahlen. „Fair steuern“ heißt die Kampagne für mehr Steuergerechtigkeit, die Attac –– halb Bewegung, halb Organisation, jedenfalls eine der außerparlamentarischen und weltweit vernetzten Widerstandsherde gegen die Zustände –– begonnen hat (www.attac.at). Fair steuern ist im Prinzip machbar, zeigt der folgende Attac-Beitrag.
TUN & LASSEN - Christian Felber 09/2005 mehr lesen »»

Vor der Wende waren sie "Lumpenproleten" und "Arbeitsscheue"

Die Geächteten von "Fedel nelkül"

In Ungarn gibt es seit der Wende in der Politik neue Gruppen von Obdachlosigkeit Betroffener. In der Budapester Straßenzeitung „Fedel nelkül / Ohne Dach“ schreiben ausnahmslos Obdachlose, deren Texte von einer Jury ausgesucht und mit Preisen bedacht werden.

Bucheckern

Christas Sparküche

Fünf Jahre habe ich mich an den Früchten der Buche (Fagus sylvatica, ein Buchengewächs) vorbeigeschwindelt, weil die Literatur über die Genießbarkeit der Bucheckern sehr unterschiedlich berichtete. Endlich habe ich für mich das Rätsel lösen können: Die Nusserln enthalten giftige Blausäure, die sich aber durch Erhitzen (Sieden, Darren, Rösten) in ungiftige Abbauprodukte verwandeln oder überhaupt entfernen lässt.

Ausdauernd, wie man ihn nicht kennt: Sechs Jahre an einem Buch

Franzobels neue Seiten

Wer glaubt, dass gute Literatur und schneller Trash ein Widerspruch sein müssen, kennt den Schriftsteller „Franzobel“ (noch) nicht. Nach dem viel beachteten Stück „Hunt oder Der totale Februar“, über die Bürgerkriegswirren 1934, legt er nun sein bisher größtes Werk in Buchform vor: „Das Fest der Steine oder Die Wunderkammer der Exzentrik“.

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