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Kategorie: Thema :: Kultur Seite: 1 2 3 4

Superman im Widerstand

Eine offene Begegnung mit dem Medium Zeichnung im Kunstraum Niederösterreich

Ein «Wachsender Widerstand» mit leider konkretem Ablaufdatum (17. März 2012) hat sich im Palais Niederösterreich formiert. Keine Sorge, Landeshauptmann Pröll sitzt noch fest im Sattel und braucht auch nicht Angst davor zu haben, dass von Wien ausgehend die neuen Empörten eine Revolution in Niederösterreich anzetteln werden – nicht einmal die Künstler_innen, die zur Zeit den Kunstraum im Palais bespielen. Auch wenn somit kein Widerstands...

Unangenehmer Sound-Teppich am Karlsplatz

Wenn Künstler_innen in den Alltag eingreifen

Valie Export erlaubte im Rahmen des «Tapp- und Tastkinos» den «öffentlichen» Zugriff auf ihre Brüste für eine halbe Minute pro Person. Sie führte auch Peter Weibel an der Hundeleine spazieren. Aktionistische Kunst wurde somit in die Öffentlichkeit getragen und verursachte Irritationen im alltäglichen urbanen Treiben....

Aber dann in weiter Ferne ...

Julie Haywards Skulpturen und ihre Sehnsucht nach zu Haus

article_1874_311_artmag_hayward©julie_120.jpg Als wäre soeben eine Rakete abgefeuert worden und nur die Startrampe zurückgeblieben, verweist der Titel der Skulptur «I wanna go home» auch auf sein gar nicht erst vorhandenes Gegenstück, die abenteuerlustige Rakete.

Das warme Pulloverhaus

Kindertheater Lilarum oder der Hilferuf eines Hasen

article_1875_311_©lilarum_hp_120.jpg Um Lagerkoller zu vermeiden, sollten sich Leute mit Kindern im Winter rechtzeitig nach Spielplatz-Alternativen umsehen. Eine aufregende Abwechslung bietet das Puppentheater Lilarum.

Auch Plätze mit Märkten sind öffentlich!

Advent in Wien: Christliche Umsätze statt christliche Grundsätze

article_1867_310_tun_christkindl5_2_120.jpg Zwei Dutzend Augustin-Verkäufer_innen demonstrierten am 19. Oktober durch die zentralen Wiener Adventmärkte am Rathausplatz und Maria-Theresien-Platz, und mehr als 200 Unterstützer_innen schlossen sich ihnen an. Das Verbot des Augustin-Straßenverkaufs (einen Tag vor der Demo aufgehoben) und des Verkaufs anderer Straßenzeitungen war Anlass des Protestes. Auch die Aufhebung des Bettelverbots wurde gefordert. In den Wochen vor dem allerheiligst...

Quer durchs Traum-Land

Ruth Beckermanns filmisches Reisejournal

article_1850_309_artmag_usa©filmladen_120.jpeg Ist vom «Amerikanischen Traum» die Rede, wissen fast alle, auch Nicht-Amerikaner_innen, was gemeint ist. Interessanterweise spricht niemand vom «französischen» oder «deutschen» Traum, merkt eine von Ruth Beckermanns Gesprächspartner_innen an.

Tür ins Hinterland

Iranische Künstler_innen im 5. Bezirk

Bunte kurze Röcke tänzeln auf einem weißen Hintergrund. Keine Frauen, keine nackten Beine – die ideale Modeschau für den Iran. Dachte Thomas Buchsbaum, österreichischer Botschafter in Teheran, und lud die Künstlerin Gudrun Wallenböck 2010 dorthin ein.

Bock auf Kultur

Benefizreihe zugunsten des Wohn- und Integrationsprojektes

«Bock auf Kultur» wurde 2003 vom ‚Wohn- und Integrationsprojekt - Verein Ute Bock’ ins Leben gerufen. Aufgrund der Unzufriedenheit über die untragbare Situation von AsylwerberInnen und der guten Arbeit von Frau Bock, die den Betroffenen ein Gesicht in der Öffentlichkeit verlieh, solidarisierten sich österreichische KünstlerInnen und Kulturschaffende und legten den Grundstein für ‚Bock auf Kultur’. Größen der Musik- und Kabarettsz...

Mäusebutter und Pferdefleisch

Justizgeschichte: Deutsche Comic-Zeichner_innen kooperieren

article_1843_308_art_serienmoerd_120.jpg Über zwei historische Serienmordfälle – und ihre Verfilzung mit Gesellschaft, Polizei und Justiz. Und über eines der spannendsten deutschsprachigen Comic-Projekte.

Bettler_innen nach der Oper nicht vergessen!

Warum über die Oper «Kátja Kabanová» nachdenken?

Oper ist eine Maschine, die Probleme kulinarisch aufbereitet. Die Armut der Mimi in «Bohème», der Kerker im «Fidelio», die Fahrt zum Schafott in «Andrea Chénier». Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Für manche ist Oper wichtig, weil sie dort Gefühle erleben können, die sie im Leben nicht mehr spüren.

Living Rooms oder dein Nachbar und sein Häkeldeckchen …

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Jugendliche aus dem 5erhaus werden zu Expert_innen in Sachen Wohnzimmer und simulieren (Wohn-)Alltag mit Hilfe von projizierten Bildern.


«urbanize!» – Ein Festival für urbane Erkundungen

Die SMS-Schleuder als Waffe der Meinungsfreiheit

article_1823_306_artmag_urbanize©inst_120.jpg Eine «wissenschaftlich streng unkorrekte, aber ungemein lehrreiche» Schlussveranstaltung verspricht das Programmheft zum Festival «urbanize!», denn das Institut für Alltagsforschung wird rangelassen. Sein Ziel ist nichts weniger als «die Selbstverständlichkeit des Alltags zu beenden».

Feuerlegen in Venedig

Neo- und Ex-Österreicher_innen im Simbabwe- und Roma-Pavillon

article_1818_theaterabsurd2_120.jpg «Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden», steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation «Navinland» und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto («La creazione degli animali» 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stell...

33 Jahre FZ

Lebendige Frauengeschichte/n und feministische Perspektiven

Das FZ-Wien feiert 33jähriges Bestehen – davon 30 Jahre in der Stiege 6 des ehemaligen TGM, in der Währingerstraße 59. Die Geschichte des FZ liegt im Aufbruch, den Kämpfen, Konflikten und Entwicklungen der autonomen Frauenbewegung. Wir wollen lachen und tanzen und uns der Bedeutung bewusst werden, die das FZ für jede von uns und für die autonome FrauenLesbenBewegung hatte und hat, und Frauen bewegen und patriarchale Verhältnisse ver - r...

Blaugrau

Ich, Hubert Mehlmann, geboren 1961 in Wien, schreibe, male und mache gerne Sport. Ich habe ein fast abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium und arbeitete als Journalist. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr für soziale Projekte eingesetzt – ich bin nicht nur der Meinungs-, sondern auch der Gedankenfreiheit verpflichtet.


DICHTER INNENTEIL - Andi Kleinhansl 09/2011 mehr lesen »»

Roma – Stephansplatz

Sobald ich gehe, denken die Leute, dass ich das immer tue. Das war schon immer so. Das Leben will es aber anders … ich kenne einen echten Sandler, und wenn man ihn fragt, wie es ihm geht, antwortet er manchmal: «Es muss gehen, sonst gehe ich …»
Karpaten, Kaukasus, Litauen, Moldawien, Ungarn … Urgestein, nennt man mich. Oder: Halbgott, das geschah aber auf dem Dachboden einer Studentin, im deutschsprachigen Raum.
DICHTER INNENTEIL - Ruud van Weerdenburg 09/2011 mehr lesen »»

Filmbild und Stadtbild

Wien wird mittels Filmprojektor analysiert

«Ephemer», sagt der Duden, kommt aus dem Griechisch-Lateinischen (wörtlich «für einen Tag») und bedeutet: «nur kurze Zeit bestehend, flüchtig, rasch vorübergehend (u. daher ohne bleibende Bedeutung)». Vom Verschwinden bedroht ist das Medium Film heute durch die Digitalisierung des Bewegtbildes, misslicher noch steht es um marginale Formen des Films wie Amateur-, Gebrauchs- oder Experimentalfilm.

Leben am Friedhof. Oder Geister mit Aussicht

Am Küchentisch

Sie glauben doch nicht an Geister? Nicht nur das Zimmer von Traude Veran hat Aussicht auf die Gräber unten im Innenhof, auch umgekehrt, die Toten haben eines nach oben! Glauben Sie uns, Traude und ich, wir sprechen über Geister, jüdische Geister aus dem 16. Jahrhundert, die aufsteigen und zu uns sprechen, durch den morschen Friedhofsgarten umrandet vom Senior_innenheim in der Rossau, die Ahnengebeine tief verteilt, sehr tief vergraben, unter k...

Zwei Berger und eine Monsterfrau

Donaustädter Kulturfestival eröffnet mutig

Ein echter wiener will halt hint sein, / und nur mit vorbehalt die welt verstehn» heißt es im Refrain vom «wienerlied für sehenden bariton und blinden bass» aus der Feder Joe Bergers.

Museen in der Stadt der Schwellenängste

Zu Dieter Schrages Kooperation mit dem Augustin

article_1777_tun-dieterschrage2©mario_120.jpg «Es ist eine vielfach dokumentierte Tatsache, dass das offizielle Kulturangebot in der Regel nur von etwa 10 bis 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Österreichs wahrgenommen wird. Dabei ist der Kreis der Interessierten überwiegend eine durch Familie, Bildung, Beruf und sozialer Stellung privilegierte Schicht. Weite Bereiche der österreichischen Bevölkerung (etwa 70 Prozent) werden von den Kultur- und Kunstangeboten der öffentlichen Hand...

Unser Gelächter wird euch begraben

Dario Fo in der Provinz: viel Applaus im Stift für den Feind der Stifte

article_1767_art-dariofo2©lukaslöcke_120.jpg Emina Eppensteiner ist Hure, Totengräberin, Klosterschwester, Landvermesserin. Merten Gareiss ist Staatssekretär, Patient der geschlossenen Psychiatrie, Dieb, Minister, Arzt. Die jeweils letztgenannte Profession ist die reale. Alles andere sind Rollen. Auch die anderen Mitglieder der Theater-Spiel-Gruppe-Lilien-Feld, zusammen mehr als ein Dutzend, sind Laiinnen und Laien. Mit der mehrmaligen Aufführung des Dario-Fo-Stücks «Siebentens: Stiehl...

Letzte Station Florida

Der Tschocherl-Report (1. Teil)

article_1754_vor-tschocherl1©peterm.m_120.jpg Tschocherl sind fixer Teil der Wiener Lokalkultur. Anders als beim Heurigen, dem Wiener Kaffeehaus und dem Altwiener Beisl sind sie aber weder beim etablierten Bürgertum noch bei Tourist_innen beliebt. Das ist mit ein Grund dafür, warum sich das Idiom des Wienerischen hier so roh und unverfälscht erhalten hat.

… er WIRD behindert

Projekt Invalidenstraße: Der Mensch IST nicht behindert …

article_1733_tun-invalidstreet2©vikto_120.jpg Die Autorin des folgenden Beitrags, Gründerin des Theaters der Unterdrückten (TdU) Wien, ruft gemeinsam mit der Performance-Gruppe DanceAbility (Augustin Nr. 297) zu einem Umzug am 28. Mai auf. Dabei soll die Invalidenstraße in Wien 3 symbolisch umbenannt werden. Die drei Anliegen des Projekts «Invalid Street»: Freiheit der Kunst im öffentlichen Raum, Stadt ohne Barrieren und – eine neue Sensibilität im Sprechen und Schreiben.
ARTISTIN - Birgit Fritz 05/2011 mehr lesen »»

Schlussplädoyer eines Tierschützers

article_1726_dicht-plaedoyer©chrismos_120.jpg Chris Moser, Künstler und Angeklagter im so genannten Mafiaprozess, § 278a, gegen 13 Tierrechts- und Tierbefreiungsaktivist_Innen, hielt am 1. April 2011 im Schwurgerichtssaal Wiener Neustadt ein Schlussplädoyer, das mit Beifall des Publikums aufgenommen wurde. Das Urteil war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt – der Angklagte ist von seinem Freispruch überzeugt.
DICHTER INNENTEIL - Chris Moser 05/2011 mehr lesen »»

Graz ist anders. Hoc est verum.

Sein letztes schriftliches Zeugnis hat Martin Luther einen Tag vor seinem Tod geschrieben. Die letzten Worte dieses Zettels heißen: «Wir sind Bettler. Hoc est verum (Das ist wahr).» Dieselbe Einsichtigkeit wird jenen zwei Dutzend KünstlerInnen zugeschrieben, die sich am Widerstand der Kunst gegen das steirische Bettelverbot beteiligten. Ihr «Wir sind Bettler» klingt jedoch kämpferischer als das lutherische.

«Narziss hat wie ein Beamer ein Bild geworfen»

Der Philosoph, Tänzer und Choreograf Michael Turinsky anlässlich seines «Narcissus Project»:

article_1715_art-turinsky©mario_120.jpg Im Tanzbereich ist Michael Turinsky ein gefragter (Gespächs-)Partner bzw. Experte, den es heranzuziehen gilt. Paradoxerweise stößt er im Behinderten-Betreuungsbereich mit seinen Expertisen auf taube Ohren.

Überall die Finger drinnen

Wie Sabine Marte mit dem «Schnipselautomaten» die Programmierkunst revolutioniert

article_1691_sabine_marte_120.jpg Die Video- und Performancekünstlerin Sabine Marte, auch als Musikerin in den Formationen SV Damenkraft und Pendler unterwegs, gewann letztes Jahr mit ihrem experimentellen Kurzfilm «B-Star, untötbar! Reloaded» den Diagonale-Preis für innovatives Kino. Auch bei der diesjährigen Diagonale Ende März ist Sabine Marte vertreten. Sie hat den Festival-Trailer mit dem Titel «Do we need to have an accident» produziert und gemeinsam mit Bildhauer ...

Wie human ist die Humana-Box?

«Migrationsskizzen» – Auch unsereins in postkolonialen Verstrickungen

article_1689_migrationsskizzen©nilbar_120.jpg Man könnte meinen, über das Thema «Migration» sei schon genug geschrieben worden, vor allem genug Blödsinn. Zwischen zwei Buchdeckeln erwarten die LeserInnen im Fall der «Migrationsskizzen» allerdings nicht nur klare Statements, sondern auch Videos, Performing Art oder Objektkunst. Vier Künstlerinnen aus Uganda, Chile, der Türkei und Bulgarien melden sich zu Wort.

Single-Malts-Veltliner-Connection

Dieter Berdel, Designsozialist und Dialektdichter, zerwienert Robert Burns

article_1654_dieter_berdel_120.jpg Unlängst auf der Schmelz: Am 252. Geburtstag von Robert Burns huldigten knapp 200 Menschen der schottischen Kultur mit allem, was dazugehört. Darunter auch Burns-Kenner Dieter Berdel, der bei dieser Gelegenheit sein drittes Bändchen trefflich ins Wienerische übertragener Texte von Schottlands Nationaldichter präsentierte. Aber eigentlich hat er ja ganz etwas anderes gelernt.

Die Arbeitsverweigerer

Vor dem Wiener Burgtheater. Es ist noch zeitig am Vormittag, zwei arbeitslose Schauspieler schwingen ihre Besen und kehren die Straße. Nach einer Weile unterbrechen sie ihre Tätigkeit, ohne jedoch ihre Besen aus der Hand zu legen, und beginnen ein Gespräch.
DICHTER INNENTEIL - Roman Müller-Balac 01/2011 mehr lesen »»

Hoch die Mehrfachidentitäten

Eine kleine Fred-Sinowatz-Hommage im Bruno-Kreisky-Jahr

article_1644_sinowatz_120.jpg Drei Politiker-Grundmuster könne man unterscheiden: Intellektuelle, Urgesteine und Technokraten. Ich erinnere mich, dieses Schema in einem «Wiener Zeitung»-Essay gelesen zu haben, wo auch festgestellt wurde, dass man mit Intellektuellen in der Regel keine Wahlen gewinnen könne und dass Bruno Kreisky als die große Ausnahme dieser Regel galt.

Die jungen Wilden Argentiniens

Entdeckungen: Félix Bruzzone und Damián Tabarovsky

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Félix Bruzzone, Jahrgang 1976, beschäftigt sich als Sohn so genannter «Verschwundener» intensiv mit dem Schicksal von Waisen der Militärdiktatur. Damián Tabarovsky rechnet in seinem neuesten Roman mit der neoliberalen Ära Argentiniens ab. Der Augustin berichtet über zwei junge argentinische Autoren, weil es andere Medien nicht tun.


Einladung zum Tanz

Manfred Pernice in der Secession: Ein große Schau des Schauens

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Betritt man die Ausstellungshalle der Secession, kann man leicht das Gefühl von Überforderung bekommen. Eine Menge rätselhafter Objekte. Sie scheinen lapidar zusammengewürfelt aus Versatzstücken privater Lebensgeschichte, gewöhnlichen kleinbürgerlichen Gebrauchsgegenständen und skulpturalen Konstruktionen.


Fussball, Schopenhauer und die Stones

Der Schriftsteller Andreas Weber im Gespräch

article_1629_a_weber©picus_120.jpg Andreas Webers zweiter Roman, «Veitels Traum», ist eine spannende, realistische Beschreibung des Lebens auf dem Land. Der Held, Maturant und Leistungssportler –er spielt in der Handballnationalmannschaft – recherchiert den Mord an seinem Vater. Der Held ist ein Privatermittler, wie auch in seinem ersten Roman «Lanz», einem packenden Buch, in dem das Fortwirken von Nazistrukturen in einer Kleinstadt verhandelt wird. Ein Augustin-Gespräch ...

Tonträger-Heaven

Musikarbeiter unterwegs … in die Umschlagplätze der Vinyl- und Musik-Infizierten

article_1627_teuchtler_120.jpg Diverse Krisen hin, diverse Krisen her, an großartiger Musik auf diversen Tonträgern mangelt es nicht. Der Auftakt einer einschlägigen Lokalrunde.

Nach der Orgie? Wird Theater gespielt!

Claudia Bosse vom «theatercombinat» bietet keine Unterhaltungsware an

article_1620_theatercombinat_120.jpg Was haben der Schlachthof St. Marx, die Rennbahnwegsiedlung, der Schwarzenbergplatz und die Ankerbrotfabrik gemeinsam? Sie alle waren Schauplätze der Theaterperformances von Claudia Bosse. Ihr neues Stück «vampires of the 21st century oder was also tun?» hat am 8. Dezember Wien-Premiere. Der Augustin sprach mit ihr über die neue Produktion, körperliche und geistige Überforderungszustände und über die Frage: Warum zum Teufel noch Theater?

Jemand, der die Dose beherrscht

Streetart: Kleine Einführung in Sprache und Lebensgefühl der SprayerInnen

article_1610_streetart©jz5_120.jpg Die durchschnittliche Augustin-Leserin wird die massive Besprayung freier vertikaler Flächen in unserer Stadt nicht als jugendlichen Vandalismus verurteilen; vielleicht würdigt der eine oder die andere die Graffiti sogar als eine aus den großen Städten nicht mehr zu verbannende freie Kunst. Auch den liberalen Gönnerinnen und Gönnern dieser Street Art ist freilich die Welt der SprayerInnen verschlossen geblieben – nicht nur ein generatione...
ARTISTIN - Rasmus 17 Jahre 11/2010 mehr lesen »»

Kleine Sprache, große Wirkung

Der Schriftsteller Drago Jančar misstraut dem Frieden

article_1602_jancar_120.jpg Er gilt als berühmtester lebender Schriftsteller Sloweniens. Seine literarischen Arbeiten wurden in viele Sprachen übersetzt. Drago Jančars bisheriges literarisches Werk zeigt, dass so genannte «kleine Sprachen» proportional größere in ihrer literarischen Schaffenskraft in den Schatten stellen können! Ende September war Drago Jančar zur Präsentation seines neuesten Buches «Drevo brez imena/Der Baum ohne Namen» in Wien.
ARTISTIN - Andreas Novoszel 11/2010 mehr lesen »»

Der Schurli wird`s schon buchen

Musikarbeiter unterwegs … mit Easy Listening ins Booking-Geschäft

article_1589_easylistening_120.jpg Seit 5 Jahren betreibt Georg «Schurli» Zamernik die Konzert-Agentur Easy Listening, er vertritt damit einige der besten Bands des Landes.

«Subtile Erotik»

Marianne Gruber tanzt in ihrem Fachgeschäft in der Ottakringer Straße Bauch. Sehenswert!

article_1573_mariannegruber_120.jpg Ottakringer Straße Nr. 96. Gewiss keine Adresse, die in Wien als bemerkenswert fein gilt. Bellissimas Orient-Palast. Gewiss kein Schriftzug, der die Laufkundschaft en masse ins Geschäft lockt. 100 Kilogramm auf 170 Zentimeter verteilt. Gewiss kein Körpermaß, das dem hiesigen Schönheitsideal zu 100 Prozent entspricht. In der Tat stellt Marianne Gruber mit ihrem Bauch einige Klischees auf den Kopf. Die 53-jährige Geschäftsfrau führt an der ...

Es ist die Kunst, die uns kühn macht

Krimi-Autor O. P. Zier: Entweder du bist Werkzeug – oder du bist «Staatsfeind»

article_1572_zier_120.jpg Österreich ist eine Korruptionsoase, meinte kürzlich ein OECD-Mitarbeiter. Liest man die Werke des Salzburger Schriftstellers O. P. Zier, entsteht der Eindruck, Österreich wäre auch eine Oase für einen, der es liebt, diese Verhältnisse zu beschreiben. Kürzlich erschien im Residenz Verlag sein neuestes Werk: die «Mordsonate». Ein Krimi, in dem ein Klavierwunderkind verschwindet. Doch der eigentliche Krimi spielt sich auf einer anderen Ebe...

Die Scham der Schwaiger

Spruchdampfheizung, Volksbeglückungshemd und arme Sünder

article_1563_schwaiger©koschkahetzer-_120.jpg Warum sind die psychisch Kranken in finanzieller Hinsicht so arm? Oder warum werden «sozial Schwache» psychisch krank? Ein Nachruf auf Brigitte Schwaiger, die sich in die Donau fallen ließ.

Hören wir doch mehr Fettkakao!

Musikarbeiter unterwegs … in die Arena zum Fettkakao-Andi!

article_1557_fettkakaoandi_120.jpg Seit 5 Jahren betreibt Andi Dvorak das Label Fettkakao. Das Jubläum feiert er typisch untypisch.

Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

article_1549_art-diewand©elisabethpla_120.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.

Vom Sandler zum Clochard

Der "kriebaum" und der Augustin schmeißen die "Parkbank Stories" auf den Markt

article_1532_gustl_cover_120.jpg Arbeitsscheu? Ich nenne das optimaler Einsatz des Humankapitals in der Augustin-Redaktion (Vgl. Cover der Augustin-Ausgabe 277). An dieser Stelle gibt es somit kein exklusives Interview mit Thomas Kriebaum, dem Schöpfer des Gustl, anlässlich der Erscheinung der «Parkbank Stories», des Sammelheftes seiner Gustl-Strips der letzten fünf Jahre, sondern bloß den Abdruck des Vorworts.

Irgendwas ist immer

BALD werden wir bei Rühm sein..NUN sind wir dort. EBEN waren wir bei ihm

article_1527_rühm_120.jpg «Niemand kann immer Avantgarde sein», sagt MUMOK-Direktor Edelbert Köb über das Schicksal mancher KünstlerInnen, die eine Epoche prägen und im Laufe der Jahre Arbeiten produzieren, die vielleicht weniger (politische) Sprengkraft, aber nicht zwingend geringere Qualität aufweisen. Eine Ausstellung ehrt Gerhard Rühms bildnerisches Schaffen von den 1950ern bis heute.

Tief in den Abgrund des Wissens fallen

Nicht alles, was im Kabarett stattfindet, ist Kabarett: Begegnung mit K. F. Kratzl

article_1525_kratzl_120.jpg Ist Karl-Ferdinand Kratzl mittels eines Interviews zu erfassen? Der Augustin versuchte es. Es wurde kein klassisches Interview. Aber Kratzls tiefschürfende Worte suchten und fanden den Weg zu seinem Gesprächspartner. Zu einem «Gespräch» per E-Mail (Frage hin, Antwort her) war Kratzl nicht bereit gewesen. Er bestand auf den persönlichen Kontakt. Er ist ja ein Augenhineinschauer. Und noch vieles mehr. Auch ein Fadenverlierer ist er. Aber scho...

Ein Übergang – aber wohin? Mit wem?

Holländische Künstlerinnen gründen Markt Akademie Naschmarkt (MAN)

Lucia Babina und Henriette Waal, zwei Künstlerinnen aus den Niederlanden, gründen die Markt Akademie Naschmarkt (MAN). Der polnische Künstler Pawel Althamer, Mitarbeiter der MA48 und KunststudentInnen laden MarktbesucherInnen ein, gemeinsam den Naschmarkt zu reinigen. Und in der Langen Nacht am Naschmarkt läutet das Stimmgewitter Augustin (als Vorgruppe von Ret Marut) lautstark seine Punk-Phase ein. «Im Paradiesgarten» nennt sich Wolfgang S...

Getrennte kaiserliche Schlafzimmer

Aus der KULTURPASSage

Ich freute mich sehr, als meine Tochter aus Tirol anrief und mir sagte, dass sie zu Ostern auf Besuch zu mir nach Wien komme. Da wir beide noch nie im Schloss Schönbrunn gewesen sind, gingen wir am Ostersonntag hin. Sie wollte mich einladen, aber ich hatte ja einen Kulturpass und konnte somit gratis hinein. Im Schloss interessierten uns besonders die Zimmer von Kaiserin Elisabeth (genannt Sisi) und Kaiser Franz Josef. Besonders erstaunt waren wi...
DICHTER INNENTEIL - Annemarie Stöger 04/2010 mehr lesen »»

"Jetzt geht uns die Luft aus"

Das Viertel boomt, aber der Ort des Aufbruchs kämpft ums Überleben. Amerlinghaus schlägt Alarm

article_1494_amerlinghaus_120.jpg Das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus ist der Rest beziehungsweise das Erbe der wilden 70er Jahre, als eine Besetzungsaktion ein Stadtviertel für das Baukapital interessant machte, das von der Stadt dem Verfallsprozess preisgegeben schien. Die Stadt aber schmückt sich mit den Federn des Spittelberg-Revitalisierung-Vorzeige-Modells und lässt das Kulturzentrum, für dessen Pionierrolle sie sich eigentlich bedanken müsste, sukzessive ver...

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