ico_youare10g.gif AUGUSTIN
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Gut leben ohne nix

Kochshow mit Götz Bury

article_1897_img_1699_klein_120.jpg Was tun, wenn man in prekäre Verhältnisse gerät?
Ein Schnellkochkurs für all jene, die die Kunst erlernen möchten, ohne was zu leben.

«Wo ist nur der lustige Gottfried hingekommen?»

Gottfrieds Tagebuch

Tanzveranstaltungen waren mir immer schon ein Gräuel. In dieser Hinsicht bin ich hauptberuflicher Bewegungslegastheniker.

«Wie bleibt der Rand am Rand»

16 Jahre Aha-Erlebnisse beim AUGUSTIN in einen Zusammenhang gebracht

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Das Buch des Augustin-Mitbegründers und –journalisten Robert Sommer kann als Versuch beschrieben werden, eine auf dem Feld der sozialen Arbeit nicht sehr verbreitete These zu erhärten. Die These, dass das gegenwärtige Gesellschaftssystem zu seinem weiteren Bestand eine ausreichend breite, nicht integrierbare Randschicht brauche.


Fast eine Hafenspelunke

Der Tschocherl-Report (5. Teil)

Fantasiebegabte Nostalgiker_innen mögen bei einem Lokal wie dem Donaubeisl an einen Ort denken, wo Wien zur Weltstadt wird: Zu einem Treffpunkt von vollbärtigen Kapitänen und tätowierten Matrosen, die sich im verrauchten Hinterzimmer Geschichten über die Donau und die sieben Weltmeere erzählen, dabei allerlei Seemannsgarn spinnen und bei Meinungsverschiedenheiten gern mal die Fäuste sprechen lassen.

Wir sind uns selbst fremd

Mehmet Emirs Brief an die Mama

Hallo Mama!
Ich weiß, Dir geht es nicht besonders gut. Wie geht es Vater? Solltest Du nach meinem Befinden fragen – Allah sei Dank – ich kann nicht wirklich klagen, aber arbeiten muss ich viel! Und verliebt habe ich mich auch schon lange nicht mehr. Heutzutage ist es schwer, sich in meinem Alter zu verlieben.

Living Rooms oder dein Nachbar und sein Häkeldeckchen …

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Jugendliche aus dem 5erhaus werden zu Expert_innen in Sachen Wohnzimmer und simulieren (Wohn-)Alltag mit Hilfe von projizierten Bildern.


«urbanize!» – Ein Festival für urbane Erkundungen

Die SMS-Schleuder als Waffe der Meinungsfreiheit

article_1823_306_artmag_urbanize©inst_120.jpg Eine «wissenschaftlich streng unkorrekte, aber ungemein lehrreiche» Schlussveranstaltung verspricht das Programmheft zum Festival «urbanize!», denn das Institut für Alltagsforschung wird rangelassen. Sein Ziel ist nichts weniger als «die Selbstverständlichkeit des Alltags zu beenden».

Feuerlegen in Venedig

Neo- und Ex-Österreicher_innen im Simbabwe- und Roma-Pavillon

article_1818_theaterabsurd2_120.jpg «Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden», steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation «Navinland» und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto («La creazione degli animali» 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stell...

Blaugrau

Ich, Hubert Mehlmann, geboren 1961 in Wien, schreibe, male und mache gerne Sport. Ich habe ein fast abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium und arbeitete als Journalist. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr für soziale Projekte eingesetzt – ich bin nicht nur der Meinungs-, sondern auch der Gedankenfreiheit verpflichtet.


DICHTER INNENTEIL - Andi Kleinhansl 09/2011 mehr lesen »»

Riviera in Kagran

Ein Text von Joseph Roth vom Sommer 1923

Am Ufer der Alten Donau, jenseits der Reichsbrücke, halten die unbemittelten Menschen ihren Rivierasommer ab. Ihr bescheidener Blick ignoriert das andere Ufer des Flusses und ruht auf den nächstplätschernden Wellen. Wenn man das phantasiebegabte Auge ein wenig zusammenkneift und die Geographie vergißt, kann man den ewigen Wogenschlag des Meeres beobachten. Manchmal kommt unserer Illusion ein Dampfer zu Hilfe und den Fluß hinunter, mit rauche...

Letzte Station Florida

Der Tschocherl-Report (1. Teil)

article_1754_vor-tschocherl1©peterm.m_120.jpg Tschocherl sind fixer Teil der Wiener Lokalkultur. Anders als beim Heurigen, dem Wiener Kaffeehaus und dem Altwiener Beisl sind sie aber weder beim etablierten Bürgertum noch bei Tourist_innen beliebt. Das ist mit ein Grund dafür, warum sich das Idiom des Wienerischen hier so roh und unverfälscht erhalten hat.

Es lebe die Revolution!

Ihr da oben, wer und was immer ihr seid und wer immer noch stolz darauf ist, dort dabei zu sein, schnallt euch an! Jawohl, lasst uns die Bastille stürmen! Reißt die Mauern nieder! Zerlegen wir die festgefahrenen Systeme! Legen wir die Finanz, die nur für einige wenige wirklich gut funktioniert, in Schutt und Asche! Unter die Guillotine mit der Ungerechtigkeit! Allons! Allez! Vive la Revolution! Und das Ganze werden wir ein wenig subtiler angeh...
DICHTER INNENTEIL - Walter Schaidinger 06/2011 mehr lesen »»

Wir sind wieder in aller Munde

Lehrerdienstrecht – wider Vorurteile und unangebrachte Emotionalität

Endlich wird es ein neues Dienstrecht geben, das die Ungerechtigkeit behebt, die einer einzelnen Berufsgruppe soviel Privilegien gewährt … So tönt es aus allen Ecken und vielen Medien
DICHTER INNENTEIL - Irmgard Bauer 05/2011 mehr lesen »»

«Hallo, einen Augustin?»

Kolporteur Gerhard Geiger. Bemerkungen zum Faktotum der Gürtelbögen

article_1734_tun-gerhardgeiger©mario_120.jpg Gerhard Geiger ist Augustin-Verkäufer am Wiener Gürtel. Über die Jahre ist er eine Kultfigur der Stadtbahnbogenlokale geworden. Man nennt ihn auch den Hut-Gerhard.
TUN & LASSEN - Teresa Reiter 05/2011 mehr lesen »»

Kommt Bewegung in die Hanfbewegung?

Augustin-Interview mit Howard Marks alias «Mr. Nice»: starker Tobak

article_1716_tun-hanfhowardmarks_120.jpg Viel Feind, viel Ehr – und ein Verbot. Der Hanf als gemeinsamer Gegner und natürliche Bedrohung. Seit dem Schulterschluss der Lobbyisten von Tabak, Baumwolle, Papier, Kunststoff und Pharma ist der Hanf (mit wissenschaftlichem Namen Cannabis sativa) als Droge geächtet und somit verboten. Stellt sich nur die Frage: wie lange noch?

Die Geschichte des Johann

Siebzehn Pharmazeutika – oder eine Portion menschlichen Respekt

Als «austherapiert» und «pflegebedürftig» galt der 55-jährige Johann H, unter schwerer Medikation in einem Pflegeheim untergebracht. Seit Jänner 2011 lebt der Mann wieder in seinem Haus.

Ende eines Wehrsprechers

Herr Groll auf Reisen – 163. Folge

article_1706_dicht-wr.ausfahrten©mari_120.jpg Der Dozent eilte auf die Straßenüberführung zum Linzer Hauptbahnhof zu. Während er auf das Grün-Signal wartete, hatte er eine Vision. Sein Freund Groll stand vor einem Würstelstand und tat sich an einer Wurst gütlich. Dazu trank er Bier aus einem Plastikbecher. Er sei wohl überarbeitet, dachte der Dozent und rieb sich die Augen. Groll war immer noch da. Auch er hatte den Dozenten jetzt gesehen. Er hob eine Bierflasche zum Gruß. Mit wenig...

Die Poesie der Revolte

Die Bewegung des Tahrir-Platzes hätte ohne Kunst nicht siegen können

Elliott Colla, der Autor dieser Abhandung über die Poesie der ägyptischen Revolte, die zum Sturz des Mubarak-Regimes führte, lehrt am «Department of Arabic und Islamic Sudies» an der Universität von Georgetown. Er übersetzte Werke arabischer SchriftstellerInnen ins Englische. Wenn Colla von PoetInnen redet, meint er zweierlei: einerseits die populären DichterInnen und SängerInnen, die ihre Kunst direkt als Beitrag zur Revolte verstehen, ...

«Ich bin mir selber ein Rätsel»

Den Weg in die Öffentlichkeit gefunden – die Autorin Hilde Schmolmüller

article_1697_schmolmüller_120.jpg Hilde Schmolmüller beschreibt sich als «Jungautorin», da sie Ende März ihre erste Lesung bestreiten wird – im Alter von 75 Jahren! Der Augustin sprach mit der Autorin über ihr beeindruckendes Buchmanuskript, das vor Jahrzehnten aufgrund eines Psychiatrieaufenthalts entstanden ist, und ihren wiedergefundenen Zugang zum Schreiben.

Ein Beispiel von Zivilcourage?

Da sitz ich, oder, besser gesagt, da steig ich neulich in die Straßenbahn, den Fünfer. Mich friert, ich zwäng mich rasch an zwei Leuten vorbei und steuere schnell einen Platz an, weiter vorn im Waggon. Erst als ich eine Minute sitze, bemerke ich, aus meiner Pelzkappe hervorlugend, warum ich mich nicht gleich beim Einstieg hingesetzt habe: Die Zwei beim Einstieg sind die ganze Zeit in einen heftigen Disput verwickelt. Einen sehr ungemütlichen,...
DICHTER INNENTEIL - Wolfgang Glechner 03/2011 mehr lesen »»

Fremdenrecht ist grauslicher als die Polizei erlaubt …

Ute Bock im Interview

article_1671_utebock_120.jpg Vergangenes Jahr war die Flüchtlingshelferin Ute Bock gleich zweimal auf der Kinoleinwand zu sehen: Die Filme „Bock for President“ und „Die verrückte Welt der Ute Bock“ stammten von ihrem Neffen und Filmemacher Tom-Dariusch Allahyari. Jetzt gibt es die Ikone der Zivilgesellschaft auch in Buchform. Die Ö1-Journalistin Cornelia Krebs lässt in ihrem Portrait über Ute Bock vor allem die Flüchtlingshelferin selbst zu Wort kommen. Anläss...

Die Narren und die Pfarrer(sfrauen)

Die Ankündigung einer Faschingssitzung der «Obersdorfer Faschingsgilde», die am 27. Jänner im Volksheim der niederösterreichischen Kleinstadt Herzogenburg über die Bühne ging, hatte mein laienethnologisches Interesse erweckt. Faschingsumzüge waren mir, dem aus der Provinz Zugewanderten, vertraut, aber den Fasching in Form von Gilden-Sitzungen assoziierte ich mit dem deutschen Karneval.

Das Neue Wörterbuch des Teufels – die letzte Folge

YZ

Yellow Press
Institutionalisierte Dummheit und beliebteste Ausrede der zahlreichen Dummköpfe in den sogenannten Qualitätsmedien.

«They make you crazy»

Nigeria heißt Hölle – und Steyr ist kein Paradies

article_1646_makleledennis_120.jpg Den Kummer für die ganze Welt spürt und trägt der junge, tapfere Maklele Dennis auf seinen Schultern, und er ist zu groß für ihn. Als Verkäufer der OÖ-Straßenzeitung «Kupfermuckn» liebte er es, mit seinen Kunden zu scherzen. «Das ist das Leben, das ich mag und führen will», sagt er. Der Augustin besuchte ihn auf der Psychiatrie in Steyr.

Hoch die Mehrfachidentitäten

Eine kleine Fred-Sinowatz-Hommage im Bruno-Kreisky-Jahr

article_1644_sinowatz_120.jpg Drei Politiker-Grundmuster könne man unterscheiden: Intellektuelle, Urgesteine und Technokraten. Ich erinnere mich, dieses Schema in einem «Wiener Zeitung»-Essay gelesen zu haben, wo auch festgestellt wurde, dass man mit Intellektuellen in der Regel keine Wahlen gewinnen könne und dass Bruno Kreisky als die große Ausnahme dieser Regel galt.

Ungeborgene Blicke, zögernde Beichte

Warum man über die Geduld der meisten BettlerInnen staunen sollte

U6-Station Josefstädter Straße. Am Treppenabsatz kniet eine Frau. «Bitte, bitte!» Sie möchte Geld. Der flehende Blick beschämt mich. Sind die Leute hier tatsächlich so hartherzig, dass die Bettlerinnen so tief ins melodramatische Fach hinabsteigen müssen, dass man ihnen etwas gibt?

Echte Muslime sind so

«Er packt das Auto fertig, und erst als er als Letztes das Navigationsgerät einstellen will – der Schock: Wo ist der Rucksack?» Schwer bepackt verlassen sie das Wiener AKH. Bücher, Folder, Roll-up, Taschen, Rucksack – sie kommen vom Kongress für Body Psychotherapy und haben dort einen Informationsstand betreut. Beim Auto angelangt wird eingeladen. Was kommt wohin und wie soll alles geschlichtet werden. Irgendwann ist – so glauben sie ...
DICHTER INNENTEIL - Regina Trotz 12/2010 mehr lesen »»

Böse, bildungsferne Türken

Über Hans Rauschers ethnologischen Exkurs nach Yozgat

Seit Thilo Sarrazins Bestseller und Straches Stimmenzuwächsen in Wien erkennen auch die bürgerlichen Medien wieder Handlungsbedarf in Sachen Integration und erheben sich mit vorgeblicher Sachlichkeit über das Gutmenschentum. Sie stellen sich falsche Fragen und geben sich falsche Antworten. Hans Rauscher zum Beispiel brillierte kürzlich im «Standard» mit der Einsicht, dass die «Bildungsferne» türkischer Einwanderer «kulturell vererbt» w...

Selektives Come Home Movement

Fast alle Abschiebungen nach wie vor im Schatten medialer Aufmerksamkeit

Komani Come Home, dieser Imperativ ist in Österreich inzwischen sehr populär geworden. Speziell in der oberösterreichischen Stadt Steyr, wo die beiden in den Kosovo abgeschobenen Mädchen Daniella und Dorentina Komani lebten, hat der zivile Widerstand alle sozialen Schichten und alle politischen «Lager» erfasst: eine Art Stuttgarter Klima ist wahrzunehmen. Hier ist der Unternehmer Erich Schlagitweit zum Protagonisten der Heimholaktion geword...

"Seit Anfang an"

Walter Szabo bringt dem Augustin die Zeitung

article_1580_walter_120.jpg Dienstag, halb vier. Vor dem Verkaufsbüro der Straßenzeitung Augustin in der Reinprechtsdorfer Straße steigt wieder einmal die Spannung. Gleich wird sie da sein, die neue Ausgabe. Die freiwilligen Helfer, die sie auch heute von den Paletten im Hof heben und in die Stauräume des Büros bringen sollen, sind jedenfalls schon da. Ein gutes Dutzend, die drei Sozialarbeiter miteingerechnet.

Zusammenreissen

Ich bin verspannt. Rechts in meinem Nacken zieht es ganz fürchterlich, wenn ich meinen Kopf drehe. Ich habe meinen Schal vergessen, und das feuchtkalte Wetter und der Wind, der eisig durch die U-Bahn-Stationen pfeift, tragen nicht gerade zur Besserung meines Zustands bei. Ich steige in den überfüllten Wagon, in dem sich das wintertypisch unangenehme Mikroklima aus kalter Luft und dem Dampf, der aus aufgezippten und aufgeknöpften Winterjacken ...
DICHTER INNENTEIL - Hester Lukits 09/2010 mehr lesen »»

«Subtile Erotik»

Marianne Gruber tanzt in ihrem Fachgeschäft in der Ottakringer Straße Bauch. Sehenswert!

article_1573_mariannegruber_120.jpg Ottakringer Straße Nr. 96. Gewiss keine Adresse, die in Wien als bemerkenswert fein gilt. Bellissimas Orient-Palast. Gewiss kein Schriftzug, der die Laufkundschaft en masse ins Geschäft lockt. 100 Kilogramm auf 170 Zentimeter verteilt. Gewiss kein Körpermaß, das dem hiesigen Schönheitsideal zu 100 Prozent entspricht. In der Tat stellt Marianne Gruber mit ihrem Bauch einige Klischees auf den Kopf. Die 53-jährige Geschäftsfrau führt an der ...

«Asylwerber unglaubwürdig. Punkt»

Rechtsanwalt Binder: Im Asylverfahren trennt sich das Recht von der Gerechtigkeit

Die Routine, das Alltägliche ist eigentlich das Bösartige, sagt Rechtsanwalt Lennart Binder, der sich seit Jahrzehnten für Flüchtlinge und andere aussichtslose Fälle einsetzt. Seine große Enttäuschung betrifft das Verhalten des Verfassungsgerichtshofes.

Elf Jahre alt, und schon Ehesklavin

Outlaw Legends – Phoolan Devi, Banditin und Menschenrechtsaktivistin (1)

article_1565_phoolann_120.jpg Phoolan Devis genaues Geburtsjahr bleibt ein Geheimnis; Grund hierfür ist die lückenhafte Datenerfassung von Angehörigen niedriger Kasten in ihrer Heimatregion Uttar Pradesch/Indien. Ihr Todestag jedoch ist durch weltweite Pressemeldungen dokumentiert: Im Rahmen einer politischen Veranstaltung wurde sie am 25. 7. 2001 im öffentlichen Raum von Delhi erschossen. Anders war dieser Kämpferin für Frauenrechte offenbar nicht beizukommen.
TUN & LASSEN - Jakob Lediger 09/2010 mehr lesen »»

Theiss-Auen

Am Rand vom Städtchen, da fließt die Theiß. Dort ein schneller Fluss! Niemand weiß das besser als jemand, der versucht hat, gegen den Strom zu schwimmen.
DICHTER INNENTEIL - Magdalena Heinrich 09/2010 mehr lesen »»

Tiere lieben die Nacktheit!

GriechInnen in Wien – z. B. Manolis Schrank, Gänsehäufel

article_1559_griecheninwien_manolis_120.jpg Wer an Bademeister denkt, hat schnell braun gebrannte Gigolos mit sportiven Sonnenbrillen im Kopf, sommerliche Mutanten der Schilehrerzunft. Vereinzelt tragen sie, wie im St. Pöltner Freibad, auch schon Shirts mit der Aufschrift Security, große breite Schränke, bei denen in Zweifel zu ziehen ist, ob sie des Schwimmens und Rettens mächtig sind.

Hartgeld auf Knopfdruck

Ohne Schmach und Pein und in der Gegend Herum-Knien

article_1547_tun-bettlerautomat_120.jpg Einen Bettler-Automaten, nach einem Modell der Stadt Wien von 1927 gebaut, stellte der Künstler Johannes Heuer im Bezirksmuseum Floridsdorf aus – zwischen Schusterkugeln, zivilen Perkussionspistolen und mit Hakenkreuzen bestickten Taschentüchern.

Der Drahtesel als Packesel

Lastenfahrräder und Radanhänger kommen wieder in Mode

article_1538_lastenräder_120.jpg Lastenfahrräder waren lange Zeit nur noch bei der Post im großen Stile im Einsatz. Vereinzelt tauchten im Stadtbild noch Eisverkäufer oder Bäcker mit nicht motorisierten Transportvehikeln auf, doch es zeichnet sich eine Wende ab – das Fahrrad wird als Lastentransporter und Lastenschlepper wieder entdeckt.

Vom Sandler zum Clochard

Der "kriebaum" und der Augustin schmeißen die "Parkbank Stories" auf den Markt

article_1532_gustl_cover_120.jpg Arbeitsscheu? Ich nenne das optimaler Einsatz des Humankapitals in der Augustin-Redaktion (Vgl. Cover der Augustin-Ausgabe 277). An dieser Stelle gibt es somit kein exklusives Interview mit Thomas Kriebaum, dem Schöpfer des Gustl, anlässlich der Erscheinung der «Parkbank Stories», des Sammelheftes seiner Gustl-Strips der letzten fünf Jahre, sondern bloß den Abdruck des Vorworts.

Mein Leben ohne Geld

Heidemarie Schwermer ist eine Pilgerin in der Kostnix-Welt

article_1493_geldlosesleben©_120.jpg Heidemarie Schwermer lebt seit vierzehn Jahren ohne Geld. Wie die ehemalige Lehrerin und Psychotherapeutin Schritt für Schritt aus den bestehenden Strukturen ausstieg, beschrieb sie in ihrem Buch «Das Sterntalerexperiment». Als die Norddeutsche wieder einmal in Wien war, besuchte sie auch den Augustin, dessen kleiner Kostnix-Buchladen sie sofort begeisterte. Ein Augustin-Interview über Leben, Erfahrungen und Visionen einer Schwärmerin, die v...
TUN & LASSEN - Lorina Niederstätter 04/2010 mehr lesen »»

Besuchen Sie die Singlekocherei

Christas Sparküche

Im mittlerweile elften Jahr der Sparküche wurde es Zeit, das Konzept der Rubrik zu überdenken. Die wesentlichen – und hübsch einige unwesentliche, aber dennoch interessante – Grundzutaten und -vorgänge sind beschrieben, ein umfangreiches Repertoire an Rezepten angeboten. Die kommenden Texte werden daher einem veränderten Konzept folgen. In der Augustin-Rubrik Sparküche wird es vermehrt um übergeordnete Themen gehen, die bisher nur in ...

Ich schenk dir das Brautgeld

Der Film "Im Bazar der Geschlechter" macht mit der Institution Zeitehe bekannt

article_1486_bazardergeschlechter_120.jpg Die österreichisch-iranische Filmemacherin Sudabeh Mortezai im Gespräch über ihren neuen Film «Im Bazar der Geschlechter», in dem es um die Zeitehe, Mann-Frau-Beziehungen und Leben in einem repressiven System geht.

Sigmund Freud herzhaft gegen Bettelverbot!

"Die Frage der Laienanalyse"

In unserem Vaterlande herrscht von alters her ein wahrer furor prohibendi, eine Neigung zum Bevormunden, Eingreifen und Verbieten, die, wie wir alle wissen, nicht gerade gute Früchte getragen hat. Es scheint, dass es im neuen, republikanischen Österreich noch nicht viel anders geworden ist. (...) Ich meine, dass ein Überfluss von Verordnungen und Verboten der Autorität des Gesetzes schadet. Man kann beobachten: wo nur wenige Verbote bestehen,...

Weibliche Initiation – Die Kunst des Tanzes im Bett

article_1662_diekunstdestanzesimbett©_120.jpg In Sambia ist es Tradition, dass ältere Frauen der jüngeren Generation lernen, wie man kocht und putzt. Aber was noch wichtiger ist: Sie lernen ihnen, wie man Sex hat. Justine Sibomana durfte einer dieser sehr privaten Zeremonien beiwohnen. Aber sie hat sehr schnell gemerkt, dass nur Zuschauen keine Option war!
INSP - Justine Sibomana/Jorrit Meulenbeek 03/2010 mehr lesen »»

Malawi: Ein Tag im Leben eines Straßenmagazin-Verkäufers

article_1661_malawi_eintagimlebeneines_120.jpg Harton Banda weiß vermutlich nicht viel über Elisabethanische Literatur. Aber wenn er das täte, würde er sicherlich zustimmen, dass sein Leben alle Bestandteile für eine Tragödie à la Shakespeare lieferte - zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem vor 3 Monaten The Big Issue Malawi eine willkommene Unterbrechung hiervon brachte.
INSP - 03/2010 mehr lesen »»

Mit der Schere dazwischen gefahren

"Vorhernachher" – eine der Wertschätzung gewidmete Fotoausstellung

article_1480_vorhernachher_120.jpg Zu den Werbesujets der lächerlichen Sorte zählt jenes, das mit der Voher/Nachher-Masche operiert. Das erste Foto zeigt eine gut genährte Person, noch bevor sie dieses Diätmittel eingenommen oder jene Diätmethode angewandt hat. Die zweite Aufnahme zeigt das Model nach einer wundersamen Metamorphose, um einige Zentner erleichtert. Verwandlungen von Menschen kann Mehmet Emir, Fotokünstler und Sozialarbeiter beim Augustin, berufsbedingt ein paa...

Halb Kraut-Laden, halb Rapid-Shop

Die "Kraut-Elfi" vom Wiener Meiselmarkt

article_1475_elfirauscher_120.jpg Seit 15 Jahren hat Elfriede Rauscher ihr eigenes Geschäft im Wiener Meiselmarkt. Und schon seit Ewigkeiten ist die 63-jährige Verkäuferin Rapid-Fan.

Sie betteln und sie stehlen…

In Favoriten begegnen sich bei einem Sammelcontainer für Altkleider rumänische Jungs und eine Passantin. Es kommt zu einer nicht geplanten Übergabe.

Der Mann mit dem Messer

article_1467_monikakribusz_120.jpg Wie gefährlich ist der Wienerwald bei Nacht? Die Künstlerin Monika Kribusz gibt sich in einem Jahres-Experiment des Schlafens im Freien ihren unausweichlichen Phobien hin.

Ein See, der "blubb" macht

Gert Jonkes kleine Schwester Bella Ban ist eine große Künstlerin

article_1427_bellapan_120.jpg Bella Ban will luftige Textschachteln für Gert Jonke schaffen, arbeitet den Kärntner Nationalsozialismus ab und schafft neue Räume in Wortskizzen, Performances und Bildern. Das politisch-ästhetische Kunstprojekt „Cafe OM“ in Klagenfurt durchlebte sie mit Viktor Rogy, dem letzten Dadaisten Kärntens. Viktor Rogy starb 2004, Gert Jonke vor einem Jahr. Bella Pan im Augustin-Gespräch.

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