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Kategorie: Thema :: Leben Seite: 1 2

Soziale Arbeit als Geben & Nehmen

Sonja Hopfgartner bringt "Ganslwirt"-Erfahrungen in den Augustin ein

Donauabwärts, von Linz nach Wien. Biografisch folgte Sonja Hopfgartner der Stromrichtung. In anderen Belangen schwimmt sie gegen den Strom. Darum fühlt sie sich beim Augustin, wo sie seit 1. Mai dieses Jahres als Sozialarbeiterin tätig ist, gut aufgehoben. In einem selbst organisierten, nicht von der Gemeinde Wien ausgehaltenen und deshalb autonomen Projekt wie dem Augustin könne ein sozialarbeiterisches Konzept verwirklicht werden, das selb...

Sex am Rande

Die neue Augustin-Serie: Über die Grenzen von Lust & Liebe

Wie es amerikanische Bobos treiben, wissen wir seit „Sex and the City“. Doch die Wege von Lust & Liebe kennen keine Grenzen und führen manchmal an den Rand der Legalität, der Moral, der Gesellschaft. Oft mit psychosozialen Folgen für jene, die abseits des Mainstreams lieben. Johannes Wahala und Elisabeth Cinatl von der Sexualberatungsstelle Courage klären auf.
TUN & LASSEN - Anders Lust 06/2008 mehr lesen »»

Der Trauner Beitrag zu "68"

Maler, Dichter, Behindertenbetreuer: Der oberösterreichische Andreas Hofer

Die 68er-Revolte begann in einigen Ländern schon Ende der 50er Jahre, während sie in Österreich mit der landesüblichen Verspätung und mit der landesüblich reduzierten Wildheit in der zweiten Hälfte der 70er Jahre. Gemessen am Konformismus der MitbürgerInnen war der aus Traun stammende Künstler, Gesundheitsmanager und psychiatrische Krankenpfleger Andreas Hofer dennoch ein „wilder Hund“.

Betteln als Beruf?

Frauen mit Überlebenskompetenz und "Habitus des selbstbewussten Leidens"

Ist Betteln Arbeit? Oder gar ein Beruf, der spezifisches Wissen und kontinuierliches Lernen erfordert? Marion Thuswald sprach mit Bettlerinnen auf Wiens Straßen und entwickelte eine neue und ungewöhnliche Forschungsperspektive auf das Thema, die die Frauen nicht nur als passive Opfer ihrer sozialen Schieflage wahrnimmt.

Nestroyhof: Interview mit Erica Lindenstraus

Erica Lindenstraus ist eine Enkelin Anna Steins, die bis 1940 Besitzerin des Nestroyhofs war. Durch Arisierung kam die Industriellenfamilie Polsterer in Besitz des Gebäudes in der Praterstraße 34. Ein Rückstellungsverfahren an die Kinder Anna Steins konnten die Polsterers 1951 durch einen fragwürdigen Vergleich abwenden. In einem Exklusivinterview für den Augustin am 3. Jänner 2008 in New York sprach Erica Lindenstraus über ihre Großmutte...

Die verletzten Zusammenhänge

"Hanna und ich": Andrea Winkler und ihr neues Buch

Arme Närrchen im Selbstgespräch, eine stumme Hauptfigur, Sätze von rätselhafter Klarheit: Das poetische Universum der Schriftstellerin Andrea Winkler verführt und entzieht sich zugleich. Ihr neues Buch „Hanna und ich“ erzählt von einer immer unwirklicher werdenden Realität.

Panorama ist auch eine Art zu denken

Palästinenser, Beduinen oder Hirten, ganz klein am Horizont ...

Den Blick von weitem oder von oben auf bestimmte Menschen herab, die als Teil der Landschaft dargestellt werden, liebten europäische Panorama-Fotografen im 19. Jahrhundert in Palästina. Dem israelischen Künstler Tal Adler schauen seine Foto-Subjekte genau ins Auge. Dem Augustin erzählte er über seine Arbeit in den offiziell nicht anerkannten Beduinendörfern in Israel.

Ein suspekter Freund der Alliierten

Die Faszination des Sammelns (1)

Möglicherweise weiß niemand in Kanada, dass im vielleicht seltsamsten Privatmuseum Österreichs, der Sammlung Erwin Prauses im Weinviertler Dorf Kleinebersdorf, in einer speziellen Ausstellungseinheit ein junger kanadischer Soldat geehrt wird. Er saß in einem B24-Bomber der US Air Force, der am 12. März 1945 von einer deutschen Flak im nördlichen Weinviertel zum Absturz gebracht wurde. Das Pfeifenmundstück des Soldaten, die roten Socken, d...

Die "Mamsch" vom Slovan

Mit 80 als Zeugwartin am Heimplatz des FC SW Augustin

Beim Slovan HAC sorgen gleich drei Frauen für einen reibungslosen Spielbetrieb: Präsidentin Tatjana May, Vizepräsidentin und Kantineurin Jutta Burg und Zeugwartin Gertrude Friedrich. Letztere ist eine „Institution“ beim Verein und wurde nun mit dem silbernen Ehrenzeichen für ihre Verdienste um den Fußball ausgezeichnet. 40 Jahre Fußballplatz – das Porträt einer Frau.

Brausebäder, Lakritzengläser, Halskrawatten

Mit der geborgten Hasselblad flanierte R. Niedermeyer durch "mein Wien"

Zeugnisse eines Verlustprozesses, die Schauplätze vor ihrer Zu-Tode-Modernisierung, der Zustand vor dem Verlöschen der für wertlos erklärten städtischen „Altlasten“ vor dem Hintergrund der Angleichung der Weltstädte in der Ästhethik des Neoliberalismus – das Thema vergangener und zukünftiger Fotoreportagen im Augustin ist auch jenes von Ronnie Niedermeyer. Mit einer ausgeliehenen Hasselblad unterwegs, hat der Wienbeobachter die Suj...

"Das Glück liegt nicht in unserer Hand"

Ganze Familien notlanden beim Augustin – z. B. die Familie Boti

Treffpunkt Augustin-Vertrieb. Auf meine Begrüßung und die allgemein gehaltene Einstiegsfrage, wie es denn so gehe, eine traurige Antwort: „Wissen Sie, wir wollen uns nicht beklagen, auch wenn es viel Grund zur Klage gäbe, das kommt nicht gut an, nie.“ Ich frage nach. Die gegenübersitzende junge Frau erklärt mir aufgelöst, wie ihr vor ein paar Tagen bei Hofer die Geldbörse gestohlen wurde, selbstredend mitsamt dem Inhalt, 250 Euro und ...

Hermetische Seelenfinsternis

Phettbergiaden, dritter Teil

Hermes Phettbergs Schreiben ist Literatur, ohne Zweifel. Zugleich finden wir darin eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit, ja, der Wirklichkeit überhaupt, die jene Art der Fiktionalisierung, die Literatur üblicherweise leistet, verunmöglicht. Die unter dem Titel „Hundert Hennen“ versammelten Predigtdienste sind das Dokument eines neuen Existenzialismus, dessen Form der Selbstbeobachtung die Differenz zwischen Realität...

Guter Rausch braucht gute Stimmung

In eigener Sache: Warum die "Sparküche" temporär zur Hexenküche wird

Mit dem Kapitel über die Muskatnuss (Seite 23) verlässt Christa Neubauers traditionelle Augustin-Kolumne „Sparküche“ in den kommenden Ausgaben ihren gewohnten inhaltlichen Rahmen. Die Autorin erläutert ihren „Seitensprung“:

Das Lachen der Putzfrauen

Veronika Franz und Ulrich Seidl im Familienverband

Nach dem Erfolg von „Import Export“ bat der Augustin die beiden Hauptverantwortlichen Veronika Franz und Ulrich Seidl zu einem Gespräch über Menschenverachtung und Sozialpornografie, Demütigungen und Machtverhältnisse in der Sexualität sowie über die Liebe zum Osten.

Wegen Solidarität in den "Untergang"

Traumschiff, Zug und Straße – Stationen des Christian Meischl

In den letzten Monaten bekam Christian Meischl öfters zu hören, er sei wieder aufgeblüht. Die Talsohle, das Betteln in der Mariahilfer Straße, hat der ehemalige Kellner eines Haubenrestaurants durchschritten. Nun steht auf seinem Plan, wieder eine Wohnung zu finden und sich als Betroffener aktiv für die Armutsbekämpfung einzusetzen.

Wien oder Bratislava, das ist die Frage

Ein Rätsel für unsere Leser/innen

„Typisch Osteuropa“, unzählbar oft ist dieses Urteil zu hören, wenn Wessies sich in Budapest, Jena, Krakau, Belgrad, Bratislava aus den herausgeputzten und nach neoliberalistischer Art nivellierten historischen Zentren hinauswagen – dorthin, wohin keine touristischen Sehenswürdigkeiten bereit stehen, wo die berüchtigten „Arbeiterschließfächer“ (ddr-deutsch für Plattenbauten) von einem gescheiterten Großexperiment künden.

Die Würde des Irreseins

"Patiëntenvertegenwoordiging Uilenspiegel": Der Bund der Verrückten

MindFreedom, eine Bürgerbewegung für die Rechte psychisch Kranker, kommt über Amerika und Afrika langsam nach Europa. In Brüssel fand die erste kontinentaleuropäische Mad-Pride-Parade statt.
TUN & LASSEN - Klaus Federmair 11/2007 mehr lesen »»

Klub der Problem-Pinkler

Nach John Irving kriegt auch Thomas Bernhard sein Pissoir

Den Pissoirs im Haus der Volkshochschule Hietzing fehlten die üblichen Männerbotschaften an den Wänden. Wiener Häusl-Graffiti-Forscher wie Northoff und Siegl hassen solche Blanko-Flächen. Kein Wunder, dass die Männerklowände in „seinem“ Hause unberührt bleiben, sagt Robert Streibel, VHS-Leiter. Die institutionalisierte Erwachsenenbildung ziehe nämlich vor allem Frauen an. Vor einigen Wochen hat der Herr Direktor selber d...

Zwischen den Schaufensterpuppen

Vom Zeitschriftenabo- zum Straßenzeitungsverkäufer

Mit „die Kinder kommen nockert auf die Welt“ erklärt Augustinverkäufer Hans Edlmayr einem ihm bekannten Passanten, warum er schon wieder bei der Arbeit sei. Unmittelbar vorher begrüßte ihn dieser ältere Bekannte, indem er mit seinem Spazierstock gegen die Krücke von Hans klopfte. „Die Leute in der Mariahilfer Straße sehen mich nicht als den armen Behinderten, sondern als einen lebenslustigen Menschen“, so kommentiert der Untersche...

"Unter den Zwei Linden"

Toni Sudy, Wirt und Reiki-Meister

Betritt ein Gast das Wirtshaus am Schüttel 5 im 2. Bezirk, unweit der Franzensbrücke neben dem Donaukanal, befindet sich links der Stammtisch mit Leuten aus dem Gemeindebau. Sie sitzen fast täglich hier.

Der Engel aus dem Schacht

Ein Leben ohne Wohnung fordert ein Arrangement nach dem anderen

Rudolf Engel ist ein Augustinverkäufer, der in reger Interaktion mit seinen KundInnen steht. Er und sein Hund Gipsy geben den Menschen auf dem Weg zum Arbeitsplatz, der in den meisten Fällen ein Magistratsbüro ist, frühmorgens ein freundliches Wort und die Möglichkeit, ein Fell zu streicheln, mit. Im Gegenzug erhält der Kolporteur Geld- und Sachspenden und Informationen, die keine noch so aufwändige Medienanalyse ausspucken würde. Die Inf...

Seelsorge muss stören

Bischof Krenn ist Geschichte. Dem Pfarrer von Paudorf ist trotzdem nicht fad

In der Aschermittwochs-Messe hatte der Pfarrer den Offenen Brief an einen der reichsten österreichischen Steinbruchunternehmer und an einen der größten Grundbesitzer des Landes vorgelesen. Die Gläubigen hatten nicht Amen dazu gesagt, sondern heftig applaudiert. Für den Karfreitag und den Ostersonntag war die Fortsetzung dieser hierzulande nicht eben üblichen Fusion von Liturgie und Revolte, von Gottesdienst und Bürgerinitiative angesagt. D...

Punks, Symptom einer schizoiden Welt

Nichts tun darf man selbst am schönsten Platz der Stadt

Punks, soziologisch & sympathisierend von außen betrachtet, und Punks im O-Ton: Im Folgenden eine Kombination der beiden Darstellungsweisen der buntesten Außenseiter der Gesellschaft. Zu Beginn Punks aus wissenschaftlicher Sicht: Mit dem Buch "Bürgerschreck Punk. Lebenswelten einer unerwünschten Randgruppe" liegt ein Musterbeispiel vor, wie Zusammenhänge und Spaltungsmechanismen im Gesellschaftsgefüge durchschaut und dem Lesepublikum na...

Hinter mir die Sintflut

Wie Weiland Smoky verachtet auch Hans-Dieter das "Affentheater"

Bist du Lebenskünstler? Sandler? Weltstreicher? Clochard? Aussteiger? „Mia is des wuascht, wia ana sogt. Ich bin einer, der leben will. Ich steig ein ins Leben, drum bin ich eigentlich kein Aussteiger.“ Ein Gespräch mit Hans-Dieter, 56, der vor fünfeinhalb Jahren zum Augustin kam und einer der erfolgreichsten Kolporteure ist, –weil er beim Verkauf in den Beisln nicht weniger den Komödianten hervorkehrt als in der Theatergruppe des Augustin...

Der Sommer des Entgegenkommens

Als 1981 die FKK-Zone kam, war plötzlich das "Oben ohne"-Verbot obsolet

Über den Nimbus des Gänsehäufels, des größten Wiener Freibades. Über den Lebensreformer Florian Berndl, der wesentlich zum Nimbus beitrug. Über den Einzug der Nackten auf die Insel vor 25 Jahren. Über die kleinen Widerstände dagegen. Über die besten und schlechtesten Monate des Badebetriebs. Und über das Talent einer Zeitung, das richtige Thema zum falschen Zeitpunkt zu publizieren.

Rettet Fannys Grab

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (11): Währinger Friedhof

2006 –in Österreich feiern „wir“ das Mozartjahr. TausendeTouristInnen klappern die Mozart-Sehenswürdigkeiten ab. Das Mozartgrab im St. Marxer Friedhof gehört dazu, der als „der letzte erhaltene Biedermeier-Friedhof von Wien“ bekannt ist. Dass es in Wien einen zweiten, ebenso historisch wertvollen Friedhof aus dieser Zeit gibt, ist weder vielen Einheimischen noch den BesucherInnen bekannt. Es ist der Jüdische Friedhof in Währing.
VORSTADT - Lisa Berwald 10/2006 mehr lesen »»

Am Berndlhäufel

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (10): Im 100-jährigen (?) Bad

Bis zu 30.000 Personen bevölkern an den heißesten Tagen den zwei Kilometer langen Strand des Gänsehäufels. Nullthema für eine Rubrik, die sich den unbekannten Räumen Wiens widmet? So populär das Sommerbad ist, so vergessen ist sein Gründer. Ein Tipp für MenschenmassenflüchterInnen: Die Anlage bei Schlechtwetter zu besuchen (werktags ab 9, samstags und sonntags ab 8 Uhr) kann als Wallfahrt auf jene Insel zelebriert werden, auf der ein ge...

Serengeti für null Cents

Anton Klein, Ex-Kieberer und Lobaumuseumsdirektor, mag Gelsen eigentlich

Was hat die alte Vervielfältigungsmaschine, in den siebziger Jahren um 4.000 Schilling gekauft, mit der Lobau zu tun? Und der Film "Serengeti darf nicht sterben"? Und die geschlagenen Hussiten? Und der verschollene Hundsfisch? Und der begnadigte "Wilde"? Und die "Franzosenkugeln", die entweder für Franzosen gedacht waren oder von Franzosen verschossen wurden? Und der brasilianische Bischof und Befreiungstheologe Kräutler? Und der Plakatspruch ...

Bei den Eibensteinerinnen

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (7): Panozzalacke

Als wir im Mai noch ohne Arbeit waren, / versuchten wir es nicht mehr auf dem Bau; / wir packten uns zusammen, wie wir waren, / und bauten uns ein Zelt in der Lobau. / (...) Um Pfingsten hatten wir schon braune Rücken, / wir schwangen nackt im Gras den Schleuderball; / die Dämmerzeit mit ihren vielen Mücken / verbrachten wir im roten Reisigschwall ...

Wir sind unter euch

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (8): Stuwerviertel

Tschuschisches Selbstbewusstsein: Noch ist der Schriftzug „Kanak Attack“ auf einer Hauswand im Stuwerviertel keine Drohung, sondern ein Spiel mit der Drohung.

Rohr schlägt Rübe

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (6): "Sprachinsel" Hohenau

Zu Gast bei den Tutscheks, Swatschinas, Potmesils, Holys und Schubtschiks. Um zu hören, wie sie noch immer böhmakeln, besuchen Sie am besten das traditionelle Weinkellerfest am ersten Juliwochenende. Wer sich von den gängigen Kellergassenprospekten –laut diesen ist Hohenau kellerberglos –beirren lässt, ist selber schuld.

Kiosk under construction

Über Marktfahrer, höfliche Kunden und Hütchenspieler

Indische TextilverkäuferInnen wünschen sich Umkleidekabinen, Parkplätze für die Kunden und überhaupt mehr Geschäft. Der Brunnenmarkt in Wien Ottakring wird gerade großzügig umgebaut. Die Bauphase 1 soll bereits Ende Juni abgeschlossen sein. Ein Report aus Anlass des am 20. Mai startenden Kunstprojekts SOHO IN OTTAKRING, dessen heuriges Thema die Entwicklung des Straßenmarktes ist.

Notizen zur Ohrfeige

Darf man Machtausübende schlagen?

Wann immer Hubsi Kramar sich öffentlich an Hermann Schürrer erinnert, den vor 20 Jahren verstorbenen Wiener Boheme-Schriftsteller, ist von zwei biografischen und folgenreichen Ohrfeigen die Rede. Die eine empfing ein Polizist, die andere ein Repräsentant der vormundschaftlichen Psychiatrie. Als kürzlich eine der seltenen Hommagen an Schürrer angesagt war, kam neben Kramar und weiteren überlebenden Begleitern des „schwierigen“ Dichters auc...

Neugierig, was als Nächstes kommt ...

Eine Alliierte für erniedrigte soziale Gruppen: Verena Krausneker

Verena Krausneker ist ein Original. Kreative Sprachwissenschaftlerin. Selbstbewusste Aktivistin gegen Rassismus. Solidarische Kämpferin für Gehörlose. Original Wienerin mit originalem Stammbaum aus Ungarn, Slowenien, Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen. Dass die 33-Jährige heute in Wien lebt, ist vielleicht ihrer jüdischen Großmutter zuzuschreiben, die, vor den Nazis geflüchtet, später als Kommunistin nach Wien zurückkehrte, u...

Heit los i des Gschloda schdee

Stimmgewitter lehrte Deutschen das Wienerlied

40 Weiterbildungsgeneigte besuchten den zweistündigen intensiven Wienerliedkurs, darunter ein Drittel Piefke. Diese waren das primäre Zielpublikum der Veranstaltung im Rahmen des Aktionsradius Augarten-Projekts „"Ösis und Piefke".

"Es geht längst nicht mehr nur um Bäume"

Eva und Murat sind die HeldInnen von Margareten

Seit 6. Jänner hat eine ansässige Bürgerinitiative den Bacherpark im 5. Bezirk besetzt. Sie will den Bau einer so genannten "Volksgarage" unter dem Park verhindern, zu deren Errichtung die AnrainerInnen nie befragt worden sind. Wer bei beträchtlichen Minusgraden für seine Überzeugung in Zelten ausharrt, sorgt sogar bei einem selbstüberzeugten Bezirksvorsteher für Irritation.

Coming out des Müßiggangs

Dieter Schrage über die "Glücklichen Arbeitslosen"

In unserem Bericht von der Ersten Österreichischen Erwerbslosen-Konferenz wurde vermerkt, dass vor allem das Referat Dieter Schrages für Kontroversen sorgte. Der Kulturwissenschaftler trug seine Thesen zur Gruppe „"Die Glücklichen Arbeitslosen"“ vor. Im Folgenden die überarbeitete Fassung seines Vortrages. Über die heftigen Diskussionen nach diesem Vortrag will Dieter Schrage im nächsten Heft berichten.

Keine Minute Lohnarbeit

Branko Andric (1942–2005)

Branko Andric ist tot. Jener Branko Andric, dessen Augen noch vor neun Monaten von der Titelseite des Augustin schlau herunterlächelten. Als Headline hatten die Redakteure den Titel eines von Brankos Gedichten „"Mamin mali seksualnac“" gewählt, dessen deutsche Übersetzung „"Mamas kleiner Sexueller“" sich etwas holprig ausnahm, aber – –den Gesetzen des Sensationsjornalismus folgend – neugierig machte.

Ein Gespräch am Rande des Wiener Grundeinkommen-Kongresses

Die Würde des Willkommenseins

Der Unterschied war eklatant. Während der Mann bei der Schlussveranstaltung des Wiener Grundeinkommen-Kongresses von 180 Millionen BrasilianerInnen sprach, für die das Grundeinkommen geplant sei, erzählte die Frau von ihren zwei Enkelkindern, denen sie ein gutes Leben wünscht. Und natürlich redete der Mann fünfmal so lang wie die Frau. Mindestens. Der Augustin sprach während des Kongresses mit der Schweizer Theologin und Labyrinth-Denkerin...

Bucheckern

Christas Sparküche

Fünf Jahre habe ich mich an den Früchten der Buche (Fagus sylvatica, ein Buchengewächs) vorbeigeschwindelt, weil die Literatur über die Genießbarkeit der Bucheckern sehr unterschiedlich berichtete. Endlich habe ich für mich das Rätsel lösen können: Die Nusserln enthalten giftige Blausäure, die sich aber durch Erhitzen (Sieden, Darren, Rösten) in ungiftige Abbauprodukte verwandeln oder überhaupt entfernen lässt.

Das Schweigen der Jenischen.

Meister der Unauffälligkeit

Franz K., Gemeindebediensteter im niederösterreichischen Loosdorf, hatte sein Erweckungserlebnis als Jenischer im Urlaub in Oberitalien. Auf einem Straßenmarkt in einer Kleinstadt kam er mit einem italienischen Händler ins Gespräch. Erst nach einer Viertelstunde intensiver Verhandlungen und durchaus gelungener Kommunikation stellte Franz K. mit einigem Erstaunen fest, dass er ja kein Wort Italienisch könne und sein Gesprächspartner kein Deu...

Harald Krassnitzer als Augustin-Kolporteur

Die Erfahrung des Restlessens

Auch als Eintags-Augustin-Verkäufer hatte der Schauspieler Harald Krassnitzer Erfolg. Der drückte sich nicht in TV-Quoten, sondern in einem überdurchschnittlichen Zeitungsabsatz aus. Das Vorhaben, seine Popularität für eine PR-Aktion zugunsten der Straßenzeitung einzusetzen, geriet nebenbei zu einer „soziologischen“ Feldforschung über die Verbreitung des Nicht-in-die-Augen-schauen-Könnens. Alexandra Reisinger, Hubsi Kramer und Fotograf ...

Harald Krassnitzer als Augustin-Kolporteur (2)

Nach ganz fest kommt ganz lose

In der geplanten ORF-Fernsehserie „Der Winzerkönig“ wird er einmal mehr als Held zu bewundern sein. „Mit vollen Hosen ist gut stinken“, sagte sich Harald Krassnitzer und schlüpfte eines Abends in der Wiener Innenstadt in die Rolle des Augustinverkäufers. Der deftige Aphorismus bedeutet: Wer in der Öffentlichkeit steht, wird weniger überhört. Ein Mensch der Öffentlichkeit signalisierte öffentlich seine Sympathie für das Augustin-Proje...

Nicht schlucken und nicht ausspucken

Augustin auf Reisen: Die Drogen der BukaresterInnen

Zu Zeiten des rumänischen Staatskommunismus war die kulturelle Produktion recht groß. Heute werden in Bukarest Telenovelas geschaut und Manele gehört. Trotz auffällig kreativen Bettlern und jungen wilden Schriftstellern gibt es noch keine Straßenzeitung.

"Hundert geht sich aus"

Lokalmatador

Gerhard Reissner: Mit 85 noch fit wie ein Turnschuh. Sport wurde sein Lebenselixier.

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