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Kategorie: Thema :: Sozialwirtschaft Seite: 1

Wenn die Kameras verschwinden ...

Dass Haiti das ärmste Land ist, ist nur die halbe Wahrheit.

haiti.jpg Im Augenblick gebe Haiti eine »dramatische Story« im Fernsehen ab, sagte die in Miami lebende haitianische Schriftstellerin Edwidge Danticat, »aber wenn die Kameras verschwinden, blicken die Menschen wieder weg«. Ähnlich die Journalistin und Haiti-Expertin Amy Wilentz: Die Haitianer seien »nur beliebt, wenn sie sterben«. Tatsächlich lauten die gängigen Klischees, die von dem verarmten und zerstörten karibischen Nachbarland gepflegt werd...

Im Ballsaal tanzen noch die Reichen

Der Globalisierungskritiker Jean Ziegler im Augustin-Gespräch (Teil 2)

jeanziegler.jpg Die letzte Frage an den Menschenrechtsaktivisten und Globalisierungskritiker Jean Ziegler im ersten Teil des Augustin-Interviews (Ausgabe Nr. 266): Gibt es Staaten der so genannten Dritten Welt, die der Erste-Welt-Walze, die ökonomisch über sie drüberfährt, etwas entgegenzusetzen haben? Ziegler berichtete über die Zähmung der Konzerne durch die neue bolivianische Linksregierung. Afrikas Eliten könnten sich ein Beispiel an diesem Widerstand...
TUN & LASSEN - Andreas Kövary 01/2010 mehr lesen »»

Von den zerstörerischen Selbstheilungskräften des Marktes

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (2)

krise2.jpg Für unsere Serie zur Weltwirtschaftskrise haben wir uns zuletzt mit einem Banker in einem Beisl zu einem Interview getroffen. Nachdem er plötzlich weg war, sind wir mit Arbeitern am Nebentisch ins Gespräch gekommen. Uns hat der von ihnen erwähnte „französische Brauch“ interessiert, der den Abgang unseres Gesprächspartners offensichtlich beschleunigt hatte. Hier ihre Erklärung:

Von Goldeseln und Zombies

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (1)

Zu Beginn unserer Serie zur Weltwirtschaftskrise stellen wir die Frage, ob diese Krise bald vorüber sein wird, einem Experten. Bei unserem Zusammentreffen im Vorstadtbeisl überrascht uns der Fachmann mehrfach. Weder kommt er – wie wir uns klischeehaft vorgestellt haben – im Nadelstreif, noch überfordert er uns mit statistischem Material. Wir erhalten verständliche Antworten:

Wir sind klein, doch sind wir Opel

Der Versuch, ein (chauvinistisches) Wir-Gefühl in Zeiten der Finanzkrise heraufzubeschwören, muss zwangsläufig scheitern. Ich hab den Chefkommentar aus „Österreich“ herausgerissen und kann nun nirgends ein Erscheinungsdatum finden. Es wäre identisch mit einem Erleuchtungsdatum gewesen, denn die plötzliche Einsicht in die Jämmerlichkeit dessen, was sich österreichischer Journalismus nennt, empfand ich als eine Art profaner Erleuchtung...

Ein paar naive Fragen stellen ...

Die Krise kommt im Mai - IV

Der Künstler, Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel vertrat unlängst im Kulturjournal des ORF die Meinung, dass die Mehrheit der Künstler und Künstlerinnen selbst „Komplizen des Marktes" seien. Zudem hätten die meisten gar keine adäquate Ausbildung, um die komplexen Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems zu verstehen.

Die Krise als Chance?

Solidarische Ökonomie ist machbar: TIMESOZIAL

Auswege aus der sich immer weiter verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise können nur in grundlegenden Änderungen am Geld- und Wirtschaftssystem ansetzen – auf globaler, nationaler wie regionaler Ebene. Viele Lösungsansätze hat der Wiener Kongress „Solidarische Ökonomie“ – siehe Seite 18 – aufgezeigt. Dort hatte der Autor dieses Beitrags in mehreren Workshops ein Zeitbank-Experiment vorgestellt und auf die laufende Petition "N...
TUN & LASSEN - Tobias Plettenbacher 03/2009 mehr lesen »»

"Wir zahlen nicht für eure Krise!"

Am 28. März wird überall demonstriert. Sogar in Wien

Die schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle. Die Regierungen retten jedoch vorrangig die Verursacher: die Banken und die Reichen – mit unseren Steuergeldern. Dagegen gibt es nun Widerstand. Am 28. März wird in Wien und weltweit für eine soziale Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise demonstriert.

Der Klopapierrollentest

Keime einer "solidarischen Ökonomie" in unserem Alltag

Rund 400 TeilnehmerInnen werden zum Kongress „Solidarische Ökonomie“ erwartet, der erstmals in Wien stattfindet (20. bis 22. Februar 2009). Sie werden von realisierten, mutmachenden alternativen Lebens- und Wirtschaftsprojekten berichten, aber sie werden auch „spinnen“, hier positiv als Akt des utopischen Denkens verstanden. Aber ist tatsächlich alles so utopisch, wie es scheint? Die Welt ohne Geld zum Beispiel existiert bereits: Woran...
TUN & LASSEN - Nicole Lieger 02/2009 mehr lesen »»

2009 wird schaurig

Die an- und aufregendsten WWW-Adressen zum Begreifen der Krise

Wenn der Augsburger Unternehmerberater Egon W. Kreutzer in der Rubrik „Paukenschlag am Donnerstag“, dem Aushängeschild seiner Website, in eine Diskussion mit Albrecht Müller einsteigt, der mit den „Nachdenkseiten“ die wichtigste deutschsprachige Medienkritik im Internet betreibt, sitzt unsereins vor dem Schirm mit ambivalenter Faszination.

Erdöl macht das Leben teuer

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313.000 Menschen im Land können es sich nicht leisten, die Wohnung angemessen warm zu halten. Das sind vier Prozent der Wohnbevölkerung. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, wird diese Zahl im nächsten Jahr auf eine halbe Million Menschen ansteigen. Die Heiz- und Wohnkosten machen bei Haushalten mit weniger als 900 Euro bereits 36 Prozent des monatlich verfügbaren Gesamtbudgets aus. Je weiter das Einkommen sinkt, desto höher der Anteil.

"Da warten noch Hunderte"

Prekäre Arbeitsverhältnisse im Call-Center: Betroffene erzählen

Werner hatte mit Notstandshilfe und geringfügiger Beschäftigung zu wenig Geld zum Leben. Seither arbeitet er bis zu 68 Stunden in der Woche im Call-Center - je nach Arbeitsangebot. Krankheit oder Urlaubsbedürfnis sind in diesen Zeiträumen ein existenzielles Problem, weil sonst das Geld im nächsten Monat fehlt. Bei einem Stundenlohn zwischen 6 und 8 Euro Brutto mausert sich die Flexibilität zur Flexploitation.
TUN & LASSEN - Elisabeth Prinz 02/2007 mehr lesen »»

Die Sachzwangsvollstreckung

Beispiel Hohenau a. d. March: Wenn eine Region die letzte Fabrik verliert

Was geschieht mit der Seele einer Marktgemeinde, die nach der Schließung der Fabrik, mit der sie bisher symbiotisch verbunden schien, endgültig zur Pendlergemeinde geworden ist? Was hat Coca-Cola damit zu tun? Und was die Raiffeisengruppe? Ist gegen die „Sachzwänge“ Globalisierung und Liberalisierung kein Kraut gewachsen? Und warum sind die jungen Familien, die hochverschuldet in der Falle ihrer kreditierten Einfamilienhäuser sitzen, hunder...

Sechste Armutskonferenz zeigt auf: Armut ist vermeidbar

Mythen blockieren Herz und Hirn

Solange ökonomische Mythen wie "Jeder kann gewinnen, wenn er nur will", "Sozial ist nur, was Arbeit schafft" oder „"Soziales schadet der Wirtschaft"“ nicht vom Tisch sind, wird es zur keiner Verbesserung der Lebenssituation sozial Benachteiligter kommen. Auf der 6. Armutskonferenz stellten sich die fast 500 TeilnehmerInnen die Aufgabe, all die ökonomischen Märchen, die Menschen arm machen, zu entzaubern.

Von der Entzauberung neoliberaler Mythen

"Nulldefizit" und 28 andere Wirtschaftslügen

Als „Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen“ bezeichnet der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) sein neues Buch „"Mythen der Ökonomie"“. Dieses Semester gibt es auch eine gleichnamige Ringvorlesung an der Universität Wien. Keine Angst: Das Wissen können sich dort auch nichtuniversitäre Menschen abholen.

Schweinerei: Die am meisten haben, zahlen am wenigsten

Eine kleine Verteilungs-Geschichte

Niemand zahlt gerne Steuern. Der Skandal ist aber, dass jene, die am meisten haben, am wenigsten zahlen. „Fair steuern“ heißt die Kampagne für mehr Steuergerechtigkeit, die Attac –– halb Bewegung, halb Organisation, jedenfalls eine der außerparlamentarischen und weltweit vernetzten Widerstandsherde gegen die Zustände –– begonnen hat (www.attac.at). Fair steuern ist im Prinzip machbar, zeigt der folgende Attac-Beitrag.
TUN & LASSEN - Christian Felber 09/2005 mehr lesen »»

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