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Kategorie: Thema :: Sozialwirtschaft Seite: 1

Taschenspielertrick

eingSCHENKt

Wir öffnen die Archive des Schweigens. Zwei Zitate. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Folgendes gesagt: «Die finanziellen Probleme in der Eurozone sind gleichermaßen ein Ergebnis der steigenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte und auseinanderlaufender Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Kernländern der Eurozone und den sogenannten Peripheriestaaten.

Esel auf dem Eis

Raiffeisen im Osten verpatzt Rating der Republik

Im großen Geschrei der Medien über die Herabstufung der österreichischen Bonität durch Standard & Poor’s geht ziemlich unter, dass das Ostengagement der heimischen Banken – mit der Raiffeisen Bank International an der Spitze – für diese Entwicklung mit verantwortlich gemacht wird. Das ist das Ergebnis, wenn die von der genossenschaftlichen Basisorganisation über Aktiengesellschaften abgekoppelten Spitzen des Konzerns es vorziehen,...

«Forgotten Space»

Vom Siegeszug der Logistik

article_1886_skw_fs_01_120.jpg Niederlande / Österreich 2010, 112 Minuten
OmU / DF
Regie: Allan Sekula, Noël Burch
Mit: Nina Hagen (Erzählerin)
Produktion: dok.eye Film (Frank van Reemst & Joost Verheij), WildArt Film (Vincent Lucassen & Ebba Sinzinger)

Fällt der Milchgroschen?

Über Kuhbauernhöfe, die nicht mehr Raiffeisen-Betriebe beliefern

Milchgroschen wird der Produzentenmilchpreis genannt, der von den Molkereien an die Milchbäuerinnen und -bauern bezahlt wird. Von seiner Höhe hängt die Existenz der weiterhin zwar zurückgehenden, aber immer noch zahlreichen kleinen und mittleren Milchbauern und -bäuerinnen ab. Die einschlägigen Genossenschaften wurden ursprünglich gegründet, um den Milchproduzent_innen ein Einkommen zu sichern, mit dem sie auskommen können bzw. der zumin...

«Deutsche» Ironie der Krise

Griechenland: Autofahrer_innen reißen Mautstellen nieder

Griechische Autofahrer_innen weigern sich, die Mautgebühren zu bezahlen: Sie steigen einfach aus den Fahrzeugen, heben die Schranken mit der Hand hoch – oder zerstören die Mautstellen. Der deutsche Baukonzern Hochtief muss ein Millionen-Investment abschreiben.

«Weil ich kein Zocker bin»

14 NÖ-Gemeinden fühlen sich von Raiffeisen hineingelegt

Der Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Payerbach Eduard Rettenbacher erbte von seinem Vorgänger eine schwere Last: Devisenoptionsgeschäfte sollten die Zinslast der Schulden der Kommune erträglicher machen. Das Gegenteil trat ein. Geschäftspartner ist die Raiffeisenlandesbank Wien – Niederösterreich.


«Der kleine Augustin greift Raiffeisen-Riesen an»

TV-Sendereihe zur Artikelserie

Die Menschen beginnen zu durchschauen, dass die Banken nicht in erster Linie dazu da sind, um dem Einen beim Sparen zu helfen und dem Anderen das Geld vorzustrecken, das er für den Aufbau eines Unternehmens benötigt. Gerade weil diese Funktionen im Spektrum der meist spekulativen Bankenaktivitäten nur noch eine marginale Rolle spielen, ist die Finanzkrise ausgebrochen, die zur Krise des Systems, zur Krise der Demokratie wird. Dort, wo die mäc...

Was wir vom vermutlich massiven Vertrieb gefälschter Augustin-Auflagen halten

Eine Medien-Mitteilung des Augustin

Die Polizei bestätigte am Dienstag einen Bericht der «Niederösterreichischen Nachrichten» (NÖN), wonach in der Slowakei nicht nur Ausweise für Augustin-Verkäufer_innen, sondern auch die Zeitung selbst gefälscht werde. Ein slowakischer Staatsbürger, der vor der Billa-Filiale in Ebreichsdorf, Bezirk Baden, die gefälschten Augustin-Exemplare vertrieben hat, soll gestanden haben, dass der nachgemachte Augustin um zehn Cent pro Stück zu hab...

Gedanken zum «Wandertag»

Das Hanf-Verbot kann nicht funktionieren – es sei denn, Ausschließung ist erwünscht

Drogenprohibition ist vermutlich das quantitativ erfolgreichste Instrument, um «zuverlässigen» Nachschub für den sozialen Rand zu sichern. Zehntausende Menschen mit Vorstrafen nach Drogendelikten wären noch unbescholten (und «am Markt» entsprechend chancenreicher), wenn der Drogenkonsum nicht zu den Verbrechen zählte. Einmal mehr versucht eine NGO, die für die Legalisierung von Cannabis eintritt, mit einem Wiener «Hanf-Wandertag» am 1....

Auch Kleinvieh macht Mist

Die attraktive Villa mit Park – und ein mehr als unanständiges Angebot

In der Raiffeisenholding Niederösterreich-Wien ist ein wesentlicher Teil des Immobilienbesitzes des Giebelkreuzkonzerns gebunkert. Beispielsweise gehört das Leopoldstädter Ufer des Franz-Josef-Kai von der Holland- bis zur Jägerstraße bzw. von der Raiffeisenzentrale bis zum Uniqa-Tower zu ihrem Besitzstand. Die Immobiliendivision der Holding interessieren jedoch nicht nur große Fische; vielmehr streitet sie nach dem Motto, wonach auch Kleinv...

Ein Riese, nahezu steuerbefreit …

Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank?

Als wir uns darauf eingelassen haben, diese Serie über den Moloch Raiffeisen zu starten, rechneten wir naiv, wie wir sind, auf Feedback aus der Konzernzentrale in der Hollandstraße. Da sich als wirkungsvollstes Mittel in der Öffentlichkeitsarbeit das Totschweigen erwiesen hat, ist es jedoch weiter kein Wunder, dass die Serie des Augustin über die ganz normale Vorherrschaft des Konzerns mit dem Giebelkreuz über die österreichische Wirtschaft...

In der Zentrifuge

Paris und die Banlieues, aufgelodert 2005 in sozialer Wut aus einer Machtlosigkeit heraus, schienen so lange her…

Außerdem waren die damaligen Barrikaden und ausgebrannten Geschäfte und Autos, quer übers ganze Land verteilt, nur eine Vorhut der kommenden Kämpfe ohne Programm und Chancengleichheit. Dann kam 2007 – wenig überraschend, aus Amerika – die Wirtschaftskrise und die flächendeckende Plünderung der Staatskassen zur Rettung maroder Unternehmen.

Nur eine Null vor dem Komma

Raiffeisen steht dazu: Aufsichtsrat ist Männerrunde

Liebe Leserinnen, heute gibt es schlechte Nachrichten, sollten Sie einen Job in einer Vorstandsetage bei Raiffeisen anstreben: Sie sollten konservativ und vor allem ein Mann sein.


Macht haben macht gesund

Raiffeisen: wie der Alleinherrscher zu seinem Nachfolger kommt

Raiffeisen ist der größte Brocken, den Österreich wirtschaftlich zu bieten hat. Der Nummer eins im Bankensektor mit Spitzenstellungen im Versicherungs- und Immobilengeschäft, im Medienbereich und in zahllosen Industriesparten sowie mit einem De-facto-Monopol in der Landwirtschaft und vielen Teilen der Lebensmittelindustrie kann niemand das Wasser reichen. Was früher der Kaiser war, ist heute der Generalanwalt des Raiffeisenverbands: ein mit ...

Augustin 302 - 08/2011

Rettungsparodie namens «Rettungspaket»

article_1772_cover302_120.jpg Glauben wir den Hooligans des Neoliberalismus, dann ist es das griechische Volk, das Europa den Krieg erklärt hat. Jahrelang haben es sich die griechischen Pensionisten in Nizza und Kitzbühel gut gehen lassen, und jetzt weigern sie sich, den Gürtel enger zu schnallen, was ihnen so schwer doch nicht fallen dürfte, da sie es ohnedies gewohnt sind, mit weniger als 600 Euro auszukommen. Mit ihrer Weigerung, sich zu Tode zu sparen, attackieren die...

Maresi, Strabag und Kurier

Raiffeisen-Monopole, wohin man schaut – eine Zwischenbilanz - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 16)

Christian Konrad, als Generalanwalt des Raiffeisenverbands ranghöchster Giebelkreuzler, hat den Job als Obmann von «Unser Stephansdom», ein Lobbyverein für die Wiener Kathedrale, hingeschmissen.

Enten schleudern, Fischer ärgern

Raiffeisen hat überall die Hand drinnen - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 14)

In der Stadt der Kinderverzahrer und Taubenvergifter haben die Entenvertilger ebenfalls ein leichtes Leben. Was das mit Raiffeisen zu tun hat? – Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist gemeinsam mit der Wien Holding als Hälfteigentümer der beiden fünfmal täglich zwischen Wien und Bratislava (zum Normalpreis von 29 bzw. 31 Euro) verkehrenden Twin City Liner letztverantwortlich dafür, dass diese Schnellkatamarane die Fischbrut be...

Es gibt kein sanftes Mochovce

Hans-Dampf in allen (Energie-)Gassen - Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 13):

article_1718_tun-raiffeisen_120.jpg Namenswitze sind verboten, weil keiner etwas dafür kann, wie er heißt. Unabhängig davon lautet der wohl merkwürdigste Reim aus der Feder des Dramatikers Karl Schönherr («Der Weibsteufel») «Konridl-radl mit die dicken Wadl». Mit hundertprozentiger Sicherheit kann man davon ausgehen, dass Raiffeisengeneralanwalt Dr. Christian Konrad damit nicht gemeint war. Da diese Galionsfigur kraft ihrer Stellung für alle Konzernaktivitäten verantwort...

Mechanik der gegenseitigen Förderung

Der Agrarlandesrat als Spezies – Aspekte der Raiffeisen-Dominanz (12)

Über Lobbyismus wird in diesen Tagen viel geredet. Wie die Verbindungen Raiffeisen – Parlament funktionieren, wurde im Augustin bereits dargestellt. Mindestes genauso wichtig ist die Achse Landesregierungen/Landtage – Raiffeisen. Ein Streifzug durch die österreichischen Bundesländer zeigt: Giebelkreuz ist überall.

Ein Auto ist kein Maiskolben

Das PKW-Pickerl vom Lagerhaus – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 11)

Zum Erfolg im Geschäftsleben gehört, nichts auszulassen, was Marie einbringt. Nach diesem Grundsatz sind die Lagerhäuser im Rahmen der Raiffeisenorganisation unterwegs. Die Einrichtungen für das Landmaschinen-Service werden etwa genutzt, um auch kommunalen Unternehmen und Privatpersonen Reparaturen anzubieten. Einzelne Standorte verfügen sogar über Handelsverträge und agieren als Vertragswerkstätten einzelner Pkw-Marken.

Raiffeisenbahn Wien-Salzburg

Der lange Arm des Giebelkreuzes – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 10)

Der Raiffeisenkonzern stützt seine ökonomische Macht nicht nur auf eigene Aktivitäten in den Bereichen Finanzwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung von Agrarprodukten, umfassende Belieferung der Bauern mit Produktionsmitteln und der Landbevölkerung mit Bedarfsgütern aller Art. Er verfügt ferner direkt oder über seine Teilorganisationen über mehr als 1000 Beteiligungen, mit deren Hilfe das Giebelkreuz in allen wesentlichen Sektoren präs...

Fit & fett durch Osterweiterung

«Gruppenbesteuerung» ist Klassenkampf von oben – Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 8)

Zentral-, Osteuropa und Asien: An keinem Bankplatz fehlt das Giebelkreuz. Die Raiffeisen Bank International AG ist stolz auf eine einmalige Erfolgsgeschichte. Die wenigsten österreichischen Steuerzahler wissen, dass sie bei dieser Erfolgsgeschichte kräftig mithelfen dürfen. Das Stichwort ist «Gruppenbesteuerung».


Wie kommt die Milch ins Packerl?

Simulierte Wettbewerbssituation – Aspekte der Raiffeisendominanz (Teil 7)

article_1643_raiffeisen_7_120.jpg Der Raiffeisen-Konzern stützt sich neben seinen weit reichenden Beteiligungen in den Bereichen Nahrungsmittelindustrie, Versicherungen und Medien auf die Säulen der Dreifaltigkeit: erstens Geld, zweitens den an Landwirtschaft orientierten Warenhandel und drittens die Verarbeitung von Agrarprodukten. Die stärkste Position auf all diesen Gebieten nimmt das Giebelkreuz im Molkereiwesen ein.

Advent, Advent, der Aufstand pennt?

«Die Menschen reden wieder miteinander» – das ist die Lehre aus Stuttgart

article_1608_stuttgart2_120.jpg Am 11. Dezember wird der «zivile Ungehorsam», der in Stuttgart inzwischen allgemein als anständiges Gebaren gilt, einmal mehr die Form einer Großdemonstration annehmen. Die Schlichtungsgespräche zwischen GegnerInnen und BefürworterInnen des Bahnhofsprojekts hatten bewirkt, dass es in Stuttgart relativ ruhig war. Zudem hatte sich in den letzten Wochen die zivilgesellschaftliche Widerstandsenergie zum Atommülltransport nach Gorleben hin orie...
TUN & LASSEN - Tito Behr 11/2010 mehr lesen »»

Wenn die Kameras verschwinden ...

Dass Haiti das ärmste Land ist, ist nur die halbe Wahrheit.

article_1430_haiti_120.jpg Im Augenblick gebe Haiti eine »dramatische Story« im Fernsehen ab, sagte die in Miami lebende haitianische Schriftstellerin Edwidge Danticat, »aber wenn die Kameras verschwinden, blicken die Menschen wieder weg«. Ähnlich die Journalistin und Haiti-Expertin Amy Wilentz: Die Haitianer seien »nur beliebt, wenn sie sterben«. Tatsächlich lauten die gängigen Klischees, die von dem verarmten und zerstörten karibischen Nachbarland gepflegt werd...

Im Ballsaal tanzen noch die Reichen

Der Globalisierungskritiker Jean Ziegler im Augustin-Gespräch (Teil 2)

article_1425_jeanziegler_120.jpg Die letzte Frage an den Menschenrechtsaktivisten und Globalisierungskritiker Jean Ziegler im ersten Teil des Augustin-Interviews (Ausgabe Nr. 266): Gibt es Staaten der so genannten Dritten Welt, die der Erste-Welt-Walze, die ökonomisch über sie drüberfährt, etwas entgegenzusetzen haben? Ziegler berichtete über die Zähmung der Konzerne durch die neue bolivianische Linksregierung. Afrikas Eliten könnten sich ein Beispiel an diesem Widerstand...
TUN & LASSEN - Andreas Kövary 01/2010 mehr lesen »»

Von den zerstörerischen Selbstheilungskräften des Marktes

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (2)

article_1405_krise2_120.jpg Für unsere Serie zur Weltwirtschaftskrise haben wir uns zuletzt mit einem Banker in einem Beisl zu einem Interview getroffen. Nachdem er plötzlich weg war, sind wir mit Arbeitern am Nebentisch ins Gespräch gekommen. Uns hat der von ihnen erwähnte „französische Brauch“ interessiert, der den Abgang unseres Gesprächspartners offensichtlich beschleunigt hatte. Hier ihre Erklärung:

Von Goldeseln und Zombies

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (1)

Zu Beginn unserer Serie zur Weltwirtschaftskrise stellen wir die Frage, ob diese Krise bald vorüber sein wird, einem Experten. Bei unserem Zusammentreffen im Vorstadtbeisl überrascht uns der Fachmann mehrfach. Weder kommt er – wie wir uns klischeehaft vorgestellt haben – im Nadelstreif, noch überfordert er uns mit statistischem Material. Wir erhalten verständliche Antworten:

Wir sind klein, doch sind wir Opel

Der Versuch, ein (chauvinistisches) Wir-Gefühl in Zeiten der Finanzkrise heraufzubeschwören, muss zwangsläufig scheitern. Ich hab den Chefkommentar aus „Österreich“ herausgerissen und kann nun nirgends ein Erscheinungsdatum finden. Es wäre identisch mit einem Erleuchtungsdatum gewesen, denn die plötzliche Einsicht in die Jämmerlichkeit dessen, was sich österreichischer Journalismus nennt, empfand ich als eine Art profaner Erleuchtung...

Ein paar naive Fragen stellen ...

Die Krise kommt im Mai - IV

Der Künstler, Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel vertrat unlängst im Kulturjournal des ORF die Meinung, dass die Mehrheit der Künstler und Künstlerinnen selbst „Komplizen des Marktes" seien. Zudem hätten die meisten gar keine adäquate Ausbildung, um die komplexen Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems zu verstehen. ...

Die Krise als Chance?

Solidarische Ökonomie ist machbar: TIMESOZIAL

Auswege aus der sich immer weiter verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise können nur in grundlegenden Änderungen am Geld- und Wirtschaftssystem ansetzen – auf globaler, nationaler wie regionaler Ebene. Viele Lösungsansätze hat der Wiener Kongress „Solidarische Ökonomie“ – siehe Seite 18 – aufgezeigt. Dort hatte der Autor dieses Beitrags in mehreren Workshops ein Zeitbank-Experiment vorgestellt und auf die laufende Petition "N...
TUN & LASSEN - Tobias Plettenbacher 03/2009 mehr lesen »»

"Wir zahlen nicht für eure Krise!"

Am 28. März wird überall demonstriert. Sogar in Wien

Die schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle. Die Regierungen retten jedoch vorrangig die Verursacher: die Banken und die Reichen – mit unseren Steuergeldern. Dagegen gibt es nun Widerstand. Am 28. März wird in Wien und weltweit für eine soziale Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise demonstriert. ...

Der Klopapierrollentest

Keime einer "solidarischen Ökonomie" in unserem Alltag

Rund 400 TeilnehmerInnen werden zum Kongress „Solidarische Ökonomie“ erwartet, der erstmals in Wien stattfindet (20. bis 22. Februar 2009). Sie werden von realisierten, mutmachenden alternativen Lebens- und Wirtschaftsprojekten berichten, aber sie werden auch „spinnen“, hier positiv als Akt des utopischen Denkens verstanden. Aber ist tatsächlich alles so utopisch, wie es scheint? Die Welt ohne Geld zum Beispiel existiert bereits: Woran...
TUN & LASSEN - Nicole Lieger 02/2009 mehr lesen »»

2009 wird schaurig

Die an- und aufregendsten WWW-Adressen zum Begreifen der Krise

Wenn der Augsburger Unternehmerberater Egon W. Kreutzer in der Rubrik „Paukenschlag am Donnerstag“, dem Aushängeschild seiner Website, in eine Diskussion mit Albrecht Müller einsteigt, der mit den „Nachdenkseiten“ die wichtigste deutschsprachige Medienkritik im Internet betreibt, sitzt unsereins vor dem Schirm mit ambivalenter Faszination. ...

Erdöl macht das Leben teuer

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313.000 Menschen im Land können es sich nicht leisten, die Wohnung angemessen warm zu halten. Das sind vier Prozent der Wohnbevölkerung. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, wird diese Zahl im nächsten Jahr auf eine halbe Million Menschen ansteigen. Die Heiz- und Wohnkosten machen bei Haushalten mit weniger als 900 Euro bereits 36 Prozent des monatlich verfügbaren Gesamtbudgets aus. Je weiter das Einkommen sinkt, desto höher der Anteil.

"Da warten noch Hunderte"

Prekäre Arbeitsverhältnisse im Call-Center: Betroffene erzählen

Werner hatte mit Notstandshilfe und geringfügiger Beschäftigung zu wenig Geld zum Leben. Seither arbeitet er bis zu 68 Stunden in der Woche im Call-Center - je nach Arbeitsangebot. Krankheit oder Urlaubsbedürfnis sind in diesen Zeiträumen ein existenzielles Problem, weil sonst das Geld im nächsten Monat fehlt. Bei einem Stundenlohn zwischen 6 und 8 Euro Brutto mausert sich die Flexibilität zur Flexploitation.
TUN & LASSEN - Elisabeth Prinz 02/2007 mehr lesen »»

Die Sachzwangsvollstreckung

Beispiel Hohenau a. d. March: Wenn eine Region die letzte Fabrik verliert

Was geschieht mit der Seele einer Marktgemeinde, die nach der Schließung der Fabrik, mit der sie bisher symbiotisch verbunden schien, endgültig zur Pendlergemeinde geworden ist? Was hat Coca-Cola damit zu tun? Und was die Raiffeisengruppe? Ist gegen die „Sachzwänge“ Globalisierung und Liberalisierung kein Kraut gewachsen? Und warum sind die jungen Familien, die hochverschuldet in der Falle ihrer kreditierten Einfamilienhäuser sitzen, hunder...

Sechste Armutskonferenz zeigt auf: Armut ist vermeidbar

Mythen blockieren Herz und Hirn

Solange ökonomische Mythen wie "Jeder kann gewinnen, wenn er nur will", "Sozial ist nur, was Arbeit schafft" oder „"Soziales schadet der Wirtschaft"“ nicht vom Tisch sind, wird es zur keiner Verbesserung der Lebenssituation sozial Benachteiligter kommen. Auf der 6. Armutskonferenz stellten sich die fast 500 TeilnehmerInnen die Aufgabe, all die ökonomischen Märchen, die Menschen arm machen, zu entzaubern.

Von der Entzauberung neoliberaler Mythen

"Nulldefizit" und 28 andere Wirtschaftslügen

Als „Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen“ bezeichnet der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) sein neues Buch „"Mythen der Ökonomie"“. Dieses Semester gibt es auch eine gleichnamige Ringvorlesung an der Universität Wien. Keine Angst: Das Wissen können sich dort auch nichtuniversitäre Menschen abholen.

Schweinerei: Die am meisten haben, zahlen am wenigsten

Eine kleine Verteilungs-Geschichte

Niemand zahlt gerne Steuern. Der Skandal ist aber, dass jene, die am meisten haben, am wenigsten zahlen. „Fair steuern“ heißt die Kampagne für mehr Steuergerechtigkeit, die Attac –– halb Bewegung, halb Organisation, jedenfalls eine der außerparlamentarischen und weltweit vernetzten Widerstandsherde gegen die Zustände –– begonnen hat (www.attac.at). Fair steuern ist im Prinzip machbar, zeigt der folgende Attac-Beitrag.
TUN & LASSEN - Christian Felber 09/2005 mehr lesen »»

Aktuelle Ausgabe

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