ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Thema :: Menschenrecht Seite: 1 2

Hocknstad

Ich teile die Leute nur noch ein in Stade und in Hocknstade. Die Stad’n haben eine Arbeit, aber sie halten die Pappen. Die Hock’nstadn haben keine Arbeit, aber sie halten auch die Pappen. Also, wo ist da der Unterschied?
Man hat es nicht leicht als Hocknstader, aber leicht hat es einen. Das AMS hat keine Hockn für mich, aber ich soll ihnen die Hockn abnehmen und mir selbst eine Hockn suchen.

Kampf dem Qualitätsjournalismus

Rauschers "Wir" und Szemelikers "Alle"

Wenn ich an Samstagen den „Standard“ aus einer öffentliche Tasche fladere, und wenn ich dann auch noch Zeit habe, ihn durchzulesen, durchzuckt mich jedes Mal ein wie von Karl Kraus gesandter Imperativ: Kontrolliert die MeinungsmacherInnen! An Ideen dazu mangelt´s ja nicht: wir könnten diesen Blog als Raum für Medienbeobachtung und für die Auseinandersetzung mit den alltäglichen Lügen der Medien nutzen; wir könnten eine ständige Rubrik im Augustin...

Hausherr is watching you

Wien hat den elektronischen Blockwart erfunden

Eine Volksbefragung „Wollt ihr die Video-Überwachung der Ausländer in den Gemeindebauten?“ ist ebenso sinnvoll, das Ergebnis ebenso vorhersehbar wie eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe. Der Unterschied: Die Videoüberwachung von Müllräumen in Wiener Gemeindebauten gibt es wirklich, angeblich weil es das Mieter-Volk begehrt.

„Kein Bettler nimmt uns etwas weg“

Editorial

Was ist der Unterschied zwischen einer als seriös geltenden Tageszeitung und eines täglich mit vielfach größerer Auflage erscheinenden Revolverblatts? Die Distanz bzw. Nähe zum Superlativ. „Ruf nach Bettelverbot wird laut“, titelt das Großformat „Die Presse“. „Ruf nach Bettelverbot wird lauter“, informiert das Kleinformat „Kronenzeitung“. Die vornehme Zurückhaltung der ersteren Version widerspiegelt die Beherrschtheit des Bildungsbürgertums, aber...

"Was kriegst du?" "Ka Luft!"

Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire verkauft seit 2002 den Augustin

Soziologisch betrachtet ist die „Berufsgruppe“ der AugustinverkäuferInnen ein Wunder der Divergenz, eine Vielfaltsverdichtung, wie sie sonst nirgends vorstellbar ist. Das Spektrum reicht vom Analphabeten bis zum Akademiker. Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire, bei uns als Elfenbeinküste bekannt, kommt mit dieser Situation gut zurecht. Dass zugewanderte Intellektuelle wie er im reichen Europa „Sandlerzeitungen“ verkaufen müssen, um zu überl...

Darf ich ihnen noch einen Toten anbieten?

Arbeitsjournal eines Theaterexperiments, Teil 5

Am 4.2.1995 wurden vier Männer ermordet, weil sie Roma waren. Eine Sprengfalle, wenige Meter von der Oberwarter Romasiedlung entfernt, tötete Karl und Erwin Horvath, Peter Sarközy und Josef Simon. Mit der Inszenierung von Elfriede Jelineks „"Stecken, Stab und Stangl“" möchte ein interkulturelles Ensemble unter der Leitung von Tina Leisch an dieses Attentat erinnern.

Der letzte Sommer der freien Liebe (1)

Tu, felix Austria, nube!

Wer möchte nicht gerne manchmal das Herz schweifen lassen, unerwarteter als ein Komet auftauchen und einem ganz fremden Menschen ein großes Glück in den Schoß werfen? Ein Geliebtwerden oder eine Aufenthaltserlaubnis z. B.? Doch die Novellierung des Fremdengesetzes möchte das bestrafen. Verbandeln darf man sich nur, mit wem man wohnt und beiwohnt. Wer möchte sich so was verbieten lassen?

Österreich ist ein Auswanderungsland (1)

"Leck meine Stiefel, Sklave!"

Wer Mensch geblieben ist in diesen rohen Zeiten, erlebt Momente, in denen er seine Sachen packen und auswandern möchte, wenn ihm menschlichere Zonen auf diesem Planeten einfielen. Doch der Herr Dr. Bukasa bleibt ja auch in Wien –– und warum sollte man ihn allein zurücklassen in dieser Stadt, die „Fremden“ zunehmend Furcht bereitet und die letzten Reste ihrer Gastfreundschaft zu verlieren scheint ...

Afrikaner als Informationsquelle "nur eingeschränkt relevant"

Besten Gruß, Peter Rabl

Der einzige „mildernde Umstand“, der zugunsten des KURIER und seines Chefredakteurs konstruiert werden könnte, ist der Fakt, dass auch andere Medien Null Interesse an dem Überfall auf den schwarzen Menschenrechtsaktivsten Dr. Bukasa zeigten. Als erschwerend muss dagegen der Zynismusgehalt des Schreibens bewertet werden, mit dem Peter Rabl sein Versagen legitimiert und seine Kritiker zu „Extremisten“ erklärt. Aber der Reihe nach:

Verrohte Uniformierte

Die Sprache der amtlichen Handschellen ist derb, aber deutlich

Der Augustin ist längst (auch) zur Westerweiterung der osteuropäischen VerliererInnengemeinschaft geworden. Jozef Katona ist einer der zahlreichen slowakischen VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung (viele davon sind Roma). Wir kennen Jozef also und wissen, dass seine Geschichte nicht erfunden ist. Es ist eine schreckliche Geschichte, die zeigt, wie weit die Verrohung in unserem Land gediehen ist, wenn es um Armuts-MigrantInnen geht. Wir würden...

Theater vor Überwachungskameras: Big Brother reizen

Surveillance Camera Players

Videoüberwachungssysteme zum Zweck der "allgemeinen Sicherheit" sind längst keine Randerscheinung mehr. Bahnhöfe, U-Bahnstationen und Plätze werden überwacht. Nicht nur im fernen Amerika, auch immer mehr in Europa. Aber wo führt das hin? Wird es in Zukunft überall Kameras geben müssen, wenn uns nicht bald was Besseres einfällt? In Großbritannien sind einige dieser Überwachungssysteme mit einer Art Erkennungsprogramm ausgestattet, sodaß PassantInn...

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