Ein paar Fragen an Adolf Holl ...
... über Klappentexte, Befreiungstheologie, Gott, Strache und türkische Hendlgrammel
„Wie gründe ich eine Religion“ ist Ihr bisher letztes Buch. Das wievielte?
Das dreißigste. Von Jesus heißt es: „... der dreiunddreißig Jahr im Fleisch gehorsam war.“ Also werde ich wahrscheinlich noch drei weitere Bücher schreiben.
Im Klappentext des Buches werden Sie zweimal als „großer Freigeist“ bezeichnet. Sehen Sie sich als solchen?
Klappentexte sind dumm. J. P. Sartre meinte, dass einem immer ie ander...
Zwei Frauen und die Kunst des Denkens
Philosophie, buchstäblich
Als klassische Tradition männlichen Denkens wurde der guten, alten Philosophie Jahrhunderte lang gefrönt. Gemeinhin warf man mit –– für Laien –– rätselhaften Fachbegriffen um sich und kredenzte lebensferne Lehrgebäude. Eine elitäre Tätigkeit, der heute beinahe ausschließlich an Universitäten nachgegangen wird und also nur wenigen Verwegenen bis Hochverehrten vorenthalten ist. Mit ihrer Philosophischen Werkstatt und Ateliergalerie Â...
Der Theologe und Schriftsteller Adolf Holl im Augustin-Gespräch
Jenseits der Pfarrhofsjause
Neben dem „Schmerzensmann“ Jesus gibt es auch den ironischen, lachenden. Das ist keine Erfindung des eben 75 Jahre alt gewordenen Adolf Holl, sondern das Christusbild eines in Oberägypten entdeckten frühchristlichen Textes. Der Wiener Theologe und Schriftsteller, dem 1976 das Priesteramt entzogen wurde, erzählte dem Augustin, wieso die nichts ernst nehmenden Nonkonformisten, die er in seinem jüngsten Buch „"Der lachende Christus"“ (Zsolna...