Wir betreuen nicht. Wir stärken.
Was im Amerlinghaus abläuft: Was in 2 Sätzen nicht zu erklären ist
Eine der lebendigsten Wiener Ecken des subkulturellen Lebens ist in einem inzwischen alles andere als subkulturellem Grätzl zu entdecken. Umgeben von „teurem Pflaster“, hippen Lokalen, unschmuddeligen Galerien und für Wohlhabende sanierten Wohnungen hinter musealen Fassaden pulsiert eine „Brutstätte“ sozialer und politischer Projekte. Ohne das Amerlinghaus hätte die Laientheatergruppe des Augustin ungünstigere Wachstumsbedingungen vorgefunden; oh...
Einfahrer Unterschrift
Nachrichten aus der Schuldenfalle (2)
Viele Arbeitslose suchen ihr Erwerbsglück in der Selbständigkeit. Das ist wahrscheinlich richtig. Was sie allerdings nicht ahnen können, ist, dass sie von einem Tag auf den anderen schutzlos sind. Vor allem gegenüber raffinierten Fallenstellern.
"Da warten noch Hunderte"
Prekäre Arbeitsverhältnisse im Call-Center: Betroffene erzählen
Werner hatte mit Notstandshilfe und geringfügiger Beschäftigung zu wenig Geld zum Leben. Seither arbeitet er bis zu 68 Stunden in der Woche im Call-Center - je nach Arbeitsangebot. Krankheit oder Urlaubsbedürfnis sind in diesen Zeiträumen ein existenzielles Problem, weil sonst das Geld im nächsten Monat fehlt. Bei einem Stundenlohn zwischen 6 und 8 Euro Brutto mausert sich die Flexibilität zur Flexploitation.
Kolonialware Mädchen
Es ist keine Lösung, wenn Dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss ...
Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.
Die Nordsee und die neue Regierung
Wiener Ausfahrten
Anfang Februar 2007 saßen Groll und der Dozent in einer Nordsee-Filiale. Die beiden waren in das Studium von Zeitungen vertieft. Vor Groll lag ein Holzbrett, auf dem sich ein geöffnetes Schweizermesser und ein Stück Schinkenspeck von der Fleischerei Wild aus Gaweinstal im Weinviertel befanden. Hin und wieder schnitt er ein paar Stücke ab und schob dem Dozenten ein paar Scheibchen zu, die dieser mit einem wohlwollenden Nicken entgegennahm. Groll s...
Europa ist nicht rosig
Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...
Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.
„Siechtum wird fortgesetzt“
„Steuerinitiative“ für gerechtere Verteilung des Reichtums beobachtet ÖGB von innen:
Die Gründungsmitglieder der überfraktionellen „Steuerinitiative“ im ÖGB sind Funktionäre aus unterschiedlichen Gewerkschaften und Fraktionen des ÖGB. Ihr gemeinsamer Nenner: Sie halten eine Änderung des Steuersystems für das zentrale Mittel, um eine gerechtere Verteilung des gesamtwirtschaftlichen Reichtums in unserer Gesellschaft zu erwirken. Ihrer Website www.steuerini.at entnehmen wir den enttäuschten Kommentar zum vergangenen ÖGB-Kongress – u...
Mein Vorwurf, mein Nachwurf. Meine Tochter?
Fremde Mutter - Tagebuch einer pflegenden Annäherung (3)
Meine Mutter wird nun schon seit einem dreiviertel Jahr von mir und meinem Mann betreut. Wir haben nicht wirklich gewusst, worauf wir uns da einlassen. Mutter ist von Berlin nach Wien übersiedelt, und niemand hatte uns gesagt, wie schwer demenzkrank sie ist. Nun lebt die fremde Frau, die ich seit Jahrzehnten nur von Besuchen kenne, in unserer Wohnung in Wien und an den Wochenenden in unserem Häuschen im Waldviertel. Langsam entsteht eine Beziehun...
Yeah Yeah Yeah
Musikarbeiter unterwegs – mit Jonas Goldbaum zum zweiten Album
2004 legten die Wahlwiener ihr Albumdebüt vor. Dieser Tage erscheint mit „Unsere Welt braucht dich“ der Nachfolger.
Karl Kraus, der Austrofaschist?
Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus, Teil 23
„Jetzt wissen wir aber auch, dass von der Natur Vernachlässigte wegen ihrer Missgestalt glühenden Hass auf alle Menschen werfen und, in ihrer Feigheit zu keinem anderen Verbrechen als der Heuchelei fähig, die Rolle eines ethischen Erziehers spielen.“
Felix Salten über Karl Kraus, 1934
Über die Schliessungen eines Musiklokals und einer Mülldeponie
Die Grillgasse, ein Zentrum des Absurden Theaters
Das nicht kommerzielle kleine Kulturzentrum „Movimento“ wurde aus finanziellen Gründen gerichtlich geschlossen. Von Anfang an stieß es bei den AnrainerInnen und der lokalen Politik auf wenig Gegenliebe, verkehrten dort doch auch Punks und so genannte Oi!-Skinheads, die sich explizit gegen die neonazistisch geprägten Skinheads positionieren.
Liedermacherinnen (noch) in der „Vorstadt“
Der Song in der weiblichen Form
Als Vorprogramm zum Internationalen Frauentag am 8. März wird in Wien Künstlerinnen aus dem Bereich Singer/Songwriting eine genderspezifisch ausgewiesene konzertante Plattform geboten. Etwas spät, aber immerhin. Der elektronische Musikbereich war diesbezüglich - was in der VorreiterInnenrolle der elektronischen Kunstsache liegen dürfte – um Lichtjahre voraus.