Ein Klick macht niemanden satt
Facebook-Aktivitäten als Scheinhandlungen
Eine Drittelmillion virtueller Kerzen von Facebook-UserInnen für Haiti: eine gewaltige Zahl, hinter der die nüchterne Tatsache des Null-Effekts verborgen bleibt. 30.000 Mitglieder in der Facebook-Gruppe der Audimax-BesetzerInnen, doch bei der Räumung der Polizei sind gerade einmal 15 Studis anwesend – die meisten davon vielleicht gar keine Facebookfans. Ein Missverhältnis, das eine(n) dazu bewegen kann, die Bedeutung des so genannten Social...
Nur rechtsdrehender Walzer gestattet

Ein «Wasgehtmichdasan« geht nicht mehr. Ein neutrales «Wissenwireh: Linke gegen Rechte, das ist Uni-Folklore» ist Wahrnehmungsverweigerung. Wenn in Wien niemand mehr gegen den WKR-Ball demonstrieren würde, hätten die Hassprediger, die Holocaust-Verharmloser und die Straches aller europäischen Rechtsaußenparteien gesiegt, die sich alljährlich in diesem Hofburg(!)-Event versammeln. Halb haben sie schon gesiegt: Die Polizei hat die Demo geg...
Warum wir auf die Strasse gehen
Über einen weiteren Versuch, "positiven Boulevardjournalismus" zu betreiben
Zum «Morgen», der Wochenzeitung der AudimaxistInnen, wie sich die BesetzerInnen des Audimax der Wiener Universität augenzwinkernd nennen, muss man den ZeitungsmacherInnen gratulieren. Der Verzicht auf akademisch-intellektuellen Schreibstil macht es möglich, das Anliegen der «Schlafsack-Revolution» auch der nichtstudentischen Bevölkerung zu erklären. Also neben dem Augustin noch eine Zeitung mit dem Anspruch, «positiven Boulevardjournali...
Schwierige Strukturen für Freie Medien
Wie offen ist der Zugang zu Meinungsbildungsprozessen?
Der Universitätsprofessor Friedrich Hausjell verrät im Augustin-Gespräch, warum Freie Medien Ausbildungsstätten für den Nachwuchsjournalismus sind und wieso MigrantInnen in österreichischen Redaktionen noch zu den Randerscheinungen gehören.