Sozialarbeit in der Quotenfalle
Wiener Jobmesse am 10. Juni im Zeichen der Krise der staatlichen Arbeitsmarktpolitik
Warum das AMS heuer seine KlientInnen nicht mehr – unter Androhung von Sanktionen – zur Jobmesse schicken darf. Und warum die Sozialarbeit sich immer mehr zum Kasperl machen lässt, der wider besseres Wissen den Mythos aufrechterhält, Ex-Häftlingen, Ex-Alkis, Ex-Junkies, Ex-Sandlern oder Behinderten stehe der reguläre Arbeitsmarkt offen.
"Willst du mit mir spielen?"
Interview zu Pawel Althamers Secessions-Projekt
Kurz vor Eröffnung seiner Ausstellung fand Pawel Althamer Zeit für ein Interview. Während des Projekts war er nicht in Wien.
"Die Mischkulanz"
Beppo Beyerl ist ein Flaneur vom alten Schlag, der detailliert den Ost-Charme Wiens skizziert
Der Be-Be aus Meidling, Jahrgang 1955, damit so alt wie der Staatsvertrag, gehört noch einer Generation an, die nicht x-mal mailen, smsen und mobiltelefonieren muss, um sich zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort einzufinden. Ein Anruf, eine Zusage – und der Be-Be ist gestellt.
Zum Beispiel auf der Kennedybrücke. Mit dem 60er geht es heute wieder einmal raus nach Rodaun. So wie damals, als ihn die Frau Mama noch Bepperl rufen durft...
John Cage sammelt Altwaren im Stuwerviertel
Dem Taxichauffeur möchte ich eigentlich verständlich machen, dass, obwohl er mich vor den in allen Farben blinkenden Eingängen abzusetzen hat, ich im dunklen Hauseingang verschwinden werde, eben da wohne. Nimmt er an, ich mit meinem Nicht-Wiener Deutsch – er habe es sofort gehört, Schweiz, sagt er in seinem melodiösen Türkisch-Deutsch – sei hier beschäftigt, nehme bloß den Haupteingang, um durch eine Hintertür ins Anschaffungslokal z...
Heterogenes Tal in der Stadt
Raumplaner auf der Suche nach Unorten am Wienfluss
Das Wiental soll an Attraktivität zulegen bzw. stärker ins Bewusstsein der AnwohnerInnen gerückt werden – das sind Vorhaben der Wiental ArbeitsGruppe Gebietsbetreuungen (WAGG). Seit zwei Jahren arbeitet sie als Vernetzungsstelle und wünscht sich, dass die Bevölkerung das Angebot des niederschwelligen Zugangs (sowohl physisch als auch online) auch nützt und sich in der Gestaltung des eigenen Lebensraumes einbringt.
Pflege - wie weiter?
eingSCHENKt
Derzeit werden 80 Prozent der Pflegebedürftigen durch Familienangehörige betreut. 25 Prozent werden durch einen mobilen Dienst unterstützt, in stationärer Pflege befinden sich 15 Prozent der Pflegebedürftigen, und in der sogenannten 24-Stunden-Betreuung fünf Prozent. Es fällt auf, dass sich die öffentliche Pflegedebatte fast nur um fünf Prozent der Betroffenen gedreht hat – und dass insgesamt den Großteil die Familie schultert, insbes...