ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Jahr 2009 :: 255 - 06/2009 Seite: 1

Ein Justizmord?

Selbstmord nach der siebenundzwanzigfachen Anhaltezeit

„In meinen Augen ist das ein besonders zynischer Justizmord.“ Der diesen Verzweiflungsausruf tut, ist kein ungestümer Jugendlicher, sondern ein äußerst bedachter Ordensgeistlicher, nahe seinen Siebzigern, dem der Selbstmord des Maßnahmeinhaftierten Markus Rechberger in der JA Stein im vergangenen März durch Mark und Bein geht wie vielleicht noch keinem anderen zuvor. Und dabei hat der Gefängnisseelsorger in den vielen Jahrzehnten seine...

Der Aufstand der Titellosen

Neues aus dem Großgrundbesitz des Stifts Klosterneuburg

Gegen die Augustiner Chorherren zieht sogar Gott den Kürzeren, sagt Gerd Teply. Der Charme der Resignation liegt in diesem Sager aus dem Mund des eben neu gewählten Obmanns des „Pächtervereins Langenzersdorf“, dem 600 der rund 1000 PächterInnen von Chorherren-Grund angehören. Ihre gemeinsame Wahrnehmung: Der Grundeigentümer, das Stift Klosterneuburg, streicht die letzten Reste klösterlicher Barmherzigkeit aus dem Konzept seiner Liegen...

Gugging, entzaubert...

Die Gugginger Art Brut ist weltbekannt, weniger bekannt ist, wie sie entsteht.

Gugging.jpgDie „Künstlerkolonie“ am ehemaligen Anstaltsgelände der Nervenheilanstalt Maria Gugging unweit Klosterneuburg hat sich gewandelt. Die „alternative“ Kunst aus der Psychiatrie funktioniert heute wie jede andere Kunstrichtung – eine Tatsache, die man in Gugging freilich anders sieht.


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Baustelle - Bitte Entschuldigung!

Während ich studierte, musste ich oftmals zwischen ihrem Elternhaus Graz und Wien pendeln. Auffallend dabei ist, dass sich dreißig Jahre danach am Bahnhof Meidling nichts Wesentliches verändert hat. Die Bahnsteige waren schon damals eine Dauerbaustelle und sind es bis heute geblieben. Wo die Schnellzüge ankommen, gibt es keinen Lift nach unten, also müssen alle Reisenden ihre Koffer und Kinderwägen selber runtertragen.

Überholmanöver

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Die letzte Zugabe ist gespielt. Die Lichter gehen an. Die Band hinter der Bühne. Wir vor der Garderobe. Es herrscht Kampfstimmung. Entweder eine halbe Stunde in den Massen quetschen oder lieber fünf Minuten Kampf um die Jacke und dann raus auf ein kühles Bier. Die Fünf-Minuten-Variante gibt’s aber nicht umsonst, sie verlangt einiges ab. Drücken, Stoßen, Vorbeizwängen, listige Überholmanöver aushecken, Ellbogen dosiert einsetzen, dabei ...

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