ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Thema :: Wirtschaftskrise Seite: 1

Taschenspielertrick

eingSCHENKt

Wir öffnen die Archive des Schweigens. Zwei Zitate. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Folgendes gesagt: «Die finanziellen Probleme in der Eurozone sind gleichermaßen ein Ergebnis der steigenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte und auseinanderlaufender Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Kernländern der Eurozone und den sogenannten Peripheriestaaten.

Esel auf dem Eis

Raiffeisen im Osten verpatzt Rating der Republik

Im großen Geschrei der Medien über die Herabstufung der österreichischen Bonität durch Standard & Poor’s geht ziemlich unter, dass das Ostengagement der heimischen Banken – mit der Raiffeisen Bank International an der Spitze – für diese Entwicklung mit verantwortlich gemacht wird. Das ist das Ergebnis, wenn die von der genossenschaftlichen Basisorganisation über Aktiengesellschaften abgekoppelten Spitzen des Konzerns es vorziehen,...

Im Hintergrund: die Heuschrecken

Was Sie schon immer über Ratingagenturen wissen sollten

Sie lesen aufmerksam die Wirtschaftsseiten der Zeitungen? Sie schauen sich einschlägige Berichte an? Doch Sie haben noch immer den Eindruck, nicht zu verstehen, was da so läuft, mit den Triple As, den CDOs und CDSs, den ABBs und was es da noch so alles gibt? Dann sollten Sie Ihren Hausverstand kurz irgendwo parken und Ihr demokratisches Grundverständnis ebenso. Einer, der es gut versteht, Licht in dieses verwirrende System zu bringen, ist Wern...

«Deutsche» Ironie der Krise

Griechenland: Autofahrer_innen reißen Mautstellen nieder

Griechische Autofahrer_innen weigern sich, die Mautgebühren zu bezahlen: Sie steigen einfach aus den Fahrzeugen, heben die Schranken mit der Hand hoch – oder zerstören die Mautstellen. Der deutsche Baukonzern Hochtief muss ein Millionen-Investment abschreiben.

«Der kleine Augustin greift Raiffeisen-Riesen an»

TV-Sendereihe zur Artikelserie

Die Menschen beginnen zu durchschauen, dass die Banken nicht in erster Linie dazu da sind, um dem Einen beim Sparen zu helfen und dem Anderen das Geld vorzustrecken, das er für den Aufbau eines Unternehmens benötigt. Gerade weil diese Funktionen im Spektrum der meist spekulativen Bankenaktivitäten nur noch eine marginale Rolle spielen, ist die Finanzkrise ausgebrochen, die zur Krise des Systems, zur Krise der Demokratie wird. Dort, wo die mäc...

Stahlgewitter der Erlösung

eingSCHENKt

«Lieber bessere Zeiten und schlechte Musik», sagt der Sänger Bernd Begemann. Ich persönlich hätte auch nichts gegen bessere Zeiten und gute Musik. Auf die besseren Zeiten müssen wir aber noch warten.

In der Zentrifuge

Paris und die Banlieues, aufgelodert 2005 in sozialer Wut aus einer Machtlosigkeit heraus, schienen so lange her…

Außerdem waren die damaligen Barrikaden und ausgebrannten Geschäfte und Autos, quer übers ganze Land verteilt, nur eine Vorhut der kommenden Kämpfe ohne Programm und Chancengleichheit. Dann kam 2007 – wenig überraschend, aus Amerika – die Wirtschaftskrise und die flächendeckende Plünderung der Staatskassen zur Rettung maroder Unternehmen.

Augustin 302 - 08/2011

Rettungsparodie namens «Rettungspaket»

article_1772_cover302_120.jpg Glauben wir den Hooligans des Neoliberalismus, dann ist es das griechische Volk, das Europa den Krieg erklärt hat. Jahrelang haben es sich die griechischen Pensionisten in Nizza und Kitzbühel gut gehen lassen, und jetzt weigern sie sich, den Gürtel enger zu schnallen, was ihnen so schwer doch nicht fallen dürfte, da sie es ohnedies gewohnt sind, mit weniger als 600 Euro auszukommen. Mit ihrer Weigerung, sich zu Tode zu sparen, attackieren die...

Das kleine Dolce Vita des Alltags

Kriterien der Gesellschaftsqualität: «Gutes Leben» oder hohes Bruttoinlandsprodukt?

article_1766_tun-dasguteleben©jürgen_120.jpg Sumaq Kawsay – so lautet in den Anden die indigene Bezeichnung für ein Konzept, das auch im Westen immer mehr Anhänger gewinnt: das Konzept des «Guten Lebens». Werner Hörtner ist Lateinamerika-Experte und arbeitet für das Magazin «Südwind» – und er erklärt im Augustin-Interview, was es mit diesem Konzept auf sich hat.

Mechanik der gegenseitigen Förderung

Der Agrarlandesrat als Spezies – Aspekte der Raiffeisen-Dominanz (12)

Über Lobbyismus wird in diesen Tagen viel geredet. Wie die Verbindungen Raiffeisen – Parlament funktionieren, wurde im Augustin bereits dargestellt. Mindestes genauso wichtig ist die Achse Landesregierungen/Landtage – Raiffeisen. Ein Streifzug durch die österreichischen Bundesländer zeigt: Giebelkreuz ist überall.

Wir kaufen uns die Welt

eingSCHENKt

100.000 Euro hätte Ernst Strasser gerne genommen, dafür, dass er als Abgeordneter Gesetze für seinen Auftraggeber beeinflusst. Britische Undercover-JournalistInnen haben diese Art von gekaufter Politik aufgedeckt. Strasser wird jetzt als Sündenbock durchs Dorf getrieben. Hinter Strasser versteckt sich aber ein grundlegenderes Problem, nämlich das von Machtungleichgewichten in der Demokratie. Auf Ebene der europäischen Kommission sind aktuel...

Ein Auto ist kein Maiskolben

Das PKW-Pickerl vom Lagerhaus – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 11)

Zum Erfolg im Geschäftsleben gehört, nichts auszulassen, was Marie einbringt. Nach diesem Grundsatz sind die Lagerhäuser im Rahmen der Raiffeisenorganisation unterwegs. Die Einrichtungen für das Landmaschinen-Service werden etwa genutzt, um auch kommunalen Unternehmen und Privatpersonen Reparaturen anzubieten. Einzelne Standorte verfügen sogar über Handelsverträge und agieren als Vertragswerkstätten einzelner Pkw-Marken.

Raiffeisenbahn Wien-Salzburg

Der lange Arm des Giebelkreuzes – Aspekte der Raiffeisendominanz (Folge 10)

Der Raiffeisenkonzern stützt seine ökonomische Macht nicht nur auf eigene Aktivitäten in den Bereichen Finanzwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung von Agrarprodukten, umfassende Belieferung der Bauern mit Produktionsmitteln und der Landbevölkerung mit Bedarfsgütern aller Art. Er verfügt ferner direkt oder über seine Teilorganisationen über mehr als 1000 Beteiligungen, mit deren Hilfe das Giebelkreuz in allen wesentlichen Sektoren präs...

Österreich isst Raiffeisen

Konrad macht den Zucker – Aspekte der Raiffeisen-Dominanz (Teil 6)

article_1633_raika_120.jpg Wenn an dem Kalauer etwas dran ist, dass der Mensch ist, was er isst, dann erscheint in jedem Österreicher, in jeder Österreicherin Raiffeisen. Niemand kommt in diesem Land bei der Nahrungsaufnahme um Produkte aus dem Reich des Giebelkreuzes herum. Zu allgegenwärtig ist die Präsenz der Genossenschaft und ihrer Tochterunternehmen in der agrarischen Produktion, im Großhandel und der industriellen Verarbeitung von Nahrungsmitteln, als dass man ...

Der stille Riese

Ein von den Medien kaum wahrgenommener Machtfaktor: die Raiffeisengruppe (Teil 1)

article_1591_raiffeisen_120.jpg Ein Mangel an Eisen ist schlecht für den Körper. Das ist allgemein bekannt. Ein Mangel von Raiffeisen wäre demgegenüber gut für die Demokratie. Eine zu hohe Raiffeisenkonzentration ist schädlich für den Staat. Das sollte die Gesellschaft langsam begreifen. Eine Serie von Lutz Holzinger und Clemens Staudinger will dazu einen Beitrag leisten.

Eine Good Bank – gibt’s so etwas?

Über das «konservativste» Projekt der Linken

Der Zeitpunkt, als der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, die Idee einer staatlichen Bad Bank als Antwort auf die Bankenkrise ins Spiel brachte, war gleichzeitig die Geburtsstunde einer Good Bank. Christian Felber und MitstreiterInnen bei ATTAC entwickelten das Konzept einer idealen Bank als Gegenentwurf zum gegenwärtigen Bankengeschäftsmodell und ihren negativen Auswüchsen, ein Positionspapier als Grundlage für eine staatliche Bankenr...

Wenn die Justiz versagt

Das Bankentribunal traf den Nerv der Zeit

Das Interesse der Menschen war überwältigend – das von Attac Deutschland veranstaltete «Bankentribunal» traf augenscheinlich einen Nerv. Die 800 Karten der Berliner Volksbühne, dem Ort der Veranstaltung, waren innerhalb kürzester Zeit verkauft, weitere 100 Videoplätze wurden nachträglich noch angeboten. Nahezu konstant waren 700 Computer eingeloggt, um die Veranstaltung im Livestream zu verfolgen; an vielen Orten organisierten kleinere ...

Personalabbau bedroht Medienpluralismus

Wenn Marjah eine Stadt ist, ist Grammatneusiedl New York

article_1474_afghanistanmarjah_120.jpg Wer einen Krieg im Zeichen der «Humanität» führt, muss zuerst den Kampf um die öffentliche Meinung gewinnen. Die Gewinnchancen sind groß, weil dem militärisch-politisch-industriellen Komplex die Gegen-Player in Form von unabhängigen Medien zunehmend abhanden kommen. Das Märchen von der Stadt Marjah im Süden Afghanistans sagt einiges aus über die reale Situation der Publizistik – auch der österreichischen.

Von den zerstörerischen Selbstheilungskräften des Marktes

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (2)

article_1405_krise2_120.jpg Für unsere Serie zur Weltwirtschaftskrise haben wir uns zuletzt mit einem Banker in einem Beisl zu einem Interview getroffen. Nachdem er plötzlich weg war, sind wir mit Arbeitern am Nebentisch ins Gespräch gekommen. Uns hat der von ihnen erwähnte „französische Brauch“ interessiert, der den Abgang unseres Gesprächspartners offensichtlich beschleunigt hatte. Hier ihre Erklärung:

Von Goldeseln und Zombies

Wirtschaftskrise? Hauptsache, die Geschäfte laufen (1)

Zu Beginn unserer Serie zur Weltwirtschaftskrise stellen wir die Frage, ob diese Krise bald vorüber sein wird, einem Experten. Bei unserem Zusammentreffen im Vorstadtbeisl überrascht uns der Fachmann mehrfach. Weder kommt er – wie wir uns klischeehaft vorgestellt haben – im Nadelstreif, noch überfordert er uns mit statistischem Material. Wir erhalten verständliche Antworten:

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