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Nestroyhof: Interview mit Erica Lindenstraus

Erica Lindenstraus ist eine Enkelin Anna Steins, die bis 1940 Besitzerin des Nestroyhofs war. Durch Arisierung kam die Industriellenfamilie Polsterer in Besitz des Gebäudes in der Praterstraße 34. Ein Rückstellungsverfahren an die Kinder Anna Steins konnten die Polsterers 1951 durch einen fragwürdigen Vergleich abwenden. In einem Exklusivinterview für den Augustin am 3. Jänner 2008 in New York sprach Erica Lindenstraus über ihre Großmutte...

Die verletzten Zusammenhänge

"Hanna und ich": Andrea Winkler und ihr neues Buch

Arme Närrchen im Selbstgespräch, eine stumme Hauptfigur, Sätze von rätselhafter Klarheit: Das poetische Universum der Schriftstellerin Andrea Winkler verführt und entzieht sich zugleich. Ihr neues Buch „Hanna und ich“ erzählt von einer immer unwirklicher werdenden Realität.

Panorama ist auch eine Art zu denken

Palästinenser, Beduinen oder Hirten, ganz klein am Horizont ...

Den Blick von weitem oder von oben auf bestimmte Menschen herab, die als Teil der Landschaft dargestellt werden, liebten europäische Panorama-Fotografen im 19. Jahrhundert in Palästina. Dem israelischen Künstler Tal Adler schauen seine Foto-Subjekte genau ins Auge. Dem Augustin erzählte er über seine Arbeit in den offiziell nicht anerkannten Beduinendörfern in Israel.

Das Lachen der Putzfrauen

Veronika Franz und Ulrich Seidl im Familienverband

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Nach dem Erfolg von „Import Export“ bat der Augustin die beiden Hauptverantwortlichen Veronika Franz und Ulrich Seidl zu einem Gespräch über Menschenverachtung und Sozialpornografie, Demütigungen und Machtverhältnisse in der Sexualität sowie über die Liebe zum Osten.


Asyl-Heime sind Pulverfässer

Nach dem Fall Maklele: "Ich stelle die derzeitige Flüchtlingsbetreuung in Frage"

Maklele Dennis wollte nicht mehr leben, „weil die Österreicher die Afrikaner hassen“. Eine ehemalige Flüchtlingsbetreuerin des 18-jährigen afrikanischen Asylwerbers, der in Steyr lebt, kritisiert eindringlich, dass die derzeitigen Zustände in den Flüchtlingsheimen für AsylwerberInnen und BetreuerInnen nicht aushaltbar sind. Ihre Wunschvorstellung beinhaltet direkte Kontakte zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung, um Rückhalt zu geben...

"Weil du die Leut so lieb gewinnst"

Über die Schwierigkeiten, im Altenheim eine böse Rolle zu spielen ...

Leidenschaftlich, verletzlich und ausbaufähig, wenn er eine große Rolle kriegt, wie als Glücksspielsüchtiger im Kinofilm „Spiele Leben“. Immer mit einer gewissen Vielfältigkeit, aber gleichzeitig eigenständiger Distanz unterwegs, spielt Georg Friedrich derzeit in „Welcome Home“ einen Kieberer, der sich in Ghana an sein Aufnahmegerät klammert, und in „Import, Export“ einen Pfleger, der fröhlich seine Alten ärgert. ...

"Ich bin auf die Nerven gegangen"

Interview mit Dr. Werner Vogt (Teil 1)

„Alles, was hier gesagt wurde, ist eine Lüge. Wurscht, welchen Zipfel Sie zusammenpacken, es ist alles falsch, was da gesagt wurde. Auch was kommen soll – alles falsch.“ Der Unfallchirurg Dr. Werner Vogt, bis Ende 2006 Pflegeombudsmann der Stadt Wien und Mitinitiator des Sozialstaatsvolksbegehrens, über Ärztestreik, Pflegeskandale, Ökonomiediktat, freien Markt und Zudrehen der von ihm gegründeten Wiener Pflegeombudsstelle. ...

Augustin im Jelinek-Dilemma?

Thomas Maurer ist zuversichtlich: Die Lächerlichkeit stirbt nicht aus

In seinem Programm „Menschenfreund“ spielte Thomas Maurer Thomas Maurer. Die beiden sind nicht unbedingt identisch. So ist es auch kein Widerspruch, dass der eine Maurer auf der Bühne über die Augustinverkäuferinflation am Naschmarkt lästert und ihre Zeitung verspottet, während der andere Maurer sich gagenlos für die „Nacht des Augustin“ im Wien-Museum am Karlsplatz zur Verfügung stellt. ...

Von "Ganz unten" ins Call-Center

Günter Wallraff im Wien Museum

Vor etwa 20 Jahren ist es um den Aufdeckungsjournalisten Günter Wallraff still geworden. Nun macht er wieder Schlagzeilen: Als er eingeladen wurde, in einer Moschee zu lesen, kündigte er an, dass er die Einladung annehmen werde, um aus Salman Rushdies „Satanische Verse“ vorzutragen. Und er erkundete am Telefon die neue Arbeitswelt der Call-Centers. Der Augustin traf ihn im Rahmen der Ausstellung „Ganz unten“ im Wien Museum. ...

Gerade sitzen und Schultern vor

Stefan Weber über sein Projekt „Weltrevolution. Der Film“ und über das Leben mit Parkinson

Der stürmische Wind hat Rock-Viech und Polit-Trash-Guru Prof. Stefan Weber ins Planet Music geweht, zu einer Probe von Roman Gregorys „Alkbottle“, wo er auch zwei Nummern interpretieren wird. Ja, der Frühpensionist und Szenealtmeister ist wirklich äußerst umtriebig: Stargast bei vielen Events, zertrümmert er hier ein Saxophon, dort eine Gitarre, erscheint bei Tochter Monis Modeschauen, hält Lesungen im Rathaus und kümmert sich ums Dra...

Barrieren überwinden

Dr. Gerald Matt, Kunsthalle, über Chen Zhen, das Museumsquartier und die Kunst überhaupt

Dr. Gerald Matt ist nicht nur Leiter der Kunsthalle (im Museumsquartier und am Karlsplatz) in Wien, sondern auch ungewöhnlicher Denker zu Tendenzen in der Kunst und zum Kunstbetrieb. Anlässlich der aktuellen Ausstellung des chinesischen Künstlers Chen Zhen diskutierte er mit dem Augustin über Erscheinungen des Kunstbetriebes. ...

"Was ich mir erträumte, fand statt"

Airan Berg: Auch Theater, das versucht, unpolitisch zu sein, ist Politik

Airan Berg verlässt nach sechs Jahren das Wiener Schauspielhaus, um in Linz als künstlerischer Leiter für darstellende Kunst für die „Kulturhauptstadt 09“ zu arbeiten. Und schweigt nach wie vor über interessante Projekte – denn „Dinge, die man zu früh verrät, kommen dann nicht“, erklärt er im Augustin-Gespräch.

Wie ein halber Bus - aber brutto!

Ein Interview mit Sozialminister Erwin Buchinger

Der Stellenwert dieses Interviews wurde uns bereits vor Beginn des Gesprächs klar gemacht: Nach zwanzig Minuten vertrösteter Wartezeit wurden wir freundlich empfangen und ins allgemeine Händeschütteln mit der sich verabschiedenden Vizebürgermeisterin Brauner einbezogen. „Sie müssen schon entschuldigen“, meint Buchinger dann zu uns, „aber jede Minute mit der Frau Vizebürgermeisterin ist 10.000 Euro Wert.“ Wir wussten das zu schätze...
TUN & LASSEN - Heide Hammer, Kurto Wendt 05/2007 mehr lesen »»

Der Ballredner

Steffen Hofmanns Augustin-Connection

„Den kenn ich – der kommt oft zu uns“, sagt Steffen Hofmann und deutet aufs Coverfoto des Augustin, das die Gewinner des Obdachlosen-Cups in Jubelpose zeigt, genauer: auf Willy Gröschl, den Erzesten aller Erzgrünweißen im schwarzweißen Augustindress.

Kolonialware Mädchen

Es ist keine Lösung, wenn Dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss ...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.

Irgendeine Identität zu haben ist üblich: als Türke, als Mann...

„Ein Mann hat wie ein Mann zu sein“

Seine „Gastarbeiterji-Fotos“ stellt er in der Türkei aus, die Bilder, die er im Zeitraum von 20 Jahren in seinem türkischen Dorf machte, in Österreich. Der Künstler und Sozialarbeiter Mehmet Emir, der mit einem Kunst-Studium an der Akademie begann, zum Thema Männlichkeit in drei Generationen.

Systemische Gewalt im Heim

Ex-Pflege-Ombudsmann Vogt: Großanstalten neigen zur Entgleisung

Am 31. Dezember vergangenen Jahres wurde entsprechend einer politischen Entscheidung in Wien das trotz seines kurzen Bestehens äußerst erfolgreiche Amt des Pflege-Ombudsmanns abgeschafft. Werner Vogt, Inhaber dieses Amtes, war als kompromissloser Kritiker des Systems der Altenpflege zum Störfaktor geworden. Zwei Wochen vor dem Finaltag kündigte Vogt in einem Gespräch mit Augustin-Mitarbeiter Martin Schenk an, dass die Politik ihn nicht hinde...

Über die Ohnmacht des kritischen Journalismus

„Ich schaue mir an, wo die Festung bröckelt“

Der illegale Arbeitsmarkt wird so tot geschwiegen, als gäbe es diese Millionen in Europa gar nicht... Für ihr Reportagenbuch „Gestürmte Festung Europa“ verfolgte die Journalistin Corinna Milborn die gefährlichen Wege der illegalisierten Migration. Vom Augustin wurde sie zu ihren Arbeitsmethoden befragt.

Thomas Frankls Erinnerungen

Chanukka im „Bunker“

Am 28. September 1944 wurde die Familie Frankl von den Nazis verhaftet. Während der Vater, der Maler Adolf Frankl (1903 – 1983), zum Waggon nach Auschwitz-Birkenau gedrängt wurde, gelang es seiner Frau Renée und den Kindern Thomas, damals 10 und Erika 8 Jahre alt, sich noch in letzter Sekunde zu retten. Die Kinder verbrachten Chanukka („Lichterfest“, in der Regel im Dezember) 1944 im „Bunker“ versteckt. Thomas Frankl erinnert sich in...

Reinhard Liebe macht es wie die Samen

Einst Liedermacher, jetzt Geschichtenerzähler

Reinhard Liebe war Liedermacher und Bewährungshelfer. Im Jahr 2000 erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er noch immer leidet. Nun arbeitet er wieder als Psychotherapeut. Zuweilen lädt er zu einem Abend ein, an dem er Stehgreifgeschichten erzählt. Zum Beispiel am 13. Juli in der Alten Schmiede.

Neugierig, was als Nächstes kommt ...

Eine Alliierte für erniedrigte soziale Gruppen: Verena Krausneker

Verena Krausneker ist ein Original. Kreative Sprachwissenschaftlerin. Selbstbewusste Aktivistin gegen Rassismus. Solidarische Kämpferin für Gehörlose. Original Wienerin mit originalem Stammbaum aus Ungarn, Slowenien, Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen. Dass die 33-Jährige heute in Wien lebt, ist vielleicht ihrer jüdischen Großmutter zuzuschreiben, die, vor den Nazis geflüchtet, später als Kommunistin nach Wien zurückkehrte, u...

Die Sensibilität der Clochards

Robert Hammerstiel im Leopold-Museum

Robert Hammerstiel, geboren 1933 in Werschetz (Vrfiac) im Banat, ist der erste zeitgenössische Künstler, dem eine Ausstellung im Leopold-Museum gewidmet ist. Sein Frühwerk ist von Kindheitserinnerungen in jugoslawischen Internierungslagern geprägt. Nach einem New-York-Aufenthalt 1988 entwickelte sich seine Malerei zu einer neuen Form der Pop-Art. Robert Hammerstiel erzählte Gerald Grassl von seiner Kindheit und seiner Kunst....

Kleine Antworten, große Antworten

Wo Mozart aufhörte, beginnen wir. Ein Gespräch mit Peter Sellars (2.Teil)

Peter Sellars, der Ende dieses Jahres das Festival „New Crowned Hope“ im Rahmen des Mozartjahres verwirklichen wird, sieht Mozarts Werke als Ansatzpunkte für ein sozialkritisches Statement in Form von zeitgenössischen Werken aus vielen Kunstsparten. Stattfinden wird das Festival nicht, wie üblich, nur in Hochkulturburgen, sondern auch im „Integrationshaus“ oder an öffentlichen Plätzen. Dabei sollen soziale Randgruppen wie Flüchtling...

Die Ironie der Verlorenen: L.A.Poverty Department

Wo Mozart aufhörte, beginnen wir. Ein Gespräch mit Peter Sellars (1.Teil)

Als Peter Sellars anlässlich des Mozartjahres eingeladen wurde, ein groß angelegtes Festival zu leiten, rechnete man wahrscheinlich kaum damit, dass sein Konzept keine einzige Note Mozarts beinhalten würde. Stattdessen plant Sellars ein Projekt im Sinne des visionären Mozart, der am Ende seines Lebens von einer neuen, sozialeren Gesellschaft träumte. „Darum wird es Projekte an Plätzen wie Obdachlosenquartieren, Drogenzentren und an den Or...

Oma bin ich ja auch schon

Augustinverkäuferin Susi über Frauen der Straße und deren Extra-Probleme

Im cremefarbenen Pullover und dunklen Rock steht die 45-jährige Kärntnerin auf ihrem Stammplatz vor dem Supermarkt. Eine schwarze Tasche daneben auf dem Fußboden, rundum ein gepflegter Auftritt. Sie braucht nichts anzupreisen, denn ihre StammkundInnen kaufen regelmäßig bei ihr ein, bei Susi, der Augustinverkäuferin. Die an.schläge, eine der Wiener feministischen Zeitungen, nahmen den 10. Geburtstag des Augustin zum Anlass, um sich mit eine...
HEROES - Martina Madner 12/2005 mehr lesen »»

Zwei Frauen und die Kunst des Denkens

Philosophie, buchstäblich

Als klassische Tradition männlichen Denkens wurde der guten, alten Philosophie Jahrhunderte lang gefrönt. Gemeinhin warf man mit –– für Laien –– rätselhaften Fachbegriffen um sich und kredenzte lebensferne Lehrgebäude. Eine elitäre Tätigkeit, der heute beinahe ausschließlich an Universitäten nachgegangen wird und also nur wenigen Verwegenen bis Hochverehrten vorenthalten ist. Mit ihrer Philosophischen Werkstatt und Ateliergalerie Â...

Der Theologe und Schriftsteller Adolf Holl im Augustin-Gespräch

Jenseits der Pfarrhofsjause

Neben dem „Schmerzensmann“ Jesus gibt es auch den ironischen, lachenden. Das ist keine Erfindung des eben 75 Jahre alt gewordenen Adolf Holl, sondern das Christusbild eines in Oberägypten entdeckten frühchristlichen Textes. Der Wiener Theologe und Schriftsteller, dem 1976 das Priesteramt entzogen wurde, erzählte dem Augustin, wieso die nichts ernst nehmenden Nonkonformisten, die er in seinem jüngsten Buch „"Der lachende Christus"“ (Zsolna...

Aus den "Beschäftigungsprojekten der organisierten Kriminalität" in die Gefängniszelle

Staat bietet Schmalz statt Jobs

Menschen aus verarmten Länden werden bei uns in die Arme von "Sozial- und Beschäftigungsprojekten der organisierten Kriminalität" getrieben. Denn der Staat lässt sie nicht regulär arbeiten – und an Projekten nach Art des Augustin, die Überlebenschancen außerhalb der Kriminalität bieten, herrscht großer Mangel. Über diese und weitere Ursachen der Überfüllung der österreichischen Gefängnisse und über Alternativen zur Haft (wieneris...

"Warum sollte man die schönen Lieder des Balkan mit US-Jazz mischen?"

Musik ist, was das Herz flattern lässt

Slavko Ninic, die Wiener Stimme des Balkans, bekannt durch seine Gründungen „"Wiener Tsuchschenkapelle"“ und "„Tschuschen a capella"“, liebt –– falls ihm die Zeit bleibt –– Seitensprünge in andere musikalische Kontexte. Am 30. April widmet er sich, zusammen mit Überraschungsgästen, im Porgy & Bess dem traditionellen bosnischen Liedgut. Ein schöner Anlass, um ihn mit seinem Ruf, er verabscheue modernistische Experimente mit der ...

Der Kriminalsoziologe Dr. Arno Pilgram im Augustin-Gespräch ? Teil 1

Als Erstes den Strafvollzug für Jugendliche abschaffen ...

Dr. Arno Pilgram, Leiter des Wiener Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie, sprach mit dem Sozialexperten Martin Schenk über die Gründe der Explosion der Häftlingszahlen und über die Inaktivität der österreichischen Rechtspolitik. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung eines Interviews für Radio Augustin.

Kopftuch, pfiffig umgemodelt

Ignoranz bedeutet, den Anderen aus dem Blickfeld zu verdrängen

Die Wirtschaftswissenschafterin und Lehrerin für Religion und Rechnungswesen Gülmihri Aytac übersetzte Friederike Mayröcker ins Türkische und gab das Buch „so gehe ich tag und nacht. 13 texte nach veysel“ heraus. Fragen beantwortet sie kurz und bündig. Z. B. nach der in den Medien sehr beliebten Unterdrückung der Frau im Islam: „Frauenunterdrückung gibt es überall. Es ist nicht einmal so sehr deswegen, weil Männer Frauen unterdrü...

Das Herz des Kapitalismus zur Schau gestellt

Marina Grzinic im Augustin-Interview

Warum die jugoslawischen Feministinnen die nationalistische Kavallerie hinter sich ließen und warum kulturelle Praktiken zur Weltverbesserung noch keine Kunst sind. Die slowenische Videokünstlerin und Philosophin Marina Grzinic, die an der Wiener Akademie der bildenden Künste „Post-Konzeptuelle Kunst“ unterrichtet, über die unerträglichen Leichtigkeit des Systems....

Welche Bibelstelle gilt in Texas?

Der Todestraktseelsorger

Edwin Smith war zwei Jahre lang freiwilliger Seelsorger im Todestrakt von Texas. Da er Kontakt zu den Angehörigen der Gefangenen hatte, wurde es ihm aus "Sicherheitsgründen" nicht mehr gestattet, diese Aufgabe weiter auszuführen. Edwin Smith sieht das als Chance, sich jetzt noch mehr gegen die Todesstrafe und für die Insassen einzusetzen. Per E-Mail gab er der Wiener Anti-Todesstrafe-Aktivistin Sabine Scheibel (siehe auch Ausgabe Nr. 65) für...
TUN & LASSEN - Sabine Scheibel 01/2001 mehr lesen »»

Über Recht und Nächstenliebe

Ingo Rezman, Obmann der Hepatitis Liga Österreich

Man schätzt, dass es in Österreich etwa 40.000 Infizierte durch Hepatits C gibt. Viele wissen oft gar nicht von ihrer Krankheit. Bei etwa 20% entwickelt sich die Ansteckung zur Leberzirrhose oder zu Leberzellkrebs. Viele haben sich in den 70- und 80er-Jahren entweder durch Plasmaspenden- oder als Patienten (wie etwa auch der neue Sozialminister Mag. Haupt) infiziert. Während man in der Politik endlich beginnt, über Hilfsmaßnahmen für die Op...

Renate Unger aus Taxi Orange

Kein Fernsehen im Fernsehen

Wenn man der kritischen Öffentlichkeit glauben soll, ist dem ORF mit dem Reality-TV-Spektakel "Taxi Orange" ein weiterer Schritt der Verweigerung des Bildungsauftrags einer öffentlich-rechtlichen Anstalt gelungen. Renate Unger, die vor geraumer Zeit aus dem Kutscherhof als Feministin hinauskomplimentiert wurde, sieht das naturgemäß anders. Für sie spielt sich in dieser Serie ein - allerdings geschönter - Mikrokosmos der harten gesellschaftl...

Die Kunst, dem Herrgott den Tag zu stehlen

Erinnerung ans Blaumachen

Klara Löffler ist eine der vier KuratorInnen der Ausstellung "nichts tun", die im Volkskundemuseum noch bis 5. November läuft. Sie ist Assistentin am Institut für europäische Ethnologie. Mit ihr sprach Christina Steinle unter anderem darüber, warum man in unseren Breiten Menschen, die "nichts tun", pauschal derartig negativ beurteilt.

Gürtelplanerin Tilner und die

Trauerspiel am Gürtel

Kommunalpolitik und Rathausbürokratie erwarten sich von StadtplanerInnen und ArchitektInnen städtebauliche Lösungen, die der diffusen Angst "der Bürger" vor einer zu großen Präsenz der Verlierer und Verarmten im öffentlichen Raum Rechnung tragen. Sie tun dies ganz offen und ungeniert: Weil die Parias dieser Stadt ohnehin keine Lobby haben, braucht man zynische städtebauliche Vorgaben wie "macht den Platz so, dass sich die Obdachlosen hier...

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina im Gespräch:

Kosmetiker & Populisten

Ferdinand Lacina war ca. 20 Jahre lang Angehöriger verschiedener, von Sozialdemokraten geführten, Regierungen. Zuletzt neun Jahre lang Finanzminister. Danach wurde er Spitzenbanker. "Gott sei Dank verwirklicht ja der jetzige Finanzminister nicht alles, was zuvor angekündigt wurde, denn das wäre dramatisch", meint der Ex-Minister im Gespräch mit Gerald Grassl über Sparpaket, Nulldefizit und andere Themen.

AUGUSTIN-Verkäufer Ronny über Alkohol, Frauen und Kakteen

Ich liebe es, Dornen zu streicheln

Ohnen einen Groschen im Sack ging Ronny zur Caritas Bregenz. Die besorgte ihm eine Fahrkarte nach Wien. Hier lernte der Vorarlberger den AUGUSTIN kennen. Dank AUGUSTIN scheinen ein paar von Ronnys Träumen nun nicht mehr ganz so utopisch zu sein. Allen voran der Fernfahrertraum.

The Rounder Girls in Stockholm:

Wir repräsentieren Österreich - keine Regierung!

Die Wienerin Tini Kainrath, die New Yorkerin Kim Cooper und die Londonerin Lynne Kieran vertreten Österreich beim Songcontest am 13. Mai in Stockholm. Der AUGUSTIN fragte sie: Warum kein Rückzieher in Zeiten wie diesen?

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