Kommt Bewegung in die Hanfbewegung?
Augustin-Interview mit Howard Marks alias «Mr. Nice»: starker Tobak

Viel Feind, viel Ehr – und ein Verbot. Der Hanf als gemeinsamer Gegner und natürliche Bedrohung. Seit dem Schulterschluss der Lobbyisten von Tabak, Baumwolle, Papier, Kunststoff und Pharma ist der Hanf (mit wissenschaftlichem Namen Cannabis sativa) als Droge geächtet und somit verboten. Stellt sich nur die Frage: wie lange noch?
Fremdenrecht ist grauslicher als die Polizei erlaubt …
Ute Bock im Interview

Vergangenes Jahr war die Flüchtlingshelferin Ute Bock gleich zweimal auf der Kinoleinwand zu sehen: Die Filme „Bock for President“ und „Die verrückte Welt der Ute Bock“ stammten von ihrem Neffen und Filmemacher Tom-Dariusch Allahyari. Jetzt gibt es die Ikone der Zivilgesellschaft auch in Buchform. Die Ö1-Journalistin Cornelia Krebs lässt in ihrem Portrait über Ute Bock vor allem die Flüchtlingshelferin selbst zu Wort kommen. Anläss...
«Subtile Erotik»
Marianne Gruber tanzt in ihrem Fachgeschäft in der Ottakringer Straße Bauch. Sehenswert!

Ottakringer Straße Nr. 96. Gewiss keine Adresse, die in Wien als bemerkenswert fein gilt. Bellissimas Orient-Palast. Gewiss kein Schriftzug, der die Laufkundschaft en masse ins Geschäft lockt. 100 Kilogramm auf 170 Zentimeter verteilt. Gewiss kein Körpermaß, das dem hiesigen Schönheitsideal zu 100 Prozent entspricht.
In der Tat stellt Marianne Gruber mit ihrem Bauch einige Klischees auf den Kopf. Die 53-jährige Geschäftsfrau führt an der ...
Tiere lieben die Nacktheit!
GriechInnen in Wien – z. B. Manolis Schrank, Gänsehäufel

Wer an Bademeister denkt, hat schnell braun gebrannte Gigolos mit sportiven Sonnenbrillen im Kopf, sommerliche Mutanten der Schilehrerzunft. Vereinzelt tragen sie, wie im St. Pöltner Freibad, auch schon Shirts mit der Aufschrift Security, große breite Schränke, bei denen in Zweifel zu ziehen ist, ob sie des Schwimmens und Rettens mächtig sind.
Sound gegen Ohrschläuche!
Musikarbeiter unterwegs ... mit First Fatal Kiss und Schweinerockjazzpunk

Die drei Frauen von First Fatal Kiss machen seit 2002 gemeinsam Musik. Jetzt erscheint ihr Debüt-Album.
Die Musikarbeiter Lang und Krispel mögen das Café Weidinger. Nicht erst seit der dort abgehaltenen Fotosession für das demnächst erscheinende Mini-Album «Schmankerl der Schöpfung» ihrer musikalischen Freizeitbeschäftigungen Stimmgewitter Augustin und Seven Sioux, über die es einiges zu erzählen gäbe. Es sitzt und plaudert sich gut ...
Mein Leben ohne Geld
Heidemarie Schwermer ist eine Pilgerin in der Kostnix-Welt

Heidemarie Schwermer lebt seit vierzehn Jahren ohne Geld. Wie die ehemalige Lehrerin und Psychotherapeutin Schritt für Schritt aus den bestehenden Strukturen ausstieg, beschrieb sie in ihrem Buch «Das Sterntalerexperiment». Als die Norddeutsche wieder einmal in Wien war, besuchte sie auch den Augustin, dessen kleiner Kostnix-Buchladen sie sofort begeisterte. Ein Augustin-Interview über Leben, Erfahrungen und Visionen einer Schwärmerin, die v...
Ein See, der "blubb" macht
Gert Jonkes kleine Schwester Bella Ban ist eine große Künstlerin

Bella Ban will luftige Textschachteln für Gert Jonke schaffen, arbeitet den Kärntner Nationalsozialismus ab und schafft neue Räume in Wortskizzen, Performances und Bildern. Das politisch-ästhetische Kunstprojekt „Cafe OM“ in Klagenfurt durchlebte sie mit Viktor Rogy, dem letzten Dadaisten Kärntens. Viktor Rogy starb 2004, Gert Jonke vor einem Jahr. Bella Pan im Augustin-Gespräch.
Kapitalismus schlich sich in die Subjekte
Oskar Negt im Augustin-Gespräch: Warum uns die Gesellschaft depressiv macht
Anlässlich der Selbstmorde bei der Telecom France und des Skandals um die Sammlung von ÖBB-Krankenstandsdaten weist der Soziologe Oskar Negt auf die Überforderung der Abeitnehmer hin, die zunehmend nach innen gedrückt wird. Negt tritt für den Ausbau des „sozialen Gemeinwesens“ ein, um zunehmender Bindungslosigkeit der Menschen im Arbeitsleben entgegenzutreten, denn derzeit profitieren die Rechtsextremen davon.
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Nimm`s Geld und renn weg
Franco Nero: Erinnerungen einer Italowestern-Legende
Franco Nero ist ein Schauspieler von Weltrang. Der 68-jährige Italiener hat mit den größten Stars und Regisseuren zusammengearbeitet. Claudia Cardinale, Anthony Quinn oder Bruce Willis waren seine Filmpartner. Als «Django» ging er in die Filmgeschichte ein. Er prägte das Genre des Italowestern ähnlich stark wie Clint Eastwood. Mit dem Augustin sprach er über Österreich-Bezüge – und über seine Projekte abseits des «Django»-Kultes, ...
Porträt eines Urenkels
Anwaltsbüro mit Keyboard und freier Sicht auf`s Porgy
Klaus-Peter Schrammel ist ein Mensch. Nebenbei auch Jazzer. Und ganz nebenbei auch der Urenkel von Johann Schrammel. Als Drahdiwaberl-Altrocker Stefan Weber, bewaffnet mit zwei Pistolen, auf einer Bühne erschien, erwies es sich als günstig, dass Klaus-Peter Schrammel außerdem auch noch Jurist ist.
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Nur für die Leser
Lokalmatadorin Nr. 210
Maria Hirsch arbeitet seit bald vier Dezennien
in der städtischen Bücherei in der Zirkusgasse.
Schluss mit "good for nothing"
Joana Adesuwa Reiterer gegen Frauenhandel und Aberglauben
In dem mehrfach ausgezeichneten Sachbuch „Ware Frau“ beschreiben Corinna Milborn und Mary Kreutzer anhand konkreter Geschichten vom Handel mit afrikanischen Frauen das perfide Zusammenwirken von Geschäftemacherei, sexueller Ausbeutung und Rassismus. Die Idee zum Buch stammte von der in Wien lebenden Nigerianerin Joana Adesuwa Reiterer, die die AutorInnen auch bei der Recherche in Europa und Nigeria unterstützte.
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Niemand rollt so schnell wie ich
Ein "versteckter" Spitzensportler im Pool der AugustinverkäuferInnen
Am 15. September des Jahres 2007 brach Mircea Tănase auf, um westwärts zu rollen. Er erregte kein Aufsehen. Keine JournalistInnen versammelten sich rund um den Rollstuhl Mirceas auf jenem Bukarester Platz, den der Abreisende seither nie wieder betreten hat. Dabei hätte das Unterfangen des Behinderten-Spitzensportlers Mircea Tănase mediale Aufmerksamkeit verdient.
Im Nadelstreif in die Meldemannstraße
Rüstiger Rentner und Augustin-Verkäufer
Der Augustin-Verkäufer Norbert Gaggl fühlt sich trotz Rentenalters topfit. Sein Rezept, um agil zu bleiben, beinhaltet viel Bewegung und vor allem Kontakt zu Menschen. Beides ließe sich mit dem Straßenzeitungverkaufen verbinden. Dieser Kolporteur scheint mit der mühsamen und nicht angesehenen Tätigkeit mehr als zufrieden zu sein – solange nicht die Polizei dazwischenfunkt.
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Einordnungsuntauglich
Peter Dworak, Menschmaler zwischen Nasch- und Flohmarkt
Einst hatte der Aufzug, der in Peter Dworaks Himmelsatelier hinaufführte, eine gepolsterte Sitzbank aus Mahagoniholz. Heute ist er ersetzt durch einen Lift der üblichen Art, in genormter Ausführung, steril, funktionell, glatt. Da oben, im letzten Stock eines bürgerlichen Hauses in der Kettenbrückengasse im 5. Wiener Gemeindebezirk wohnt er, der ernsthaft arbeitende Zeichner und Maler Peter Dworak. Man kennt ihn im Grätzel. Er ist tatsächl...
Wer löscht den Brand?
Die Geschichte des Gert Hoffmann: leben und kämpfen für eine bessere Gesellschaft
Enttäuscht über den gegenwärtigen Zustand der Welt, aber immer noch zuversichtlich, dass die Zukunft dem Sozialismus gehört – in diesem Wechselbad der Gefühle traf der Augustin den 91-jährigen Gert Hoffmann an. Den Sozialismus, den e r meine, könne man aber nicht mit Menschen, die so sind, wie sie jetzt sind, errichten. Gert Hoffmann ist einer der letzten überlebenden österreichischen „Spanienkämpfer“.
Eine Tochter der Freiheit
Für Kveta Schubert hat alles seine Zeit
Die autodidaktische Künstlerin und künftige Trainerin für den Bildungs-und Arbeitsmarkt ist Romni aus „geordneten Verhältnissen“. Sie selbst habe als Angehörige einer ethnischen Minderheit nur wenige Diskriminierungen am eigenen Leib erleben müssen, aber als Beobachterin hätte sie viele negative Dinge gesehen. Mittels Foto- und Filmkunst nimmt sie sich hauptsächlich der Kultur der Roma samt den brisanten Themen Betteln und Straßenku...
Pfarrer Hennefeld und die "Fremden"
Besser ein stummes Minarett als der Lärmterror der Christenkirchenglocke?
Faymanns Versprechen, mit FPÖ-Strache keine Koalition einzugehen, hat den Wert von Wahlversprechen. Der selbst ernannte Retter Wiens vor dem Islam kann, wenn überhaupt, nur von unten gebremst werden. Zum Beispiel bräuchte es mehr Kirchenführer vom Schlage Thomas Hennefelds, des Landessuperintendenten der Evangelisch reformierten Kirche. Im Augustin-Gespräch betonte Hennefeld das absolute Recht der Muslime, Moscheen samt Minarette zu bauen. ...
"Ich such die zweite Fremde`"
Erst im anatolischen Wien kam Kamer zu seiner Saz
28 Jahre lebt Kamer in Wien. Viele kennen ihn als Wirt des Lokals „Epos“. Manche kennen seine Liebe zur Saz. Wer ihn singen und spielen hört, muss denken, dass Kamer mit den Saiten der Saz aufgewachsen sei. Weit gefehlt. Erst in der großen anatolischen Stadt namens Wien erwarb Kamer sein erstes Instrument.
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Als Maler Fantast – als "Patient" Aufklärer
Anton Blitzstein
Augustin-VerkäuferInnen bieten seit ein paar Wochen ein so genanntes Postkarten-Book an. In das Cover sind zehn herausnehmbare Karten geklebt. Es kostet vier Euro, davon bleibt, wie es bei Augustin-Produkten üblich ist, die Hälfte der Kolporteurin bzw. dem Kolporteur. Der restliche Gewinn wandert in die Tasche Anton Blitzsteins, da Bilder von ihm die Postkarten schmücken. Höchste Eisenbahn, den Künstler, dessen Werke auch im Augustin unter...
Soziale Arbeit als Geben & Nehmen
Sonja Hopfgartner bringt "Ganslwirt"-Erfahrungen in den Augustin ein
Donauabwärts, von Linz nach Wien. Biografisch folgte Sonja Hopfgartner der Stromrichtung. In anderen Belangen schwimmt sie gegen den Strom. Darum fühlt sie sich beim Augustin, wo sie seit 1. Mai dieses Jahres als Sozialarbeiterin tätig ist, gut aufgehoben. In einem selbst organisierten, nicht von der Gemeinde Wien ausgehaltenen und deshalb autonomen Projekt wie dem Augustin könne ein sozialarbeiterisches Konzept verwirklicht werden, das selb...
Aus der Tiefsee der Erkenntnis
Der alte Panikmacher ist wieder da – nicht nur als Reminiszenz
Udo Lindenberg hat mit seinem feinen neuen Album „
Stark wie Zwei“ fast so etwas wie einen Überraschungserfolg gelandet und stattete vor kurzem Wien einen Kurzbesuch ab.
Ein suspekter Freund der Alliierten
Die Faszination des Sammelns (1)
Möglicherweise weiß niemand in Kanada, dass im vielleicht seltsamsten Privatmuseum Österreichs, der Sammlung Erwin Prauses im Weinviertler Dorf Kleinebersdorf, in einer speziellen Ausstellungseinheit ein junger kanadischer Soldat geehrt wird. Er saß in einem B24-Bomber der US Air Force, der am 12. März 1945 von einer deutschen Flak im nördlichen Weinviertel zum Absturz gebracht wurde. Das Pfeifenmundstück des Soldaten, die roten Socken, d...
Die "Mamsch" vom Slovan
Mit 80 als Zeugwartin am Heimplatz des FC SW Augustin
Beim Slovan HAC sorgen gleich drei Frauen für einen reibungslosen Spielbetrieb: Präsidentin Tatjana May, Vizepräsidentin und Kantineurin Jutta Burg und Zeugwartin Gertrude Friedrich. Letztere ist eine „Institution“ beim Verein und wurde nun mit dem silbernen Ehrenzeichen für ihre Verdienste um den Fußball ausgezeichnet. 40 Jahre Fußballplatz – das Porträt einer Frau.
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"Gleich eingeschnappt"
Lokalmatadorin

Cornelia Ehmayer bittet die Metropole auf die
Couch – sie ist Wiens erste Stadtpsychologin.
Brausebäder, Lakritzengläser, Halskrawatten
Mit der geborgten Hasselblad flanierte R. Niedermeyer durch "mein Wien"
Zeugnisse eines Verlustprozesses, die Schauplätze vor ihrer Zu-Tode-Modernisierung, der Zustand vor dem Verlöschen der für wertlos erklärten städtischen „Altlasten“ vor dem Hintergrund der Angleichung der Weltstädte in der Ästhethik des Neoliberalismus – das Thema vergangener und zukünftiger Fotoreportagen im Augustin ist auch jenes von Ronnie Niedermeyer. Mit einer ausgeliehenen Hasselblad unterwegs, hat der Wienbeobachter die Suj...
Es liegt an den Songs
Musikarbeiter unterwegs – mit Mauracher von Elektronik zu Rock

„Loving Custodians“ heißt das neue Album von Mauracher. Dahinter steht die Reise des Tiroler Wahl-Wieners Hubert Mauracher von einer Soundwelt zur anderen.
Gratwanderungen eines "Halbbluts"
Die Taktwechsel im Leben des Roma-Multitalents Willi Horvath
Über das Klischee, dass Roma angeblich „Musik im Blut“ haben, kann man streiten – über die vielseitige Begabung von Willi Horvath nicht. Er ist nämlich ein Vorzeige-Multitalent. Der Schlagzeuger, Eventmanager, Sicherheitstechniker und nicht zuletzt politische Aktivist der Roma-Volksgruppe hat viel zu tun, besonders seit er den ersten Verein für die Lovara Österreichs gegründet hat. Er plant, die Roma-Szene aufzumischen – natürlich...
"Das Glück liegt nicht in unserer Hand"
Ganze Familien notlanden beim Augustin – z. B. die Familie Boti
Treffpunkt Augustin-Vertrieb. Auf meine Begrüßung und die allgemein gehaltene Einstiegsfrage, wie es denn so gehe, eine traurige Antwort: „Wissen Sie, wir wollen uns nicht beklagen, auch wenn es viel Grund zur Klage gäbe, das kommt nicht gut an, nie.“ Ich frage nach. Die gegenübersitzende junge Frau erklärt mir aufgelöst, wie ihr vor ein paar Tagen bei Hofer die Geldbörse gestohlen wurde, selbstredend mitsamt dem Inhalt, 250 Euro und ...
Wegen Solidarität in den "Untergang"
Traumschiff, Zug und Straße – Stationen des Christian Meischl
In den letzten Monaten bekam Christian Meischl öfters zu hören, er sei wieder aufgeblüht. Die Talsohle, das Betteln in der Mariahilfer Straße, hat der ehemalige Kellner eines Haubenrestaurants durchschritten. Nun steht auf seinem Plan, wieder eine Wohnung zu finden und sich als Betroffener aktiv für die Armutsbekämpfung einzusetzen.
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Reif für Radio Burgenland
Musikarbeiter unterwegs – mit der Neigungungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune
Von der Lesereise auf die Musikbühne. Eine etwas andere Bandgeschichte. Eine CD, die wir getrost als augustinöses Weihnachtsgeschenk empfehlen können: „Der Herrgott is a Eierspeis aus tausend Eier gmocht“.
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Dass es uns gibt, hat keinen Sinn!
Günther „Gunkl“ Paal findet – wider den Zeitgeist – die Antworten wichtiger als die Fragen
„Also, der ist ja unnötig. Der hat die ganze Zeit nur geredet – ich hab überhaupt nicht verstanden, was der will.“ Eines ist klar: Wer Gunkl einen Abend lang in seinem Programm folgen will, muss bestimmte Grundvoraussetzungen mitbringen. Zwischendurch an die neuen Winterreifen zu denken oder den Begleiter zu küssen ist nicht drin. Hält man aber durch, eröffnen sich neue Welten. Der Augustin genoss ein Privatissimum bei Günther Paal....
Schön wie das Schweigen
Am 13. September erlag Tina Dermitzakis, 46, dem zu spät diagnostizierten Krebs
Im Stadtkino war kürzlich Julien Temples Dokumentarfilm „The Future Is Unwritten“ zu sehen. Ein stimmiges Porträt des Sängers und Gitarristen Joe Strummer, der als Frontman der Band „The Clash“ zu einer Schlüsselfigur des britischen Punk geworden war und Ende 2002 an einem nie diagnostizierten Herzfehler verstarb – wie Tina v o r seiner Zeit, als Fünfzigjähriger. Einmal wurde der junge Joe Strummer gefragt, wo er sich als Vierzig...
Augustin im Jelinek-Dilemma?
Thomas Maurer ist zuversichtlich: Die Lächerlichkeit stirbt nicht aus
In seinem Programm „Menschenfreund“ spielte Thomas Maurer Thomas Maurer. Die beiden sind nicht unbedingt identisch. So ist es auch kein Widerspruch, dass der eine Maurer auf der Bühne über die Augustinverkäuferinflation am Naschmarkt lästert und ihre Zeitung verspottet, während der andere Maurer sich gagenlos für die „Nacht des Augustin“ im Wien-Museum am Karlsplatz zur Verfügung stellt.
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Der sprayende Tuareg aus St. Pölten
Von unten gekommen, Durchbruch geschafft: Tage des offenen Ateliers bei Labinsac
Schablonen-Mohammed, Stencil-Derwisch, Camel Driver, Graffiti-Ayatollah, der Spraydosen-Tuareg aus St. Pölten ... Wortkreationen aus der Entspannungsphase nach dem Interview in der Augustin-Redaktion. Labinsac, St. Pöltens Street-Art-Avantgardist, lässt uns nach Titeln fischen, die er sich zulegen könnte, wenn er in absehbarer Zukunft, als Global Sprayer, seinen Zorn gegen das „Teile und herrsche“-System schleudert. „Ab einem bestimmte...
Wärme für eine Nacht …
Antonia Schubert hat vor 10 Monaten die Notschlafstelle „VinziBett“ gegründet
… steht auf dem Türschild beim Hauseingang. Meist werden daraus mehrere. Wer hier herkommt, soll sich wohl fühlen. Das ist die Philosophie von Antonia Schubert. Die Leiterin von „VinziBett“ geht dabei unkonventionelle Wege in der Arbeit mit Obdachlosen.
Politische Nervenentzündung
Nach vielen Stationen der Flucht erwies sich Österreich nicht gerade als G´mahde Wies´n.
Die Welt des iranischen Theaterregisseurs Bahram Parsa ist voll skurriler Einfälle und philosophischer Ideen. Leider stört die Real-Politik immer wieder. Und die flache Niere – so flach, wie sie dem behandelnde Arzt noch nie bei einem Patienten begegnet waren. Auch der Nierenschaden ist Real-Politik. Er stammt aus Bahrams Haftjahren.
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Gerade sitzen und Schultern vor
Stefan Weber über sein Projekt „Weltrevolution. Der Film“ und über das Leben mit Parkinson
Der stürmische Wind hat Rock-Viech und Polit-Trash-Guru Prof. Stefan Weber ins Planet Music geweht, zu einer Probe von Roman Gregorys „Alkbottle“, wo er auch zwei Nummern interpretieren wird. Ja, der Frühpensionist und Szenealtmeister ist wirklich äußerst umtriebig: Stargast bei vielen Events, zertrümmert er hier ein Saxophon, dort eine Gitarre, erscheint bei Tochter Monis Modeschauen, hält Lesungen im Rathaus und kümmert sich ums Dra...
Anders geblieben
Musikarbeiter unterwegs – mit Peter Hein von den Fehlfarben
Seit kurzem lebt Peter Hein, Sänger und Texter der deutschen Punk/New Wave/Neue Welle-Institution Fehlfarben in Wien. Deren aktuelles Album „Handbuch für die Welt“ ist eine Großtat.
...
Zwischen den Schaufensterpuppen
Vom Zeitschriftenabo- zum Straßenzeitungsverkäufer
Mit „die Kinder kommen nockert auf die Welt“ erklärt Augustinverkäufer Hans Edlmayr einem ihm bekannten Passanten, warum er schon wieder bei der Arbeit sei. Unmittelbar vorher begrüßte ihn dieser ältere Bekannte, indem er mit seinem Spazierstock gegen die Krücke von Hans klopfte. „Die Leute in der Mariahilfer Straße sehen mich nicht als den armen Behinderten, sondern als einen lebenslustigen Menschen“, so kommentiert der Untersche...
Die Hüterin des Hauses
Eine weitere Biografie gegen die Parole "AsylantIn gleich Wirtschaftsflüchtling"
Elena Kimshiashvili war gezwungen, am Beginn des „Abends ihres Lebens“ neu anzufangen. Sie hat hier Land und Leute schätzen gelernt, doch die Asylbehörde hält sie schon seit vier Jahren hin, Land und Leute auch in vollen Zügen genießen zu können.
...
Die Lady der Herrengasse
Lieber die Zeitung als den Körper verkaufen: Kolporteurin Marian
Wenn du wüsstest, wie dünn ich war, als ich 2004 nach Österreich kam, lacht Marian, eine der beiden afrikanischen Verkäuferinnen des Augustin. Dass sie heute „so fett“ sei, habe sie ihren Kundinnen und Kunden zu verdanken, denen sie in der U3-Station Herrengasse die Straßenzeitung anbietet. So viel Schokolade könne sie gar nicht essen, wie sie von ihrer „family“, so nennt sie den Stammkundenkreis, solidarisch verabreicht bekäme.
Highlander auf der Hohen Warte
Ein Violetter im blau-gelben Höhenflug
Mit der Austria hat Thomas Flögel alles gewonnen. Zur Spielerpersönlichkeit hat ihn erst die schottische Härte gemacht. Nun versucht er, die Vienna zu alter Größe zurückzuführen.
Der Engel aus dem Schacht
Ein Leben ohne Wohnung fordert ein Arrangement nach dem anderen
Rudolf Engel ist ein Augustinverkäufer, der in reger Interaktion mit seinen KundInnen steht. Er und sein Hund Gipsy geben den Menschen auf dem Weg zum Arbeitsplatz, der in den meisten Fällen ein Magistratsbüro ist, frühmorgens ein freundliches Wort und die Möglichkeit, ein Fell zu streicheln, mit. Im Gegenzug erhält der Kolporteur Geld- und Sachspenden und Informationen, die keine noch so aufwändige Medienanalyse ausspucken würde. Die Inf...
Zwischen Kolportage und Drehtermin
Als erstes spielte Francis Okpata das "arme und hungrige Volk"
Das hier bin ich bei den Dreharbeiten zu "Afrika mon amour" - und hier mit Lilian Klebow vom "SoKo Donau" - und das ist meine Szene in der "Medea" am Burgtheater. Francis präsentiert seine Fotos. Moment, das hier sollte doch das Portrait eines Augustin-Verkäufers werden!?
Ein guter Musikkönig
Musikarbeiter unterwegs – mit Vortex Rex in die D.I.Y.-Welt
Seit 2005 around ziert der Name
Vortex Rex schon drei Tonträger. In der gleichen Zeit hat die Band ihre Mitglieder verdreifacht.
Europa ist nicht rosig
Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...
Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.
Yeah Yeah Yeah
Musikarbeiter unterwegs – mit Jonas Goldbaum zum zweiten Album
2004 legten die Wahlwiener ihr Albumdebüt vor. Dieser Tage erscheint mit „Unsere Welt braucht dich“ der Nachfolger.
Plexus Solaire – Pardon My French!
Musikarbeiter unterwegs – über eine Sprachbarriere mit Plexus Solaire
Seit 2002 macht diese Band in Wien ihre Musik. Eine Besonderheit ihres lässigen Sounds: Gesungen wird Französisch.
Der doppelte Blick auf Obdachlosigkeit
Vom beengenden Kärnten ins befreiende Wien
Der Augustinverkäufer Josef Geric kennt Obdachlosigkeit von zwei Seiten. Einerseits hat er für ein paar Jahre ehrenamtlich an der Seite von Pater Georg Sporschill Menschen ohne Wohnung betreut, andererseits verlor er allmählich den Boden unter den Füßen und wurde selbst obdachlos. Seit zwei Jahren erlebe er aber einen starken zweiten Frühling, denn die Alkoholsucht habe er Dank seiner Freundin erfolgreich bekämpft.