«ausweg.los»
Gewalt in der Familie

Das Stück bringt die Welt der Jugend den Erwachsenen näher. Es zeigt dem Publikum, dass sie ein Recht darauf hat, aufzuwachsen ohne unter physischen und seelischen Schmerzen leiden zu müssen. Das Ziel der jungen Schauspieler ist es, Sensibilität für das Thema Gewalt in der Familie zu wecken und das Publikum hellhöriger für dieses Problem in der Gesellschaft zu machen.
Das warme Pulloverhaus
Kindertheater Lilarum oder der Hilferuf eines Hasen

Um Lagerkoller zu vermeiden, sollten sich Leute mit Kindern im Winter rechtzeitig nach Spielplatz-Alternativen umsehen. Eine aufregende Abwechslung bietet das Puppentheater Lilarum.
In der Luft hängen
Bericht über eine hartnäckige Unterstützungsverweigerung
Die türkische Regisseurin Emel Heinreich bringt seit Jahren Themen wie Zwangsheirat, Migration, Heimat und Identität auf die Bühne. Mit erfolgreichen Tourneen durch ganz Österreich – nur in Wien wird ihre Arbeit von der öffentlichen Hand nicht geschätzt.
Unser Gelächter wird euch begraben
Dario Fo in der Provinz: viel Applaus im Stift für den Feind der Stifte

Emina Eppensteiner ist Hure, Totengräberin, Klosterschwester, Landvermesserin. Merten Gareiss ist Staatssekretär, Patient der geschlossenen Psychiatrie, Dieb, Minister, Arzt. Die jeweils letztgenannte Profession ist die reale. Alles andere sind Rollen. Auch die anderen Mitglieder der Theater-Spiel-Gruppe-Lilien-Feld, zusammen mehr als ein Dutzend, sind Laiinnen und Laien. Mit der mehrmaligen Aufführung des Dario-Fo-Stücks «Siebentens: Stiehl...
«Narziss hat wie ein Beamer ein Bild geworfen»
Der Philosoph, Tänzer und Choreograf Michael Turinsky anlässlich seines «Narcissus Project»:

Im Tanzbereich ist Michael Turinsky ein gefragter (Gespächs-)Partner bzw. Experte, den es heranzuziehen gilt. Paradoxerweise stößt er im Behinderten-Betreuungsbereich mit seinen Expertisen auf taube Ohren.
Nach der Orgie? Wird Theater gespielt!
Claudia Bosse vom «theatercombinat» bietet keine Unterhaltungsware an

Was haben der Schlachthof St. Marx, die Rennbahnwegsiedlung, der Schwarzenbergplatz und die Ankerbrotfabrik gemeinsam? Sie alle waren Schauplätze der Theaterperformances von Claudia Bosse. Ihr neues Stück «vampires of the 21st century oder was also tun?» hat am 8. Dezember Wien-Premiere. Der Augustin sprach mit ihr über die neue Produktion, körperliche und geistige Überforderungszustände und über die Frage: Warum zum Teufel noch Theater?
"Jetzt geht uns die Luft aus"
Das Viertel boomt, aber der Ort des Aufbruchs kämpft ums Überleben. Amerlinghaus schlägt Alarm

Das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus ist der Rest beziehungsweise das Erbe der wilden 70er Jahre, als eine Besetzungsaktion ein Stadtviertel für das Baukapital interessant machte, das von der Stadt dem Verfallsprozess preisgegeben schien. Die Stadt aber schmückt sich mit den Federn des Spittelberg-Revitalisierung-Vorzeige-Modells und lässt das Kulturzentrum, für dessen Pionierrolle sie sich eigentlich bedanken müsste, sukzessive ver...
Kannibale und Liebe
Chor der Schweinegrippe-Hysteriker in der Drachengasse
Die Persönlichkeit des Schweinegrippe-Hysterikers bildet sich durch den Konsum von Boulevard-Medien heraus. Mit existenziellen Mini-Dramen, in denen die großen Themen Liebe, Sexualität, Geld, Leben und Tod vorherrschen, sättige sich der Schweinegrippe-Hysteriker, heißt es einleitend zu "4 Gossip Operas", dem Werk des Komponisten, Autors und Regisseurs Alexander Kukelka, das im Theater Drachengasse im Jänner uraufgeführt wird. Zuffällig se...
Die "Nicht-Befürwortung" einer Theaterform
Was der Kulturbeamte nicht kennt, subventioniert er nicht ...
Forumtheater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten. Es beschäftigt sich unter Mitwirkung des Publikums mit Ungerechtigkeiten in sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen.
Nach 1993 in Rio de Janeiro und 1997 in Toronto wird das WeltForumTheaterFestival heuer erstmals in Europa durchgeführt, auf sechs österreichische Städte verteilt – und die Kulturabteilung der Stadt Wien scheint mit dieser (politischen) Form des...
Flüchtlingskunst für Flüchtlingskinder
"Sich nicht weh tun, wenn es einem schlecht geht"
Für bundesweite Integration der traditionellen österreichischen Eingeborenen mit Flüchtlingen, die in der Politik gerne zur Ablenkung von wirtschaftspolitischen Fragen missbraucht werden: Durch fast alle Bundesländer tourt das Theaterstück „da.Heim.AT.los“. Im Ensemble SchauspielerInnen aus den betroffenen Österreich-Teilen.
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Überlebenstheater findet Stadt
Eva Brenner und Andreas Pamperl zu Problemen freier Theaterarbeit in Wien
Fleischerei, Projekt Theater Studio, Experimentaltheater. Das Theater in der Kirchengasse 44 hat viele Namen. Seit über fünfzehn Jahren verwirklicht Eva Brenner mit ihrem Team vielfältige Theaterprojekte. Vor allem die Inszenierungen literarischer Texte von AutorInnen wie Marlene Streeruwitz, Werner Schwab oder Ingeborg Bachmann haben das Theater bekannt gemacht.
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Hemmungsloses Wildern
AMPE Geusau macht Theater dort, wo nicht "Theater" draufsteht
Mit „Polkadots“ funktionierten AMPE Geusau vor sieben Jahren eine Wiener Abbruchswohnung für einige Tage zur Theaterbühne um. Oliver Hangl, Spezialist für Umsetzungen von Alltagskultur in öffentlichen Räumen, lud kürzlich die Theatergruppe zur Wiederaufnahme einer skurrilen Neurosen-Versammlung in seinen „k48“ in Neubau.
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Kunst seziert Wirklichkeit
3Raum-Anatomietheater: Hubsi Kramar hilft der "obdachlosen" Theaterszene
Das wichtigste Theaterstück von Alberto Moravia ist ohne Zweifel das 1968 geschriebene „Il dio Kurt“ („Der Gott Kurt“).“ Für manche KritikerInnen ist es d i e Ödipustragödie der modernen Zeit. Saul, ein jüdischer Auschwitz-Häftling, wird zur Ödipus-Rolle gezwungen. Dass der Wiener Theatermacher Hubsi Kramar die seit vier Jahrzehnten überfällige deutschsprachige Erstaufführung dieses großen Wurfs von Weltliteratur realisierte...
Wie die Nachfrage der Heiratsfähigen nach Sandra Selimovic versiegte...
... und die Nachfrage der Bühnen anschwoll
Mich interessiert nur Theater, das keine Guckkastenbühne braucht und wo die Grenzen zwischen dem Verhalten des Publikums und den Aktionen auf der Bühne undeutlich werden, sagt Erwin Kisser, Autor der „Burgenländischen Hochzeit“. Geht dein Konzept auf? fragen wir skeptisch. Und wie, antwortet Kisser. Fragt doch Sandra Selimovic. Sie spielt die Braut. Und weil man im Burgenland die Bräute zu entführen pflegt, geschah es...
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Politische Nervenentzündung
Nach vielen Stationen der Flucht erwies sich Österreich nicht gerade als G´mahde Wies´n.
Die Welt des iranischen Theaterregisseurs Bahram Parsa ist voll skurriler Einfälle und philosophischer Ideen. Leider stört die Real-Politik immer wieder. Und die flache Niere – so flach, wie sie dem behandelnde Arzt noch nie bei einem Patienten begegnet waren. Auch der Nierenschaden ist Real-Politik. Er stammt aus Bahrams Haftjahren.
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"Was ich mir erträumte, fand statt"
Airan Berg: Auch Theater, das versucht, unpolitisch zu sein, ist Politik
Airan Berg verlässt nach sechs Jahren das Wiener Schauspielhaus, um in Linz als künstlerischer Leiter für darstellende Kunst für die „Kulturhauptstadt 09“ zu arbeiten. Und schweigt nach wie vor über interessante Projekte – denn „Dinge, die man zu früh verrät, kommen dann nicht“, erklärt er im Augustin-Gespräch.
Feiern mit Leopold Bloom
Palm macht Urlaub von Mozart und zelebriert James Joyce
Die freie Kunstrepublik AugartenStadt hat den 16. Juni zu ihrem ersten offiziellen Feiertag erklärt. Den weltweit als Bloomsday bekannten Termin erklärt sie zum Tag der Freiheit der Kunst. James-Joyce-Kenner, Autor, Regisseur und Aktionist Kurt Palm skizziert im Folgenden die Entstehung und Bedeutung des Feiertages. Palm ist einer der Zeremonienmeister der Bloomsday-Rituale, die an den Schauplätzen Gaußplatz 11 (Wien 20) und Bunkerei (Aug...
Kunsthaft und Strafkultur
Warum überall Seelsorger im Häfen und (fast) nirgends RegisseurInnen?
Date your Destiny. Theaterprojekt mit Insassen der Justizanstalt Gerasdorf. Konzept und Regie: Tina Leisch. Text: Alma Hadzibeganovic. Choreografie: Zoran Bogdanovic. WIR_HIER, Frauenkunst unter Strafe. Kunstprojekt Theater, Film, Hörbuch, T-Shirts, Coverbags mit Insassinnen der Justizanstalt Favoriten. Projektleitung: Beate Göbel. Zwei Beispiele von Kunstarbeit im Strafvollzug. Punktuell, temporär, nicht in jedem Häfen geduldet. August...
ZuschauerInnen beim Zuschauen beobachten
David Maayan vermittelt ungewöhnliche Theatererlebnisse
Das Stück Der Familientisch war erstmals 2005 bei den Wiener Festwochen zu sehen. Seit 21. März – und nur noch bis 8. April – servieren Regisseur David Maayan und sein Ensemble eine veränderte Version: Der Familientisch – 9 Monate später. Wie schon beim ersten Mal führen die DarstellerInnen ihr Publikum durch die Stadt und geben dabei Einblicke in ihre Lebens- und Familiengeschichte. Danach kehren alle gemeinsam, Schauspi...
Darf ich ihnen noch einen Toten anbieten?
Arbeitsjournal eines Theaterexperiments, Teil 5
Am 4.2.1995 wurden vier Männer ermordet, weil sie Roma waren. Eine Sprengfalle, wenige Meter von der Oberwarter Romasiedlung entfernt, tötete Karl und Erwin Horvath, Peter Sarközy und Josef Simon. Mit der Inszenierung von Elfriede Jelineks "Stecken, Stab und Stangl" möchte ein interkulturelles Ensemble unter der Leitung von Tina Leisch an dieses Attentat erinnern.
Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" weitete sich aus
Brot für alle, Spiel für alle
Die Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" ist eine Kooperation der österreichischen Armutskonferenz mit diversen VeranstalterInnen im kulturellen Bereich. Sie ermöglicht sozial Schwachen einen Gratiszugang zu Theater, Musik, Film oder Museum. Wenn der Staat seiner Pflicht nachkäme und sich darum kümmern würde, dass nicht immer mehr Menschen draußen aus dem Spiel bleiben, würde sich die Aktion erübrigen ...
Entjubelung mit Jelinek
Arbeitsjournal eines Theaterexperiments. Teil 1.
Am 4. 2. dieses Jahres war es zehn Jahre her, dass Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon in Oberwart ermordet wurden. Vor fünf Jahren erhängte sich der Täter Franz Fuchs in seiner Zelle. Für die Öffentlichkeit war der Fall damit erledigt. Nicht aber für diejenigen, die auch heute noch Entwürdigung per rassistischem und antiziganistischem Zeitungs- und Alltagsjargon erleben. Tina Leisch inszeniert aus diesem Anlass Elf...
Hubsi Kramars Gratwanderungen
Scheibbser Nestbeschmutzer rächt sich
Hitler wollte den Opernball besuchen. Hitler wollte mit der reschen Frau Riess-Passer ein Tänzchen machen. Aber das wurde verhindert. Denn Hitler wurde gewaltsam festgenommen und wegen des Verdachts der Wiederbetätigung stundenlang verhört...