ico_youare10g.gif ZEITUNGVORSTADT
1

Fast eine Hafenspelunke

Der Tschocherl-Report (5. Teil)

Fantasiebegabte Nostalgiker_innen mögen bei einem Lokal wie dem Donaubeisl an einen Ort denken, wo Wien zur Weltstadt wird: Zu einem Treffpunkt von vollbärtigen Kapitänen und tätowierten Matrosen, die sich im verrauchten Hinterzimmer Geschichten über die Donau und die sieben Weltmeere erzählen, dabei allerlei Seemannsgarn spinnen und bei Meinungsverschiedenheiten gern mal die Fäuste sprechen lassen.

Letzte Station Florida

Der Tschocherl-Report (1. Teil)

article_1754_vor-tschocherl1©peterm.m_160.jpg Tschocherl sind fixer Teil der Wiener Lokalkultur. Anders als beim Heurigen, dem Wiener Kaffeehaus und dem Altwiener Beisl sind sie aber weder beim etablierten Bürgertum noch bei Tourist_innen beliebt. Das ist mit ein Grund dafür, warum sich das Idiom des Wienerischen hier so roh und unverfälscht erhalten hat.

Fair Play im Wandel der Zeit

Was ist eigentlich fair?

article_1744_fuss-fairplay_160.jpg

Alle wollen, alle sollen fair sein. Aber was ist Fairness? Wo liegen ihre Wurzeln? Und wieso hat Österreich noch nie die Fair-Play-Wertung der UEFA gewonnen? Eine Spurensuche inklusive Lokalaugenschein bei angeblich besonders unfairen Mannschaften.


VORSTADT - Hannes Gaisberger - 01.06.2011 mehr lesen »

Der Fußballplatz als Wohnzimmer

Frauenmannschaft des KSC/FCB Donaustadt

article_1731_fuß©_160.jpg Beim Stichwort Frauenfußball fallen uns als Erstes USC Landhaus und SV Neulengbach ein, jene beiden Vereine, die hierzulande schon am längsten dabei sind und den Meistertitel unter sich auszumachen pflegen. Die Frauenmannschaft des KSC/FCB Donaustadt besteht erst seit 2007, doch innerhalb kurzer Zeit hat sie schon Großes vollbracht.

"Seit Anfang an"

Walter Szabo bringt dem Augustin die Zeitung

article_1580_walter_160.jpg Dienstag, halb vier. Vor dem Verkaufsbüro der Straßenzeitung Augustin in der Reinprechtsdorfer Straße steigt wieder einmal die Spannung. Gleich wird sie da sein, die neue Ausgabe. Die freiwilligen Helfer, die sie auch heute von den Paletten im Hof heben und in die Stauräume des Büros bringen sollen, sind jedenfalls schon da. Ein gutes Dutzend, die drei Sozialarbeiter miteingerechnet.

«Subtile Erotik»

Marianne Gruber tanzt in ihrem Fachgeschäft in der Ottakringer Straße Bauch. Sehenswert!

article_1573_mariannegruber_160.jpg Ottakringer Straße Nr. 96. Gewiss keine Adresse, die in Wien als bemerkenswert fein gilt. Bellissimas Orient-Palast. Gewiss kein Schriftzug, der die Laufkundschaft en masse ins Geschäft lockt. 100 Kilogramm auf 170 Zentimeter verteilt. Gewiss kein Körpermaß, das dem hiesigen Schönheitsideal zu 100 Prozent entspricht.
In der Tat stellt Marianne Gruber mit ihrem Bauch einige Klischees auf den Kopf. Die 53-jährige Geschäftsfrau führt an der Ottakringer Straße, die rechts von der Mitte postalisch nach Hernals tendiert, «den größten Bauchtanzbekleidungsladen Europas».

Weitermachen, wo Pelé begann

Der Augustin wird den Fußball, der Fußball wird die Welt nicht ändern. Oder doch?

article_1556_fußball_280_160.jpg Der Augustin lädt zum Fußball-Cup. Zehn Hobby-Teams, soziologisch das Spektrum zwischen Dichtern und Obdachlosen ausfüllend (also eigentlich ein enges Spektrum), wetteifern um den Augustin-Pokal. In der internen Debatte über den Charakter des Fußballfestes feierte das abgehakt geglaubte Zerwürfnis zwischen Realos und Fundis fröhliche Urständ.

Halb Kraut-Laden, halb Rapid-Shop

Die "Kraut-Elfi" vom Wiener Meiselmarkt

article_1475_elfirauscher_160.jpg Seit 15 Jahren hat Elfriede Rauscher ihr eigenes Geschäft im Wiener Meiselmarkt. Und schon seit Ewigkeiten ist die 63-jährige Verkäuferin Rapid-Fan.

"Wie Exoten"

Lokalmatadorin Nr. 214

article_1373_kramer_160.jpg Ulrike Kramer studiert die Sprachnuancen, die anzeigen, dass der Wiener kein Deutscher ist. „Lokalmatadore“ nennt sich auch der Sammelband dieser Porträt-Serie – erhältlich bei gut sortierten Augustin-VerkäuferInnen sowie im Buchhandel.  

Ritter, Tod und Teufel

Die Kaffeehaus-Falle im Mietrechtsgesetz

CafeRitter.jpgWenn das Café Ritter – 1867 woanders gegründet und 1905 in die Mariahilfer Straße übersiedelt – zusperren müsste, ginge ein weiteres denkmalschutzwürdiges Beispiel der klassischen Wiener Gastronomie den Weg aller Spekulationsobjekte.


Nur für die Leser

Lokalmatadorin Nr. 210

Hirsch_1.jpg




Maria Hirsch arbeitet seit bald vier Dezennien
in der städtischen Bücherei in der Zirkusgasse.


"Die Mischkulanz"

Beppo Beyerl ist ein Flaneur vom alten Schlag, der detailliert den Ost-Charme Wiens skizziert

BeppoBeyerl.jpgDer Be-Be aus Meidling, Jahrgang 1955, damit so alt wie der Staatsvertrag, gehört noch einer Generation an, die nicht x-mal mailen, smsen und mobiltelefonieren muss, um sich zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort einzufinden. Ein Anruf, eine Zusage – und der Be-Be ist gestellt.
Zum Beispiel auf der Kennedybrücke. Mit dem 60er geht es heute wieder einmal raus nach Rodaun. So wie damals, als ihn die Frau Mama noch Bepperl rufen durfte und der Herr Papa nicht Tschechisch mit ihm reden wollte. Die Mama aus dem nahe gelegenen Mauerbach. Der Papa aus Karlovy Vary, dem berühmten Karlsbad. Ein angesehener Holzhändler, der nach dem Kommunistenputsch 1948 seiner Heimat den Rücken gekehrt hatte und der auch auf der Fahrt nach Rodaun keinen Sinn darin erkennen wollte, dem einzigen Sohn eine wildfremde Sprache beizubringen, die doch nur jene Elenden benötigten, die hinterm Eisernen Vorhang bleiben mussten.


Aufgeklärtes Wien

Verhütungsmuseum ist weltweit einzigartig

Verh__tung.jpgUnweit des Westbahnhofs ist nicht nur die Abtreibungsklinik Gynmed des Gynäkologen DDr. Christian Fiala beheimatet, sondern auch Wiens einzigartiges Verhütungsmuseum. Nach vier Jahren Vorarbeit wurde das bislang noch eher unbekannte Museum 2007 mit fast 1000 Ausstellungsobjekten, die Schwangerschaftskontrolle zwischen Verhütung und Abbruch zeigen, eröffnet.


VORSTADT - Judith Götz - 25.02.2009 mehr lesen »

Niemand rollt so schnell wie ich

Ein "versteckter" Spitzensportler im Pool der AugustinverkäuferInnen

Am 15. September des Jahres 2007 brach Mircea Tănase auf, um westwärts zu rollen. Er erregte kein Aufsehen. Keine JournalistInnen versammelten sich rund um den Rollstuhl Mirceas auf jenem Bukarester Platz, den der Abreisende seither nie wieder betreten hat. Dabei hätte das Unterfangen des Behinderten-Spitzensportlers Mircea Tănase mediale Aufmerksamkeit verdient.

Der Rechtsaussen und das Spanferkel

Fußball und Politik

Der FPÖ-Rechtsaußen Martin Graf soll Dritter Nationalratspräsident werden. Als Präsident des Oberligisten Hellas Kagran missbrauchte er den Verein für eine FPÖ-Wahlveranstaltung. Während die Verbandsstatuten keine Handhabe gegen rechte Agitation am Fußballplatz vorsehen, protestiert ein Teil der Frauenmannschaft gegen die politische Vereinnahmung ihres Klubs.

Traktat zum Lattentreffer

Wo, wenn nicht beim Augustin Cup, herrschen neue Fußballregeln?

augustin_cup.jpgZwei „Regelverstöße“ beim ersten Fußballturnier um den Augustin Cup Mitte September in Wien: Erstens gewann nicht das siegreiche Team diesen vom Augustin gestifteten Pokal (die Mannschaft des Fußballmagazins Ballesterer), sondern die bestplatzierte Mannschaft aus dem Obdachlosenbereich (Tageszentrum Josefstädter Straße); zweitens wurde erstmals in der Geschichte des Fußballs jene Mannschaft prämiert, die die meisten Stangen- und Lattentreffer erzielte – nämlich das „neunerHAUS“-Team. Bei der Siegesfeier am Abend des Turniertags konnte, wer wollte, folgendem Vortrag folgen, der jenen seltsamen Schuss ehrt, der weder daneben geht noch ins Tor.


Mit dem Nationalteam im Knast

Gilbert Prilasnig und der Homeless-Fußball

Fu__ball.jpgEinmal im Jahr erklingt für Österreichs Nationalmannschaft die Hymne beim
Homeless-Worldcup. Sportlicher Leiter des Homless-Teams ist der Ex-Sturm-Abwehrrecke und Ex-Internationale Gilbert Prilasnig. Mit ihm musste der ganze Kader jüngst in den Knast …


Sturm & Drang und andere Schubladen

Dank Klaus Hundsbichler geht die Weltrevolution von Wien aus

Hundsbichler.jpgWeltrevolution“. So bombastisch der Titel seines Films klingt, so angenehm bescheiden wirkt der Filmemacher selbst. Die Premiere des vom Stefan-Weber-Fanclub lang ersehnten Drahdiwaberl-Films ist der zweite große Höhepunkt in Klaus Hundsbichlers beruflicher Laufbahn. Der erste, 30 Jahre vorher, bahnte sich im Keller von Frank Zappa an.


Die "Mamsch" vom Slovan

Mit 80 als Zeugwartin am Heimplatz des FC SW Augustin

Friedrich__Wito.jpgBeim Slovan HAC sorgen gleich drei Frauen für einen reibungslosen Spielbetrieb: Präsidentin Tatjana May, Vizepräsidentin und Kantineurin Jutta Burg und Zeugwartin Gertrude Friedrich. Letztere ist eine „Institution“ beim Verein und wurde nun mit dem silbernen Ehrenzeichen für ihre Verdienste um den Fußball ausgezeichnet. 40 Jahre Fußballplatz – das Porträt einer Frau.


Alle jagen Neulengbach

Neuer Play Off - Modus in der Frauenfußball - Bundesliga

Fu__.jpgSo spannend wie heuer war die Frauen-Bundesliga noch nie. In der Frühjahrsrunde, die im neuen Play-off-Modus ausgetragen wird, machen gleich vier Spitzenteams Jagd auf Serienmeister SV Neulengbach. Zwei Traditionsvereine dagegen stecken im Abstiegskampf.


"Gleich eingeschnappt"

Lokalmatadorin

CorneliaEhmayer.jpgCornelia Ehmayer bittet die Metropole auf die
Couch – sie ist Wiens erste Stadtpsychologin.


Brausebäder, Lakritzengläser, Halskrawatten

Mit der geborgten Hasselblad flanierte R. Niedermeyer durch "mein Wien"

Niedermayer_Einsiedlerbad.jpgZeugnisse eines Verlustprozesses, die Schauplätze vor ihrer Zu-Tode-Modernisierung, der Zustand vor dem Verlöschen der für wertlos erklärten städtischen „Altlasten“ vor dem Hintergrund der Angleichung der Weltstädte in der Ästhethik des Neoliberalismus – das Thema vergangener und zukünftiger Fotoreportagen im Augustin ist auch jenes von Ronnie Niedermeyer. Mit einer ausgeliehenen Hasselblad unterwegs, hat der Wienbeobachter die Sujets für seinen im Vorjahr erschienen Bildband „Zeit und Wien“ gesammelt. Die Begriffe „Foto“ und „Niedermeyer“ stehen in unserer Geschichte freilich in einem ganz anderen Zusammenhang, als der sprichwörtliche gelernte Wiener vermutet.


Wien oder Bratislava, das ist die Frage

Ein Rätsel für unsere Leser/innen

„Typisch Osteuropa“, unzählbar oft ist dieses Urteil zu hören, wenn Wessies sich in Budapest, Jena, Krakau, Belgrad, Bratislava aus den herausgeputzten und nach neoliberalistischer Art nivellierten historischen Zentren hinauswagen – dorthin, wohin keine touristischen Sehenswürdigkeiten bereit stehen, wo die berüchtigten „Arbeiterschließfächer“ (ddr-deutsch für Plattenbauten) von einem gescheiterten Großexperiment künden.

"Mit Menschen"

Lokalmatadorin

vor_Lokal.Wegerer__mario.jpg Beate Wegerer verhilft zur Allgemeinbildung,
als Bibliothekarin in der Hauptbücherei Wien.

­

Flüstern hinter vorgehaltener Hand

Bei einem Pubquiz kommt es darauf an, was man tatsächlich weiß

In einem Beisl warten die Leute gespannt darauf, schwierige Fragen gestellt zu bekommen, danach sitzen sie nachdenklich beisammen, flüstern miteinander und schreiben schließlich Antworten auf kleine Zettel. – Was ist da nur los?

"Blau-gelb ist mein Herz"

Lokalmatadorin

Tanja Richter trägt einen Mantel von Prada –
und zum Wochenende die Farben der Vienna.

"Fairplay" macht Schule

Was hat Fußball mit Jugendarbeit, Integration und Kulturvermittlung zu tun?

Das soziale und integrative Potential von Fußball wird in der Sozialarbeit mit Jugendlichen schon länger genutzt. Im Vorfeld der nahenden Europameisterschaft gibt’s nun Initiativen, um ideelle Werte des Fußballs, wie Toleranz, Fairness, Teamgeist und Respekt auch im Unterricht an Schulen zu vermitteln. Der Augustin stellt drei aktuelle Projekte vor.

Geschichten und G’schichtl’n über den Wiener Fussball

Ein Reiseführer durchs Wiener Unterhaus

WienerFu__ball.jpg55 Wiener Fußballplätze hat der Augustin-Autor und Trainer der Werkself „Schwarz Weiß Augustin“, Uwe Mauch liebevoll porträtiert. „Wien und der Fußball“ bereitet nicht nur Fußballfreunden großes Lesevergnügen, sondern macht auch „Neueinsteigern“ Lust auf einen Fußballplatzbesuch.


Das Seidel/Achterl-Prinzip

Der tischnahe Kleiderhaken und andere Kriterien des Wirtshauses

Was ist der historische Unterschied zwischen einem Gast- und einem Wirtshaus? Das Wirtshaus war das Haus, in dem der Wirt des Gasthauses wohnte und wo er einen Raum freimachte, in dem seine Stammgäste auch noch außerhalb der Sperrstunde zu ihren Vierteln kommen konnten. Eine Ausstellung im Wien-Museum lässt beides hoch leben.


"Unter den Zwei Linden"

Toni Sudy, Wirt und Reiki-Meister

Betritt ein Gast das Wirtshaus am Schüttel 5 im 2. Bezirk, unweit der Franzensbrücke neben dem Donaukanal, befindet sich links der Stammtisch mit Leuten aus dem Gemeindebau. Sie sitzen fast täglich hier.

Flanieren im Orient

Von der temporären Zweckentfremdung eines Stundenhotels

Am Sonntag, 6. Mai 2007, ist Österreichs berühmtestes Stundenhotel, das „Orient“ am Tiefen Graben im Zentrum Wiens, Schauplatz der „Langen Nacht der Liebe“. Für eine Veranstaltung zum Internationalen Hurentag (2. Juni) habe er jedoch sein Hotel nicht zur Verfügung gestellt, erklärt Chef Schimanko junior dem Augustin. Grund: Das Puff-Image des Orient ist Geschichte und soll Geschichte bleiben.


Der Ballredner

Steffen Hofmanns Augustin-Connection

„Den kenn ich – der kommt oft zu uns“, sagt Steffen Hofmann und deutet aufs Coverfoto des Augustin, das die Gewinner des Obdachlosen-Cups in Jubelpose zeigt, genauer: auf Willy Gröschl, den Erzesten aller Erzgrünweißen im schwarzweißen Augustindress.

Highlander auf der Hohen Warte

Ein Violetter im blau-gelben Höhenflug

Mit der Austria hat Thomas Flögel alles gewonnen. Zur Spielerpersönlichkeit hat ihn erst die schottische Härte gemacht. Nun versucht er, die Vienna zu alter Größe zurückzuführen.


Blumen für die "Blauhelmtruppe"?

Frauen im Fußball. Expertinnen ziehen Bilanz:

Eine spannende Diskussion mit hohem Informationsgehalt und Spaßfaktor über "Frauenfußball und Fußballfrauen" entwickelte sich im "Club 2x11", zu der die Büchereien Wien, der "Ballesterer", "tipp3" und "FairPlay" einluden.

"Exoten-Status"

Claudia Kogler sitzt im alten Baumgartner Kino

Software statt Cinemascope: Im ehemaligen Baumgartner Kino in der Hütteldorfer Straße Nr. 253 läuft heute der Film „Moderne Arbeitswelt“. Nur der ursprüngliche, von den Holz-Sitzreihen befreite Kinosaal erinnert noch an das vorvirtuelle Zeitalter. Die Hauptdarsteller hingegen sind durch die Bank Protagonisten einer schnelllebigen Welt, in der es schon lange nicht mehr Pragmatisierung und Pensionsvorsorge spielt.

"Moderner Held"

Richard Barta, Notarzt bei der Wiener Rettung

Erster Einsatz um 9.45 Uhr: Mit Blaulicht rast ein weißer Passat-Kombi aus der Rettungsstation Leopoldau. Am Steuer der Sanitäter, auf dem Beifahrersitz Notarzt Richard Barta. Auf dem Display im Fonds des Wagens die Adresse des Einsatzorts: Eine Kleingartensiedlung an der Brünner Straße.

Golf für das kleine Portemonnaie

Über den "Rand einer Randsportart"

Aus Randsportarten werden oft Trendsportarten und in weiterer Folge vielleicht gar Massenbewegungen. Wie steht es nun um die ersten depperten SnowboarderInnen, um die ersten narrischen InlineskaterInnen oder um die ersten wahnsinnigen MountainbikerInnen? Auf der Donauinsel, Höhe Steinspornbrücke, tummelten sich am 4. und 5. November über siebzig bescheuerte SportlerInnen, die sich Frisbeescheiben nicht zu, sondern durch die Gegend warfen und wirbelten. Ein Lokalaugenschein bei der 11. Auflage des Wiener Discgolf-Turniers „Jan Becher Memorial“.
VORSTADT - Falko Weißpflog - 15.11.2006 mehr lesen »

Rettet Fannys Grab

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (11): Währinger Friedhof

2006 –in Österreich feiern „wir“ das Mozartjahr. TausendeTouristInnen klappern die Mozart-Sehenswürdigkeiten ab. Das Mozartgrab im St. Marxer Friedhof gehört dazu, der als „der letzte erhaltene Biedermeier-Friedhof von Wien“ bekannt ist. Dass es in Wien einen zweiten, ebenso historisch wertvollen Friedhof aus dieser Zeit gibt, ist weder vielen Einheimischen noch den BesucherInnen bekannt. Es ist der Jüdische Friedhof in Währing.
VORSTADT - Lisa Berwald - 15.10.2006 mehr lesen »

Der Sommer des Entgegenkommens

Als 1981 die FKK-Zone kam, war plötzlich das "Oben ohne"-Verbot obsolet

Über den Nimbus des Gänsehäufels, des größten Wiener Freibades. Über den Lebensreformer Florian Berndl, der wesentlich zum Nimbus beitrug. Über den Einzug der Nackten auf die Insel vor 25 Jahren. Über die kleinen Widerstände dagegen. Über die besten und schlechtesten Monate des Badebetriebs. Und über das Talent einer Zeitung, das richtige Thema zum falschen Zeitpunkt zu publizieren.

Am Berndlhäufel

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (10): Im 100-jährigen (?) Bad

Bis zu 30.000 Personen bevölkern an den heißesten Tagen den zwei Kilometer langen Strand des Gänsehäufels. Nullthema für eine Rubrik, die sich den unbekannten Räumen Wiens widmet? So populär das Sommerbad ist, so vergessen ist sein Gründer. Ein Tipp für MenschenmassenflüchterInnen: Die Anlage bei Schlechtwetter zu besuchen (werktags ab 9, samstags und sonntags ab 8 Uhr) kann als Wallfahrt auf jene Insel zelebriert werden, auf der ein gewisser Florian Berndl unverfroren das Verschmähen heiliger Anstandsregeln des 19. Jahrhunderts predigte.

Grünweiße Liebhaber

Rapid Amateure auf dem Sprung in die Regionalität

Amateur heißt wörtlich Liebhaber. Bei einem Rapid Amateur ist die Sache klar: Er liebt Rapid. Liebt Rapid ihn dafür nicht mindestens ebenso wie er sie? Fragen wir doch einfach Trainer, Spieler und Amateure-Liebhaber ...

Bei den Eibensteinerinnen

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (7): Panozzalacke

Als wir im Mai noch ohne Arbeit waren, / versuchten wir es nicht mehr auf dem Bau; / wir packten uns zusammen, wie wir waren, / und bauten uns ein Zelt in der Lobau. / (...) Um Pfingsten hatten wir schon braune Rücken, / wir schwangen nackt im Gras den Schleuderball; / die Dämmerzeit mit ihren vielen Mücken / verbrachten wir im roten Reisigschwall ...

Wir sind unter euch

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (8): Stuwerviertel

Tschuschisches Selbstbewusstsein: Noch ist der Schriftzug „Kanak Attack“ auf einer Hauswand im Stuwerviertel keine Drohung, sondern ein Spiel mit der Drohung.

Rohr schlägt Rübe

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (6): "Sprachinsel" Hohenau

Zu Gast bei den Tutscheks, Swatschinas, Potmesils, Holys und Schubtschiks. Um zu hören, wie sie noch immer böhmakeln, besuchen Sie am besten das traditionelle Weinkellerfest am ersten Juliwochenende. Wer sich von den gängigen Kellergassenprospekten –laut diesen ist Hohenau kellerberglos –beirren lässt, ist selber schuld.

Alte Haudegen

Fußball in Favoriten – Ein Streifzug in Folgen (1)

Kaum ein Bezirk konzentriert die Vielfalt und Lebendigkeit des Wiener Amateurfußballs so wie der zehnte. Zeit und Grund genug, sich auf die Suche nach den Besonderheiten und den Normalitäten gegenwärtigen Favoritner Kugeltreibens zu machen.

Hinter der Siedlung wächst das Gras

Fußball in Favoriten – ein Streifzug in Folgen (2)

Derbytime: Der FavAC zu Gast beim kleinen Bruder IC Favoriten, der große Träume hegt. Und der Augustin trifft einen Döblinger Extrabrennfahrer, der vor 15 Jahren buchstäblich bei null begonnen hat.

Gebühr machen

Christine Sauerzopf ist – wie die Wiener nicht sehr respektvoll sagen "ein Schwarzkappler"


Wia da Wein ohne Alk: Kagran ohne Falk

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (2): Café Falk

I geh am liabstn ins Falk ...

Das große Testen

Straßenzeitungskicker als Schuhexperten

Frostiger Montagabend in Transdanubien: Fünfzehn erschrockene SW-Augustin-Fußballer stehen drei Bergen von Fußballschuhen gegenüber, die nur so darauf warten, durchprobiert und getestet zu werden. Drei große Sportartikelhersteller wünschten sich Expertisen über ihre „Hallenböcke“.

Bucheckern

Christas Sparküche

Fünf Jahre habe ich mich an den Früchten der Buche (Fagus sylvatica, ein Buchengewächs) vorbeigeschwindelt, weil die Literatur über die Genießbarkeit der Bucheckern sehr unterschiedlich berichtete. Endlich habe ich für mich das Rätsel lösen können: Die Nusserln enthalten giftige Blausäure, die sich aber durch Erhitzen (Sieden, Darren, Rösten) in ungiftige Abbauprodukte verwandeln oder überhaupt entfernen lässt.

Ein Penzinger Familienbetrieb mit tschechischer Vorgeschichte

Der Slovan-Humanismus

Vor hundert Jahren wurden TschechInnen in Wien als ArbeiterInnen gebraucht, aber nicht geliebt. Mit Mut und Ausdauer begannen sie, ihre eigenen Strukturen zu entwickeln. Ein Resultat ihres Eigensinns existiert noch heute: der Slovan HAC.

Udo Huber - der Herr Vizepräsident als Pausenmoderator

Von den "Großen Zehn" zum Sportklub

"Mister Hitparade" Udo Huber ist neuer Vizepräsident des Wiener Sportklub. Eine fast logische Funktion für den "eingeborenen Dornbacher", der nicht nur seit Jahrzehnten Fußballfan ist, sondern auch jedes Jahr bei den "Masters" österreichische Schwimmtitel erringt, und in den Achtzigern zu den 100 bekanntesten ÖsterreicherInnen gehörte.
VORSTADT - Bernhard Hachleitner - 15.07.2005 mehr lesen »

Land Art Cross Soccer

Über die Dörfer - ein Fußballexperiment

Am 3. Juli 2005 kam es im oberen Mühlviertel zu einem außergewöhnlichen Doppelpass zwischen Sport und Kunst. Zum Abschluss des „Festivals der Regionen“ trafen sich zwei Nachbarorte zu einer fußballerischen Auseinandersetzung unter dem viel versprechenden Titel „"Land Art Cross Soccer"“.

"Meine Heimstätte"

Walter Znenahlik kam als Sportler viel herum

Sag mir, wo die Blumen sind? In den Amtsstuben des Wiener Rathauses konnte man wieder dazu übergehen, Zeit tot zu schlagen. Eben erst hatte man das Jahr 1964, die Wiener Internationale Gartenbaumesse und den Umbau der Blumenhalle ad acta legen können, als ebendort ein gewisser Walter Znenahlik das Eis betrat.

"Hundert geht sich aus"

Lokalmatador

Gerhard Reissner: Mit 85 noch fit wie ein Turnschuh. Sport wurde sein Lebenselixier.

Box Union Favoriten

Schlagkräftige Argumente

Der Boxsport in Österreich fightet um ein besseres Image und mehr Publikum.

BSE auch im Fasching ein Thema

Ich möchte ein Rindvieh sein

Trends und Entwicklung der närrischen Zeit. Ein Lokalaugenschein beim Faschingsprofi Witte.

Wiens "Gastarbeitermannschaften" (1)

Die Partisanen vom FavAC-Platz

Was haben Sakarya Wien, Aytac SV, Fenerbahce Wien, Suryoyo, Partizan Wien und FC Cairo gemeinsam? Als ausgesprochene Ausländerteams sind sie die (vertrauten) "Exoten" des Wiener Fußballverbands. Die "Ausländerregel" des ÖFB – in einer Zuwanderer-Stadt wie Wien ohnehin eine Absurdität – erscheint für diese Clubs doppelt paradox. Alexander Rakowitz, Manager und Trainer der Jugo-Elf Partizan Wien, hält den Fußball in Wien dennoch für ein Hoffnungsfeld in Sachen Integration.

Aktuelle Ausgabe

article_1888_aug_313_cover_180.jpg

Spenden

Aktuelles