ico_youare10g.gif AUGUSTIN
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Themen der aktuellen Ausgabe

Den Dingen nicht dienen, an die wir nicht glauben können

Ich ersuche Sie, dieses Statement von Bischof Andreas Laun nach der Katastrophe von Duisburg (Quelle: kath.net) entspannt und in Ruhe zu lesen: Loveparade und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! (…) Man weigert sich anzuerkennen, dass die Loveparade, abgesehen von ihrem krankhaften Erschein...

Bei uns Damen sind Sie sehr beliebt

Unerhörter Flirt im Geriatriezentrum Liesing

rotenasen.jpg Diese Frau liegt im Sterben, denke ich mir. Den Einzug der beiden Clowns in das geräumige Vierbettzimmer der Pflegeanstalt hat die scheinbar nicht registriert. Dr. Edeltraud Kalawatzi tritt an die Seite der apathisch Liegenden. Als sie sich zum fahlen Gesicht der Frau hinabbeugt, erschrickt mich fast das Eindringen der Clownin in den Kokon eines Menschen, der nicht mehr ganz unserer Realität zuzugehören scheint.

Wenn die Justiz versagt

Das Bankentribunal traf den Nerv der Zeit

Das Interesse der Menschen war überwältigend – das von Attac Deutschland veranstaltete «Bankentribunal» traf augenscheinlich einen Nerv. Die 800 Karten der Berliner Volksbühne, dem Ort der Veranstaltung, waren innerhalb kürzester Zeit verkauft, weitere 100 Videoplätze wurden nachträglich noch angeboten. Nahezu konstant waren 700 Computer eingeloggt, um die Veranstaltung im Livestream zu verfolgen; an vielen Orten organisierten kleinere und größere Gruppen Public Viewings.
Der Ausgangspunkt: Es gibt kein Gericht und keine gesellschaftliche Instanz, die die Verantwortlichen der Finanzmarktkrise zur Rechenschaft ziehen würde. Tatbestände wie die Zerstörung ökonomischer Lebensgrundlagen, und zwar weltweit, und die Unterhöhlung der Demokratie durch die von keinen parlamentarischen Prozessen begleiteten Bankenrettungen sind zum größten Teil mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch noch nicht einmal erfassbar.

"Outlaws in der Karibik"

Regisseur Román Chalbaud zu Gast bei den Karibischen Filmtagen

Die karibisch-kontinentalamerikanischen Filmtage (kkF), in deren Mittelpunkt „Outlaws“ stehen, versammeln – abseits von Hollywood-Mainstream – Arbeiten von Filmschaffenden aus der Karibik, Brasilien, Österreich und Deutschland. Spiel-, Dokumentarfilme und ethnografische Kurzfilme behandeln die Situation und den Alltag von Kindern, Frauen und Männern in Jamaika, Kuba, Costa Rica, Kolumbien, Venezuela und Brasilien.

Warten auf "Weiches Moos"

Musik und Poesie im Wonnemonat Mai

Immer nur die Qualität und nie die Quantität vor Augen hat die Kombo «Verschärft». Der Output dieses Quintetts – Christian Dunzinger (git), Rainer Gallasch (b), Stefan Jaquemar (dr), Hans Lackner (voc) und Franz Rottensteiner (git) – ist leicht überschaubar: drei Alben in über 15 Jahren (zuletzt: «Worauf sollen wir noch warten»), kaum Konzerte, und wenn sie in Medien aufscheinen, dann eigentlich nur als Eintrag im Programmteil, aber so gut wie nie in Form einer redaktionellen Bearbeitung. Somit fehlt nur noch ein Attribut, um «Verschärft» ruhigen Gewissens mit dem Prädikat Geheimtipp auszeichnen zu können: Die Songtexte sind herrlich chiffrierte Essenzen aus der Biografie des Sängers und Lyrikers Hans Lackner, der nach eigenen Angaben genauso gut Hans Müller heißen könnte.

Die Ausgeschiedenen treffen sich in der "Bar Rektum"

Nicht nur Enzis im Hof des Museumsquartiers

Die Siesta-Stimmung wird im Freiluftbereich des Museumsquartiers durch ein Objekt und dessen Bespielung ein wenig getrübt. Die "BarRektum" (in Form eines Darmausgangs) wurde dort nebst der "BikiniBar" (mit einem Bikini bekleideter weiblicher Rumpf) und dem "Darwin" (Spermium) platziert. Diese überdimensionalen und zum Teil begehbaren Objekte stammen aus dem niederländischen Atelier Van Lieshout, einem KünstlerInnenkollektiv, das in seinen interdisziplinären Werken hauptsächlich auf den Topos autarkes Leben setzt. Vor gut zehn Jahren gründete dieses Kollektiv in Rotterdam einen Stadtstaat als Gegenentwurf zu staatlicher Herrschaft – es blieb bei einem Kunstprojekt, da – wenig überraschend – die Behörden diese Form von Autarkie nicht duldeten.

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