Das Projekt «Der Klassenfeind» ist eine Produktion des Wiener Vorstadttheaters – integratives theater österreichs mit Patienten des Grünen Kreises in der Betreuungseinrichtung «Waldheimat» (Mönichkirchen/Bucklige Welt) im Rahmen der Projektreihe «Kunst im Grünen Kreis».
Die Menschen beginnen zu durchschauen, dass die Banken nicht in erster Linie dazu da sind, um dem Einen beim Sparen zu helfen und dem Anderen das Geld vorzustrecken, das er für den Aufbau eines Unternehmens benötigt. Gerade weil diese Funktionen im Spektrum der meist spekulativen Bankenaktivitäten nur noch eine marginale Rolle spielen, ist die Finanzkrise ausgebrochen, die zur Krise des Systems, zur Krise der Demokratie wird. Dort, wo die mächtigsten Banken sitzen – in der Regel bestimmen sie (und nicht der «Souverän»), wer in den USA und in vielen anderen Staaten die Finanz- und Wirtschaftsminister_innen sein dürfen – ist logischerweise auch die große Rebellion gegen die Bankenmacht ausgebrochen: was mit «Occupy Wall Street» begann, soll mit «Occupy the World» enden, wünschen Millionen.
Die Initiative Minderheiten feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Ein Anlass, um Bilanz zu ziehen und sich über ein brisantes Thema auszutauschen: der Bedeutung von Sprache und Mehrsprachigkeit. Denn Sprache bildet in den öffentlichen Debatten die „Gretchenfrage“. Sie wird sowohl als Ressource gesehen wie auch als aufgeladene Symbolik.