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Themen der aktuellen Ausgabe

Die Fritz, die Steiner, und keine U-Bahn

Keine Werbung, keine Inserate auf der U4! Dieser Vorschlag fiel jüngst in einer Augustin-Redaktionssitzung. Warum ausgerechnet auf der U4? Warum nicht bei allen U-Bahn-Linien, meldete sich eine Sozialarbeiterin zu Wort. Solche Missverständnisse können entstehen, wenn eine Berufsgruppe voraussetzt, ihre Sprache sei allgemein verständlich.

Die Ausgeschiedenen treffen sich in der "Bar Rektum"

Nicht nur Enzis im Hof des Museumsquartiers

Die Siesta-Stimmung wird im Freiluftbereich des Museumsquartiers durch ein Objekt und dessen Bespielung ein wenig getrübt. Die "BarRektum" (in Form eines Darmausgangs) wurde dort nebst der "BikiniBar" (mit einem Bikini bekleideter weiblicher Rumpf) und dem "Darwin" (Spermium) platziert. Diese überdimensionalen und zum Teil begehbaren Objekte stammen aus dem niederländischen Atelier Van Lieshout, einem KünstlerInnenkollektiv, das in seinen interdisziplinären Werken hauptsächlich auf den Topos autarkes Leben setzt. Vor gut zehn Jahren gründete dieses Kollektiv in Rotterdam einen Stadtstaat als Gegenentwurf zu staatlicher Herrschaft – es blieb bei einem Kunstprojekt, da – wenig überraschend – die Behörden diese Form von Autarkie nicht duldeten.

Banlieues vertschüssen sich

In Clichy-sous-Bois, einer Gemeinde, die in ganz Europa in die Schlagzeilen geriet, als dort vor fünf Jahren die großen Jugendunruhen ausbrachen, leben laut offiziellen Angaben 9650 Wahlberechtigte. Bei den kürzlich erfolgten französischen Regionalwahlen gingen 6656 von ihnen nicht zu den Urnen. In Prozentzahlen: Fast 70 Prozent pfiffen auf ihr Wahlrecht.
Wenn nur mehr 30 Prozent der Menschen wählen gehen, kriegt das parlamentarisches System Legitimationsprobleme. Noch ist das Ignorieren von Wahlen auf die von Politik und Stadtverwaltung vernachlässigten Banlieues beschränkt, auf die tristen Vorstädte der Region Île-de-France.

Betteln im Club 2

> Beispiel Bettelverbots-Debatte: ORF drückt das Club 2-Format unter    Stammtischniveau
> Moral und Emotion dominieren Diskussion im ORF
> Wo sind die ExpertInnen geblieben

Mit der Schere dazwischen gefahren

"Vorhernachher" – eine der Wertschätzung gewidmete Fotoausstellung

article_1480_vorhernachher_160.jpg Zu den Werbesujets der lächerlichen Sorte zählt jenes, das mit der Voher/Nachher-Masche operiert. Das erste Foto zeigt eine gut genährte Person, noch bevor sie dieses Diätmittel eingenommen oder jene Diätmethode angewandt hat. Die zweite Aufnahme zeigt das Model nach einer wundersamen Metamorphose, um einige Zentner erleichtert.
Verwandlungen von Menschen kann Mehmet Emir, Fotokünstler und Sozialarbeiter beim Augustin, berufsbedingt ein paar Mal im Jahr miterleben, und zwar dann, wenn die Friseurin Ines Zugschwert den Vertrieb der Straßenzeitung besucht, um ehrenamtlich den VerkäuferInnen die Haare zu schneiden.

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