
Die Idee ist nicht neu, hat aber fast zwei Jahrzehnte gebraucht, um in Wien anzukommen. 1991 entwickelte das Künstlerduo Clegg & Guttmann in Graz das Konzept der „offenen Bibliothek“: An insgesamt drei Orten am Stadtrand wurden Container aufgestellt, um einen buchstäblich freien Tausch von Büchern zu ermöglichen. Die funktionierende „offene Bibliothek“ basiert auf einem sich selbst regulierenden Fluss von Geben und Nehmen: Nicht (mehr) gebrauchte Bücher werden gespendet und andere, bereits im Schrank befindliche entnommen. Von Graz aus verbreitete sich die Idee in diverse deutsche Städte wie Hamburg, Hannover oder Bonn und wurde an manchem Ort gar wissenschaftlich evaluiert.
Seit Anfang Februar steht nun ein „
offener Bücherschrank“ im 7. Bezirk, Ecke Westbahnstraße/Zieglergasse.