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Die "Töchter" liessen Krankl unbewegt

Zu den Versuchen, die Hymne durch Textmodernisierungen zu retten

kainrath.jpg Der Rechtsstreit um die in die Bundeshymne eingeschmuggelten «Töchter» hat einen Lärm gemacht, in dem die Kunst-Guerilla-Aktion der Sängerin Tini Kainrath, die vor acht Jahren wegen eben dieser «Töchter» einen Ernst-Happel-Stadion-Skandal heraufbeschwor, beinahe ungehört blieb.

Eine Art Orgien-Mysterien-Spiel

Von der Angst (des Toreros) über die Würde (des Stiers) zum Tod (von beiden)

filmarena.jpg Vor den Recherchen zu seinem Dokumentarfilm «Arena» (seit 5. März im Kino) hatte Günter Schwaiger wie die meisten Menschen ein eher distanziertes Verhältnis zum Stierkampf. Der in Neumarkt/Salzburg geborene Regisseur, der seit 18 Jahren in Madrid lebt, begann sich aus ethnologischen Gründen für die Corrida zu interessieren und stieß dabei auf archaische Instinkte, die vor allem TierschützerInnen sehr schwer zu erklären sind. Ein Augustin-Gespräch.

Fortgehn statt Airplay

Musikarbeiter auf der Flucht ... mit Bratfisch gegen den inneren Musiksnob

bratfisch.jpg Mit einer Mischung aus Balkanmusik und neuen urbanen Wienerliedern haben sich Bratfisch eine treue Fangemeinde erspielt. Mit der CD „Unter Wasser“ wird sie weiterwachsen.

Herzausreissen oder wie man weglässt

karinberger.jpg Karin Berger praktiziert eine Form der respektvollen Annäherung an die Frauen, die man in ihren Filmen kennen lernt. Sie eröffnet zugleich auch einen Erfahrungszusammenhang, der über die jeweiligen individuellen Biografien hinausweist. Karin Berger gehört somit zu jener Generation heimischer Dokumentarfilmschaffender, die sich den Film nutzbar machte, im Sinne einer Gegenöffentlichkeit und für eine kritische Auseinandersetzung mit österreichicher Vergangenheit und Gegenwart. (Isabella Reicher)

Es dauert meist die ganze Nacht

Kulturverein Einbaumöbel:

volxlesung.jpg Schon das fünfte Jahr wird im Gürtelbogen 97 jeden ersten Donnerstag im Monat nach eigenen Angaben gelesen, gesungen, gerappt, gestrickt oder einfach nur zugehört. Die Volxlesung definiert sich als offene Bühne, niederschwelliger als jeglicher Poetry Slam. Für Eigenes, Fremdes, Geschriebenes oder Ungeschriebenes gibt es ein Getränk als Belohnung.

Wie lustig ist das Zigeunerleben?

"Peskere jakhenca - mit eigenen Augen": Fotoprojekt in Roskovce, Zentralslowakei

zigeunerleben.jpg Roma-Kinder fotografieren ihr Dorf in der Slowakei. Viele Bilder überzeugen durch ihre Authentizität und Spontaneität und auch Naivität. Doch markieren sie auch ein neues Kapitel in der Roma-Fotografie? Tipp für schnelle Augustin-KäuferInnen: Die Ausstellung ist nur mehr bis 15. Februar in Wien zu sehen. Und im April in Brno.

Ein See, der "blubb" macht

Gert Jonkes kleine Schwester Bella Ban ist eine große Künstlerin

bellapan.jpg Bella Ban will luftige Textschachteln für Gert Jonke schaffen, arbeitet den Kärntner Nationalsozialismus ab und schafft neue Räume in Wortskizzen, Performances und Bildern. Das politisch-ästhetische Kunstprojekt „Cafe OM“ in Klagenfurt durchlebte sie mit Viktor Rogy, dem letzten Dadaisten Kärntens. Viktor Rogy starb 2004, Gert Jonke vor einem Jahr. Bella Pan im Augustin-Gespräch.

Women of Rock

Borgers` Film über Nomadinnen widersteht der Versuchung, mit Mitleid zu punkten

frauenkarawane.jpg Mit ihrem Film über die “Kronen Zeitung” löste die belgische Regisseurin Nathalie Borgers im Jahr 2002 ein Flut von Diskussionen über die „wichtigste“ Zeitung in diesem Land und ihre Macher aus. In „Die Frauenkarawane“, ihrer aktuellen Dokumentation, zeigt Nathalie Borgers eine Gruppe von Frauen vom Nomadenvolk der Toubou, die einmal im Jahr durch die Sahara zieht, um sich damit ein Stück Freiheit zu erwirtschaften. “Winds of Sands, Women of Rock” ist der englische Titel des Films. Im Augustin-Interview erzählt die Filmemacherin über die Stellung der Frau in der Toubou-Kultur und davon, was sie von den Frauen gelernt hat.

Linksrustikaler Demonstratenser

Vincenz Wizlsperger vom Kollegium Kalksburg über Musik und Politik

wizlsperger.jpg Einmal im Monat, bis zu Sommerpause, steht im Porgy ein musikalisches Pantscherl zwischen begnadeten Jazzern und den drei Wienerlied-Dadaisten des „Kollegium Kalksburg“ auf dem Programm. Der nächste Termin: Freitag, 29. Jänner. Kalksburg-Sänger Vincenz Wizlsperger, Meister des Understatements: «Ausnahmemusiker werden in dieser Reihe den schwierigen Versuch unternehmen, uns drei Vorstadtschlurfe behutsam in die Welt des Jazz und der Musik einzuführen.» Im Augustin-Gespräch ging’s freilich nicht nur um Musik …
ARTISTIN - E.M. Hinterwirth, Sabina König, Vene Mayr - 13.01.2010 mehr lesen »

Die unsichtbaren Schmähführerinnen

Humor-Arbeit: Männer empfehlen Männer, Männer stellen Männer ein

schmähführerinnen.jpg Hierzulande machen meist Männer die Witze – zumindest in den Medien. Für Karikaturistinnen, Fernsehkabarettistinnen und Kolumnistinnen ist es aufgrund von Seilschaften und Zugangsbarrieren schwieriger als für ihre männlichen Kollegen, in der Öffentlichkeit humoristisch aufzutreten.
ARTISTIN - Bettina Figl - 17.12.2009 mehr lesen »

Gefallene mit Flügeln wie Engel

Aus Anlass von "Gender Check": Gespräch mit Tadej Pogacar, Slowenien

chendercheck2.jpg Es sei noch zu früh, um Kunst zum Thema Krieg zu erwarten, meint der slowenische Künstler Tadej Pogacar, der auf verschiedenen Biennalen zum Thema «Sexarbeit» ausstellte und gerade bei der „Gender Check“-Ausstellung im Wiener MUMOK dabei ist. Seine Kunst, in der Prostituierte und Obdachlose den Ton angeben, steht im lebendigen Gegensatz zu den im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien verbreiteten militärischen Helden-Denkmälern der Kirche. Tadej Pogacar im Augustin-Gespräch.

Dead in Transition

Rollenbilder und Realitäten für Frauen und Männer im "Gender Check"

chendercheck.jpg In Osteuropa war der Großteil der Frauen berufstätig. Der Preis, den sie in der Phase des Überganges zur Marktwirtschaft für ihre frühere Stärke im Sozialismus zahlen mussten, war dementsprechend hoch. Die Ausstellung „Gender Check“ im MUMOK kann die Fülle an Themen und Kunst nur anreißen. Kerstin Kellermann führte für den Augustin ein Gespräch mit der teilnehmenden Künstlerin Tanja Ostojic.

Quer durch den Bezirk - Quer durch die Stadt

Hauptsache Kultur in der vorweihnachtlichen Zeit

vember.jpg Keine Sorge, in beiden ist nicht viel Weihnachtliches drin: Zum einen der Margaretener Kulturadventkalender (MAKAK), zum anderen "Der musikalische Adventkalender".

Comics in Österreich

"Keine Aufbruchsstimmung - aber es hat sich was getan"

Comic.jpgZu den nachhaltigsten Initiativen der letzten Jahre im Bereich Comic zählt die Etablierung eines österreichischen Vertriebs im Bereich Independent Comics und Graphic Novels, für die seit 2004 Sebastian Broskwa mit der Verlagsauslieferung Pictopia steht. Wenn in den letzten Jahren in Wiener Buchhandlungen vermehrt Comicecken mit einer Auswahl spannender Comictitel ausgestattet wurden, so geht diese Einrichtung auf den Großhändler und Vertreter Broskwa zurück. Der Augustin sprach mit ihm über das Verhältnis der heimischen BuchhändlerInnen und JournalistInnen zur Comic-Szene.


ARTISTIN - Martin Reiterer - 04.11.2009 mehr lesen »

Kostnix-Ökonomie sucht Kostnix-Haus

Rathaus schickte vermummte Polizei gegen ein Stück konkrete Utopie

Triester.jpgSeit einigen Jahren sucht eine Gruppe junger Leute ein Haus, das Raum für kollektive, soziale, kulturelle und politische Projekte bietet. Für zehn Tage hatte das „Hausprojekt“ Anfang Oktober ein „Zuhause“ gefunden, in einem leer stehenden Objekt auf der Triester Straße. Dann zeigt die Wiener Stadtverwaltung, was sie von basisdemokratischen Projekten dieser Art hält: Am 12. Oktober um 4 Uhr früh wurde das Haus ohne Ankündigung geräumt, der Innenhof von den Behörden gerodet und die Holzveranda des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes abgerissen.


ARTISTIN - Ulrike Ulyanova - 04.11.2009 mehr lesen »

Die Kugel braucht Herrn Kamerun

Der kluge Schelm und die nicht-rockenden Rocker

GoldeneZitronen.jpg1984 gegründet, sind die Goldenen Zitronen eine der wichtigsten deutschsprachigen Bands. „Die Entstehung der Nacht“ heißt ihr neues Album.
„Hello!“ sagt eine Stimme ins Telefon. So, dass der pünktliche Anrufer englisch stammelt, ob Schorsch zu sprechen sei. Da gibt er sich zu erkennen, der kluge Schelm. Der als Mitglied der Goldenen Zitronen, Autor und Theaterregisseur schon lange auf den Namen Schorsch Kamerun hört. Der dem hiesigen TV einen wenig beachteten Höhepunkt bescherte, als er in „Willkommen Österreich“ mit einem sinngemäßen „Hier arbeiten ja alle auf euch zu“ in Richtung Stermann/Grissemann ganz unverkrampft „Macht“ und Hierachie sichtbar machte, wo sie gern ausgeblendet tun.


Nimm`s Geld und renn weg

Franco Nero: Erinnerungen einer Italowestern-Legende

Django.jpgFranco Nero ist ein Schauspieler von Weltrang. Der 68-jährige Italiener hat mit den größten Stars und Regisseuren zusammengearbeitet. Claudia Cardinale, Anthony Quinn oder Bruce Willis waren seine Filmpartner. Als «Django» ging er in die Filmgeschichte ein. Er prägte das Genre des Italowestern ähnlich stark wie Clint Eastwood. Mit dem Augustin sprach er über Österreich-Bezüge – und über seine Projekte abseits des «Django»-Kultes, deren Subversivität und Intelligenz es kaum zulassen, das Interesse der Mainstream-Medien zu erregen.


ARTISTIN - Michael Lippitsch - 23.10.2009 mehr lesen »

Flüchtlingskunst für Flüchtlingskinder

"Sich nicht weh tun, wenn es einem schlecht geht"

HeimATlos.jpgFür bundesweite Integration der traditionellen österreichischen Eingeborenen mit Flüchtlingen, die in der Politik gerne zur Ablenkung von wirtschaftspolitischen Fragen missbraucht werden: Durch fast alle Bundesländer tourt das Theaterstück „da.Heim.AT.los“. Im Ensemble SchauspielerInnen aus den betroffenen Österreich-Teilen.


"Für mich ist es ein Film übers Leben"

Beruf, Familie, Spital: Bilder vom Alltag mit Brustkrebs

Derflinger.jpgSabine Derflingers neuer Film zeigt ein Porträt zweier an Brustkrebs erkrankter Frauen: der Schauspielerin Frederike von Stechow und der Straßenbahnfahrerin Marijana Gavric. Ein Gespräch über „Eine von 8“.


Wien ohne Chauvinismus

"Roter Oktober" legt im Kabelwerk an

„Roter Oktober“ heißt ein Gerstensaft einer Dresdner Brauerei. Gleichen Namens ist ein Atom-U-Boot, das im Bestseller-Roman von Tom Clancy gejagt wird. Dem nicht genug, tauchte auch noch im Herbst 2007 in Wien ein genreübergreifendes Literaturfestival unter „Roter Oktober“ auf.

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