ico_youare10g.gif ZEITUNGARTISTIN
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Einladung zum Tanz

Manfred Pernice in der Secession: Ein große Schau des Schauens

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Betritt man die Ausstellungshalle der Secession, kann man leicht das Gefühl von Überforderung bekommen. Eine Menge rätselhafter Objekte. Sie scheinen lapidar zusammengewürfelt aus Versatzstücken privater Lebensgeschichte, gewöhnlichen kleinbürgerlichen Gebrauchsgegenständen und skulpturalen Konstruktionen.


Fussball, Schopenhauer und die Stones

Der Schriftsteller Andreas Weber im Gespräch

article_1629_a_weber©picus_160.jpg Andreas Webers zweiter Roman, «Veitels Traum», ist eine spannende, realistische Beschreibung des Lebens auf dem Land. Der Held, Maturant und Leistungssportler –er spielt in der Handballnationalmannschaft – recherchiert den Mord an seinem Vater. Der Held ist ein Privatermittler, wie auch in seinem ersten Roman «Lanz», einem packenden Buch, in dem das Fortwirken von Nazistrukturen in einer Kleinstadt verhandelt wird. Ein Augustin-Gespräch über Franzobel, Schopenhauer und andere Sportthemen.

Tonträger-Heaven

Musikarbeiter unterwegs … in die Umschlagplätze der Vinyl- und Musik-Infizierten

article_1627_teuchtler_160.jpg Diverse Krisen hin, diverse Krisen her, an großartiger Musik auf diversen Tonträgern mangelt es nicht. Der Auftakt einer einschlägigen Lokalrunde.

Nach der Orgie? Wird Theater gespielt!

Claudia Bosse vom «theatercombinat» bietet keine Unterhaltungsware an

article_1620_theatercombinat_160.jpg Was haben der Schlachthof St. Marx, die Rennbahnwegsiedlung, der Schwarzenbergplatz und die Ankerbrotfabrik gemeinsam? Sie alle waren Schauplätze der Theaterperformances von Claudia Bosse. Ihr neues Stück «vampires of the 21st century oder was also tun?» hat am 8. Dezember Wien-Premiere. Der Augustin sprach mit ihr über die neue Produktion, körperliche und geistige Überforderungszustände und über die Frage: Warum zum Teufel noch Theater?

Jemand, der die Dose beherrscht

Streetart: Kleine Einführung in Sprache und Lebensgefühl der SprayerInnen

article_1610_streetart©jz5_160.jpg Die durchschnittliche Augustin-Leserin wird die massive Besprayung freier vertikaler Flächen in unserer Stadt nicht als jugendlichen Vandalismus verurteilen; vielleicht würdigt der eine oder die andere die Graffiti sogar als eine aus den großen Städten nicht mehr zu verbannende freie Kunst. Auch den liberalen Gönnerinnen und Gönnern dieser Street Art ist freilich die Welt der SprayerInnen verschlossen geblieben – nicht nur ein generationelles Problem. Nachhilfeunterricht kommt aus dem Jugend- und Stadtteilzentrum Margareten. Graffiti-Künstler Rasmus, 17 Jahre alt, ist am Wort:
ARTISTIN - Rasmus 17 Jahre - 22.11.2010 mehr lesen »

Kleine Sprache, große Wirkung

Der Schriftsteller Drago Jančar misstraut dem Frieden

article_1602_jancar_160.jpg Er gilt als berühmtester lebender Schriftsteller Sloweniens. Seine literarischen Arbeiten wurden in viele Sprachen übersetzt. Drago Jančars bisheriges literarisches Werk zeigt, dass so genannte «kleine Sprachen» proportional größere in ihrer literarischen Schaffenskraft in den Schatten stellen können! Ende September war Drago Jančar zur Präsentation seines neuesten Buches «Drevo brez imena/Der Baum ohne Namen» in Wien.
ARTISTIN - Andreas Novoszel - 03.11.2010 mehr lesen »

Die Geschichte ist ein hartes Pflaster

Weltweit gibt es etwa 40: Braucht endlich auch Wien ein Frauenmuseum?

article_1601_frauenmuseum_160.jpg Hittisau hat eines, Meran hat eines, Bonn hat eines, Aarhus hat eines, Wien hat keines. Die Rede ist von einem Frauenmuseum. Ob Wien wirklich eines braucht, ist eine Diskussion, die geführt werden könnte. Dass Wien auf alle Fälle neue Sammlungsstrategien braucht, eine andere Ausstellungspolitik entwickeln muss, in denen Geschlechtergerechtigkeit nicht die rühmliche Ausnahmeerscheinung ist, das hingegen sollte im Jahr 2010 keiner Diskussion mehr bedürfen, bedarf jedoch dringend einer.

Der Schurli wird`s schon buchen

Musikarbeiter unterwegs … mit Easy Listening ins Booking-Geschäft

article_1589_easylistening_160.jpg Seit 5 Jahren betreibt Georg «Schurli» Zamernik die Konzert-Agentur Easy Listening, er vertritt damit einige der besten Bands des Landes.

«Journalisten musst du bespassen»

Schön wie ein Kunstmagazin: die Flüchtlingszeitung «Hinterland»

Rührig und flott präsentiert sich die Belegschaft der Zeitschrift «Hinterland» des bayrischen Flüchtlingsrates, der sich ein Wohnmobil ausborgte und eigenständig Inventur in den Flüchtlingslagern machte.

Ja, Panik, nicht preisgekrönt und trotzdem erfolgreich

«Kein Bewerbungsgespräch»

article_1582_ja,panik_cover_160.jpg Nördliches Waldviertel, Palaverama-Festival 2010, einmal umfallen, das andere Ende der Lacke liegt in Tschechien. Der Himmel zürnt. Es schifft aus allen Rohren. Ein junger Mann, orangefarbene Regenhaut mit Schirmchenmuster, steht etwas verloren im schützenden Zelt und nippt an seinem Spritzwein, während das anwesende Publikum dem Wetter ein Spottlied singt: «We all live in a yellow submarine, yellow submarine, yellow submarine.»

Das Gute daran ist das Gute darin!

Ernst Schmiederer («Die Zeit») zum 15. Geburtstag des Augustin

Auf dem Weg ins Büro. Sonntag früh, der letzte im September. Der Sommer hat keinen guten Eindruck hinterlassen, dafür beginnt der Herbst imposant. Es regnet, der Wind pfeift und am iPhone sagen sie, dass das jetzt so bleibt. Die U1 vom Praterstern zum Schwedenplatz ist heute «heute»-frei, zum Ausgleich hängen an den Laternenpfosten der Rotenturmstraße jene Plastiktaschen, die am Wochenende den Gratiszeitungs-Bedarf befriedigen – darin auch jene Blätter, die von Montag bis Freitag in dieser Stadt als Qualitätszeitungen durchgehen.
ARTISTIN - Ernst Schmiederer - 06.10.2010 mehr lesen »

Es ist die Kunst, die uns kühn macht

Krimi-Autor O. P. Zier: Entweder du bist Werkzeug – oder du bist «Staatsfeind»

article_1572_zier_160.jpg Österreich ist eine Korruptionsoase, meinte kürzlich ein OECD-Mitarbeiter. Liest man die Werke des Salzburger Schriftstellers O. P. Zier, entsteht der Eindruck, Österreich wäre auch eine Oase für einen, der es liebt, diese Verhältnisse zu beschreiben. Kürzlich erschien im Residenz Verlag sein neuestes Werk: die «Mordsonate». Ein Krimi, in dem ein Klavierwunderkind verschwindet. Doch der eigentliche Krimi spielt sich auf einer anderen Ebene ab: Intrigen, skrupellose Willkür, politisch motivierter Postenschacher. Selbst der Polizeiapparat wird hier zum Spielball parteipolitischer Interessen. Die Auflösung des Falls geht nur schleppend voran. O. P. Zier im Augustin-Gespräch.

Ernesty International

Musikarbeiter unterwegs … zu einem Check-up mit Ernst Tiefenthaler

article_1562_ernestyinternational_160.jpg Ernst Tiefenthaler ist ein musikalischer Aktivposten dieser Stadt. Ernesty International heißt sein nominelles Soloprojekt mit einem sehr feinen zweiten Album.

Hören wir doch mehr Fettkakao!

Musikarbeiter unterwegs … in die Arena zum Fettkakao-Andi!

article_1557_fettkakaoandi_160.jpg Seit 5 Jahren betreibt Andi Dvorak das Label Fettkakao. Das Jubläum feiert er typisch untypisch.

Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

article_1549_art-diewand©elisabethpla_160.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.

Können Surrealisten regieren?

Island in der Krise: eine zornige Gesellschaft und ein Freund und Feind verblüffendes Wahlresultat

article_1537_island_160.jpg «Eines unserer Hauptthemen war: Adoptieren Sie einen Obdachlosen! Die Menschen haben gesagt, das sei ein furchtbarer und unmenschlicher Witz – aber das war es nicht. Warum kümmert sich niemand um die Obdachlosen? Das ist ein Fehler des Systems. Nachdem wir das erklärt haben, haben die Menschen gemerkt, dass wir Ironie und Witz benutzt haben, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Und das war unser Hauptziel.»

Unterwegs zur Göttin des Vergessens

"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

article_1536_flasar_160.jpg Milena Michiko Flašar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flašars zweiten Buch «Okaasan – Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.

Irgendwas ist immer

BALD werden wir bei Rühm sein..NUN sind wir dort. EBEN waren wir bei ihm

article_1527_rühm_160.jpg «Niemand kann immer Avantgarde sein», sagt MUMOK-Direktor Edelbert Köb über das Schicksal mancher KünstlerInnen, die eine Epoche prägen und im Laufe der Jahre Arbeiten produzieren, die vielleicht weniger (politische) Sprengkraft, aber nicht zwingend geringere Qualität aufweisen. Eine Ausstellung ehrt Gerhard Rühms bildnerisches Schaffen von den 1950ern bis heute.

Tief in den Abgrund des Wissens fallen

Nicht alles, was im Kabarett stattfindet, ist Kabarett: Begegnung mit K. F. Kratzl

article_1525_kratzl_160.jpg Ist Karl-Ferdinand Kratzl mittels eines Interviews zu erfassen? Der Augustin versuchte es. Es wurde kein klassisches Interview. Aber Kratzls tiefschürfende Worte suchten und fanden den Weg zu seinem Gesprächspartner. Zu einem «Gespräch» per E-Mail (Frage hin, Antwort her) war Kratzl nicht bereit gewesen. Er bestand auf den persönlichen Kontakt. Er ist ja ein Augenhineinschauer. Und noch vieles mehr. Auch ein Fadenverlierer ist er. Aber schoen der Reihe nach. Die Aufzeichnungen des Augustin-Reporters.

Shopping, als gäbe es kein Morgen

Katharina Weingartner zur abnehmenden Symbolkraft des Markenschuhs

article_1515_weingartner_160.jpg Die südostasiatische Sklavenindustrie erblasst vor Neid, wenn es um die Bedingungen der US-Häfenindustrie geht. Katharina Weingartner zeigt die konkurrenzlos günstige Produktion im Gefängnis auf, dokumentiert die Rache am Logo und verfolgt die zwiespältige Strategie der Sportschuh-Vermarktung. In ihrem aktuellen Filmprojekt geht es um «das Ende der Konsumwelt, wie wir sie kennen».

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