ico_youare10g.gif ZEITUNGARTISTIN
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Das war einer von uns

"Viele Wege sind zu wandern..."

HansiLang.jpg„... ob es dunkelt oder nicht ... (Metropolis)“ Hansi Lang, Rocksänger, Schauspieler, aber auch das Idol meiner Jugend, verstarb am Sonntag, dem 24. August, im Alter von 53 Jahren überraschend an einem Schlaganfall. Der Versuch eines persönlichen Rückblicks.


Miederstand! Profest!

Augarten: Rajas Schutzengel werden für privaten Investor zum Problem

Für die Augarten-AktivistInnen ist nach jahrelangen Scharmützeln um die Nutzung des so genannten Augarten-Spitzes ein vorläufiger Erfolg erreicht: Seitens des Denkmalamtes und der Wiener Sängerknaben ist entschieden worden, das barocke Pförtnerhäuschen mit umliegender Mauer nicht abzureißen und die Pläne für die Errichtung einer Sängerknaben-Konzerthalle (knapp hinter dem Barockensemble) völlig neu einzureichen. Die Künstlerin Raja Schwahn-Reichmann steht für eine außergewöhnliche und skurrile Form von BürgerInnen-Initiative. Der Augustin sprach mit ihr über die Methode der lustigen List und über die subversive Aneignung des Barocken.

Von Anders bis Herzl

Alphabet der Aufklärung aus Wien, 1. Teil

ABCCafe__jpg.jpgWas wäre Wien und die Welt, wenn es Günther Anders, Bruno Bettelheim, Elias Canetti, Valie Export, Auguste Fickert und die Kaffeehäuser nie gegeben hätte? Eine wienlastige Enzyklopädie der Aufklärung hat uns Hubert Cristian Ehalt, der Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, freundlicherweise zum Abdruck überlassen. Wir publizieren sie in Fortsetzungen.


Als Maler Fantast – als "Patient" Aufklärer

Anton Blitzstein

Blitzstein.jpgAugustin-VerkäuferInnen bieten seit ein paar Wochen ein so genanntes Postkarten-Book an. In das Cover sind zehn herausnehmbare Karten geklebt. Es kostet vier Euro, davon bleibt, wie es bei Augustin-Produkten üblich ist, die Hälfte der Kolporteurin bzw. dem Kolporteur. Der restliche Gewinn wandert in die Tasche Anton Blitzsteins, da Bilder von ihm die Postkarten schmücken. Höchste Eisenbahn, den Künstler, dessen Werke auch im Augustin unter „Tonis Bilderleben“ (früher jahrelang unter „Blitzsteins Donnergrollen“) erscheinen, erstmals in der Boulevardzeitung vorzustellen.


Schwerkraft auflösen

Meina Schellander besetzt den öffentlichen Raum

Schellander.jpgDie Verspannungs-Künstlerin Meina Schellander hängte einen steinernen „Findling“ im Krastal zwischen Felsen in die Luft. Sie umnähte, umschlängelte und verspannte Kirchen in Wien und Maria Saal mit gelben und hellgrauen Seilen und Wörtern aus Holz und Metall. Die Installation „Raum Omega: Ruhe sanft du blaues Land“ mit einem riesigen blauen Polyesterei wird im Sommer in Kärnten zu sehen sein. Im Augustin-Gespräch gewährte sie Einblick in die Voraussetzungen ihrer Arbeit.



Hammel- oder Schweinsniere?

Kurz vor dem Bloomsday 2008 mit Bloomsday-Wallfahrern geplaudert

Bloomsday.jpgWeder Santiago de Compostela noch Mariazell heißen die Destinationen der jährlichen Wallfahrten von Gerfried Höfferer und Ernst Hugo Kouba. Die beiden gehören nämlich der winzigen Religionsgemeinschaft der James-Joyce-Verehrer an. Was den ChristInnen der 24. Dezember bedeutet, so schwer wiegt den beiden Freunden der 16. Juni.


Gespräch ohne Ratzer

Harri Stojka und der reinkarnierte Geist von Gipsy Love

Stojka.jpgWenn Karl Ratzer und Harri Stojka, die zwei größten Guitarreros dieser Stadt, nach jahrzehntelanger Abstinenz wieder einmal gemeinsam auf der Bühne musikalisch aufeinanderprallen, erwartet eingefleischte Fans ein außerordentliches Ereignis. Da Karl Ratzer in seiner unkonventionellen Art generell auf Schmierfinken im Blätterwald ein fröhliches Liedchen pfeift, hat Harri Stojka kurzerhand seine Frau Valerie zum Interview mitgenommen – bei dem sie freilich nur „Publikum“ war.


Hemmungsloses Wildern

AMPE Geusau macht Theater dort, wo nicht "Theater" draufsteht

AmpeGeusau.jpgMit „Polkadots“ funktionierten AMPE Geusau vor sieben Jahren eine Wiener Abbruchswohnung für einige Tage zur Theaterbühne um. Oliver Hangl, Spezialist für Umsetzungen von Alltagskultur in öffentlichen Räumen, lud kürzlich die Theatergruppe zur Wiederaufnahme einer skurrilen Neurosen-Versammlung in seinen „k48“ in Neubau.


Der Szene-Wien-Schwindel

Ohne Josef Sopper nahe treten zu wollen ...

SzeneWien.jpgMit Juli 2008 wird Planet-Music-Macher Josef Sopper der Szene Wien vorstehen. Die Hintergründe lassen tief blicken, wie in Wien Entscheidungsprozesse ablaufen.


Aus der Tiefsee der Erkenntnis

Der alte Panikmacher ist wieder da – nicht nur als Reminiszenz

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Udo Lindenberg hat mit seinem feinen neuen Album „Stark wie Zwei“ fast so etwas wie einen Überraschungserfolg gelandet und stattete vor kurzem Wien einen Kurzbesuch ab.


Die verletzten Zusammenhänge

"Hanna und ich": Andrea Winkler und ihr neues Buch

Arme Närrchen im Selbstgespräch, eine stumme Hauptfigur, Sätze von rätselhafter Klarheit: Das poetische Universum der Schriftstellerin Andrea Winkler verführt und entzieht sich zugleich. Ihr neues Buch „Hanna und ich“ erzählt von einer immer unwirklicher werdenden Realität.

Die Film-Offensive der Diagonale

Neben Schreiben, Lesen, Rechnen: Film-sehen-Lernen!

art_DiagonaleSneaker__pooldoks.jpgEs gibt ein großes Thema, das die Diskussionen auf der kommenden Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, prägen oder durchwachsen soll. Es geht um die Medienbildung, um Filmvermittlung an österreichischen Schulen. Soll Film ein Hauptfach werden, soll das Medium Film in allen seinen Facetten aufgewertet werden? Sollen die Kids , sollen alle Menschen sehen lernen? Diagonale-Intendantin Birgit Flos argumentiert in folgendem Beitrag für den Augustin zugunsten einer verstärkten Verankerung des Lehrinhalts Film – im Sinn von Bildern in Bewegung – im österreichischen Universitäts- und Schulsystem auf allen Lehr- und Lern-Ebenen.


ARTISTIN - Birgit Flos - 26.03.2008 mehr lesen »

Kunst seziert Wirklichkeit

3Raum-Anatomietheater: Hubsi Kramar hilft der "obdachlosen" Theaterszene

3raum.jpgDas wichtigste Theaterstück von Alberto Moravia ist ohne Zweifel das 1968 geschriebene „Il dio Kurt“ („Der Gott Kurt“).“ Für manche KritikerInnen ist es d i e Ödipustragödie der modernen Zeit. Saul, ein jüdischer Auschwitz-Häftling, wird zur Ödipus-Rolle gezwungen. Dass der Wiener Theatermacher Hubsi Kramar die seit vier Jahrzehnten überfällige deutschsprachige Erstaufführung dieses großen Wurfs von Weltliteratur realisierte (nur noch bis 15. März zu sehen!), ist ein Indiz dafür, welche Bedeutung räudige, marginalisierte, provisorische Theaterräume abseits der wohldotierten Hauptschauplätze der Schauspielkunst haben. Ein Gespräch mit Hubsi Kramar über sein 3Raum-Anatomietheater im dritten Wiener Gemeindebezirk.


Lieber kein Schutz vor dem Todesengel

Kunstprojekte für Ausgeschlossene. Ein Bericht aus Jerusalem

israel.jpgReligiöse Bettler und fromme Obdachlose bevölkern die „heilige Stadt“ Jerusalem. Kinder aus der Westbank und Hebron tragen Einkaufskörbe, packen Gemüse oder verkaufen Feuerzeuge, weil ihre Eltern ihr Gebiet nicht verlassen dürfen. In der Galerie „Barbur“ in Jerusalem wurden Kunstprojekte für arabische Straßenkinder durchgeführt. Eine Reportage von Kerstin Kellermann.


Es liegt an den Songs

Musikarbeiter unterwegs – mit Mauracher von Elektronik zu Rock

Mauracher.jpg„Loving Custodians“ heißt das neue Album von Mauracher. Dahinter steht die Reise des Tiroler Wahl-Wieners Hubert Mauracher von einer Soundwelt zur anderen.


Gratwanderungen eines "Halbbluts"

Die Taktwechsel im Leben des Roma-Multitalents Willi Horvath

WilliHorvath.jpgÜber das Klischee, dass Roma angeblich „Musik im Blut“ haben, kann man streiten – über die vielseitige Begabung von Willi Horvath nicht. Er ist nämlich ein Vorzeige-Multitalent. Der Schlagzeuger, Eventmanager, Sicherheitstechniker und nicht zuletzt politische Aktivist der Roma-Volksgruppe hat viel zu tun, besonders seit er den ersten Verein für die Lovara Österreichs gegründet hat. Er plant, die Roma-Szene aufzumischen – natürlich im Takt, mit viel Intelligenz und einer guten Portion Humor.


Sing, Stimme

Musikarbeiter unterwegs – mit Marilies Jagsch an die Grenzen des Songwriterei

MuArbMariliesJagsch.jpgNach Clara Luzia und Mika Vember eine dritte bemerkenswerte Musikerin
auf Asinella Records: Marilies Jagsch. Ihr fast kammermusikalischer Entwurf sticht aus dem Singer/Songwriter-Einerlei heraus.


Die Unterschicht, die Musil liest

Die sozialen Kategorien und die Selbstdegradierung der Menschen

Unterschicht.jpgWer gerne sammelt, könnte uns einmal den Gefallen tun, die journalistischen Begriffe für den größer werdenden Rand der Gesellschaft – bzw. für die Menschen, für die der Augustin als soziales Projekt gegründet wurde – zu sammeln, die in der Geschichte dieses Blattes verwendet wurden. Neben poetischen Wörtern wie Gestrandete und Erniedrigte (ich kann mich sogar an eine Anleihe bei Frantz Fanon erinnern: Die Verdammten dieser Erde) kamen Begriffe zum Einsatz, die auf die leeren Geldbörsel der zu Bezeichnenden anspielen und offen lassen, ob diese Situation selbst verschuldet oder gesellschaftlich bedingt ist: Habenichtse, Verarmte, Verlierer.


Hermetische Seelenfinsternis

Phettbergiaden, dritter Teil

Phettberg.jpgHermes Phettbergs Schreiben ist Literatur, ohne Zweifel. Zugleich finden wir darin eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit, ja, der Wirklichkeit überhaupt, die jene Art der Fiktionalisierung, die Literatur üblicherweise leistet, verunmöglicht. Die unter dem Titel „Hundert Hennen“ versammelten Predigtdienste sind das Dokument eines neuen Existenzialismus, dessen Form der Selbstbeobachtung die Differenz zwischen Realität und Fiktion hinter sich lässt.


Der Sog der Bilder

Wegzeichnungen

art_Wallner1__mario.jpg„Himmel“ nennt Heimo Wallner seine aktuelle Ausstellung in der Galerie mel contemporary, weil ihm das Schriftbild dieses Wortes so gut gefalle, und es würde sich – soweit er wisse – kein positives Wort auf Himmel, wenn man die Pferde-Bedeutung von Schimmel ausnimmt, reimen. Himmel gibt es aber keinen zu sehen, lediglich eine Wolke, in die man mit dem Kopf auch eintauchen kann, und jede Menge Pimmel.



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