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Peter Altenberg, der Gerade-Schreiter – eine Collage

Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus, Teil 28

„Ich werde immer kürzer in meinen Gedankengängen, und das heißt also immer besser, immer weniger zeitraubend! Zum Schluss werde ich gar nichts mehr sagen. Das wird das Beste sein. Da wird mich einer nur anschaun brauchen und sagen: ‚Ich weiß schon!’ Eine kann es jetzt schon, sie heißt ‚Paula’!“

Peter Altenberg


Die beste Musik der Welt!

Musikarbeiter unterwegs – Wegen der Musik ins Kino

"American Hardcore" ist eine Dokumentation, die sich mit US-Punkbands der Jahre 1980 bis 1986 auseinander setzt. Ein Lehrstück darüber, was Musik vermag. Und was nicht.

Lust am Widerstand

Über Schlurfkatzen, Zazous, Swings und Potapki

„Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei,
zuerst geht der Hitler, und dann die Partei.
Es geht alles vorüber, die HJ wird vergeh´n,
doch der Schlurf, der wird immer und ewig besteh ´n!“
Spottlied der Schlurfs

Mit dem Film „Schlurf – Im Swing gegen den Gleichschritt“ wird nur einer nachtaktiven – Sendetermin 23 Uhr! – Öffentlichkeit die Gelegenheit geboten, sich zu den Wurzeln der Halbstarken, Hippies oder Punks zu begeben. Der Augustin sprach mit dem Regisseur Wolfgang Beyer über historische Schlurfs und seine zeitgenössische Interpretation dieser Thematik.

Von Reiseschriftstellern, Bildungs- und Wissenschaftlhubern

Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus, Teil 26

„Gelehrsamkeit, die – Staub, aus einem Buch in einen leeren Schädel geblasen.“

Ambrose Bierce

„Es hat jemand mit großem Grunde der Wahrheit behauptet, dass die Buchdruckerei Gelehrsamkeit zwar mehr ausbreitet, aber im Gehalt vermindert hätte. Das viele Lesen ist dem Denken schädlich. Die größten Denker, (…), waren grade unter allen den Gelehrten, die ich habe kennen gelernt, die, die am wenigsten gelesen hatten.“

Georg Christoph Lichtenberg

„Jedes Ereignis, über das ich nichts lese, ist Ruhe, jedes Gebiet, das ich nicht betrete, Erholung. Je weniger ich weiß, desto besser errate ich.“

Karl Kraus


Exoten-Status

Claudia Kogler sitzt im alten Baumgartner Kino erste Reihe, fußfrei. Als Chefprogrammiererin.

Software statt Cinemascope: Im ehemaligen Baumgartner Kino in der Hütteldorfer Straße Nr. 253 läuft heute der Film „Moderne Arbeitswelt“. Nur der ursprüngliche, von den Holz-Sitzreihen befreite Kinosaal erinnert noch an das vorvirtuelle Zeitalter. Die Hauptdarsteller hingegen sind durch die Bank Protagonisten einer schnelllebigen Welt, in der es schon lange nicht mehr Pragmatisierung und Pensionsvorsorge spielt.

(Junger) Mann, Gitarre, Lieder

Musikarbeiter unterwegs – mit A Thousand Fuegos zum Kern der Musik

„Like Big Black Clouds Through Burning Eyes“ ist das Debütalbum von A Thousand Fuegos. 8 herrliche Lieder anderer Folk.

Die Dose macht die Weltstadt

Sprayer Morgan über Auftragsarbeiten und Desperado-Aktionen

Shell, Coca-Cola, Ikea und Co. überschwemmen den öffentlichen Raum unserer Städte – unbeauftragt von den jeweiligen Bevölkerungen –mit ihren Logos. Oft sogar penetrant beleuchtungsterroristisch, immer unübersehbar. Jeden Tag rücken Leute mit Sprühdosen aus, um das Recht der Geldlosen zu reklamieren, den öffentlichen Raum ebenso unbeauftragt mit ihrer Art von Logos zu überschwemmen: den Tags und den Pieces der Graffiti-Szene. Warum gilt das eine als anständig und das andere als ungehörig, verworfen und unartig? Der Sprayer, der sich Morgan nennt, gewährt Augustin-LeserInnen Einblicke in die Wiener Abteilung eines faszinierenden subkulturellen Weltweit-Phänomens.

Verhasste Handelsgesellschaft

Richards Schuberths Piratenkomödie ?Wartet nur, bis Captain Flint kommt!?

Nach „Freitag in Sarajevo“ hat Richard Schuberth eine weitere Komödie zum Thema Gott und Welt vorgelegt, diesmal in Form einer Piratenburleske, bei der die Lesenden (später die ZuschauerInnen) lange Zeit nicht checken, ob die Handlung in einer – sagen wir – Pötzleinsdorfer Bobo-Wohnung oder in einem anarchistischen Sektor des Ozeans spielt. Ein angehängtes, aber ungewohnt eigen-artiges Glossar und ein angehängter Essay machen Schuberths Buch zu einem aufregenden Dreiteiler.

Lunge

Christas Sparküche

Es ist mir nicht erst einmal passiert, dass ein Gesprächspartner völlig entsetzt war bei dem Gedanken, die Lunge eines Tieres essen zu müssen – während ihm ein Rahmbeuscherl durchaus mundete.

Ein guter Musikkönig

Musikarbeiter unterwegs – mit Vortex Rex in die D.I.Y.-Welt

Seit 2005 around ziert der Name Vortex Rex schon drei Tonträger. In der gleichen Zeit hat die Band ihre Mitglieder verdreifacht.

Europa ist nicht rosig

Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.


Yeah Yeah Yeah

Musikarbeiter unterwegs – mit Jonas Goldbaum zum zweiten Album

2004 legten die Wahlwiener ihr Albumdebüt vor. Dieser Tage erscheint mit „Unsere Welt braucht dich“ der Nachfolger.

Über die Schliessungen eines Musiklokals und einer Mülldeponie

Die Grillgasse, ein Zentrum des Absurden Theaters

Das nicht kommerzielle kleine Kulturzentrum „Movimento“ wurde aus finanziellen Gründen gerichtlich geschlossen. Von Anfang an stieß es bei den AnrainerInnen und der lokalen Politik auf wenig Gegenliebe, verkehrten dort doch auch Punks und so genannte Oi!-Skinheads, die sich explizit gegen die neonazistisch geprägten Skinheads positionieren.

Liedermacherinnen (noch) in der „Vorstadt“

Der Song in der weiblichen Form

Als Vorprogramm zum Internationalen Frauentag am 8. März wird in Wien Künstlerinnen aus dem Bereich Singer/Songwriting eine genderspezifisch ausgewiesene konzertante Plattform geboten. Etwas spät, aber immerhin. Der elektronische Musikbereich war diesbezüglich - was in der VorreiterInnenrolle der elektronischen Kunstsache liegen dürfte – um Lichtjahre voraus.

Plexus Solaire – Pardon My French!

Musikarbeiter unterwegs – über eine Sprachbarriere mit Plexus Solaire

Seit 2002 macht diese Band in Wien ihre Musik. Eine Besonderheit ihres lässigen Sounds: Gesungen wird Französisch.

Irgendeine Identität zu haben ist üblich: als Türke, als Mann...

„Ein Mann hat wie ein Mann zu sein“

Seine „Gastarbeiterji-Fotos“ stellt er in der Türkei aus, die Bilder, die er im Zeitraum von 20 Jahren in seinem türkischen Dorf machte, in Österreich. Der Künstler und Sozialarbeiter Mehmet Emir, der mit einem Kunst-Studium an der Akademie begann, zum Thema Männlichkeit in drei Generationen.

Die beste Band der Welt

Musikarbeiter unterwegs – mit Naked Lunch auf den Pop-Gipfel

Naked Lunch veröffentlichen dieser Tage ihr fünftes Album. „This Atom Heart Of Ours“ ist eine musikalische Offenbarung.

Ralf Leonhards zentralamerikanische Lektionen

Die Wahrheit, eine Tochter der Zeit

Die so genannte Dritte Welt hat ihn schon sehr früh interessiert. Doch Journalist werden wollte er ursprünglich nicht. Ausschlaggebend für die Hinwendung zur Schreibmaschine war eine Reise nach Nicaragua, wo er schließlich 14 Jahre lebte. Warum ein Querschreiber wie Ralf Leonhard durchaus auch mit einer Weltbank-Zielsetzung konform gehen kann? Siehe unten.


Ein Biotop aus 212 Büchern

Verschrobene Künstlerlogik – „Quantität vor Qualität“

Durch den Verzicht auf Leistungszwang brach bei Markus Kircher die Arbeitswut aus und hielt zwölf Jahre lang an. Das Resultat war die „Völlige Bibliothek“, ein aus über zweihundert Büchern bestehendes Werk mit bildender Kunst und Literatur, das sich ab Ende Jänner nicht nur sportlichen Kunstinteressierten offenbaren wird.


Das ehemalige Jugendgericht als „Puppenstube“

Feldforschung am Leichnam

Eva Schlegel und Eva Würdinger vergegenwärtigen mit ihrer Fotodokumentation „eine spezielle Jugendgefängniswelt, die aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit ausgeblendet bleibt“, verheißt der Klappentext zu dem ästhetisch anspruchsvoll gestalteten und mit einigen Texten versehenen Fotobuch „Jugendgericht“.


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