ico_youare10g.gif ZEITUNGTUN & LASSEN
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In der "Sozialmissbrauchs"-Debatte ist der Spiess umzudrehen

Scham, Angst und Unwissenheit

Wer von Missbrauch in Bezug auf die Sozialhilfe reden und dabei seriös bleiben will, muss den Spieß umdrehen. Die Gemeinde Wien erspart sich zig Millionen Schilling, weil sie es unterlässt, offensiv aufzuklären, welche Menschen anspruchsberechtigt wären. Warum spricht hier niemand von kommunalem Sozialbetrug? Unter anderem, weil es schwierig scheint, die verdeckte Armut in Wien statistisch zu erfassen.

Grazer Strassenzeitung dokumentiert Strassenmusik

So klingt Graz

Eine Straßenzeitung berichtet von der Straße und verkauft sich auf der Straße. Gedruckt und bunt. Was sie aber nicht kann: Den Lärm, die Klänge, die Musik der Straße festzuhalten. Da musste ein anderes Medium her. Mit dem CD-Projekt st.mk - grazerstraßenmusik dokumentiert das MEGAPHON – die Grazer Straßenzeitung - erstmals den Sound von Graz.
TUN & LASSEN - Judith Schwentner - 15.09.2000 mehr lesen »

Verteidigung der Gleichheit

Modernismus versus Traditionalismus - oder:

Warum eine modernisierte Sozialdemokratie nicht darum herumkommen wird, einen sehr traditionellen Grundwert neu zu entdecken.
TUN & LASSEN - Robert Misik - 15.09.2000 mehr lesen »

Ein Zivi-Vater meint:

Ausfallshaftung der Eltern

Die Kürzung des Zivildienst-Geldes hat vordergründig zwei materielle Seiten: Einerseits glauben unsere Minister - ob wirklich oder nur vorgeblich wäre noch die Frage -, dadurch das Budget entlasten zu können, daß sie den Zivildienern einen großen Teil ihres Unterhalts streichen bzw. versuchen, diesen Unterhalt Organisationen, die auf die Mithilfe von Zivildienern angewiesen sind, unterzujubeln. Das könnte sich freilich bald als Bumerang herausstellen, weil dadurch in nicht allzuferner Zeit beträchtliche Kosten auf das Sozialbudget zukommen werden (detaillierte Stellungnahmen dazu gibt es bereits zur Genüge, ich verzichte daher auf entsprechende genaue Angaben).
TUN & LASSEN - Markus J. Wenninger - 12.09.2000 mehr lesen »

Sogenannte Hüter des Gesetzes - mir reicht´s!

Seit Bestehen Eures Blattes bin ich eine treue Leserin. Besonders Eure Berichte über die Übergriffe der Polizei an Afrikanern, die in letzter Zeit immer öfters passieren, haben es mir angetan. Das hat mir Mut gemacht, einen Bericht zu verfassen, Ich habe in sowohl an Euch als auch an andere Medien geschickt. Ich hoffe, Ihr seid nicht das einzige Blatt, das sich traut, diesen Brief von mir zu veröffentlichen. Auch ich habe die Nase voll und ich bereit, mich zur Wehr zu setzen. Ich hoffe, dass auch andere betroffene Eltern Euch ihre "Abenteuer" mit unserer Polizei berichten werden.
TUN & LASSEN - Brigitte Ibrahim - 06.09.2000 mehr lesen »

Armut in Österreich ist zu 70 Prozent weiblich

Männer haben / Frauen sind

Die Frauenbewegung der letzten drei Jahrzehnte hat das Verhältnis der Geschlechter und die Geschlechterrollen zum Tanzen gebracht. So sehr, dass die neue Schimpfwörtergeneration ("Frauennamenannehmer", "Frauenversteher" etc.) nur noch in ironischem Zusammenhang leben kann. Doch ökonomisch hat sich an der unterprivilegierten Stellung des Geschlechts im Prinzip nichts geändert. Frauen verdienen – auch für dieselbe Arbeit – immer noch weniger als Männer.

Schnorren ist nüchtern kaum zu packen

Punk sein in Linz

"Entschuldigen Sie, dass ich Sie anspreche, aber hätten Sie ein paar Schillinge für mich." Ich werde immer angesprochen, egal in welcher Stadt - sehe wahrscheinlich so aus, als ob ich ein paar Schillinge hätte. Ich kenne den jungen Mann bereits vom Sehen, er gehört zu jener schwer abzugrenzenden Gruppe von Punks, die entscheidend mithelfen, Linz so etwas wie städtisches Flair zu verleihen. Scherzhaft meinte ich schon zu manchem meiner ausländischen Besucher, es würde sich bei dieser Personengruppe um Magistratsbedienstete handeln, die vom Fremdenverkehrsverband co-finanziert werden. Ihre Aufgabe sei es, durch öffentliches Herumlungern das Stadtbild ein wenig abzurunden, um so die Kulissenhaftigkeit des Hauptplatzes und der Donaulände ein wenig zu mildern. Eine Stadt wie Linz brauche so etwas, um ihrem Erscheinungsbild ein wenig mehr Tiefe zu verleihen. Meist stutzen meine FreundInnen kurz - Österreich trauen sie viel zu, warum nicht auch eine urbane Variation des Alm-Öhi-Themas?
TUN & LASSEN - Andy Wahl - 03.09.2000 mehr lesen »

Obdachlosen-Tageszentrum gerettet

Widerstand zahlt sich aus: Das Obdachlosen-Tageszentrum in der Lacknergasse 98 in Währing wird wiedereröffnet.

Anfang Februar war ein besorgniserregender Brief in die AUGUSTIN-Redaktion geflattert. Der Alarm-Schrei eines Mitarbeiters: "Im Zuge einer Vertragserneuerung zwischen der Caritas und der MA 12 entscheidet sich die Caritas-Führung und die Leitung der `Offenen Sozialarbeit` (ein Caritas-Arbeitsbereich, die Red.) kurzerhand für eine höchst umstrittene Maßnahme, nämlich zur Schließung der Lacknergasse, dem Wohnheim St. Josef samt dem angeschlossenen Tagesheim! Argumentiert wird mit der Standardisierungs-Offensive der MA 12, im Sinne einer Qualitätsverbesserung hin zu ausschließlich 1- und 2-Betteinheiten, wobei es die MA 12 (in einem Teil ihrer Obdachloseneinrichtungen) selbst diesbezüglich gar nicht so eilig hat. Die Caritas stürmt einseitig diesem Konzept voraus und demoliert eine funktionierende Einheit, die weitgehend in der Szene und in der Bevölkerung integriert ist - ohne Gewissheit auf adäquaten Ersatz. Gerechnet wird außerdem mit stagnierenden respektive rückläufigen (!) Wohnungslosenzahlen. Auf diese Art wird spekulativ eine Budgetumgewichtung verbrämt. Was kommt als nächstes?"
TUN & LASSEN - - 02.09.2000 mehr lesen »

Häftlinge trainieren für den Marathon 2001

Laufen macht frei -Ein Gesundheitsprojekt für Strafgefangene der Justizanstalt Favoriten.

Dienstag, 17 Uhr. Martin, Peter und Robert melden sich ab beim Wachhabenden. Der weiß bereits Bescheid: Das Lauf-Team. Für drei Stunden lacht den Dreien die eingeschränkte Freiheit. Sie sind sich ihrem Glück bewußt, wöchentlich 9 Stunden mehr Ausgang als andere zu haben. Seit 16. Juni trainieren sie dreimal pro Woche abwechselnd im Prater oder auf der Donauinsel. Einmal davon mit einem professionellen Trainer. Ihr Ziel: Der Wien-Marathon im nächsten Jahr.


Gürtelplanerin Tilner und die

Trauerspiel am Gürtel

Kommunalpolitik und Rathausbürokratie erwarten sich von StadtplanerInnen und ArchitektInnen städtebauliche Lösungen, die der diffusen Angst "der Bürger" vor einer zu großen Präsenz der Verlierer und Verarmten im öffentlichen Raum Rechnung tragen. Sie tun dies ganz offen und ungeniert: Weil die Parias dieser Stadt ohnehin keine Lobby haben, braucht man zynische städtebauliche Vorgaben wie "macht den Platz so, dass sich die Obdachlosen hier nicht ausbreiten können!" nicht schamhaft zu umschreiben.
TUN & LASSEN - - 07.08.2000 mehr lesen »

AUGUSTIN rechnete nach:

Was kostet die Freie Fahrt?

"Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfebezieherInnen? Prima Idee. Da sind wir natürlich auch dafür. Aber leider: Wer soll das bezahlen?" So tönt es uns seit Monaten aus dem Rathaus entgegen. Da helfen wir gerne: den finanziellen Unterschied zur aktuellen Situation nehmen wir auf uns. Gerne sogar. Die Rathausgewaltigen dürfen die ersparte Summe auf unser Konto überweisen.

Verein ZARA

Wenn die Politik Lizenzen vergibt

Stellen Sie sich vor, ihre Hautfarbe ist lila. Sie gehen in den Supermarkt und kaufen ein. An der Kassa verweigert man Ihnen, die Sachen zu bezahlen, Sie werden weggeschickt. Nicht, weil Sie sich vielleicht daneben benommen haben, Sie haben ja ganz normal eingekauft. Nein, Sie werden weggeschickt, weil ihre Hautfarbe lila ist. Hautfarbe lila - wo gibt´s denn sowas, sagen Sie? Vielleicht gibt es keine lila Hautfarbe, aber schwarz gibt es. Diese Szene ist nicht erfunden, sondern Österreichische Realität für Menschen schwarzer Hautfarbe.

Die Habenichtse verlieren als Klientel städtischer Politik an Bedeutung

Kein Recht auf die Stadt?

Vor ungefähr einem Jahr wurde der Milleniums-Tower in Wien eröffnet. Der 48-Stockwerk hohe Büroturm mit Einkaufszentrum ragt nun inmitten einer eher traditionellen, vorwiegend von ArbeiterInnen und MigrantInnen bewohnten Gegend im 20. Wiener Gemeindebezirk aus dem Boden. Ist diese Konstellation sinnbildlich für Wiens zukünftige Stadtentwicklung? Einerseits durch etliche Sicherheitsvorkehrungen hermetisch abgeriegelte Büros und Luxuspenthouses hoch über Wien, andererseits schlechte Bausubstanz und Wohnqualität rund um den naheliegenden Allerheiligenplatz. Die Zitadelle und das Ghetto?
TUN & LASSEN - Vanessa Redak - 01.08.2000 mehr lesen »

Erwerbsunabhängiges, existenzsicherndes Grundeinkommen:

Mäßig utopisch...

Es gibt verschiedene Zugänge und Anlässe, sich mit dem Thema Grundeinkommen zu beschäftigen: zum Beispiel die Diskussion über die Finanzierung des Sozialstaates, die Diskussion über den zu bürokratischen Zugang zu Sozialleistungen, die Diskussion der Präkarisierung der Erwerbsarbeit und des erhöhten Verarmungsrisikos. Mein Zugang ist jener über nachhaltige Entwicklung, sowie jener über Arbeit und Einkommen. Dabei gehe ich davon aus, dass in unserer Gesellschaft viele Tätigkeiten geleistet werden, die für den einzelnen Menschen und für den Zusammenhalt der Gesellschaft notwendig sind, aber weder bezahlt werden noch sozialrechtlich abgesichert sind. Beispiele dafür sind Haus- und Konsumarbeit, Erziehungs- und Pflegetätigkeit sowie diverse ehrenamtliche Tätigkeiten.
TUN & LASSEN - Luise Gubitzer - 29.07.2000 mehr lesen »

Von Präsenz- und Zivildienern

Zurück zum Männlichkeitsideal

Per 1. Juni 2000 wurde das Gehalt der Zivildiener um 48% gekürzt. Der Minister sagt, man könne sich um 43 Schilling am Tag gesund und ausgewogen ernähren. - Zeit, nicht nur über die fatale Situation der "Zivis" zu diskutieren, sondern auch über den geistigen Hintergrund, der hinter dieser Aktion sichtbar ist.
TUN & LASSEN - Stefan Winterstein - 12.07.2000 mehr lesen »

Afrikanerprozesse: Wiener Richter unter Beobachtung

Eingeschränkte Verteidigungsrechte

Zum zweiten Mal veröffentlichen wir hier das Protokoll eines "Afrikanerprozesses", notiert von einer Prozessbesucherin. Ein Vergleich dieser Protokolle (bei der Menschenrechtsinitiative GEMMI, die diese Verfahren systematisch beobachtet, haben sich mittlerweile viele solcher Protokolle angesammelt) macht sicher: Ein bestimmtes Muster ist erkennbar. Den mutmaßlichen Drogendealern schwarzer Hautfarbe werden jene grundsätzliche Verteidigungsrechte, wie sie Beschuldigten bei fairen Verfahren in zivilisierten Ländern zugestanden werden, systematisch entzogen.

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina im Gespräch:

Kosmetiker & Populisten

Ferdinand Lacina war ca. 20 Jahre lang Angehöriger verschiedener, von Sozialdemokraten geführten, Regierungen. Zuletzt neun Jahre lang Finanzminister. Danach wurde er Spitzenbanker. "Gott sei Dank verwirklicht ja der jetzige Finanzminister nicht alles, was zuvor angekündigt wurde, denn das wäre dramatisch", meint der Ex-Minister im Gespräch mit Gerald Grassl über Sparpaket, Nulldefizit und andere Themen.

Drogendealerparanoia

Hilflos gegen 100 Revolverjournalisten

Tommy Angerer aus Wien, AUGUSTIN-Leser, ist durch den "Fall Omofuma" aufgerüttelt und aufmerksam geworden. Seither beobachtet er das Vorgehen der Institutionen des Staates gegen Menschen mit dunkler Hautfarbe genau - und glaubt, eine gewisse Regie darin zu erkennen. Seit Ende September 1999 befindet sich sein afrikanischer Freund N. (Name der Redaktion bekannt) in der Justizanstalt Josefstadt. Angerer ist von dessen Unschuld überzeugt. Umso kritischer ist sein Blick auf die "Operation Spring", wie die Polizei ihre Kampagne gegen die schwarze "Gefahr" nennt. Dem AUGUSTIN stellte er seine Überlegungen zur Verfügung...

SPERR STUNDE - Nachdenken über das Versagen des Strafsystems

'Das Gefängnis produziert Delinquenten'

AUGUSTIN-Autor und -Verkäufer B. verbrachte diesen Winter nicht mehr auf der Donauinsel. Die Liebe findet selten zu Obdachlosen, zu B. fand sie. Die Beziehung, nach der er sich so gesehnt hatte, das damit verbundene Dach über dem Kopf, das Engagement beim AUGUSTIN (B. ist einer der Aktivisten der Kampagne "Freie Fahrt für Obdachlose") und in der "Neunerhaus"-Initiative (B. versuchte, Sponsoren für dieses alternative Obdachlosen-Wohnprojekt aufzutreiben) – alle diese Faktoren veränderten das Leben des Außenseiters. Wer B. in den vergangenen Monaten kennenlernte, nahm einen Menschen wahr, der seine Reintegration in die Gesellschaft autonom, selbstbestimmt, würdevoll vorantrieb.


Briefe an Dr. Sommer

Nehmen Sie sich den Mumps zum Rückzeug!

Sehr verehrter Herr Dr. Sommer!

Die versammelten Gutmenschen, das rotgrüne Netzwerk und die roten Marschierer, die vor lauter Schlacht am kalten Budget den Hemdkragen nicht mehr zukriegen, haben die Fresken vom Gesicht genommen und schlagen politisches Kleingeld aus meinem kleinen legasthenischen Handicap. Gäbe es das Antidiskriminierungsgesetz, das unsere Partie seit Jahrzehnten foltert, hätten wir die Diskriminierung von Behinderten längst einer Endlösung zugeführt. Hat sich Klestil nicht tatsächlich wie ein Klump benommen, weil er nicht einmal den Mumps hatte, zuzugeben, dass er mich wegen meines Handicaps nicht Beleidigungsminister werden ließ? Nicht wer aus Konzentrationsstörungen Buchstaben verwechselt, sorgt für den Untergang der politischen Kultur in unserem Land, sondern wer Österreich dauernd verhadert und verpatzt. Sehr verehrter Herr Dr. Sommer, ich wende mich an Sie, weil ich Sie als Einfalt aller diskriminierten Menschen dieses Landes schwätze: Gibt es Mittel und Wege, mich zu rehabilitieren?

Hochspannungsvoll

Ihr Hilmar Kabas


TUN & LASSEN - - 21.05.2000 mehr lesen »

Es ist normal, verschieden zu sein

Wann kommt Ende der Sonderschulen?

Der "Fall Gross" hat auf den Spiegelgrund aufmerksam gemacht, und damit auch - verallgemeinert - auf das Prinzip der Aussonderung behinderter, auffälliger, unangepasster, von den Nazis als "asozial" bezeichneter Kinder aus der Regelerziehung. Die Idee, dass man "normale" von "anormalen" Kindern trennen müsse, wirkt jedoch weiter - etwa in Form des österreichischen Sonderschulwesens. Das ist der eigentliche Spiegelgrund-Skandal 2000 (was den Skandal um die Hofierung des NS-Spiegelgrund-Arztes Dr. Gross durch die hohe Nachkriegspolitik nicht verniedlichen soll).
TUN & LASSEN - - 21.05.2000 mehr lesen »

Charles Ofoedu stellt seinen 'Fall' dar

Der Hungerkünstler als 'Drogenboss'

Im Buch "Morgengrauen" beschreibt der Schwarze Charles Ofoedu seine dreimonatige Untersuchungshaft - und wie Afrikaner in Wien leben.

Neulich in einem Wagen der Linie D:

Vogliamo tutto e subito

Sechster Tag der freien Fahrt: Die Stadt kam der Habenichts-Lobby bisher keinen Schritt entgegen. Ein Mitarbeiter des Bürgermeisters zu den TeilnehmerInnen der jüngsten symbolischen Schwarzfahrt: Woher 50 Millionen nehmen?

Seito Boei: Frauen-Notwehr in der Praxis

...anstatt Töchter zu behüten

Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Es gibt kaum (Lebens-) Räume, wo Frauen tatsächlich geschützt sind. Auch die Familie ist kein sicherer Ort, um Gewaltangriffen zu entgehen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Vor allem Familien und der Verwandtschafts-/Bekanntschaftskreis stärken den Tätern das Rückgrat, da vielerorts in intimen Kreisen das Thema Gewalt tabuisiert wird. "Jede fünfte Frau war schon einmal mit der Gewalttätigkeit des eigenen Partners konfrontiert."

Briefe an Dr. Sommer

Sehr verehrter Herr Dr. Sommer,

am 13. März versuchte eine Gruppe von Obdachlosen und AUGUSTIN-Verkäufern, in mein Büro vorzudringen, um mich von ihrer Forderung "Freie Fahrt für Obdachlose" zu überzeugen. Mein Mitarbeiter konnte im Roten Salon, dessen sich die Gruppe bemächtigte, nur mühsam eine Eskalation verhindern. Vergebens machte er den Demonstranten klar, dass ich nicht in Wien sei und die Gruppe deshalb nicht empfangen könne. Die Versammelten warfen mir vor, kein Herz für Obdachlose zu haben.


TUN & LASSEN - - 28.04.2000 mehr lesen »

Traiskirchen: Beamte behandelten Afrikaner wie Vieh

An die Staatsanwaltschaft

Rassismus in Österreich? Im Ausland habe sich in den vergangenen Wochen ein Zerrbild von Österreich verbreitet, beklagen blauschwarze Politiker und ihre Freunde. Statt dieses Gejammers sollten sie lieber für Aufklärung über innere Vorfälle sorgen, die die Verwendung des Begriffs "Staatsrassismus" zunehmend legitimieren. Mag. Bubik vom Evangelischen Flüchtlingsdienst hat uns den Wortlaut der Anzeige des Wiener Rechtsanwalts Wolfgang Rainer (vom 5. März 2000) an die Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Es geht um die skandalösen Umstände der Polizeirazzia im Flüchtlingslager Traiskirchen vom 17. Jänner dieses Jahres.
TUN & LASSEN - - 27.04.2000 mehr lesen »

Widerstand gegen die Zerschlagung des Sozialministeriums

Comeback der 'Volksgemeinschaft'?

Für Arbeitslose, Arbeitsinspektoren und Arbeitnehmerschutz ist künftig nicht mehr das Sozialministerium zuständig, sondern der Wirtschaftsminister. Dahinter steckt die konservative Ideologie, zwischen Kapitalisten und Arbeiter gäbe es keinen Gegensatz mehr.

Gegen den Ausschluss der Gehörlosen aus der Kultur

Die sprechende Bewegung

Österreichweit gibt es 8000 bis 10.000 Gehörlose. Weitere 10.000 bis 15.000 Menschen sind so hochgradig schwerhörig, dass ihnen eine Verständigung mittels Hörhilfen nicht möglich ist. Ihre einzige Chance, mit ihrem Gegenüber zu kommunizieren, liegt in der Anwendung einer optischen Ausdruckform. Doch die Gebärdensprache ist in Österreich noch immer nicht anerkannt. In den letzten Jahren mehren sich Initiativen gegen einen Ausschluss der Gehörlosen aus der Kultur. Vom 6. bis zum 15. April findet im Theater des Augenblicks ein internationales Gehörlosentheaterfestival statt

Erschreckende Unkenntnis der Materie

Mehr ATA statt weniger ATA!

Die Einführung des außergerichtlichen Tatausgleichs zunächst im Jugendstrafrecht und - am 1. Jänner 2000 - auf für Erwachsene galt als einer der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Schritte der Justizpolitik der letzten Jahre. Die von ÖVP und FPÖ geplante Einschränkung des ATA stößt bei den zuständigen Einrichtungen auf Unverständnis.

SOS aus der Lacknergasse

Caritas schliesst ein Obdachlosenheim - ein richtiges Signal in schwarzblauen Zeiten?

Nach einem gemeinsamen Plan der kirchlichen und öffentlichen Träger von Sozialeinrichtungen wird die Wiener Wohnungslosenhilfe modernisiert. "Im Sinne der Betroffenen", lautet die Propaganda: Ein- und Zweibettzimmer in Obdachloseneinrichtungen sollen Standard werden. Aus dieser Sicht ist das Haus St. Josef in der Lacknergasse (Wien 18), in dem rund 60 Obdachlose leben, nicht mehr fit genug. Es soll gesperrt werden. Die erste Reaktion der betroffenen Bewohner und BetreuerInnen: Schock!

Von der Republik ins Nichts entlassen

In der Grimmgasse finden die 'anderen Obdachlosen' Zuflucht

Die Grimmgasse ist eine unscheinbare Vorstadtgasse im 15. Wiener Gemeindebezirk, die in den Schwendermarkt mündet, der nur noch das Flair des Heruntergekommenen ausstrahlt. Doch eines ihrer Häuser hat für Menschen aus allen Teilen dieser geschundenen Welt immense Bedeutung. 100 Asylwerbern aus derzeit 25 Nationen bietet hier, auf Grimmgasse Nr. 6, der Evangelische Flüchtlingsdienst ein Dach über dem Kopf. "Unser größtes Problem ist zur Zeit, den Leuten die Angst zu nehmen, die die schwarzblaue Regierung auslöst", sagt Shukri Krunz, der Leiter des Flüchtlingsnotquartiers.
TUN & LASSEN - - 21.03.2000 mehr lesen »

Was lockt den Exekutor in die Meldemannstrasse?

Der absurdeste Amtsweg des Universums

Die Meldemannstraße 25 ist mehr als eine Adresse, sie ist eine Metapher. Weiter hinunter geht´s nicht mehr - dafür steht sie. Der ultimative Rand-Ort für den Habenichts. Ein Ort mit 337 Betten, von denen meistens nicht alle belegt sind (weil selbst die Sandler diese Adresse scheuen). Hier gibt´s absolut nichts zu holen, sollte man meinen. Was soll also der regelmäßige Besuch des Exekutors im Obdachlosenasyl Meldemannstraße? Was kann der hier anderes machen als unnötige Kosten verursachen?

Prominente unterstützten AUGUSTIN-'Tag der freien Fahrt'

Kafkaeske Jagd

Neben KünstlerInnen wie Dieter Chmelar, Daniela Gaets, Adi Hirschal und Günther Mokesch unterstützte am 13. Dezember auch der stellvertretende NEWS-Chefredakteur Karl Wendl den "Tag der freien Fahrt". Gemeinsam mit AUGUSTIN-VerkäuferInnen besetzten die Prominenten am Südbahnhof einen D-Wagen, um demonstrativ zum Rathaus schwarz zu fahren. Ihre Forderung: Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen! Karl Wendl stellte sich für den AUGUSTIN als Gast-Reporter zur Verfügung:
TUN & LASSEN - - 04.01.2000 mehr lesen »

Prominente unterstützten AUGUSTIN-'Tag der freien Fahrt'

Kafkaeske Jagd

Neben KünstlerInnen wie Dieter Chmelar, Daniela Gaets, Adi Hirschal und Günther Mokesch unterstützte am 13. Dezember auch der stellvertretende NEWS-Chefredakteur Karl Wendl den "Tag der freien Fahrt". Gemeinsam mit AUGUSTIN-VerkäuferInnen besetzten die Prominenten am Südbahnhof einen D-Wagen, um demonstrativ zum Rathaus schwarz zu fahren. Ihre Forderung: Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen! Karl Wendl stellte sich für den AUGUSTIN als Gast-Reporter zur Verfügung:
TUN & LASSEN - - 04.01.2000 mehr lesen »

Die AfrikanerInnen Wiens nach den "Erfolgen" der Operation Spring

"You will Burn in Hell!"

Viele AfrikanerInnen in Wien, vielleicht die meisten, kämpfen um ihr nacktes Überleben. Seit dem Tod des Nigerianers Marcus Omofuma im Abschiebeflugzeug, seit den darauf folgenden Polizeiaktionen der "Operation Spring" gegen die afrikanische Community sind die Schwarzen zur vielleicht diskriminiertesten Bevölkerungsgruppe des Landes geworden. Wenn sich Menschenrechtsgruppen hinter Männer wie Obiora Ofoedu oder Emmanuel Chukwujekwu stellen, wirft man ihnen vor, sich mit der "Drogenmafia" zu solidarisieren. Weit davon entfernt, eine solche zur Strecke zu bringen, hat "Operation Spring" nur eines erreicht: In unendlich vielen Hirnen herrscht der Nebel des Ressentiments.
TUN & LASSEN - - 04.01.2000 mehr lesen »

Erinnerung an Günter Pernhaupt

Kalte, warme, bucklige Welt

Der Wiener Psychiater und Drogenexperte Günter Pernhaupt ist Anfang November im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Der international anerkannte Wissenschafter befasste sich bereits in den Siebzigerjahren mit der Betreuung von Suchtkranken und galt als Pionier auf diesem Gebiet. Im Rahmen des Anton-Proksch-Instituts baute der Mediziner zunächst in Mödling eine der ersten stationären Betreuungseinrichtungen für Drogenkranke auf. 1983 gründete Pernhaupt schließlich den Verein "Grüner Kreis". Dieser verfügt heute über zwei ambulante und neun stationäre Einrichtungen, primär auf Bauernhöfen in der Buckligen Welt (NÖ), mit 186 Betten. Als Leitbild für den "Grünen Kreis", die größte heimische Langzeittherapieeinrichtung, zitierte Pernhaupt stets Erwin Ringel: "In jedem steckt eine einmalige Chance, die niemand stellvertretend für ihn ergreifen kann." Ein ehemaliger Grüner-Kreis-Patient hat für den AUGUSTIN versucht, sein Verhältnis zu Pernhaupt in Worte zu fassen. Der Autor legt Wert auf die Feststellung, dass es sich um eine Darstellung aus seiner persönlichen Sicht handelt.
TUN & LASSEN - Robert Lackner - 14.12.1999 mehr lesen »

Im November feierte die 'Gruft' ihre Wiedereröffnung

Schlafend sitzen, sitzend schlafen

Die neue Küche verstrahlt Nirosta-Glanz; der Asphaltboden ist durch einen PVC-Boden ersetzt worden, eine Unterlage, die den Fußbodenschläfern mehr Wärme vermittelt; neue Fließen machen den Vorraum einladender. Die "Gruft" unter der Pfarrkirche von Mariahilf, Wiens "populärstes" Obdachlosenzentrum, stellt sich rundumerneuert dar. Rechtzeitig vor der Winterkälte bietet sie wieder, rund um die Uhr, Schutz für bis zu 200 Obdachlose. Die Renovierung war durch private Spenden (etwa vom Rotary Club Wien/Oper) ermöglicht worden.
TUN & LASSEN - - 08.12.1999 mehr lesen »

Staatliche Kindesmisshandlung

Solidarität mit Heimleiterin Ute Bock!

Wenige Tage vor der Nationalratswahl führte die Polizei - im Rahmen der sogenannten Aktion "Operation Spring" (Teil II) eine Razzia im Gesellenwohnheim Zohmanngasse der Gemeinde Wien durch. 21 "Schwarzafrikaner" wurden bei dieser Aktion festgenommen. Ein Teil von den damals Verhafteten befand sich vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch in U - Haft. Warum die couragierte Heimleiterin Ute Bock - wir ernennen sie hiemit zum Hero der November-Ausgabe - auch die Solidarität der AUGUSTIN-LeserInnen braucht, erfahren Sie hier.
TUN & LASSEN - Georg Dimitz - 21.11.1999 mehr lesen »

Verkehrsbetriebe machen Jagd auf Obdachlose

Verkaufsverbot in U-Bahn

Nicht von der Wiener U-Bahn ist hier die Rede. AUGUSTIN-VerkäuferInnen "im Dienst" sind in Wiener U-Bahnen ohnehin kaum zu sehen. Die Wiener Verkehrsbetriebe haben dem Herausgeberverein Sand & Zeit von Projektstart an eine Verkaufstätigkeit auf Bahnsteigen und in den Zügen nicht gestattet. Die Augusteln mussten sich von vornherein andere Bereiche des öffentlichen Raumes erobern, um ihr Blatt zu kolportieren. Nicht so in Berlin. Dort mach(t)en die Straßenzeitungs-Leute ihren Hauptumsatz in den U-Bahnen. Stürzen die Berliner Verkehrsbetriebe die Straßenzeitungen der deutschen Hauptstadt (und ihre Verkäufer) damit in eine Existenzkrise?


TUN & LASSEN - - 21.10.1999 mehr lesen »

Forum der Selbermacher

Groundswell vernetzt britische Obdachloseninitiativen

Im nordenglischen Sheffield wird einmal kein Bier, sondern Veränderung gebraut: "Cooking up Chance" lautete das Motto des 3. Nationalen Forums von Groundswell, des britischen Netzwerks von Obdachlosen-Selbsthilfegruppen, vom 1. bis 3. September dieses Jahres. Aus einer Selbstdarstellung: "Groundswell ist ein einzigartiges Projekt. Es fördert und entwickelt Selbsthilfeinitiativen von Menschen, die ohne Heim, ohne Land oder von der Gesellschaft ausgeschlossen sind. Wir arbeiten mit Gruppen, Projekten und Einzelpersonen, die auf Graswurzelebene operieren und in Eigenverantwortlichkeit ihre Ziele bestimmen".
TUN & LASSEN - Andrea Schick - 21.10.1999 mehr lesen »

Wirtschaftskrise macht erfinderisch

Tauschsysteme anderswo

In Argentinien erfreut sich eine neue Art der Markterfahrung, die sogenannten "Knoten", zunehmender Beliebtheit. Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch. Banknoten und Geldmünzen werden durch Gutscheine ersetzt. Viele Argentinier können sich nun dank dieser Handelseinrichtungen eine neue Existenzgrundlage aufbauen, bei der kein Geld mehr zirkuliert. Tausende Familien sind bereits mit den auf Solidarität basierenden "Knoten" (wie in Argentinien diese Art von Tauschkreisen genannt werden) verbunden. Dank des "Knotens" können sich arme Familien wieder ihre Kühlschränke füllen.
TUN & LASSEN - - 21.09.1999 mehr lesen »

Sonst braucht der Mensch nix!

Warum bei Spitalsaufenthalt die komplette Sozialhilfe gestrichen wird:

Walter K. ist AUGUSTIN-Verkäufer, Sozialhilfeempfänger und krebskrank. Er befindet sich in chemotherapeutischer Behandlung. Das heißt für ihn: Ein Spitalsaufenthalt reiht sich an den nächsten. Nun hat Walter K. seine Wut in Worte gefaßt und ein paar Zeilen für den AUGUSTIN geschrieben. Überschrift: ALS SOZIALHILFEEMPFÄNGER DARFST NICHT KRANK WERDEN!
TUN & LASSEN - - 21.08.1999 mehr lesen »

Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen

Erster Erfolg unserer Aktion

Am 19. Mai überreichte der AUGUSTIN in einer vielbeachteten Aktion Finanzstadträtin Ederer über 5000 Unterschriften für "Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen". Jetzt ist ein erster (kleiner) Erfolg unserer Aktion zu melden.
TUN & LASSEN - - 21.07.1999 mehr lesen »

Menschen am Rande der Europäischen Kulturhauptstadt 1999

'Brecht mit Goethe'

"Kultur heißt für mich: Wie geht die Gesellschaft mit ihren Randgruppen um?" sagt eine Rollstuhlfahrerin. "Armut in Weimar ist für viele Besucher etwas Neues, beinahe ein Widerspruch", sagt die Verkäuferin der ersten Weimarer Straßenzeitung. Beide ahnen, daß die sozial Ausgegrenzten in Weimar nach diesem "Kulturhauptstadtjahr 99" noch ein wenig ausgegrenzter sein werden...
TUN & LASSEN - Reinhard Seiß - 21.07.1999 mehr lesen »

Obdachlosen-Medien anderswo

Für die Übriggebliebenen von Stockholm

Das gesellschaftliche Sozialnetz wird immer grobmaschiger. Viele fallen hindurch. Und wenn man keine Bremsen findet, kann das - auch in der vermeintlichen "Wohlfahrts"-Metropole Stockholm - schnell bergab gehen. Eine dieser Bremsen in der schwedischen Hauptstadt heißt Situation Stockholm - die Straßenzeitung, die ein Monat älter ist als der Wiener AUGUSTIN.
TUN & LASSEN - Andreas Heim - 21.06.1999 mehr lesen »

Vorsicht, sie säubern die Stadt

Auf einer der jüngsten AUGUSTIN-Redaktionssitzungen wurde heiß über das Thema "Sandlervertreibungen" diskutiert: Sollte man nicht - angesichts des schleichenden Ausschlusses sogenannter "Randgruppen" aus dem öffentlichen Raum - ein Recht auf Leben auf der Straße proklamieren? Die Meinungen der Sozialarbeiter in der Redaktion polarisierten sich. Das "Recht auf die Straße" verhöhne das Menschenrecht auf Wohnen, das zu erkämpfen absolut prioritär sei, lautete das Gegenargument. Bei dem Streit stellte sich heraus, daß Ausschließungs-Tendenzen in Wien unterschiedlich wahrgenommen werden. Die einen finden es übertrieben, von einem System der Vertreibung zu reden, die anderen erkennen in einer Summe von Indizien die koordinierte Strategie der sozialen "Säuberung" der Stadt.
TUN & LASSEN - - 09.06.1999 mehr lesen »

Rassisten in Uniform rehabilitiert?

'Da müßte er tot sein'

Alles wie gehabt? Nachdem ein Farbiger - der AUGUSTIN berichtete - mit den Worten "dreckige Negersau!" beamtshandelt worden war, sagte Innenminister Schlögl den fünf erschütterten Augenzeugen schonungslose Aufklärung zu. Fünf Wochen später erklärte Schlögl gegenüber der Kronenzeitung: Die Zeugen müssen gelogen haben... Im Folgenden eine Stellungnahme einer jener Personen (Name der Redaktion bekannt), die nun diffamiert werden, weil sie ihrer Zeugenpflicht nachkamen.
TUN & LASSEN - - 12.05.1999 mehr lesen »

Da wird einem warm ums Herz

Aktion Freifahrt: Sandler-Delegation übergibt 5000 Unterschriften

Auch das ist neu in Wien: Sandler stehen für ihre Rechte ein und wählen eine Sandlerdelegation, die im Wiener Rathaus 5000 Unterschriften unter der AUGUSTIN-Forderung "Freie Fahrt für Obdachlose!" überreichen wird...
TUN & LASSEN - - 11.05.1999 mehr lesen »

Selbsthilfegruppe "Adoption"

Das Stigma der Rabenmütter

"Mein Name ist Friederike. Ich bin 44 Jahre alt. Als meine Tochter Irene zwei Jahre alt war, mußte ich sie zur Adoption freigeben. Ich konnte nicht mehr richtig für sie sorgen. Das ist jetzt 17 Jahre her. 17 Jahre darüber nicht reden können. 17 Jahre Selbstzensur. 17 Jahre mit dem Gedanken zu leben, du hast versagt."
TUN & LASSEN - - 21.04.1999 mehr lesen »

Kundendienst oder Menschendienst

Klartext zur Sandlervertreibung

Für AUGUSTIN-Leser M.G. ist die elektronische Vernetzung ein Werkzeug für politische Aktivität. Er belästigt Institutionen, die er für die soziale Spaltung der Stadt mit für verantwortlich hält, mit E-Mails. Zu einem - unter anderem vom AUGUSTIN thematisierten - Phänomen, nämlich der Vertreibung von "Randgruppen" aus dem öffentlichen Raum, fiel ihm ein Mail an die Verkehrsbetriebe ein. Die Antwort wollte M. G. uns - und wollen wir unseren LeserInnen - nicht vorenthalten. AR Rudolf Nestler (Kundendienst der Wiener Linien) schreibt:
TUN & LASSEN - - 21.04.1999 mehr lesen »

Aktuelle Ausgabe

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