ico_youare10g.gif ZEITUNGTUN & LASSEN
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Schluss mit "good for nothing"

Joana Adesuwa Reiterer gegen Frauenhandel und Aberglauben

AfrikanerinWien.jpgIn dem mehrfach ausgezeichneten Sachbuch „Ware Frau“ beschreiben Corinna Milborn und Mary Kreutzer anhand konkreter Geschichten vom Handel mit afrikanischen Frauen das perfide Zusammenwirken von Geschäftemacherei, sexueller Ausbeutung und Rassismus. Die Idee zum Buch stammte von der in Wien lebenden Nigerianerin Joana Adesuwa Reiterer, die die AutorInnen auch bei der Recherche in Europa und Nigeria unterstützte.


Ein schönes Stück Stadt

Die Privatisierung des öffentlichen Raumes schreitet voran

OeffentlicherRaum.jpg„Die Stadt gehört dir“, lautet ein einprägsamer Werbeslogan der Wiener Linien, und fälschlicherweise glauben viele Menschen, sie wären mit diesem „dir“ angesprochen. Dabei sind es nur einige wenige, die damit gemeint sind. Diese allerdings können mit behördlicher Unterstützung rechnen, wenn sie sich ein Stück Stadt aneignen wollen, ohne nennenswert dafür bezahlen zu müssen. Ein kleiner Spaziergang durch den Wiener Alsergrund belegt an drei beinahe unscheinbaren Beispielen, wie leicht das funktioniert.


Ein paar naive Fragen stellen ...

Die Krise kommt im Mai - IV

LogoKrise.jpgDer Künstler, Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel vertrat unlängst im Kulturjournal des ORF die Meinung, dass die Mehrheit der Künstler und Künstlerinnen selbst „Komplizen des Marktes" seien. Zudem hätten die meisten gar keine adäquate Ausbildung, um die komplexen Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems zu verstehen.


Blauer Schmied, roter Schmiedl?

Statement der BettelLobbyWien zu Häupls "Wiener Hausordnung"

BettellobbyWien.jpgEine Symbiose von Strache und Boulevard sorgt in diesen Tagen für die Konstruktion immer neuer „Skandale“, als deren VerursacherInnen aber nicht, wie man meinen sollte, die FinanzkapitaljongleurInnen, sondern deren ärmste Opfer hingestellt werden: die BettlerInnen aus den Ländern Osteuropas. Nun will auch „der Chef persönlich“, nämlich Bürgermeister Häupl, „für Ordnung sorgen“. Die BettelLobbyWien, eine vor kurzem gegründete NGO, befürchtet, dass Häupls Aufgreifen der Themen seines Wahlkampfkonkurrenten Strache zu einer Eskalation der ausländerfeindlichen Stimmung in Wien beitragen könnte.


Erwünschte Tabubrüche

"Gewalt gegen ältere Frauen in der Familie"- Resultate eines 2-Jahres-Projekts

GewaltAlteFrauen.jpgEine 83-jährige Frau wird ins Spital eingeliefert. Sie sei gestürzt, sagt ihr Sohn. Der Arm ist blau verfärbt, auf der Stirn hat sie eine Platzwunde. Ein alltäglicher Vorfall. Alte Menschen stürzen oft, niemand fragt weiter nach, und das Insistieren wäre vielleicht sowieso sinnlos, leidet die Frau doch an Demenz und kann sich nicht erinnern. Dass der Sohn oder der Mann oder die Tochter möglicherweise ihrem Frust über den Zustand der Frau tätlich Ausdruck verliehen haben, bleibt im Verborgenen.


Armselige Dienste für arme Menschen?

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50.000 Menschen bekommen in Österreich bei keiner Bank mehr ein Konto. Da in Zeiten des bargeldlosen Verkehrs ein Leben ohne Bankkonto schwer möglich ist, gibt es die Forderung nach dem Recht auf ein Bankkonto. In einigen Bundesländern wurde bisher eine "Zweite Bank" gegründet, bei der auch Menschen ein Konto bekommen, die sonst keine Bank mehr nimmt. Hier zeigt sich das Problem: Gut, dass es eine solche Initiative als ersten Schritt gibt, es ist aber nur die zweitbeste Lösung. Besser, wie bereits in Belgien umgesetzt, wäre ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf ein Konto ohne Überziehungsrahmen bei allen Banken. Also keine Sonderbanken für Arme, sondern ein Angebot am normalen Bankschalter.

Nur Barbaren sperren ein

Das Augustin-Manifest gegen das staatliche Strafen

Gefaengnis.jpgManifeste werden üblicherweise von Gruppierungen verfasst, die sich ihrer Sache sicher sind. Das Manifest der 2000 Worte etwa war einer der wichtigsten Texte des Prager Frühlings. Das Hackermanifest, das 1986 in einem Untergrundmagazin in den USA erschien, prägte die internationale Hackerkultur. Das Augustin-Manifest wird diese Geschichtsmächtigkeit nie erreichen, schon alleine deswegen, weil es als Work in Progress und als interaktives Projekt angelegt ist. Den Paragrafen 1–5 können also noch viele Dutzende folgen. Nicht unendlich viele! Denn nach der Schließung des letzten Gefängnisses hat es wenig Sinn, ein Anti-Gefängnis-Manifest weiter zu vertiefen.

PS: Wir freuen uns auch auf kluge Verteidigungstexte für dieses Barbarentum; es steckt wohl in uns allen noch ein kleinerer oder größerer Rest davon ...


Verlogenes Wir

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„Wir müssen den Gürtel enger schnallen“, sagt der Chef der Erste Bank. „Wir müssen alle einen Beitrag leisten“, sagt der Finanzminister. „Wir müssen Opfer bringen“, raunt der Chefredakteur.

In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich die Gewinnquote am Volkseinkommen prächtig nach oben, die Lohnquote grundelte im unteren Bereich dahin. Die Erwerbseinkommen gingen zwischen oben und unten massiv auseinander. Die Geldvermögen noch viel stärker.

Und jetzt drohen aufgrund der Defizite Sparpakete, die das Finanzdesaster in die öffentlichen Haushalte schlägt. Untere Einkommen müssen so doppelt für die Finanzkrise zahlen: zuerst als Leidtragende von Arbeitslosigkeit und Armut, und dann als Opfer von Sparpaketen bei Gesundheit, Bildung und Sozialem. „Nicht auf unserem Rücken“, warnten Armutsbetroffene letzte Woche davor, dass immer mehr Menschen für das Desaster der Finanzkrise zweifach draufzahlen. Am Wiener Graben zwischen Luxusgeschäften und Großbanken machten Erwerbslose, VerkäuferInnen von Straßenzeitungen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Flüchtlinge auf ihre Situation aufmerksam. „Es ist genug da für die Bedürfnisse aller, aber nicht für jedes Einzelnen Gier“, forderten sie in Anlehnung an ein Zitat Gandhis – „Mehr sozialen Ausgleich und eine faire Verteilung des Reichtums in Österreich“.

... röchelnde Sandler

Nach Hofer-Biotonnen-Skandal: Jetzt bräuchten die Quotenjäger ...

Hofer.jpgGegen die Iden des März hat sich der Himmel zwischen Simmering und Sattledt bedrohlich verdunkelt – so viel Staub hat unsere Recherche über die vergifteten Lebensmittelabfälle beim Hofer aufgewirbelt. Im Folgenden ein Bericht, was nach der Augustin-Veröffentlichung über die gefährlichen „Obdachlosenfallen“ in Wien geschah.


Die Krise als Chance?

Solidarische Ökonomie ist machbar: TIMESOZIAL

Timesozial.jpgAuswege aus der sich immer weiter verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise können nur in grundlegenden Änderungen am Geld- und Wirtschaftssystem ansetzen – auf globaler, nationaler wie regionaler Ebene. Viele Lösungsansätze hat der Wiener Kongress „Solidarische Ökonomie“ – siehe Seite 18 – aufgezeigt. Dort hatte der Autor dieses Beitrags in mehreren Workshops ein Zeitbank-Experiment vorgestellt und auf die laufende Petition "Neues Geld" an Österreichs Politiker verwiesen. Für den Augustin erläuterte er Begriffe wie Zeitgutscheine und Regiogeld.


TUN & LASSEN - Tobias Plettenbacher - 11.03.2009 mehr lesen »

Bewegungsfreiheit

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Mobilitätsarmut sperrt aus. Wenn die verkehrsbedingte Anbindung von Arbeitsmärkten nicht erfolgt, stehen Bevölkerungsgruppen im Abseits. Mobilität ist eine Möglichkeit, den Anschluss zu wahren. Mangelnde Möglichkeiten an unterstützender Verkehrsinfrastruktur zementieren Benachteiligungen, engen die Bewegungsfreiheit weiter ein. Menschen in Armutslagen leben wesentlich öfter allein und können seltener auf ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk zurückgreifen als andere Personen.

Achtung! Keine Satire

Hundert Stunden Polizeiarrest wegen Füße-Ausstreckens

Beine.jpgHerbert S., Chefinspektor, ist bekannt für seine allgemein verständlichen und durchaus eloquent formulierten Sachverhaltsdarstellungen. Er ist einer der PolizistInnen, die – in wessen Auftrag eigentlich? – das “Bettlerunwesen“ in der Mariahilfer Straße einzudämmen haben: eine Sisyphos-Arbeit. Als Instrumentarium dafür stehen ihm z. B. das Landesicherheitsgesetz und die Straßenverkehrsordnung zur Verfügung.


"Wir zahlen nicht für eure Krise!"

Am 28. März wird überall demonstriert. Sogar in Wien

Krise.jpgDie schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle. Die Regierungen retten jedoch vorrangig die Verursacher: die Banken und die Reichen – mit unseren Steuergeldern. Dagegen gibt es nun Widerstand. Am 28. März wird in Wien und weltweit für eine soziale Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise demonstriert.


ArbeitsLos: Altes und Neues

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Neues von der Finanzkrise. Sie wirkt. Neues vom Arbeitsmarkt. Es wird gewirkt. Viele spüren bereits die Wirkung. Jetzt wäre die – seit über zehn Jahren nicht erfolgte – Anpassung des Arbeitslosengeldes an die Teuerung sinnvoll. Höhere Arbeitslosenleistungen vermeiden Armut, entlasten die Sozialhilfe, nehmen die Veränderungen des Arbeitsmarktes ernst und gehen direkt in den Konsum.

Die Biotonnenvergifter

Hofer - Container als Obdachlosenfalle

Biotonne.jpgIn Wien werden, im wahrsten Sinne des Wortes, biotonnenweise intakte Lebensmittel einer Supermarktkette weggeschmissen, anstatt diese an Bedürftige oder an Sozialmärkte weiterzugeben. Dies ist allerdings nur der kleinere Teil des Skandals. Denn, sobald Obst, Gemüse und Brot in der Mülltonne sind, werden sie vom Personal mit Reinigungsmitteln vergiftet, damit sie ungenießbar werden. Dass dadurch Menschen gesundheitlich gefährdet werden, muss den Verantwortlichen bewusst sein.


Wie kann eine Frau von ihrem Job leben?

In der "Wirtschaftskrise" ist männliche Existenzsicherung wichtiger

Die gläserne Decke, die Frauen auf der Jobsuche zu durchbrechen haben, liege inzwischen schon so niedrig, dass sie existenzgefährdend ist, meint Barbara Pickl, Unternehmenskontakterin des mittlerweile eingestellten sozialökonomischen Betriebes „abz* office service“, im Augustin-Gespräch. In neun Jahren gelang es Pickl und ihren Kolleginnen, Hunderte existenzsichernde Jobs für langzeitarbeitslose Frauen zu finden.

Selbstbestimmt durch die Krise

In Linz trafen sich engagierte Psychiatrie-Betroffene

Wenn global die Wirtschaft kracht, kommen Zentralbanken und Regierungen als „Retter“. Wenn es auf der persönlichen Ebene angeblich nicht mehr weitergeht, dann kommt die Psychiatrie. Solidarische Ökonomie und Selbstorganisation bieten Möglichkeiten inner- und außerhalb des staatlichen Systems. Bericht von der 2. Österreichischen Psychiatrie-Betroffenen-Konferenz in Linz.

Vermögens-Selbsthilfegruppe

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Im Schweizer Nobelschiort Davos haben sich Verantwortliche der gerade an der ökonomischen Wirklichkeit gescheiterten Geld- und Wirtschaftspolitik getroffen. Der Ökonom Stefan Schleicher sprach davon, dass dort in den Bergen die „Abschiedsparty des Neoliberalismus“ gefeiert würde. Die Stimmung sei jedenfalls nicht gut gewesen, berichteten Anwesende. Viel wurde von Werten, Besinnung und Nachhaltigkeit gesprochen.

200 Meter für alle!

Autofreie Stadt: Günther Emberger, TU Wien, vermisst politische Fantasie

Autofreie_Stadt.jpgHartnäckig verteidigt die Mehrheit der StadtbewohnerInnen das, was ihre Lebensqualität nachträglich beeinträchtigt: das eigene Auto vor der Tür und die Möglichkeit, es ständig zu benutzen. StadtplanerInnen haben längst erkannt, dass eine autolose Stadt eine vernünftige Alternative ist. Längst sind auch Modelle entwickelt, die auch AutofanatikerInnen überzeugen könnten. Die in Spanien lebende Austauschstudentin Maria Garcia Blasco hat auf der Technischen Universität Wien bei Günther Emberger eine Diplomarbeit geschrieben, die sich damit beschäftigt, wie ein Teil des Wiener Alsergrunds sich relativ einfach in einen lebenswerten, mehr oder weniger autofreien Stadtteil umwandeln ließe. Augustin hat Günther Emberger zu den Plänen interviewt.


Der Klopapierrollentest

Keime einer "solidarischen Ökonomie" in unserem Alltag

SolidOekonomie.jpgRund 400 TeilnehmerInnen werden zum Kongress „Solidarische Ökonomie“ erwartet, der erstmals in Wien stattfindet (20. bis 22. Februar 2009). Sie werden von realisierten, mutmachenden alternativen Lebens- und Wirtschaftsprojekten berichten, aber sie werden auch „spinnen“, hier positiv als Akt des utopischen Denkens verstanden. Aber ist tatsächlich alles so utopisch, wie es scheint? Die Welt ohne Geld zum Beispiel existiert bereits: Woran es mangelt, ist die Sichtbarmachung der Bereiche nicht monetarisierten Lebens.


TUN & LASSEN - Nicole Lieger - 02.02.2009 mehr lesen »

Stellungnahmen von BürgerInnen gegen die Anti-Bettler-Durchsagen

Wiener Linien und Bettler

Wiener Linien und Bettler (1)
Die Durchsage erfolgt stündlich

Mit großem Interesse las ich heute Ihren Artikel "WIR sind die Kunden" über das Bettelverbot der Wiener Linien. Zu Ihrer Information: Vor einer Woche schrieb ich diesbezüglich eine E-Mail an die Wr. Linien: „Einerseits verstehe ich das Bettelverbot in den U-Bahn-Stationen, andererseits zeigen Bettler nur die große Schere, die es leider zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft gibt. Und diese Schere wird durch das Bettelverbot nicht abgeschafft, sondern nur unsichtbar gemacht. Ist es wirklich nötig, Ihre entsprechende Durchsage MEHRMALS täglich durchzugeben? ICH fühle mich jetzt eigentlich durch Ihre DURCHSAGE belästigt.“
Heute wurde ich angerufen. Mir wurde Folgendes mitgeteilt:
DURCHSAGE BETTELVERBOT:
Diese Durchsage erfolgt derzeit stündlich. Die Wr. Linien sind stolz, dass diese Durchsagen geholfen haben; es wird jetzt weniger gebettelt. Deshalb fühlen sich die Wr .Linien in ihrer Vorgangsweise bestätigt.
EINHALTEN VON REGELN: Die Wr. Linien betonen, dass es Regeln geben muss und dass diese Regeln für ALLE gelten müssen. Insbesonders müssen ALLE Leute, die sich in U-Bahn-Stationen aufhalten, einen GÜLTIGEN FAHRSCHEIN besitzen.

Johannes Missoni-Paul, 1190 Wien

TUN & LASSEN - - 02.02.2009 mehr lesen »

Patenschafts-Container

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Viele Familien sind seit Jahren da, arbeiten, die Kinder gehen zur Schule – aber die aktuellen Gesetze wollen sie abschieben. Davon können Familie Erhunwunsee in Bruck an der Mur, Frau Berisha und ihre drei Kinder in Vöcklabruck oder Halit Nuha in Linz-Kleinmünchen ein beklemmendes Lied singen.
Privatpersonen oder private NGOs sollen nun für Krankenversicherung oder Lebensunterhalt aufkommen, dann könnte ein humanitärer Aufenthalt gegeben werden, so die Innenministerin. Klingt harmlos. Hinter diesen Patenschaften verbirgt sich aber eine gefährliche Strategie.

Wo ist das Finanzpaket?

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Das Bankenpaket war superschnell auf Schiene. Das Konjunkturpaket kommt gerade so recht und schlecht auf den Weg. Das Finanzpaket ist noch nicht sichtbar. Es fehlt der dritte, entscheidende Schritt, der die Ursachen der Krise bekämpft: die Kontrolle der Finanzmärkte. Das Engagement ist hier deutlich reduzierter als beispielsweise beim Bankenrettungspaket. Mittlerweile versuchen auch Kommentatoren uns glauben zu machen, dass es sich bei der Finanzkrise bloß um einen „Topathleten mit Muskelkater handle, der mit etwas Ruhe und Physiotherapie schon den Kater behebe – anstatt die Krise als Herzattacke eines sechzigjährigen Rauchers zu verstehen, für dessen Heilung eine Operation und massive Veränderungen im Lebenswandel vonnöten wären“, wie der Ökonom Robert Wade von der London School of Economics treffend analysierte.

WIR sind die Kunden!

Sigmund Freud und die BettelLobbyWien zu den U-Bahn-Durchsagen

Bettellobby.jpgSollte den Wiener Linien daran gelegen sein, ihre Lautsprecheranlagen mit Hilfe einer Durchsagenkampagne in Schuss zu halten, wüssten wir einen besseren Text: „Die Wiener Linien bedauern, sich an den unter dem Namen Cross-Border-Leasing bekannten Scheingeschäften mit einem US-Investor beteiligt zu haben. Das Verleasen des Wiener U- und Straßenbahnnetzes an einen US-Versicherungskonzern stellte sich im Zuge der Finanzkrise als risikoreiches Jonglieren mit öffentlichem Eigentum heraus, dessen Konsequenzen noch nicht abzusehen sind.“


Katharina gehört allen

In Zagreb versammelt: Modelle angewandter Bürgermitbestimmung

OperacijaGrad.jpgIm Rahmen des Projekts „Operation Stadt“ fand zwischen 4. und 7. Dezember in Zagreb eine internationale Konferenz mit dem Titel „The Neoliberal Frontline: Urban Struggles in Post-Socialist Societies“ statt. Eingeladen waren StadtforscherInnen, ArchitektInnen und AktivistInnen aus Europa und den USA.


Pfarrer Friedl beichtet

"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert"

Pfarrer Josef Friedl ist seit der Causa Arigona Zogaj jedem ein Begriff. Die einen lieben ihn für sein Engagement für die Familie aus dem Kosovo, anderen missfällt er, da er sich in Bereiche einmischt, die ihn als Geistlichen angeblich nichts angingen. Doch wer ist dieser Pfarrer Friedl aus Ungenach in Oberösterreich? Der Augustin besuchte ihn und lernte Seiten seiner Persönlichkeit kennen, die von den anderen Medien nicht beleuchtet wurden. Wir trafen auf einen Menschen, der vieles erlebt hat und doch noch so viel in seinem Leben vorhat.
TUN & LASSEN - Suzan Aytekin-Alavi - 19.12.2008 mehr lesen »

Frauen verdienen mehr

Sybille Hamann & Eva Linsinger: Ernüchterndes zum Stand der Frauenemanzipation

„Bereiten Sie Ihre Tochter auf die Arbeitswelt vor. Geben Sie ihr weniger Taschengeld als ihrem Sohn.“ Der Slogan der Britischen Equal Opportunities Commission bringt es leider noch immer auf den Punkt – es wird viel geredet über Gleichbehandlung und Chancengleichheit, aber wenn’s ums Geld geht, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert.

Lexikon der Sabotage, Teil 5

"Haben wir da nicht zu viel kassiert?"

Das umstrittene Buch „Lexikon der Sabotage“ erschien im Sonderzahl Verlag. Der Augustin beendet hier seine Kapitelauswahl. Das Lexikon der Sabotage wird aber im Augustin fortgesetzt mit brandneuen Arbeitsweltberichten.


Eintrittpreise. Ein Reiseleiter berichtet

Was bei dem Job als Reiseleiter alles möglich ist, bekam ich erst nach und nach mit. Da war ich zum Beispiel mit einem Kollegen zusammen in Spanien, und am Anfang der Reise gab er mir eine Liste: „Das sind die Eintritte, die zu kassieren sind.“ Und am Ende der Reise dachte ich: Komisch, warum bleibt mir so viel Geld in der Tasche? Da sind rund 250 Euro übrig geblieben.

"Wir spürten beide Irritation"

Vater Bruno Kreisky und Sohn über die Sozialdemokratie...

Kreisky.jpgDas „Doppeldilemma“, das „Dilemma schlechthin“ nennt Peter Kreisky die mangelnde Auseinandersetzung der Sozialdemokratie mit Rechtspopulismus und Neoliberalismus und ihren jeweiligen Verknüpfungen. Er erinnert sich an das große Engagement seines Vaters Bruno Kreisky und dessen Verzweiflung über die „Androschisierung“ seiner Partei. Heute wirke Haiders „rabiater Österreich-Chauvinismus“ tief in SPÖ und ÖVP hinein, sagte er im Augustin-Interview.


Überall nur Karlsplätze ....

Ist die Polizei unprofessionell? Oder ist die Profession selbst strukturell gefährlich?

„Hast du Angst, du dreckiger Zigeuner?“ Der Augustin-Bericht dieses Titels, in der letzten Ausgabe erschienen, hat in praktisch allen größeren Medien Österreichs seinen Niederschlag gefunden. Die beiden Polizeibeamten vom Karlsplatz, Adressaten schwerer Diskriminierungsvorwürfe von Seiten slowakischer AugustinverkäuferInnen, sind in den Innendienst versetzt worden. Die Behauptung des Anwalts eines der beschuldigten Polizisten, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, wird von der Polizeiführung nicht bestätigt.

Lexikon der Sabotage, Teil 4

Ein kleiner Triumph über die Pharmaindustrie

Aktionswoche. Ein Computerfachmann berichtet


Einmal arbeitete ich kurzfristig für eine bekannte Computerfirma. Wir waren ein Team von zehn Leuten und hatten den Auftrag, für eine heimische Supermarktkette Kassen aus Südkorea umzubauen, 500 Stück. Wir arbeiteten in einem riesigen Lager, vollkommen ohne Aufsicht, eine ganz eigenständige Partie.
Das Erste, was uns unter diesen Gegebenheiten einfiel, war natürlich das betrügerische Stundenschinden. Also machten wir drei Stunden Mittagspause statt einer, dann einmal drei Stunden gar nichts, weil ab 17 Uhr kriegten wir doppelt bezahlt. Meistens blieben wir bis 22 Uhr. Am Abend war außer uns kein Mensch da.

2009 wird schaurig

Die an- und aufregendsten WWW-Adressen zum Begreifen der Krise

Wirtschaftskrise.jpgWenn der Augsburger Unternehmerberater Egon W. Kreutzer in der Rubrik „Paukenschlag am Donnerstag“, dem Aushängeschild seiner Website, in eine Diskussion mit Albrecht Müller einsteigt, der mit den „Nachdenkseiten“ die wichtigste deutschsprachige Medienkritik im Internet betreibt, sitzt unsereins vor dem Schirm mit ambivalenter Faszination.


Lexikon der Sabotage, Teil 3

"Lässt sich da nicht etwas machen?"

Bernhard Halmer und Peter A. Krobath haben mit „SaboteurInnen“ verschiedenster Provenienz gesprochen und ihre Geschichten aufgezeichnet. Das umstrittene Buch „Lexikon der Sabotage“ erschien im Sonderzahl Verlag. Der Augustin bringt ausgewählte Bekenntnisse.

Stromzähler. Ein Monteur berichtet

Ich vertrage keinen Alkohol. Wenn ich mich berauschen will, kiffe ich. Vor einigen Jahren lernte ich jemanden kennen, der im Eigenbau sehr gutes Marihuana produzierte. Biologisch-dynamisch, versteht sich. Ich wurde zunächst Stammkunde und schließlich ein guter Freund. So begann meine Nebenkarriere als Engel der Hanfbauern.

Argentiniens Piqueteros

Arbeitslose machen Politik, damit Politik nicht arbeitslos macht

Piqueteros.jpg
Impulse für soziale Veränderungen kommen in Argentinien nicht mehr von den oft korrumpierten Gewerkschaften, sondern von Arbeitslosenbewegungen. Die Piqueteros begannen mit Straßen- und Fabriksblockaden und betreiben heute soziale Einrichtungen und Volksversammlungen. Sie sind für die zu erwartende Krise gerüstet und raten der europäischen Zivilgesellschaft, dasselbe zu tun.


Lexikon der Sabotage, Teil 2

Auch der Chef ein Schwindler

Treten Sie ein in die verborgenen Regionen des Arbeitsalltags! Wagen Sie einen Schritt in die nebeligen Gegenden der kleinen Gaunereien, des notwendigen Aufbesserns, des ungenierten Mitschneidens, des raffinierten Fälschens, der unwiderstehlichen Gelegenheit, der nicht erlaubten Eigeninitiative, des gierigen Mitnaschens, des unauffälligen Abzweigens, des kindischen Unfugs, der sozialen Rebellion, des sanften Verweigerns, des cleveren Austricksens und des kreativen Schabernacks. Bernhard Halmer und Peter A. Krobath haben mit „SaboteurInnen“ verschiedenster Provenienz gesprochen und ihre Geschichten aufgezeichnet. 90 Geschichten über Betrug, Verweigerung, Racheakte und Schabernack am Arbeitsplatz – von den „Tätern“ und Täterinnen“ selbst erzählt – sind in dem soeben im Sonderzahl Verlag erschienenen Buch „Lexikon der Sabotage“ versammelt. Ein paar davon drucken wir hier ab. Und dann geht es weiter: mit brandneuen Sittengeschichten aus den Graubereichen unserer Arbeitswelt.

Wer hat die Wirtschaft ruiniert?

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Wer hat die größte Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren hervorgerufen? Waren es die auf Solidarausgleich beruhenden Pensionssysteme? War es die soziale Krankenversicherung? Oder war es der Sozialstaat mit seiner umverteilenden Wirkung? Waren es die Arbeitslosengelder und die Notstandshilfe, die den Wirtschaftscrash verursachten? Waren es die „Ausländer“, die uns jetzt um die soziale Sicherheit zittern lassen?

Fliegende Gummistiefel

Vor dem Finale des Ersten Wiener Bauerngolf-Cups

Bauerngolf_1.jpgWer sich seine Lebensmittel vom Bio-Bauernmarkt auf der Freyung holt, dem und der kommt ja vieles unter. Berge von bemalten Ostereiern ebenso wie haufenweise Kürbisse oder Burgen aus Strohballen. Aber tief fliegende Gummistiefel waren es bisher noch nie.


Lexikon der Sabotage

Geschichten über Betrug, Verweigerung und Schabernack am Arbeitsplatz

Liebe Leserin, lieber Leser, willkommen bei unserer Serie „Lexikon der Sabotage“! Keine Angst, kommen Sie näher! Treten Sie ein in die verborgenen Regionen des Arbeitsalltags! Wagen Sie einen Schritt in die nebeligen Gegenden der kleinen Gaunereien, des notwendigen Aufbesserns, des ungenierten Mitschneidens, des raffinierten Fälschens, der unwiderstehlichen Gelegenheit, der nicht erlaubten Eigeninitiative, des gierigen Mitnaschens, des unauffälligen Abzweigens, des kindischen Unfugs, der sozialen Rebellion, des sanften Verweigerns, des cleveren Austricksens und des kreativen Schabernacks.

Die Hüte meines Vaters

Der Gastarbeiter der ersten Generation erinnert sich an ein schönes Wien

Vater.jpg"Briefe an den Vater" heißt eine Monatskolumne unseres Mitarbeiters Mehmet Emir. Es sind fiktive Briefe des in Wien gebliebenen Sohnes nach Elazig, wohin der Vater nach 30 Gastarbeiterjahren in Österreich zurückgekehrt ist. Im Sommer hat Mehmet seine Familie im Osten der Türkei besucht. Der Adressat der Serienbriefe wird durch Mehmets Notizen aus der alten Heimat "greifbarer". Wie lebt einer, der von sich sagen kann, er habe die Straßen Wiens gebaut?


Das Geld siegt, wie gehabt

Die Stadt des Kindes, einst realisierte Utopie, fällt Baggern zum Opfer

StadtDesKindes.jpg„Die Stadt des Kindes war das Paradies und der Rettungsanker schlechthin. Sie hat mich gelehrt, nicht aufzugeben, weiter zu machen, aufzustehen. Sie hat mich gerettet und tausende andere Kinder auch“, erinnert sich Michaela K. an ihre Jugendjahre. Vor sechs Jahren haben die letzten Kinder das Areal im 14. Bezirk verlassen. Seit Ende August dieses Jahres ist die Demontage der einstigen sozialutopischen Musteranlage in vollem Gange. Eine symbolische Besetzungsaktion war immerhin ein Indikator dafür, dass die Politik der Privatiserung nicht allen in dieser Stadt wurscht ist.


Macht Sandsäcke blühen

Wenn Wam Kat kocht, beginnt der Krieg zu stottern

WamKat.jpg„Wam Kat kocht im Fluc. Er stellt dort sein neues Kochbuch vor. Schreib was drüber.“ – Kann nicht so schwer sein, denkt die Sparköchin. Schlägt das Buch auf, wenige Stunden vor dem Interview-Termin. Schlägt es gleich wieder zu – und fühlt sich völlig überfordert: Das ist nicht irgendein Kochbuch. Und das ist nicht irgendein Autor.


Mehr Detektive - mehr Diebstahl

Das populistische Spiel mit den Kriminalitätszahlen

Detektive.jpg„Kinderkriminalität erreicht eine erschreckende Dimension. Zunahme um 29 Prozent im 1. Halbjahr 2008“ (Innenministerin Fekter) – „30 Prozent kriminelle Ausländer“ – „Jugendgewalt nimmt zu“ – „Linzer Kinder- und Jugendbande begeht 700 Straftaten“. Wahlkampf ist. Die Stunde der Populisten und „Law and Order“-Politiker. Mit Kriminalität und innerer Sicherheit lassen sich Stimmen maximieren und Handlungsstärke demonstrieren.


Schule, die nicht sozial ausgrenzt

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Ein guter Start am Schulanfang wird sich angesichts der Teuerungen für viele Kinder heuer nicht ausgehen. 100 Euro und mehr kostet der Schulstart. Die Preise für Nachhilfe sind ebenfalls gestiegen. 225.000 Kinder leben in überbelegten Wohnungen ohne eigenen Platz zum Lernen, sich zu konzentrieren – ein Faktor, der in den Bildungsstudien als wichtiger Indikator für Lernerfolg beschrieben wird. Und der Winter kommt: 83.000 Kinder leben in Wohnungen, die nicht angemessen warm gehalten werden können.

Das ist das eine. Da gibt es Handlungsbedarf. Das andere ist nun, wie die Schule damit umgeht.

Zur Erfindung des "Asylbetrugs"

Augustin-Gespräch mit Abschiebungs-Kritiker Klaus Ottomeyer

Ottomeyer.jpgGroße Plakate mit der Warnung vor „Asylbetrug“ überall. Doch welche Mechanismen stecken hinter der menschlichen Taktik, Probleme auf eine andere Ebene zu verschieben? Der Psychotherapeut Klaus Ottomeyer spricht über die Verschleppungen und Menschenrechtsverletzungen gegen tschetschenische Flüchtlinge in Kärnten. Und auch über BZÖ und ÖVP.


Tierfreunde bei Aktionärs-Hauptversammlung

Der Schutz der großen und der kleinen Tiere - ein Widerspruch

Tierrecht.jpgDie Verhaftung von zehn Österreichern, denen vorgeworfen wird, Tierrechtsaktivisten zu sein, sonst nichts, weil es ein Gesetz gibt, dass jede Person in Österreich eingesperrt werden kann, wenn man nur behauptet, sie gehöre einer kriminellen Organisation an, war ein tiefer Schlag in die Magengrube des Rechtsbewusstseins, vor allem der jungen Staatsbürger, wovon sich die Demokratie voraussichtlich lange nicht erholen wird. Die Justiz macht sich ihre Terroristen selbst.


Wer löscht den Brand?

Die Geschichte des Gert Hoffmann: leben und kämpfen für eine bessere Gesellschaft

Enttäuscht über den gegenwärtigen Zustand der Welt, aber immer noch zuversichtlich, dass die Zukunft dem Sozialismus gehört – in diesem Wechselbad der Gefühle traf der Augustin den 91-jährigen Gert Hoffmann an. Den Sozialismus, den e r meine, könne man aber nicht mit Menschen, die so sind, wie sie jetzt sind, errichten. Gert Hoffmann ist einer der letzten überlebenden österreichischen „Spanienkämpfer“.
TUN & LASSEN - Walter Famler, Frank Preiß - 02.09.2008 mehr lesen »

Eine Tochter der Freiheit

Für Kveta Schubert hat alles seine Zeit

kveta.jpgDie autodidaktische Künstlerin und künftige Trainerin für den Bildungs-und Arbeitsmarkt ist Romni aus „geordneten Verhältnissen“. Sie selbst habe als Angehörige einer ethnischen Minderheit nur wenige Diskriminierungen am eigenen Leib erleben müssen, aber als Beobachterin hätte sie viele negative Dinge gesehen. Mittels Foto- und Filmkunst nimmt sie sich hauptsächlich der Kultur der Roma samt den brisanten Themen Betteln und Straßenkunst an und erreichte damit auch schon bei SchülerInnen eine Horizonterweiterung.


Erdöl macht das Leben teuer

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313.000 Menschen im Land können es sich nicht leisten, die Wohnung angemessen warm zu halten. Das sind vier Prozent der Wohnbevölkerung. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, wird diese Zahl im nächsten Jahr auf eine halbe Million Menschen ansteigen. Die Heiz- und Wohnkosten machen bei Haushalten mit weniger als 900 Euro bereits 36 Prozent des monatlich verfügbaren Gesamtbudgets aus. Je weiter das Einkommen sinkt, desto höher der Anteil.

Sie können Obama nicht wählen

USA: Mehr junge Schwarze im Gefängnis als im College

In fast allen US-Bundessaaten wird verurteilten Straftätern mehr oder weniger umfassend das Wahlrecht entzogen. In zehn Bundesstaaten werden diese Menschen lebenslang vom Wahlrecht ausgeschlossen, in manchen Staaten sind aus diesem Grund 10 Prozent der schwarzen Bevölkerung von demokratischer Beteiligung ausgeschlossen. Wenn Obama die kommenden Wahlen doch noch verliert, kennt er den Grund ...

Unglück im Glück

In den Card-Casinos kommt es vor, dass Spielende 72 Stunden durchgehend spielen

Die Casinos Austria erzielten im letzten Jahr erneut einen Rekordgewinn. Besonders boomt das Geschäft in Osteuropa und im Online-Glücksspielbereich. Stolz wird auch ständig betont, wie viele Steuermillionen abgeliefert werden. Dass hinter den Verlusten tausende einzelne Menschen stehen, die zumeist schon zuvor in schwierigen Lebensverhältnissen steckten, wird tunlichst verschwiegen. 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung in Österreich sind glückspielsüchtig, viele von ihnen leiden zusätzlich wechselseitig bedingt an Drogenabhängigkeiten (meistens Alkohol) oder an Depressionen.

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